Hamburger Bündnis gegen Rechts: Kein Platz für NazisDie Neonazi Aktivistin und Mitorganisatorin der extrem rechten Kampfsportveranstaltung „Kampf der Nibelungen“ Marina Liszczewski arbeitet für die Schufa Holding AG im sogenannten Bochumer Fenster am Massenbergboulevard 9-13. Dort ist Marina Liszczewski bereits seit einiger Zeit beschäftigt und daher in der Lage, Zugriff auf sensible Datensätze zu erhalten. Marina Liszczewski ist seit ca. 8 Jahren fester Bestandteil der organisierten Neonazi Szene im Ruhrgebiet. Dabei unterhält sie Kontakte zu diversen Kadern der lokalen Szene und kann ebenfalls zum Kreis der Neonazikader gezählt werden. Sie ist fester Bestandteil der Neonazipartei „Die Rechte“ und pflegt darüber hinaus Kontakte zu Mitgliedern vom rechtsterroristischen Blood & Honour/Combat 18 – Netzwerk, den klandestin organisierten Hammerskins und anderen gewaltbereiten Neonazis. (…) Wie der hier kurz geschilderte Werdegang von Liszczewski belegt, unterhält sie zahlreiche Kontakte zu militanten und gewaltbereiten Neonazis. Durch ihr Engagement als Mitorganisatorin des KDN ermöglicht sie genau diesen eine Plattform, um sich zu vernetzen und auf den Straßenkampf vorzubereiten. Auch dienen Großveranstaltungen den Neonazis dazu, größere Geldbeträge einzunehmen, die wiederum in die Szene fließen. Dass damit auch Waffen besorgt werden können, ist kein Geheimnis. Marina Liszczewski ist durch ihre Tätigkeit bei der Schufa in der Lage, an Informationen und sensible Daten von Migrant*innen, Jüdinnen und Juden und politischen Gegner*innen zu gelangen. Wir fordern die umgehende Kündigung von Marina Liszczewski, da ihre Anstellung mit jedem weiteren Tag das gefährliche Potential birgt, dass persönliche Daten und Adressen in die Neonaziszene gelangen“ – aus dem Beitrag „Kein Zugang für Neonazis zu sensiblen Daten!“ im September 2019 beim Infoportal Antifaschistischer Gruppen aus Bochum externer Link, worin die Aktivitäten der Schufa-Mitarbeiterin während der letzten Jahre ausführlich dargestellt werden. Siehe dazu auch einen Beitrag über eine erste Reaktion seitens der Schufa:

  • „Arbeitet in der Schufa-Filiale in Bochum ein Nazi-.Aktivistin?“ am 09. September 2019 bei den Ruhrbaronen externer Link über Reaktionen auf diese Enthüllung unter anderem: „… Die Nazi-Gegner sorgen sich um Daten, die in Nazi-Hände fallen könnten und verlangen die Kündigung der Frau: „…durch ihre Tätigkeit bei der Schufa in der Lage, an Informationen und sensible Daten von Migrant*innen, Jüdinnen und Juden und politischen Gegner*innen zu gelangen. Wir fordern die umgehende Kündigung, da ihre Anstellung mit jedem weiteren Tag das gefährliche Potential birgt, dass persönliche Daten und Adressen in die Neonaziszene gelangen.“ Auf Anfrage dieses Blogs sagte die Schufa, dass sie die Vorwürfe ernst nimmt: „Wir sind heute früh durch eine Meldung darüber in Kenntnis gesetzt worden, dass eine Angestellte unseres Hauses in der rechtsradikalen Szene aktiv sei. In der Meldung wurde in diesem Zusammenhang die Vermutung zu einem individuellen Fehlverhalten in Bezug auf Ihre Arbeitstätigkeit geäußert. Wir nehmen Hinweise zu möglichen Verstößen gegen Datenschutzbestimmungen sehr ernst und prüfen, ob ein Fehlverhalten festgestellt werden kann.“ Die Sorgen der Nazi-Gegner versucht die Schufa zu zerstreuen: „Die SCHUFA speichert keine Informationen zu Nationalität, Zugehörigkeit zu ethnischen Gruppen, Religionszugehörigkeit oder politischen Interessen. Eine Suche von Personen nach diesen Kriterien ist nicht möglich.“ Zu Konsequenzen für den Fall, dass die Vorwürfe zustimmen, äussert sich die Schufa indes nicht…“