Der überwachte Mensch zensiert sich selbst – Der Hacker-Kongress des Chaos Computer Club diskutiert über “Social Cooling”: Wie wir unser Leben angesichts drohender Totalüberwachung einschränken

Vorsicht Überwachung!“… Die großen Datensammlungen und die Möglichkeiten, sie algorithmisch auszuwerten, beeinflussen das Verhalten der gesamten Gesellschaft. Das Bewusstsein, dass die Datenpools der sozialen Medien, Verkaufsportale und Überwachungsinstrumente der Behörden Auswirkungen aufs eigene Leben haben könnten, legt sich wie digitaler Raureif über die Gesellschaften. Dieser soziale Druck führt im Big-Data-Zeitalter sowohl zur Selbstzensur, als auch zu einer verminderten Risikobereitschaft. (…) Was der CCC-Kongress auch dieses Jahr wieder deutlich zeigte war, dass die Hacker-Szene eine wichtige Expertenrolle behält. (…) Konkrete und praktikable Lösungen sind allerdings selten zu hören. Auch nicht zum “Social Cooling”. Schep forderte eine Sprache, die besser zupackt, um eine breite Öffentlichkeit für Datenschutz zu gewinnen. Auch wer nicht leidenschaftlich für Datenschutz streite, kenne schließlich die beschriebene “Klickangst”. Wobei viele auf dem CCC-Kongress einen Ausweg ohnehin täglich praktizieren: Sie sind anonym im Netz unterwegs. Man kann die Maschinen und Netzwerke ja auch einfach anlügen, wenn sie Informationen von einem wollen…” Bericht von Jannis Brühl und Hakan Tanriverdi vom 30. Dezember 2017 bei der Süddeutschen Zeitung online externer Link, siehe für einzelne Beiträge die 34C3-Seite externer Link