Untersuchung der Vereinten Nationen: Rassismus gegen Schwarze in Deutschland

Racial ProfilingEine Expertengruppe der UN hat die Situation von Menschen afrikanischer Abstammung in Deutschland untersucht. Das Urteil fällt vernichtend aus. Menschen afrikanischer Abstammung werden in Deutschland massiv diskriminiert – auch von staatlichen Stellen. Das ist das vernichtende Urteil einer Arbeitsgruppe der Vereinten Nationen (UN). Das dreiköpfige Expertengremium zeigte sich „zutiefst beunruhigt“ über die Situation von Menschen afrikanischer Abstammung in Deutschland. „Sie sind Opfer rassistischer Diskriminierung durch Klassenkameraden, Lehrer, Arbeitskollegen und erleben strukturelle Diskriminierung durch die Regierung und Strafverfolgungsbehörden“, sagte der Sprecher der Gruppe, Ricardo Sunga III, am Montag in Berlin. Er kritisierte, dass diese besonders gefährdete Bevölkerungsgruppe nicht als solche anerkannt werde. (…) Deutliche Worte fand Sunga vor allem für die Arbeit der deutschen Polizei. „Racial Profiling“, also die Kategorisierung von Personen nach ihrer ethnischen Zugehörigkeit, sei in Deutschland „endemisch“, sagte er. Vor allem Männer und Jungen schwarzer Hautfarbe sähen sich tagtäglich mit Polizeikontrollen konfrontiert und müssten damit rechnen, verhaftet zu werden…Artikel von Ulrike Scheffer vom 27.2.2017 beim Tagesspiegel online externer Link. Siehe auch:

  • Im Artikel von Ulrike Scheffer vom 27.2.2017 beim Tagesspiegel online externer Link auch: “… Er hob besonders den Fall Oury Jalloh hervor. Der afrikanische Asylbewerber starb 2005 in Dessau in Polizeigewahrsam. Auch hier gebe es Hinweise auf eine rassistische Voreingenommenheit und Fehlverhalten der Polizei. „Es gab keine unabhängige Untersuchung der Vorgänge“, kritisierte Sunga. Menschenrechtsaktivisten, die in der Sache recherchiert hätten, seien bedrängt worden. Der UN-Vertreter forderte die Behörden auf, eine unabhängige Untersuchungskommission einzusetzen…” Siehe konkret zu Oury Jalloh auch unser Dossier