Projekt Sea-Watch: Nicht länger tatenlos zusehen, wie Menschen im Mittelmeer sterben

Dossier

Sea-Watch.org… Jeden Monat sterben Menschen bei dem Versuch, das Mittelmeer zu überqueren. Die Europäische Politik tut wenig, um dies zu verhindern. Im Gegenteil: ertrunkene Flüchtlinge werden billigend in Kauf genommen, da Abschreckung politisch gewollt ist. Mit einem privaten Schiff im Seegebiet zwischen Malta und der lybischen Küste wollen wir diesem unhaltbaren Zustand ganz praktisch etwas entgegen setzen. Die MS Sea-watch wird Flüchtlingsbooten in Not Ersthilfe leisten und die Rettung durch die zuständigen Institutionen einfordern und forcieren. Wir wollen die offiziellen Stellen in Europa in die Pflicht nehmen, indem wir Neuigkeiten vom Meer live übers Internet und per Telefon berichten. Unsere Mittel sind beschränkt, aber wir können Zeichen setzen…Projektvorstellung Sea-Watch externer Link. Zum Stand der Dinge siehe auch:

  • 500 Tote später: Rettungsschiff „Sea-Watch 3“ verlässt Malta New
    “Seit drei Monaten sitzt das Rettungsschiff „Sea-Watch 3“ in Malta fest. Jetzt hat es die Genehmigung erhalten, das Hafen zu verlassen. (…) „Es ist höchste Zeit, dass die maltesischen Behörden unser Schiff freilassen“, erklärte der Vorstandsvorsitzende von „Sea-Watch“, Johannes Bayer. „Über 500 Menschen sind im Mittelmeer ertrunken, seit unsere Schiffe beschlagnahmt wurden – vermutlich viele mehr, von deren Schicksal an der tödlichsten Grenze der Welt niemand mitbekommen hat, weil niemand vor Ort war, um zu berichten.“ (…) Der Prozess gegen „Lifeline“-Kapitän Reisch war Anfang Oktober zum wiederholten Male vertagt worden, er soll im November fortgesetzt werden…” Beitrag vom 22. Oktober 2018 von und bei MiGAZIN externer Link
  • Offener Brief an den maltesischen Regierungschef: Mr Muscat – zeigen Sie Verantwortung und lassen Sie unser Schiff frei 
    Sehr geehrter Herr Premierminister, mit dem vorliegenden Schreiben macht Sea-Watch die maltesische Regierung dafür verantwortlich, das Schiff Sea-Watch 3 mehr als zwei Monate lang ohne rechtliche Rechtfertigung und auf rein politischer Grundlage vorsätzlich und willkürlich festzuhalten. Dies ist ein bewusster Versuch, die Rettung von Menschen in Not im zentralen Mittelmeer zu verhindern. Wir sind der Ansicht, dass es für einen Rechtsstaat eine nicht tolerierbare und beschämende Haltung ist, durch Machtspiele den Rechtsstaat so eklatant außer Kraft zu setzen. 70 Tage lang hat Sea-Watch davon abgesehen, die unternommenen diplomatischen Schritte offenzulegen. Diese wurden getätigt in dem Versuch, die Situation auf politischer Ebene zu lösen. (…) Für jeden vermeidbaren Tod auf See trägt Ihre Regierung die direkte Verantwortung, die sie anerkennen und eingestehen sollte. Es ist an der Zeit, dass maltesische Entscheidungsträger auf höchster Ebene, einschließlich Ihnen, für ihre tödlichen Entscheidungen zur Verantwortung gezogen werden. In Anbetracht dessen fordert Sea-Watch öffentlich die sofortige Freigabe seines Schiffes…” Offener Brief an den maltesischen Regierungschef Joseph Muscat vom 11.9.2018 von und bei der Hilfsorganisation Sea-Watch externer Link – siehe zum Hintergrund auch unser Dossier Italienische Flüchtlingspolitik
  • Niederländische Regierung bestätigt korrekte Registrierung und Flagge von Sea-Watch 3, Schiff immer noch blockiert in Malta 
    In einem Bericht an die maltesischen Behörden bestätigt die niederländische Regierung die korrekte Registrierung des zivilen Such- und Rettungsschiffes Sea-Watch 3. Dennoch hält die maltesische Regierung das Schiff bereits seit fast einem Monat im Hafen fest und spielt mit fadenscheinigen Argumenten auf Zeit, während in den letzten Tagen wieder Seenotfälle häuften und keine geeigneten Rettungsmittel vorhanden waren. Sea-Watch fordert die maltesische Regierung nachdrücklich auf, ihre Blockade der Rettungsmittel im Mittelmeerraum zu beenden und Menschenleben zu gefährden. „Die Festsetzung unseres Schiffes für willkürliche ‚Untersuchungen‘ ohne jegliche Anhaltspunkte für Fehlverhalten war von Anfang an eine Farce. Wir werden nach wie vor daran gehindert, den Hafen zu verlassen, obwohl die von Malta angeforderten niederländischen Inspektoren die Richtigkeit unserer Registrierung bestätigt haben. Hier geht es eindeutig nicht um Papierkram, sondern um eine politische Kampagne gegen die zivile Seenotrettungsflotte. Von heute an müssen die maltesischen Behörden die volle Verantwortung für jeden Toten übernehmen, der hätte gerettet werden können, aber nicht wurde.„, sagt Johannes Bayer, Vorstandsmitglied von Sea-Watch. Die Sea-Watch 3 wird seit dem 02. Juli 2018 im Hafen festgehalten, als Malta Ermittlungen gegen den Kapitän eines anderen unter niederländischer Flagge fahrenden Rettungsschiffes, der M/S Lifeline, wegen möglicher Probleme mit deren Registrierung, eingeleitet hatte. „Das ist eine kollektive Bestrafung, so als ob der Hamburger Hafen alle Containerschiffe festsetzen würde, nur weil eines möglicherweise ein Problem mit seinen Papieren hat oder nicht„, sagt Bayer…” Sea-Watch-Meldung vom 1.8.2018 externer Link

    • “Sea-Watch 3″ hat alle Zulassungen – darf aber nicht auslaufen
      “Die maltesische Regierung lässt das Rettungsschiff “Sea-Watch 3″ nicht aus dem Hafen – wegen angeblicher Unklarheiten zur Zulassung. Eine Untersuchung zeigt aber: Das Boot verfügt über alle nötigen Dokumente. Seit rund einem Monat hängt das Rettungsschiff “Sea-Watch 3″, das unter niederländischer Flagge fährt, in Malta fest. Die maltesische Regierung verhindert, dass das Boot der zivilen Berliner Rettungsorganisation Sea-Watch den Hafen von Valletta verlässt. Dabei weiß sie bereits seit einer Woche, dass das Schiff über alle nötigen Zulassungen verfügt. Das geht aus einem Untersuchungsbericht und einem Schreiben an die maltesische Regierung hervor. Beide Dokumente liegen dem SPIEGEL vor. Der Bericht wurde verfasst von Inspekteuren, die durch das niederländische Ministerium für Infrastruktur und Wassermanagement eingesetzt worden sind. Ein Schreiben mit den Ergebnissen der Prüfung an die maltesische Regierung ist bereits auf den 24. Juli datiert. “Die Untersuchung zeigt, dass alle Anforderungen für die Registrierung als Sportboot im Flaggenregister der Niederlande erfüllt sind”, heißt es in dem Schreiben…” Beitrag von Raphael Thelen und Andreas Evelt vom 1. August 2018 bei Spiegel online externer Link
  • Entferntes Ziel – 2017 wandelte sich das Bild der Seenotretter in der Öffentlichkeit – ein Sea-Watch-Jahresrückblick
    “Als Sea-Watch 2015 das erste Mal in See stach, um Menschen aus dem Mittelmeer zu retten, sollte es eine Übergangslösung sein. Wir wollten nicht zusehen, wie Menschen ertrinken, weil staatliche Stellen ihrer Verantwortung nicht nachkamen. Unser Ziel war es, Leben zu retten und dass die Staaten der Europäischen Union irgendwann unsere Aufgabe übernehmen würden. Das Jahr 2017 hat uns von diesem Ziel weiter entfernt, als wir es damals gewesen sind. (…) Gerade weil der Gegenwind zunimmt, bleibt die Unterstützung vom Land wichtig. Durch Spenden, aber auch in den öffentlichen Debatten. Selbst wenn unser eigentliches Ziel weiter in die Ferne gerückt ist: Sea-Watch bleibt auf dem Mittelmeer aktiv, denn wir können Menschen dort nicht ertrinken lassen. Damit sich die Bedingungen unserer Arbeit nicht verschlechtern, ist es unabdingbar, dass im politischen Diskurs die Perspektive der Menschenrechte in den Mittelpunkt rückt und verteidigt wird. Und dass in 2018 die Unterstützung vom Land für die zivile Seenotrettung nicht abnimmt.” Beitrag von Frank Dörner, Sea Watch, bei neues Deutschland vom 3. Januar 2018 externer Link
  • Sailing in Solidarity
    “… Als wir 2015 mit der Sea-Watch 1, einem kleinen alten Kutter in den ersten Einsatz fuhren, taten wir dies mit der Forderung an die Europäische Union, das Sterben an ihren Grenzen zu beenden. Bis heute wurden keine Schiffe unter EU Kommando und mit klarem Mandat zur Seenotrettung entsandt. Zur Hilfe kam uns stattdessen eine ganze Flotte ziviler Rettungsschiffe, darunter die IUVENTA. Diese zivile Flotte übernimmt mittlerweile einen Großteil der Rettungen. Wäre sie nicht vor Ort, würden noch viel mehr Menschen sterben. (…) Anstatt über Vorwürfe zu spekulieren, sollte die Beschlagnahmung der IUVENTA auch in den Medien endlich als das benannt werden, was sie ist: Die vorsätzliche Behinderung eines Rettungseinsatzes. Das ist nicht nur eine Straftat, sondern ein Skandal! Wir stehen hinter Jugend Rettet, wir werden uns nicht spalten und nicht unterkriegen lassen. Gemeinsam werden wir weiter retten. Sie können unsere Schiffe beschlagnahmen, aber wir werden niemals akzeptieren, dass die Europäische Union an ihren Grenzen Menschen ertrinken lässt…” Beitrag vom 7. August 2017 von und bei Sea-Watch.org externer Link mit bitte um Unterzeichnung der Petition “Rettung ist kein Verbrechen” zur Freigabe der #IUVENTA, siehe zum Hintergrund das Dossier: Italienische Flüchtlingspolitik
  • Sea-Watch bringt weiteres Schiff in den Einsatz
    “Der sogenannte Verhaltenskodex, der gestern in Rom vorgestellt wurde, wird keine Menschenleben retten, im Gegenteil. Anders die Sea-Watch 3: Als Reaktion auf die Untätigkeit der EU schickt Sea-Watch ein weiteres Rettungsschiff in den Einsatz. Viele Tausend Menschen ertrinken jährlich an Europas tödlicher Seegrenze. Die Europäische Union aber schaut dem Sterben tatenlos zu und lässt Italien mit den Folgen der humanitären Krise allein. Der in weiten Teilen rechtswidrige Verhaltenskodex ist eine verzweifelte Reaktion Italiens. Anstatt Lösungsansätze zu entwickeln, werden diejenigen in die Mangel genommen, die einspringen, wo staatliche Strukturen versagen: Die zivile Rettungsflotte. Was im Angesicht von erneut über 2000 Toten allein in diesem Jahr gebraucht wird, sind jedoch nicht mehr Regeln, sondern mehr Rettungskräfte!…” Mitteilung mit Spendenaufruf vom 26. Juli 2017 von und bei Sea-Watch.org externer Link
  • Seenotretter kritisieren Abschottung der G20-Staaten. Aktivisten entrollen auf Hamburger Elbbrücke Transparent mit Aufschrift »Baut Brücken, keine Mauern«
    Seenotretter haben rund eine Woche vor dem G20-Gipfel in Hamburg im Freihafen der Stadt mit einer spektakulären Protestaktion eine Wende in der Migrationspolitik gefordert. »Wir haben das Gefühl, dass sich die Bundesregierung wie auch die anderen G20-Staaten von den weltweiten Rechtspopulisten durchs Dorf treiben lassen«, sagte Ruben Neugebauer, Pressesprecher von Sea Watch, gegenüber »nd«. »Auf dem Gipfel besteht so die Gefahr, dass nur weitere perfide Abschottungsmaßnahmen beschlossen werden«. (…) Kurzfristig fordern die Nichtregierungsorganisationen laut Neugebauer ein offizielles Seenotrettungsprogramm für das Mittelmeer. »Als erster Schritt würde uns das Zeit verschaffen, grundsätzlich braucht es aber legale Fluchtwege nach Europa.« Die Sea Watch arbeitet wie auch die anderen NGOs im Mittelmeer seit Tagen an ihren Grenzen. »Unsere Crew musste bei der letzten Fahrt das Schiff mit 500 Personen überladen, sonst wären die Menschen ertrunken.« Hilfe der Militär-Schiffe der EU habe es dabei keine gegeben. »Es gibt dort kein einziges Schiff, was nur für die See-Notrettung zuständig ist.«” Artikel von Sebastian Bähr vom 28.06.2017 beim ND online externer Link
  • Flüchtlinge: Sea Watch zeigt Verständnis für Drohung Italiens 
    Die Nichtregierungsorganisation Sea Watch hat Verständnis für die Drohung Italiens gezeigt, künftig nicht mehr alle Rettungsschiffe mit Migranten in italienische Häfen einlaufen zu lassen. „Italien wird allein gelassen“, kritisierte Sea Watch-Sprecher Ruben Neugebauer im Gespräch mit der „Welt“. „Es ist Aufgabe der EU zu helfen und eine Lösung zu finden, stattdessen macht man die Grenzen zu Italien zu und nimmt kaum Flüchtlinge ab.“ Seiner Ansicht nach führe dieser „Verrat der europäischen Idee“ dazu, „dass uns jetzt das Leben schwer gemacht wird.“...” Agenturmeldung vom 28. Juni 2017 bei HASEPOST.de externer Link, siehe zum Hintergrund das Dossier: Italienische Flüchtlingspolitik
  • Sea-Watch: Mit neuem Flugzeug mehrere Hundert Flüchtlinge gerettet
    Allein im vergangenen Jahr war die Hilfsorganisation Sea-Watch an der Rettung von 20.000 Flüchtlingen beteiligt. Jetzt hält die Initiative auch per Flugzeug Ausschau nach hilfsbedürftigen Menschen im Mittelmeer – mit Erfolg. Die Hilfsorganisation Sea-Watch hat mit dem Einsatz eines Flugzeugs nach eigenen Angaben die Rettung von mehreren Hundert Flüchtlingen auf Booten im Mittelmeer ermöglicht. „Wir konnten der Rettungsleitstelle in Italien inzwischen mehr als zehn Boote melden. Dadurch konnten wir verhindern, dass die Flüchtlinge ertrinken“, sagte Projektkoordinator Ruben Neugebauer dem Evangelischen Pressedienst. Seit Mitte April 2017 setzt die Organisation gemeinsam mit der Humanitarian Pilots Initiative erstmals ein Flugzeug ein, um vor der Küste Libyens Flüchtlingsboote zu suchen…” Beitrag von Matthias Klein vom 4. Mai 2017 bei Migazin externer Link, auch interessant dazu:

    • Todeszone Mittelmeer: Sind die Retter schuld?
      “… Eigentlich hätten diese Helfer einen Orden verdient. Stattdessen geraten sie aber immer stärker in die Kritik, und das nicht nur von Anhängern der AfD. Die freiwilligen Helfer seien wesentlich mit dafür verantwortlich, dass sich zehntausende Menschen auf den lebensgefährlichen Weg übers Meer machen, weil sie mit ihrer Rettung rechnen könnten. So hat zum Beispiel der Chef des BND laut Reuters gesagt. (…)  Also mehr Menschen sterben lassen, nur damit andere Flüchtlinge abgeschreckt werden? Wäre mehr als zynisch. Die Frage ist allerdings, ob die These überhaupt stimmt. (…) Es ist schon erbärmlich, dass man das überhaupt sagen muss: Die jungen Seenotretter vom Osterwochenende und alle anderen Helfer auf dem Mittelmeer, sie haben mit Fluchtursachen nichts zu tun. Und deshalb sollten wir sie auch als das bezeichnen, was sie tatsächlich sind: Die wahren Helden unserer Zeit.” Bericht von Naima El Moussaoui und Nikolaus Steiner bei ARD Monitor vom 27. April 2017 externer Link – Bericht verfügbar bis zum 27. April 2017 (Dauer: 3:15). Sehenswert dazu auch die nicht gesendete XXL-Version (Dauer: ca. 7:00 Min)
  • Operation Sea-Watch – Flüchtlingsrettung im Mittelmeer
    Proejkt Sea Watch: Umburch Bildarchiv
    Ein knappes halbes Jahr dauerte die Vorbereitung und Planung. Dann startete die MS Sea-Watch zum ersten Mal am 20. Juni 2015 ins Mittelmeer, um Flüchtlingsbooten vor der Küste Libyens Hilfe zu leisten. Am 6. November brach eine neue Sea-Watch Crew in Richtung Lesbos auf, um die Rettungseinsätze in der Ägais fortzusetzen. Die Möglichkeiten dieser privaten und von wenigen Menschen selbstorganisierten Initiative sind zwangsläufig begrenzt. Trotzdem hat die Sea-Watch in den letzten Monaten einiges erreicht. Sie rettete über 2000 Flüchtlingen das Leben und erhöhte gleichzeitig den Druck auf die zuständigen Institutionen, ihrerseits Rettungsmaßnahmen wieder aufzunehmen. Im September beendete die Crew 7 der Sea-Watch für dieses Jahr Ihre Einsätze im Mittelmeer. Wir dokumentieren den Abschlussbericht von Harald Höppner, von Ruben Neugebauer erhielten wir die Bilder für den Fotorückblick auf die bisherigen Sea-Watch-Einsätze. Vielen Dank dafür! …Bericht und Fotogalerie beim Umbruch Bildarchiv vom 6. November 2015 externer Link
  • Sea-Watch Rettungseinsatz am 11-07-2015
    Die Sea-Watch ist am 11-07-2015 das einzige verbliebene Rettungsschiff, im Seegebiet vor Libyen.Sea-Watch Skipper Ingo Werth berichtet von einem spektakulären Rettungseinsatz der Sea-Watch, bei dem die Crew, im Auftrag des MRCC Rom, 116, teils schwerverletzte Geflüchtete aus einem sinkenden Schlauchboot retten und auf von der Sea-Watch bereitgestellte Rettungsinseln verbringen konnte.” Tonspur und Fotobericht als Video bei YouTube vom 12. Juli 2015 externer Link
  • Die ‘Sea Watch’ nimmt ihre Arbeit auf
    Der Brandenburger Unternehmer Harald Höppner startet in der kommenden Woche mit seinem Fischkutter “Sea Watch” eine private Flüchtlingsinitiative im Mittelmeer. Das Boot war vor etwa zehn Wochen in Hamburg in Richtung der Insel Lampedusa gestartet. Die Crew mit mehreren ehrenamtlichen Mitarbeitern will auf dem Mittelmeer Ausschau nach Flüchtlingen halten und Hilfe leisten…Beitrag bei inforadio.de vom 12. Juni 2015 externer Link
  • “Sea Watch”: Hilfsschiff für Flüchtlinge wird getauft
    Sie soll ab Mai im Mittelmeer zwischen Malta und der lybischen Küste patroullieren und Flüchtlinge aus Seenot retten: Die “MS Sea-Watch”, ein 21 Meter langer und 100 Tonnen schwerer ehemaliger Fischkutter, wird am Freitag (27. März 2015) im Hafen von Hamburg-Finkenwerder getauft. Die private Initiative “Sea Watch” will mit dem Schiff “dem massenhaften Sterben im Mittelmeer und der restriktiven Flüchtlingspolitik der Europäischen Union eine konkrete Antwort” entgegensetzen. (…)In dem Projekt “Sea Watch” haben sich ehrenamtliche Seeleute, Ärzte, Anwälte und andere Helfer zusammengeschlossen. Ab Mai wollen sie zwischen Malta und der libyischen Küste in Seenot geratenen Flüchtlingen helfen. In Hamburg ablegen wird das Schiff voraussichtlich Anfang April…Beitrag von Klaus Boldt auf entwicklungspolitikonline vom 23. März 2015 externer Link
  • Private Initiativen gegen den Notstand auf dem Mittelmeer
    Matthias Monroy im Interview mit Harald Höppner, einem der Initiatoren von Sea Watch – bei telepolis vom 3. März 2015 externer Link. Aus dem Text: “… Wann und wie soll es losgehen?
    Harald Höppner: Unser Projekt erfährt in letzter Zeit viel Unterstützung, es gibt viele Menschen, die die EU-Grenzpolitik wie wir unerträglich finden und auf verschiedene Art helfen. Wegen der vielen Helfer kommen wir mit dem Umbau und den Planungen gut voran und sind zuversichtlich, dass wir Ende März in Richtung Malta auslaufen können. Der Hilfseinsatz im Zielgebiet startet dann voraussichtlich im Mai
    Wie muss man sich das vorstellen, wenn ihr Geflüchtete auf dem Mittelmeer antrefft? Um Menschen in Seenot aufzunehmen, ist euer Schiff doch viel zu klein?
    Harald Höppner: Das ist richtig, das Schiff ist zu klein, um eine große Anzahl Geflüchteter aufzunehmen, allerdings wird die “Sea-Watch” nicht nur mit Schwimmwesten, sondern auch mit aufblasbaren Rettungsinseln ausgestattet werden…
  • Fischkutter “Sea Watch” soll Flüchtlingen helfen
    Mit einem ehemaligen Fischkutter will eine Initiative aus Brandenburg Bootsflüchtlingen auf dem Mittelmeer helfen. Der hochseetüchtige Kutter “GO 46″ wird derzeit im Harburger Binnenhafen umgebaut und mit moderner Satellitentechnik ausgerüstet. Ende März soll das 20 Meter lange Schiff unter dem Namen “Sea Watch” von Hamburg aus Richtung Mittelmeer starten…Bericht auf ndr.de vom 3. März 2015 externer Link