Libysche Flüchtlinge: „Wir wollen Teil der Gesellschaft in Hamburg sein“. Libysche Flüchtlinge treten in die Gewerkschaft ver.di ein

„Die als Gruppe „Lampedusa in Hamburg“ bekannt gewordenen Flüchtlinge aus Libyen haben sich entschieden, Mitglied der Gewerkschaft ver.di zu werden. Die ca. 300 Flüchtlinge haben in Libyen gearbeitet als Ingenieure, Journalisten, Automechaniker, Bauarbeiter oder Friseure und hatten nie die Absicht nach Deutschland zu kommen. Der Krieg gegen Libyen hat ihnen dann keine andere Wahl gelassen. „Mit diesem Schritt“, so Asuquo Udo, einer der Sprecher der Flüchtlinge, „zeigen wir, dass wir Teil der Gesellschaft in Hamburg sein wollen und auf Unterstützung setzen. Wir können und wollen nicht zurück in ein Elend – sei es in Italien oder in afrikanischen Staaten.“ Dazu der ver.di-Fachbereichsleiter für Besondere Dienstleistungen Peter Bremme: “ Wir heißen die Flüchtlinge willkommen und wollen die Beschäftigten in Hamburg mit den neuen Mitgliedern aus Libyen in einen Dialog bringen, um die Forderungen der Flüchtlinge auf eine breitere Basis zu stellen. Wir unterstützen ausdrücklich die Forderungen der Geflüchteten aus Libyen auf Wohnung, freien Zugang zum Arbeitsmarkt, freien Zugang zu Bildung, freien Zugang zu medizinischer und sozialer Versorgung und freier Wahl des Aufenthaltsortes bzw. Wohnortes innerhalb der EU.“ Meldung bei ver.di Hamburg vom 10.07.2013 externer Link. Siehe dazu:

  • Spendenaufruf libysche Flüchtlinge in ver.di
    In Hamburg sind 300 Menschen obdachlos auf der Straße gelandet, die vor dem Krieg in Libyen und schlechten Bedingungen in italienischen Auffanglagern geflohen sind. Die Stadt Hamburg verweigert ihnen mit Verweis auf die Drittstaatenregelung ein Bleiberecht nach §23 Aufenthaltsgesetz. Ein Teil der Kollegen hat in einer Kirche, in einer Moschee und bei Privatpersonen Aufnahme gefunden. Andere müssen weiterhin auf der Straße leben. Diese Kollegen haben sich jetzt in ver.di organisiert um in und mit der Gewerkschaft gemeinsam ihre Forderung nach Wohnung, freiem Zugang zum Arbeitsmarkt, freiem Zugang zu Bildung, freiem Zugang zu medizinischer und sozialer Versorgung und freier Wahl des Aufenthaltsortes bzw. Wohnortes innerhalb der EU, durchzusetzen.
    Spenden für die Mitgliedsbeiträge der vollkommen mittellosen Kollegen können auf folgendes Konto überwiesen werden: Santander Bank
    BLZ: 500 333 00
    Frank Teichmüller
    KTO: 9 1000 100 60
    Stichwort „Lampedusa“