Bochumer Aufruf zur Menschenkette am 18. Juni 2016

18./19. Juni 2016: Menschenketten gegen Rassismus… Alle sprechen inzwischen davon, dass Fluchtursachen in den Herkunftsländern beseitigt werden müssen. Kein Mensch flieht ohne Grund. Viele fordern von den geflüchteten Menschen Dankbarkeit ein. Wir wollen darüber aufklären, dass Demokratien sich dadurch auszeichnen, dass sie allen Menschen (Menschen)rechte nicht schenken, sondern garantieren – egal, wo sie herkommen. Wir setzen uns für eine Gesellschaft ein, in der Menschenrechte und Menschenwürde nicht nach Herkunft oder Hautfarbe zugeteilt werden, sondern ihre Unantastbarkeit für Alle gilt. Reihen Sie sich in unsere Menschenkette ein: Hand in Hand gegen Rassismus – für Menschenrechte und Vielfalt! …Bochumer Aufruf zur Menschenkette am 18. Juni 2016 – LabourNet Germany unterstützt und ruft zur Teilnahme auf! Was -wann-wo: 3 Treffpunkte ab 12 Uhr: Kirmesplatz – Hauptbahnhof – Rathaus; Kundgebung ab 13 Uhr mit Frank Bsirske – Bundesvorsitzender ver.di, Tareq Alaows – RefugeeStrikeBo, Birgit Naujoks – Flüchtlingsrat NRW, Bianca Schmolze – Medizinische Flüchtlingshilfe, Moderation: Gudrun Müller, ver.di Bochum-Herne; Fest ab 14.30 Uhr – Infos beim Bochumer Bündnis externer Link. Neu:

  • Riesige Menschenkette mit 8.500 Menschen und gewollter Lücke
    Um eine 3.800 Meter lange geschlossene Menschenkette bilden zu können, sind mindestens 3.000 TeilnehmerInnen erforderlich. Zu der Menschenkette in Bochum kamen heute(18.6.16) 8.500 Menschen. Angesichts des Wetters waren damit selbst optimistische Prognosen der VeranstalterInnen weit übertroffen. An der Ecke Kortumstraße/Brückstraße klaffte jedoch gut sichtbar eine 50 Meter lange Lücke in der Menschenkette. Statt Menschen, die sich an den Händen halten, standen hier mehr als hundert Paar leere Schuhe. In einer gemeinsamen Presseinformation der Kampagne „Flucht ist kein Verbrechen“, der Initiative TreffPunkt Asyl und von Refugee Strike Bochum heißt es dazu: „Wir halten diesen Platz frei für die Menschen, die heute nicht hier sein können – weil sie auf Anordnung der Stadt Bochum abgeschoben wurden, oder weil sie wegen der mörderischen EU-Außengrenzenpolitik gestorben sind“…Beitrag bei bo-alternativ vom 18. Juni 2016 externer Link. Siehe dazu auch:

    • Wer abschiebt, macht sich schuldig
      Mit Kritik an der städtischen Unterbringungs- und Abschiebepolitik musste sich am Samstag Oberbürgermeister Thomas Eiskirch (SPD) auseinandersetzen. Während seines Auftritts bei der Menschenkette gegen Rassismus vor dem Rathaus stellten sich andere TeilnehmerInnen mit Plakaten hinter ihn. Auf den Plakaten war zu lesen: „Wer zwingt Geflüchtete in Industriezelte?“ und „Wer ist für Abschiebung in Bochum verantwortlich“. Für Thomas Eiskirch war das offensichtlich zu viel Engagement gegen Rassismus. Wütend beschimpfte er die Aktiven…Beitrag bei bo-alternativ vom 19. Juni 2016 externer Link
    • Aktion: Ein Denkmal, das Europa gerecht wird
      Gemeinsam mit der Stadt Bochum steht das Referat für Zukunftsentwicklung in der Pflicht, den politischen Entwicklungen in Europa Rechnung zu tragen. Aus diesem Grund wurde am Samstag, dem 18. Juni 2016 der „Platz des europäischen Versprechens“ feierlich in den „Platz des europäischen Versagens“ umgewidmet…Beitrag beim selbsternannten “Referat für Zukunftsentwicklung” zur Aktion am 18. Juni 2016 externer Link – dort auch Videodokumentation des Redebeitrags zur Umbenennung
  • Menschenkette jetzt am Wochenende “Hand in Hand gegen Rassisimus” – kleine Presseschau von Volker Bahl vom 16. Juni 2016
    Jetzt am Wochenende startet eine Menschenkette: “Hand in Hand gegen Rassismus” – http://www.hand-in-hand-gegen-rassismus.de/home/ externer Link – und es ist hervorragend “getimet”, dass just zur gleichen Zeit wieder die “Mitte”-Studie, die seit 2002 *für die *politische Bewußteins- bzw. Gemengelage in Deutschland – jetzt von der Uni Leipzig erarbeitet – analysiert, vorgestellt wird: http://www.zv.uni-leipzig.de/service/kommunikation/medienredaktion/nachrichten.html?ifab_modus=detail&ifab_id=6655 externer Link – und nicht nur der Tagesspiegel in Berlin
    http://www.tagesspiegel.de/berlin/buendnis-hand-in-hand-gegen-rassismus-menschenkette-gegen-rassismus-in-berlin/13731858.html externer Link, sondern auch die TAZ widmen diesem Zusammenhang einer ausführlichen Darstellung, wie die Deutschen – inzwischen – so politisch ticken und einer Aktion der demokratischen Mehrheit gegen den – zur Mode gewordenen – *Rechtstrend* eine ausführliche Vorstellung: http://www.taz.de/!5313851/ externer Link. Bei dem Resultat einer – wieder *stärker – gespaltenen Republik bleibt erfreulich, dass die *demokratische Orientierung zugenommen hat – aber die Rechten (vorurteilsgebundene Antidemokratisch-Autoritäre) immer gewaltbereiter geworden sind. Aber es entsteht trotzdem kein lupenreines Bild von “pro” und “Contra”, denn selbst die Demokraten sind laut der Studie zu 17 Prozent islamfeindlich. (Vgl. auch die umfangreiche Dokumentierung der Linken zu dieser Studie: http://www.rosalux.de/publication/42412 externer Link). Auch Konrad Litschko (vgl. http://www.taz.de/!a7/ externer Link ) und Sabine am Orde (http://www.taz.de/Sabine-am-Orde/!a29/ externer Link) haben sich bei der TAZ schon länger diesem Problem der Rechtsentwicklung bei uns in Deutschland gestellt. So sieht Konrad Litschko in diesem Kenntlichmachen dieser demokratiefreundlichen und offenen Mehrheit der Deutschen – wie das jetzt in der *Menschenkette geschieht, eine wichtige politische Chance, um diese dumpfe – und jetzt immer gewaltbereitere Rechte – die in der Afd ihren sichtbarsten politischen Ausdruck findet – in die ihr gebührenden Schranken zurückzuweisen, die dazu noch mit dem hypertrophen Anspruch auftritt, “Wir sind das Volk”. Eine – wie sich zeigt – durchaus verlogene Geste, die ebenso entschieden zurückgewiesen werden muss. “Der Polarisierung einen Chance” http://www.taz.de/!5310372/ externer Link Bisher wird allzuleicht die Diskurshoheit den Islamhassern und Flüchtlingsgegnern überlassen – einer, wie gesagt, auch immer gewalttätigeren – Minderheit. DGB-Aufruf zur Menschenkette: http://nrw.dgb.de/presse-und-social-media/++co++f2e76e4e-32e9-11e6-804b-525400e5a74a externer Link