Montagsdemonstrant, Rosaluxx, Antifa: Faschistische Bedrohungswelle in Eisenach

Kein NPD-Aufzug am ersten Mai durch Rostock!Am gestrigen 5. November 2018 verabschiedete die Eisenacher Montagsdemo eine Solidaritätserklärung mit ihrem Mitstreiter Rainer Weinmann, dessen Auto in der Nacht zum Samstag mit faschistischen Aufklebern der sogenannten „Bewegung Ein Prozent“ verschandelt wurde. “Rainer ist bekannt dafür, dass er kein Blatt vor den Mund nimmt”, heißt es darin. “Er tritt bei der Montagsdemo offensiv für die Rechte der Arbeiter und für den Kampf um jeden Arbeits- und Ausbildungsplatz bei Opel und Zulieferfirmen ein. Rainer war im Frühjahr bei den Montagsdemonstrationen gegen den völkerrechtswidrigen Angriffskrieg des faschistischen Erdogan-Regimes auf die syrisch-kurdische Provinz Efrîn als Anmelder und Moderator aktiv. Der faschistische Angriff auf Rainer reiht sich ein in eine Reihe Übergriffe und Anschläge in den letzten Wochen, unter anderem auf das RosaLuxx, den Eisenacher Aufbruch und eine linke Wohngemeinschaft. Selbst den Antifaschistischen Ratschlag in Eisenach wollten Faschisten am Freitagabend überfallen. Die Stadt ist voll mit faschistischen Schmierereien…“ – aus der Erklärung „Solidarität mit Rainer Weinmann gegen faschistische Drohung“ der Eisenacher Montagsdemonstration vom 05. November 2018 externer Link (hier dokumentiert bei den Rote Fahne News), worin auch noch auf weitere Drohungen der jübgsten Zeit hingewiesen wird. Siehe zur Anhäufung von Drohungen gegen Antifaschisten in Eisenach auch zwei weitere Meldungen aus den letzten Tagen:

  • „Faschistischer Anschlag gegen den Eisenacher Aufbruch“ ist eine Pressemitteilung vom 20.Oktober 2018 auf der Webseite des Aufbruchs externer Link, worin unter anderem berichtet wird: „In der Nacht zum 20. Oktober wurde die Schaufensterscheibe am Treffpunkt des Eisenacher Aufbruchs in der Katharinenstraße mit Pflastersteinen zerstört und die Fassade des Hauses beschmiert. Der Vorstand des Eisenacher Aufbruchs hat die Polizei gerufen, der Hausbesitzer hat Strafanzeige gestellt. Der MDR war gleich vor Ort. Auch wenn die Polizei in alle Richtungen ermittelt, so liegt es doch auf der Hand, wessen Handschrift dieser Anschlag trägt. Eine Woche vorher gab es eine Schmiererei vor dem Büro der Linken (Rosaluxx) mit unverhüllter Morddrohung. Die Nazi-Schmierereien in ganz Eisenach nehmen zu und werden immer aggressiver. An einer Brücke stand z.B. „Linke Töten“. Der Eisenacher Aufbruch steht für konsequenten antifaschistischen Kampf, ob im Stadtrat, in den Betrieben oder auf der Straße. Offenbar passt den Faschisten von der NPD auch nicht, dass der Eisenacher Aufbruch mit vielen ehrenamtlichen Helfern seine Räumlichkeiten in der Katharinenstraße gerade erweitert und verschönert. Die Räume sind momentan eine Baustelle und große Schilder im Fenster kündigen an, dass hier mit Hilfe der Bevölkerung eine Begegnungsstätte entsteht. Gegen dieses Fenster flogen die Pflastersteine…
  • „Bundestagsvizepräsidentin Petra Pau (MdB) zeigt Solidarität“ am 25. Oktober 2018 beim Rosaluxx-Treffpunkt externer Link (Eisenach) ist der Bericht über eine kleine Solidaritätsveranstaltung zwei Wochen nach den Morddrohungen gegen das Zentrum. Darin heißt es unter anderem: „Petra Pau bekundete ihre Solidarität zu der vor zwei Wochen getätigten Morddrohung am Büro der LINKEN in der Georgenstraße in Eisenach. Vor zwei Woche wurde dort ein Umriss einer Person auf die Straße gemalt, so wie ihn Kriminalbeamte um eine Leiche ziehen würden. “Wir verstehen dies als eindeutige Morddrohung gegen alle linken Gruppierungen in Eisenach”, äußert sich Kati Engel “Aber einschüchtern lassen wir uns davon nicht.”…