[10. April] Wir sagen: „Nein“ zum Rassismus und der Hetze zwischen Türken und Kurden, unter dem Deckmantel „Terror-Stop“!

Kein Fußbreit den Faschisten. No AKP - NO ISISWährend die kriegsähnlichen Zustände in den kurdischen Provinzen in der Türkei noch andauern, haben es sich einige türkische rassistische Gruppen und Organisationen in Deutschland zur Aufgabe gemacht, das gemeinsame Verhältnis der kurdisch- und türkischstämmigen Bevölkerung zu stören und den Hass, sowie die Spaltung nach Ethnien herbei zu provozieren. Bisher demonstrierten diese Kreise in Duisburg, Aschaffenburg, Dortmund und Rotterdam unter dem Deckmantel „Solidaritätsdemo für die Türkei, im Kampf gegen den PKK-Terrorismus“ und „Friedensmarsch für die Türkei und EU“. Sie planen weitere Demonstrationen für den 10. April in mehreren großen Städten. (…) Sie versuchen durch Provokationen weitere Vorurteile zu schüren und Auseinandersetzungen zwischen Türken und Kurden aufzubauen. Es ist eindeutig zu sehen, dass diese Gruppen der türkischen Regierung nahe stehen und versuchen sich der aufgestauten Trauer und Wut unter den türkeistämmigen Bürgern zu bedienen, welche durch das Blutvergießen und die unzähligen Toten in der Türkei entstanden sind. Denn auf Türkisch treten sie mit den Losung: „Alles für das Vaterland – Märtyrer sterben nicht, das Vaterland kann nicht geteilt werden“ auf…Erklärung des Bundesvorstands der DIDF vom 31. März 2016 externer Link. Siehe dazu neu:

  • Köln: Der türkische Bürgerkrieg kommt näher
    Die EU hat die Türkei erst kürzlich zum sicheren Drittstaat erklärt, um Geflüchtete in das Land abschieben zu können – dabei steht die Türkei an der Schwelle zum Bürgerkrieg zwischen Erdoğans AKP und den Kurden. Mehr und mehr erreicht der Konflikt auch deutsche Straßen. Gestern trafen unter anderem in Köln beide Parteien aufeinander. Es gab Verletzte und zahlreiche Festnahmen. Die Polizei hatte die Lage nicht immer im Griff…Beitrag von Felix Christians bei den Ruhrbaronen vom 11. April 2016 externer Link
  • Knapp 1.100 Menschen demonstrieren in Köln
    In Köln und anderen deutschen Großstädten haben am Sonntag (11.04.2016) türkische Kundgebungen stattgefunden – und kurdische Gegenveranstaltungen. Es kamen deutlich weniger Menschen als angekündigt. Dabei kam es in Köln zu einzelnen gewalttätigen Ausschreitungen…Bericht beim wdr online vom 11. April 2016 externer Link
  • Der Krieg in Kurdistan – nun auch bei uns?
    Türkische Nationalisten wollen u.a. in Berlin und Hamburg gegen PKK- und IS-Terrorismus demonstrieren. Linke Gruppe planen Proteste dagegen… Beitrag von Birgit Gärtner bei telepolis vom 07.04.2016 externer Link. Aus dem Text: “… Das verheißt nichts Gutes und könnte zur Folge haben, dass der Kurdistan-Konflikt künftig auch in bundesdeutschen Städten ausgetragen wird. Doch ganz so weit weg, wie wir vielleicht denken, ist dieser Konflikt ohnehin nicht. Und wurde auch schon in der Vergangenheit hierzulande gewaltsam ausgetragen. Bereits Anfang der 1908er Jahre gehörten für türkische und kurdische Linke Angriffe von türkischen Faschisten häufig zum Alltag. (…) Vermutlich ist die Bundesrepublik in keinen militärischen Konflikt auf der Welt so stark eingebunden wie in den Krieg der Türkei in Kurdistan. Nach 1990 erhielten die Türkei und Griechenland zu gleichen Teilen ausrangierte Rüstungsgüter der Nationalen Volksarmee (NVA), der Armee der ehemaligen DDR. Immer wieder gingen Bilder von deutschen Panzern im Einsatz gegen die kurdische Bevölkerung um die Welt. Seit dem Verbot kurdischer Organisationen und Vereine im November 1993 wurden und werden tausende Menschen kurdischer Herkunft kriminalisiert. Razzien, Vereinsverbote und Durchsuchungen, Verhaftungen und polizeiliche Aufforderungen zur Denunziation gehören zum Alltag…
  • Goldenes Reich mit Rockerkutten
    Die rechtsextreme türkische Organisation Graue Wölfe organisiert sich neu, unter anderem in Form von Motorradclubs…Artikel von Özgür Hayat in der Jungle World Nr. 14, 7. April 2016 externer Link. Aus dem Text: “… Mit einem »Solidaritätsmarsch für den Antiterrorkampf der türkischen Sicherheitsbehörden« trat vor anderthalb Wochen in Duisburg eine bis dato recht unbekannte Organisation der türkischen Rechten in den Blick der deutschen Öffentlichkeit: »Turan e. V.«. Mit zahlreichen Türkei-Fahnen ausgestattet demonstrierten einige Hundert Nationalisten im multikulturellen Stadtteil Hochfeld. Die Turan-Mitglieder fielen durch ihre an Rockerclubs erinnernden Kutten auf. Es gibt zwar eine ganze Reihe von türkisch-nationalistischen Motorradclubs und ähnlichen Vereinigungen in Deutschland, etwa den »Osmanen Germania Boxclub«, doch in der Öffentlichkeit ist das wenig bekannt. Der Presse wurde zwar versichert, es handele sich um eine Demonstration unpolitischer Menschen, doch wurde bereits während der Kundgebung sichtbar, dass der Verein Turan und seine Anhängerschaft aus dem Milieu der faschistischen Graue Wölfe stammen. So zeigten viele Demonstranten den »Wolfsgruß«, das Handzeichen der rechtsextremen Organisation. Die aggressive Demonstration löste Proteste aus, die allerdings von der Polizei rabiat unterdrückt wurden…