Thailändische Eisenbahner wehren sich gegen Regierungspläne

Thailändische Eisenbahner wehren sich gegen RegierungspläneDie Gewerkschaft der staatlichen Eisenbahnen Thailands SRUT hat Anfang Februar in einem Seminar – an dem auch Vertreter der internationalen Föderation ITF und anderer Gewerkschaften aus dem öffentlichen Dienst Thailands teilnahmen – über die Formen und Möglichkeiten des Widerstandes gegen die neuen Regierungspläne mit der Eisenbahn diskutiert. Die Regierung plant, die staatliche Eisenbahn in verschiedene Gesellschaften aufzuspalten, so etwa eine, die das Schienenetz betreibt und ähnliche Funktionsbestimmungen. Nicht nur in Thailand wissen Eisenbahner seit langem, dass dies in aller Regel die Vorstufe zu einer Privatisierung der Bahn, beziehungsweise der Schaffung privater Konkurrenzunternehmen ist. Bei den zahlreichen Unfällen, die die Bahn Thailands in den letzten Jahren erschütterten sehen die Gewerkschafter in diesem Schritt einen in die genau falsche Richtung, der die Gefahren für Personal und Fahrgäste weiter erhöhen wird, wird in dem Bericht „ITF supports Thai union’s rail privatisation fight“ vom 17. Februar 2015 bei der ITF externer Link unterstrichen. Siehe dazu auch:

  • „Kaewvarn Elected Head of Largest Thai Labor Group“ – ein Bericht beim Solidarity Center (AfL-CIO) vom 09. Februar 2015 externer Link , worin über die Wahl von Sawit Kaewvarn zum Generalsekretär der General Assembly of the State Enterprises Workers’ Relations Confederation (SERC), der grössten Gewerkschaftsorganisation des Landes berichtet wird. Sawit Kaewvarn hatte 2009 eine Protestaktion der Eisenbahnergewerkschaft SRUT gegen die Unsicherheit des Bahnverkehrs angeführt und war daraufhin, zusammen mit weiteren Eisenbahngewerkschaftern entlassen worden, was zunächst gerichtlich bestätigt wurde, obwohl selbst die staatliche Menschenrechtskomission die Kündigung für einen Verstoß gegen die Verfassung hielt. Und nach thailändischem Gesetz kann niemand Gewerkschaftsfunktionär sein, der nirgends angestellt ist. Nach jahrelangem Protest ist nun die Kündigung rückgängig gemacht worden und dies in einer Zeit, da insbesondere die Eisenbahnergewerkschaft, aber auch andere Gewerkschaften der Föderation der Gewerkschaften in staatlichen Betrieben, deren Generalsekretär er nun ist, vor neuen Auseinandersetzungen stehen