Fiat droht den Streikenden in Serbien mit Werksschließung

Streikende Belegschaft Fiat Serbien am 3.7.2017Fiat Chrysler dürfte laut der Belgrader Tageszeitung “Politika” den Abzug aus Serbien (Kragujevac) vorbereiten. Den Anlass für solche Spekulationen lieferte ein Streik der Mitarbeiter, die seit Dienstag eine Steigerung des Durchschnittslohns von 38.000 auf 50.000 Dinar (414 Euro) fordern. Die Geschäftsführung der Autofabrik hat bis jetzt keine Bereitschaft gezeigt, mit den Streikenden über die Lohnerhöhung zu verhandeln. Das Unternehmen hat 2.460 Mitarbeiter. Wie “Politika” am Freitag berichtete, läuft das seitens Fiat im Jahre 2008 mit der damaligen serbischen Regierung unterzeichnete Abkommen noch bis Ende 2018“ – aus der Meldung „Fiat könnte sein Werk in Serbien schließen“ am 30. Juni 2017 beim Industriemagazin externer Link – der erste einer wachsenden Zahl von „Berichten“ die über eine mögliche Werksaufgabe spekulieren. Offensichtlich ist das Unternehmen nicht bereit, Hungerlöhne zu erhöhen – es geht ja um eine Erhöhung auf rund 400 Euro/Monat… Siehe dazu drei weitere aktuelle Beiträge und den Verweis auf unseren ersten Bericht:

  • „Streik im FIAT Kragujevac – Italienern sind Arbeiter die protestieren egal!“ von M. Tanic am 05. Juli 2017 bei den Serbien Nachrichten externer Link, worin es zum Verhalten der Unternehmensleitung heißt: „Die Führung der Fabrik antwortet jedoch schon seit sechs Tagen nicht auf die Forderungen der Streikenden. „Wir bestehen darauf, dass das Unternehmen FIAT anfängt, sich wie ein internationales Unternehmen zu benehmen und Verhandlungen mit den streikenden Arbeitern beginnt“, wurde heute vom Streikausschuss mitgeteilt. Die Arbeiter streiken, Produktion ist im Stillstand, auch die Partnerfirmen von FCA sind in Gefahr, aber die Führung stellt sich taub. Zoran Markovic, Vorsitzender des Streikausschusses hat erklärt, dass die Führung damit gegen das Gesetz verstößt, und dass man von der staatlichen Inspektion Anweisungen bekommen habe, Verhandlungen anzufangen, dass sie aber weiterhin schweigen“.