Kündigungsschutz: Eine neue Initiative als Kompass für die Gewerkschaft

“Ein Genfer Kollektiv verlangt am bevorstehenden Gewerkschaftskongress die Lancierung einer Initiative für einen besseren Kündigungsschutz. Dahinter steht eine Gruppe ehemaliger Angestellter der Biotechfirma Merck Serono…” Artikel von Helen Brügger in der WoZ vom 23.10.2014 externer Link  

  • Aus dem Text: “…Seit zwei Jahren arbeitet das Kollektiv PCL (Protection contre les licenciements externer Link ) an einem Initiativtext, der Betroffenen bei individuellen, kollektiven oder antigewerkschaftlich motivierten Entlassungen einen besseren Schutz bieten soll. Dem Kollektiv haben sich unterdessen auch Mitglieder aus anderen Berufen und weiteren Westschweizer Kantonen angeschlossen, bei der Ausarbeitung des Initiativtexts wurde es vom Genfer Arbeitsrechtsspezialisten Christian Bruchez unterstützt. Im Text heisst es unter anderem, dass die PersonalvertreterInnen vollumfänglich über die ökonomische Situation des Betriebs ins Bild gesetzt werden und die Unternehmen auf Alternativvorschläge aus dem Kreis des Personals eintreten müssten – eine direkte Schlussfolgerung aus den Erfahrungen des Arbeitskampfs bei Merck Serono. Weiter wird verlangt, dass die Entlassung eines Angestellten nur möglich ist, wenn ein stichhaltiger Grund vorliegt. Wirtschaftlich begründete Entlassungen wären nur noch zulässig, wenn es nicht möglich ist, den Betroffenen einen anderen Arbeitsplatz im Betrieb anzubieten. PersonalvertreterInnen schliesslich soll während der ganzen Dauer ihres Mandats und ein halbes Jahr darüber hinaus nicht gekündigt werden dürfen. Wegen ihres mangelnden Schutzes für PersonalvertreterInnen ist die Schweiz schon mehrfach vor der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) in Genf angeklagt worden…”