Der Wahlsieg der Rechten – und ihre Inszenierung…

“Dass Fernando Lugo 2008 die Wahlen überhaupt gewinnen konnte, lag an einigen für ihn günstigen Bedingungen, denn die linken Kräfte und sozialen Bewegungen in Paraguay sind deutlich schwächer als in anderen südamerikanischen Ländern. Neben seinem Image als „Bischof der Armen“ profitierte Lugo vor allem von den Machtkämpfen innerhalb der Colorado-Partei (ANR). Die gingen so weit, dass beträchtliche Teile der Partei damals der eigenen Präsidentschaftskandidatin die Unterstützung versagten. Demgegenüber wurde die Kandidatur Lugos nicht nur von den Parteien des Mitte-Links-Spektrums getragen, sondern auch von der liberalen PLRA unterstützt. Diese eigentlich rechte Partei hatte zwar mit dem sozialen Reformprogramm Lugos nicht viel am Hut, hoffte aber, mit Hilfe des populären Ex-Bischofs endlich die Hegemonie der ANR brechen zu können. Zudem trat nach seinem Bruch mit der ANR der noch weiter rechts stehende Ex-Putschist Lino Oviedo an. Der erhielt rund 22 Prozent der Stimmen, die den Colorados am Ende fehlten” – aus dem Beitrag “Die Vollendung des Putschsexterner Link von Gert Eisenbürger in der Ausgabe Juni 2013 der ila

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