Mit Scharfschützen geht die kolumbianische Regierung gegen protestierende Bergarbeiter vor

Bergarbeiter im kolumbianischen segovia bauen Barrikaden gegen Sondereinheiten der Polizei im August 2017Im Nordwesten von Kolumbien befinden sich seit über einem Monat rund 20.000 Personen in einem unbefristeten Streik. Die Protestierenden wollen den traditionellen Goldabbau in der Region schützen und dem multinationalen Konzern Gran Colombia Gold die Lizenzen zum Goldabbau entziehen. Seit Wochen liegt der Verkehr von Segovia und Remedios nach Medellín vollkommen still. In den vergangenen 32 Tagen des Bergarbeiterprotests kamen drei Personen bei Zusammenstößen mit der Polizei ums Leben. 13 Minderjährige und 19 weitere Personen sind wegen Widerstands gegen die Staatsgewalt festgenommen worden. Sieben Polizisten und viele weitere Personen wurden verletzt. Am 21. Juli hatten rund 10.000 Arbeiter den Streik ausgerufen. Sie fordern ein Ende der Regierungspläne für die Region in der Nähe der zweitgrößten Stadt des Landes Medellín“ – so beginnt der Bericht „Streik für traditionellen Goldabbau in Kolumbien geht in zweiten Monat“ von Ani Dießelmann am 24. August 2017 bei amerika21.de externer Link – worin auch darüber informiert wird, dass der traditionelle Bergbau auch in Kolumbien illegalisiert wurde, nicht aber das Wirken der Bergbaumultis… Siehe dazu drei weitere aktuelle Beiträge und die Stellungnahme der Bergarbeiterföderation:

  • „Colombia. Crónica de un Paro: Los pueblos mineros de Segovia y Remedios“ am 23. August 2017 bei kaosenlared externer Link ist eine knappe Chronik der Entwicklung dieser Auseinandersetzung, worin vor allem Wert auf die Berichterstattung über die täglichen Vollversammlungen gelegt wird, an denen Tausende von Menschen teilnehmen und das weitere Vorgehen unter den Bedingungen einer faktischen Totalblockade diskutiert wird – wie auch auf die Information, die einzige offizielle Einrichtung, die sich mit den Protesten solidarisch zeige, sei die Feuerwehr (die auch prompt von der Regierung beschuldigt wurde, Sprengstoff zu verteilen).