Veranstaltung mit der alternativen japanischen Eisenbahner-Gewerkschaft Doro Chiba in Berlin und Hamburg

Kampftag der japanischen Alternativgewerkschaften am 1.11.2014Am 5. September findet in Berlin (und am 7.9.16 in Hamburg) eine Veranstaltung mit einer Delegation der alternativen japanischen Eisenbahn-Gewerkschaft Doro Chiba statt. Leserinnen und Leser des LabourNet Germany kennen diese Strömung aus ausführlicher Berichterstattung: Sei es über den grundlegenden Kampf gegen die Privatisierung der japanischen Eisenbahnen, oder aus der Arbeit, kämpferische Strömungen und Gewerkschaften in Japan zu stärken und zu vernetzen, oder aus der ausführlichen Berichterstattung über den Kampf der Eisenbahner gegen die Folgen der kapitalistischen Katastrophe von Fukushima und die Versuche der Regierung, Normalisierung zu befehlen. Siehe dazu die Einladung „DORO-CHIBA – nicht nur eine klassenkämpferische Gewerkschaft, sondern auch eine antikapitalistische Bewegung“ vom 28. August 2016 hier beim Klassenkampfblock externer Link – für den 5. September 2016 um 18.30 Uhr in der Kreuzberger Regenbogenfabrik. Siehe dazu auch eine Veranstaltung in Hamburg, weitere Informationen und nun einen Bericht:

  • [Bericht] Veranstaltung der japanischen Eisenbahn-Gewerkschafter in Hamburg
    Die zumeist jungen Mitglieder von Doro-Chiba haben sich über die bloßen Arbeitsbelange hinaus bei politischen Streitthemen wie dem amerikanisch-japanischen Sicherheitspakt Ampo und dem Flughafenprojekt Narita, das mit Landenteignungen der Bauern einhergegangen war, eindeutig auf der Seite des Protests und Widerstands positioniert. Zum Bruch mit dem Doro-Dachverband war es nicht zuletzt gekommen, weil die Gewerkschafter aus Chiba den Kampf der Sanrizuka-Initiative gegen den Flughafen Narita unterstützten, indem sie beispielsweise Tankzüge auf dem Weg zum neuen Flughafen blockierten. Die Bezeichnung “kämpferisch” für Doro-Chiba ist durchaus so zu verstehen, daß ihre Mitglieder handgreiflich werden mußten, da der Doro-Dachverband Schlägertrupps und Rollkommandos gegen die Abtrünnigen entsandt hatte. Die versuchte Zerschlagung Doro-Chibas war jedoch gescheitert“ – so einer der Abschnitte zur Geschichte von Doro Chiba in dem ausführlichen Veranstaltungsbericht „Mikroinitiative Gewerkschaftsbasen – Nadelstiche … (SB) : 144. Jour Fixe mit Eisenbahngewerkschaftern aus Japan“ vom 07. September 2016 beim Schattenblick externer Link, worin unter anderem auch die gemensamen Erfahrungen deutscher und japanischer GewerkschafterInnen bei der Eisenbahn Thema sind

  • Japanische Eisenbahngewerkschaft im Kampf gegen Abes Militarisierungskurs
    Wir wurden von der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer, GDL, genauer von deren Ortsgruppe Berliner S-Bahn, eingeladen. Wir finden es sehr wichtig, gerade heutzutage, unseren internationalen Austausch zu verstärken. Wir befinden uns in einer Phase, die durch Wirtschaftskrisen und Kriege gekennzeichnet ist. Unser Ziel ist Solidarität innerhalb der Arbeiterklasse über Grenzen hinweg. Insgesamt sind wir in diesem Jahr mit einer Genossin und vier Genossen nach Deutschland gekommen“ sagt Akaya Tamura im Interview „Wir müssen uns international mit anderen Linken vernetzen“ mit Pit Beuttel am 05. September 2016 externer Link in der jungen Welt, hier dokumentiert beim Klassenkampfblock, worin es unter anderem zu den politischen Hintergründen auch noch heißt: „Hinter den Gewerkschafterinnen und Gewerkschaftern, den Studierenden aber auch Umwelt- oder anderen -aktivisten, die dort zusammenarbeiten, steht die sogenannte Liga, also die Liga Revolutionärer Kommunisten Japans. Ein klassenbewusster und kämpferischer Zusammenschluss. Sie unterstützt und koordiniert die Kämpfe. So ist es selbstverständlich, dass wir alle in den verschiedenen Bereichen gut zusammenarbeiten und natürlich auch kämpfen können