Das Programm der Zeitung ‚Operaicontro’ – Die Zeitung der Arbeiterrevolte gegen die Lohnarbeit

Arbeiterrevolte gegen die LohnarbeitAlle werden von einer grossen gesellschaftlichen Täuschung mitgerissen. Hundertausende von ArbeiterInnen werden entlassen, mit staatlichen Almosen sich selbst überlassen, und alle schreien sich heiser mit der Forderung nach Arbeit. „Es braucht Arbeit, um der Jugend eine Zukunft zu geben, um den Leuten Würde zu geben“ – es gibt keinen Politiker, Gewerkschafter oder Kardinal, der nicht das Problem der Arbeit in den Mittelpunkt setzen würde. Uns bringen sie damit zum Lachen. Wir ArbeiterInnen, die an die Peitsche des Unternehmers gewöhnt worden sind. Wir ArbeiterInnen wissen, was es bedeutet, am Fliessband oder am Hochofen zu arbeiten. Oder in der Kälte auf dem Bau. Wir können darüber nur lachen. Auf diese fabelhafte Arbeit, die uns alle machen lassen möchten, können wir mit Vergnügen verzichten…” Das Programm der italienischen Online-Zeitung ‚Operaicontro’ vom 14 Februar 2013 in deutscher Übersetzung von Rainer  Thomann

  • Aus dem Text: “… Die erschütternde, aber auf eine Art verständliche Tatsache ist, dass auch die schärfsten Systemkritiker vor diesem Problem zurückweichen und auch sie in den Chor einstimmen, der Arbeit und Beschäftigungsprogramme fordert – für uns, die Sklaven, versteht sich. Damit eröffnen wir die Zeitung der Arbeiterrevolte gegen die Lohnarbeit: Wenn der Unternehmer in der grossen Krise keine andere Lösung hat, als einen Teil von uns zu entlassen, während er die andern schrankenlos ausbeutet, dann bedeutet das, dass der Zeitpunkt der Abrechnung gekommen ist: Wenn für die Gesellschaft des Kapitals die Lohnarbeit gewissermassen keinen Nutzen mehr bringt, dann ist es Zeit, nach dem Nutzen des Unternehmers und seines gesellschaftlichen Systems zu fragen und dieses System als Ganzes anzugreifen…”