Generalstreik in Guinea per Vorstandsbeschluss beendet – massiver Protest dagegen: Wegen der 13. Forderung

Streikende Lehrer in Conakry (Guinea) werden am 16.2.2016 von Spezialeinheiten der Polizei festgenommenEigentlich sollte es am Freitagnachmittag in Conakry eine „normale“ Streikversammlung werden, darüber debattiert, wie es weiter gehen sollte. Für alle TeilnehmerInnen offensichtlich überraschend verkündeten die Gewerkschaftsvorstände das Ende des Streiks, weil im vorhergehenden Gespräch mit der Regierung ja 12 der ursprünglichen 13 Forderungen erfüllt worden seien, von der Erhöhung des Mindestlohns bis hin zu einem verbesserten Lohnsystem. Was ja sogar zutreffen mag, wird noch zu sehen sein. Dass der Unmut über dieses selbstherrliche Vorgehen keineswegs nur aus Prinzip geschah – das auch, gewerkschaftliche Demokratie ist den Herren Vorständlern offensichtlich ein Fremdwort – wird deutlich, wenn man nur einmal darauf schaut, welches denn die 13. Forderung war, die eben nicht erfüllt wurde. Die Rücknahme der Erhöhung der Energiepreise findet nun zunächst einmal nicht statt. Genau diese Forderung aber, das zeigen alle Berichte von unterschiedlichsten Seiten, war die zentrale Forderung, die den massiven Erfolg der Streikmobilisierung ausmachte – das wichtigste Anliegen im Leben der Menschen, die sehen und erleben, wie ausgehend von gesteigerten Energiepreisen, die allgemeine Teuerung rasant zunimmt. Siehe dazu auch drei weitere aktuelle Beiträge – inklusive eines kurzen Videos über den Mitgliederprotest bei der Verkündung des Streikendes: