If they can’t do it, we can – Selbstverwaltung bei Viomihaniki Metalleutiki (Vio.Me)

DossierSelbstverwaltung bei Viomihaniki Metalleutiki

Vio-me ist eine Fabrik in Thessaloniki, die Baustoffe herstellte und im Mai 2011 von ihren Besitzern verlassen wurde. Die Arbeiter, seit über einem Jahr unentlohnt, haben sie in der Folge besetzt. Nachdem Interventionen bei den Ministerien erfolglos geblieben sind, haben sie beschlossen, die Fabrik in Selbstverwaltung unter Arbeiterkontrolle weiterzuführen – und nun Bioputzmittel herzustellen. Die folgenden Dokumente sind ein Interview mit Makis Anagnostou,Vorsitzender der Betriebsgewerkschaft, über die Aktivitäten und wieso sie trotz fehlender Legalität mit der Produktion beginnen, weiter eine Übersetzung eines Posters der sehr aktiven UnterstützerInnengruppe, sowie die Erklärung der Betriebsgewerkschaft, in welcher Form die Selbstverwaltung unter Arbeiterkontrolle erfolgen soll. Siehe die deutsche Solidaritätsseite externer Link und hier im Dossier Informationen zum Produktionsstart am 12.2.2013 und internationalen Solidaritätsbrief sowie weitere Unterstützung und aktuelle Meldungen:

  • EIN TRANSPORTER FÜR VIO.ME!
    Spendenaufruf: EIN TRANSPORTER FÜR VIO.ME!Seit über fünf Jahren hat die Belegschaft von VIO.ME in Thessaloniki nach der Flucht der Eigentümerfamilie den Baustoffbetrieb Vio.Me besetzt. Seit drei Jahren produziert sie in Selbstverwaltung umweltfreundliche Seifen und Reinigungsmittel ohne chemische Zusätze. Ihre Produkte vertreibt sie in Griechenland ohne Zwischenhändler auf Märkten, Festen, in sympathisierenden Einrichtungen und in sozialen Zentren. Ebenso unterstützt eine breite internationale Solidaritätsbewegung das Projekt durch Spenden und Abnahme der Produkte. Für ihre Vermarktung wird dringend ein Transporter benötigt. Darum wenden sich die Kolleg*innen jetzt an die internationale Solidaritätsbewegung mit der Bitte, dafür Spenden zu sammeln. Für ca. 6 000 Euro bekommen sie in Griechenland einen guten gebrauchten Transporter…” Aufruf vom 14. April 2016 beim Griechenland Solidaritäts Komitee Köln (GSKK) externer Link

    • Spendenkonto: Manfred Neugroda, Santander Consumerbank, IBAN: DE65 500 333 00 2173854100, BIC: SCFEDE33XXX, Kennwort: viome
    • Am 1. Mai können nicht nur die Seifen verkauft werden (s.u.), sondern auch der Flyer mit dem Spendenaufruf für den Transporter verteilt…
  • Very last minute zum 1. Mai: Viome-Seife im Ruhrgebiet!
    Wir erinnern: Von einer bochumer Sammelbestellung sind 80 Seifen über – Selbstabholer aus der Umgebung können Anteile davon (oder alle) z.B. für den Soli-Verkauf am 1. Mai bekommen, wenn sie sich bei mag.wompel@labournet.de melden!
  • Mittelmeer 4: Die selbstverwaltete Fabrik vio.me in Thessaloniki
    Als Anarchistisches Radio Berlin hatten wir die Gelegenheit, mit ArbeiterInnen der selbstverwalteten Fabrik vio.me im griechischen Thessaloniki zu sprechen. In dem Interview erzählen sie uns von den Ursprüngen dieser Fabrikübernahme, was das mit Erfahrungen in Argentinien zu tun hatte und wie sie finanzielle Schwierigkeiten überwunden haben. Hört euch das Audio an, um zu erfahren, wie ihr Solidarität zeigen könnt, denn vio.me ist von eine Räumung bedroht, da ein Teil des Werksgeländes zwangsversteigert werden soll.” Audio-Datei (Länge: 9:13 min) beim Anarchistischen Radio Berlin externer Link Audio Datei, sie ist Teil einer längeren Reihe von Audios zum Anarchismus und den sozialen Bewegungen im Mittelmeerraum – die bisherigen Beiträge sind dort zu finden!
  • Drei Jahre betriebliche Selbstverwaltung – VIO.ME macht weiter
    Mitte Februar (13./14.2.) feierte VIO.ME sein dreijähriges Bestehen als selbstverwalteter Betrieb – mit Workshops und Musik. Seit 2013 produziert die Belegschaft in eigener Regie umweltfreundliche Seifen und Reinigungsmittel ohne chemische Zusätze. Inzwischen hat der Betrieb offiziell den Status einer Sozialkooperative mit eigener Steuernummer erlangt. Die Produkte werden ohne Zwischenhändler auf informellen Märkten und in sozialen Zentren in Griechenland vertrieben. Eine breite internationale Solidartätsbewegung unterstützt das Projekt durch Spenden und durch die Abnahme der Produkte…Am 14.12.2015 hatte die Regierung SYRIZA eine Gesetzesinitiative zur Bekämpfung der humanitären Krise vorgelegt. Wenige Tage später wurde er auf Druck der Troika wieder zurückgezogen. Das Paket sah vor, dass u.a. auch VIO.ME von der Zwangsversteigerung verschont bleiben sollte. Trotzdem wurde das Verfahren der Zwangsliquidation vorläufig durch einen Gesetzgebungsakt gestoppt worden. Er gilt für drei Monate, bis auch das Parlament ihn genehmigt…Beitrag von Hans Bürger (Griechenlandsoli Köln) in der Soz Nr. 03/2016 externer Link. Aus dem Text: “… Bemerkenswert an VIO.ME ist, dass dieser Betrieb mit einer so kleinen Belegschaft (21 Personen) es geschafft hat, trotz großer Hindernisse eine alternative Produktion zu entwickeln, und darüber hinaus nationale und internationale Aufmerksamkeit zu wecken. Der Name VIO.ME steht für folgende Prinzipien: horizontale und direkte Demokratie – alle Entscheidungen werden ausschließlich von der Betriebsversammlung gefällt. Dieser Grundsatz ist Kernstück der Selbstverwaltung. Außerdem bekommen alle Kollegen den gleichen Lohn, der Arbeitsablauf funktioniert auch ohne Boss reibungslos. Darüber hinaus unterstützt die Belegschaft aktiv andere gewerkschaftliche und soziale Projekte: betriebliche Abwehrkämpfe, die Kampagne gegen die Sonntagsarbeit, den Kampf gegen den Goldabbau auf Chalkidiki, die Flüchtlingshilfe und den Kampf gegen Rassismus sowie die Sozialklinik in Thessaloniki…
  • Vio.me-Arbeiter*innen verurteilen Syriza
    Die Fabrik Vio.me in Thessaloniki befindet sich schon seit drei Jahren unter Arbeiter*innenkontrolle. Nun soll das Gelände, auf dem sich die Fabrik befindet, versteigert werden. Die Arbeiter*innen von Vio.me verurteilen dies und rufen zu einer internationalen Solidaritätskampagne auf. Beitrag von Josefina Martinez bei RIO vom 17. November 2015 externer Link. Darin:

    • … In einem Video, welches die Arbeiter*innen in diesen Tagen verbreiten, betont ein Arbeiter von Vio.me die Bedeutung der internationalen Solidarität, die sie von besetzten Fabriken in Argentinien erhalten haben – zum Beispiel von der Keramikfabrik Zanon, die unter Arbeiter*innenkontrolle geführt wird. Von den Erfahrungen in Argentinien haben die Arbeiter*innen von Vio.me viel gelernt…” – die Dokumentation bei YouTube externer Link
    • Interview mit Theodoros Karyotis vom Vio.me-Solidaritätskomitee in Thessaloniki über die aktuelle Situation in der Fabrik und die internationale Solidaritätskampagne: “… Das Gericht hat im März einen Preis für den Verkauf festgesetzt. Er liegt bei 30 Millionen Euro für das gesamte Gelände von Philkeram. Das ist sehr viel, deshalb denken wir, dass es bei den ersten drei Versteigerungen vielleicht keine Interessent*innen geben wird. Wenn es keine Käufer*innen gibt, wird in einem neuen Gerichtsverfahren ein niedrigerer Preis festgesetzt und es gibt drei weitere Versteigerungen. Dies geht so lange weiter, bis ein*e Käufer*in gefunden ist. Deshalb kann der Verkaufsprozess sehr lange dauern; wir rechnen mit einigen Monaten. Trotzdem ist es sehr wichtig für uns, gegen diesen Prozess zu demonstrieren und die Versteigerung zu blockieren…
  • Kundgebung in Solidarität mit den Streikenden in Griechenland und mit den von Räumung bedrohten Vio.Me-Arbeitern
    Am Donnerstag, dem 12.11.2015 fand vor der griechischen Botschaft in Berlin eine Solidaritäts-Kundgebung mit den Streiks in Griechenland statt. Drei Resolutionen wurden verlesen:
    – eine Resolution der griechischen Gemeinde in Berlin, in der es in erster Linie um Forderungen geht, die die griechische Gemeinde selbst betreffen,
    – eine Resolution zur Unterstützung der selbstverwalteten Fabrik Vio.Me in Thessaloniki
    – eine Resolution des Bündnisses “Nein bis zum Schluss”, das auch die Kundgebung organisiert hatte (s.u.) Anschließend wurden die Resolutionen der griechischen Botschaft übergeben
    …” Bericht vom 12. November 2015 samt der Resolutionen bei Greichenlandsoli externer Link
  • Hände weg von VIO.ME – die Fabrik bleibt in den Händen der Belegschaft! VIO.ME steht nicht zum Verkauf – Sofortige Einstellung der Zwangsversteigerung” – Erneuter Solidaritätsaufruf
    Anlässlich der erste Runde der Zwangsversteigerungen am 26.11., 3.12. und 10.12. und der internationalen Woche der Aktionen vom 17.11. bis zum 24.11. die erneute bitte: Sendet bitte Solidaritätsbotschaften bis zum 24. November per Email an: protbiometal@gmail.com. Die Botschaften können ein Foto mit kurzem Text oder auch eine Solidaritätserklärung enthalten.
    Ein Textvorschlag: Hände weg von VIO.ME – VIO.ME steht nicht zum Verkauf – Einstellung der Zwangsversteigerung
    Ich/wir (Name der Gruppierung) erkläre mich solidarisch mit dem Kampf der Viomet Belegschaft für eine Fortsetzung der selbstverwalteten Produktion. Ich/wir verurteile die Zwangsversteigerung des Fabrikgeländes und fordern das Gericht in Thessaloniki auf, die Versteigerung zu stoppen. Betriebsfläche und Fabrik sollen dauerhaft in die Hände der Belegschaft übergehen, damit eine Fortsetzung der Produktion unter der Regie und im Interesse der Kollegen und ihrer Familien möglich ist. Ort, Datum
  • Hände weg von VIO.ME – die Fabrik bleibt in den Händen der Belegschaft! VIO.ME steht nicht zum Verkauf – Sofortige Einstellung der Zwangsversteigerung”
    Nach dem ersten Aufruf der Arbeitervollversammlung von VIO.ME vom 13.10.2015 (veröffentlicht auf der Webseite griechenlandsoli.com) haben sie einen zweiten Aufruf am 15.10. zusammen mit der Solidaritätskarawane verfasst (im Anhang). Darin wird zu vielfältigen Aktionen gegen die erste Runde der Zwangsversteigerungen am 26.11., 3.12. und 10.12. aufgerufen, unter anderem zu einer internationalen Woche der Aktionen vom 17.11. bis zum 24.11. (…) Die Zwangsversteigerung des Grundstücks wird durchgeführt, um die Gläubiger von PHILKERAM JOHNSON, der Muttergesellschaft von VIO:ME zu „befriedigen“: Finanzamt, Sozialversicherungen, Banken, Lieferanten und Beschäftigte der PHILKERAM-Tochtergesellschaften. Die VIO.ME Belegschaft gehört aber nicht dazu.Das Betriebsgelände von VIO.ME macht ca. 1/7 des Grundstücks aus. Eine Abtrennung vom Rest des Grundstückes wäre juristisch und faktisch sehr wohl möglich. Bei seinem Besuch im April 2014 hatte Alexis Tsipras dazu seine Unterstützung zugesagt, jetzt lehnt die Regierung das als „Einmischung in Privatangelegenheiten“ ab. Übrigens wurden Teile des Grundstücks von einer früheren griechischen Regierung an die vorherige Besitzerin, Familie Filippou, verschenkt in „Anerkennung des Sozialbeitrages für die Schaffung von Arbeitsplätzen“. Bei einem Verkauf des Grundstücks droht VIO.Me die Zwangsräumung…” Mitteilung des Griechenland Solidarität Komitee Köln vom 27.10.2015 samt dem Aufruf der VIO.ME-Belegschaft
    Aus dem Aufruf der VIO.ME-Belegschaft: “… diesmal ist die Lage von zentraler Bedeutung und entscheidend für die Zukunft unseres Kampfes. Am 26. November startet im Gericht von Thessaloniki das Verfahren der Zwangsversteigerung zur Veräußerung der Immobilie. Doch der Ausgang dieses Verfahrens hätte verheerende Folgen für den Verlauf unseres Kampfes, denn dieser ist eng mit der Betriebsfläche der Fabrik verbunden, zum einen ist sie lebenswichtig für die Fortführung der Produktion, zum anderen geht es auch um einen ideologischen Grundsatz von VIO.ME (…) Wir rufen alle SolidaritätsunterstützerInnen, die gesamte Arbeiterklasse, alle die, die den Kampf von VIOME als ihren Kampf verstehen, auf, uns beizustehen. Wir sagen in aller Deutlichkeit: wir werden keinem erlauben, uns die Fabrik wegzunehmen, denn sie gehört den Arbeitern und der Gesellschaft. Wir werden bis zum Ende kämpfen. Wir werden sie besiegen, denn das Recht steht auf unserer Seite…” Es folgen Mobilisierungs- und Gerichtstermine, u.a.:

    • Am Donnerstag, den 26.11.2015 werden wir den ersten Zwangsversteigerungstermin blockieren! Treffpunkt um 11:00 Uhr vor dem Gerichtsgebäude in Thessaloniki
    • Die nächsten Termine der Zwangsversteigerung am 03.12. und 10.12.2015 – wir werden da sein!
    • International relevant: Organisierung einer internationalen Woche der Aktionen vom 17.11 bis zum 24.11.2015. Es wird gebeten um schnelle und direkte Solidarität durch Solidaritätserklärungen und dokumentierte Aktionen an die Adresse der KollegInnen: protbiometal@gmail.com
  • Wirtschaft und Umwelt: Solidarität auf Olivenölbasis
    Die Arbeiter der Fabrik Vio.Me in Thessaloniki hoffen weiter auf internationale Unterstützung. Vollversammlungen, Kollektiventscheidungen und fehlende Betriebshierarchie: Vio.Me ist eine etwas andere Fabrik in Griechenland. Und ist auch deshalb auch internationale Unterstützung angewiesen. Artikel von Ulrike Kumpe beim neuen deutschland online vom 10. Oktober 2015 externer Link. Aus dem Text: “… Bei Vio.Me hat sich, seit die Eigentümerfamilie Filipou 2011 die Fabrik in die Insolvenz schickte, fast alles geändert, für die verbliebenen 22 Arbeiter vielleicht am meisten: »Auch wenn sie uns den alten Lohn von über 1000 Euro im Monat zahlen würden – wenn der Preis dafür die alte Betriebshierarchie ist, würde ich das Geld nicht nehmen«, sagt Giorgos Deligiannis. Und sein Kollege Alexandros Xideridis betont: »Heute arbeiten wir für ein gemeinsames Interesse.« (…) Ihr aktueller Lohn ist mit 15 Euro am Tag niedrig, doch im Gegensatz zu vielen anderen Griechen haben sie einen. Allerdings ist der rechtliche Status der Fabrik weiter ungeklärt. Den Insolvenzverwalter lassen die Arbeiter nicht auf das Gelände – die hier lagernden Baustoffe und Maschinen sind ihr Kapital und Druckmittel. (…) Als Kollektiv, unabhängig von den Gebäuden, in denen sie produzieren, konnten die Arbeiter inzwischen eine Genossenschaft gründen. Dies erlaubt den Export ihrer Artikel…
  • Solidaritätsreise nach Griechenland im September 2015: Besuch bei Vio.Me
    “… Vor kurzem gab es einen kleinen Polizeieinsatz, weil der Konkursverwalter nicht auf das Werksgelände gelassen wurde. Der Konkursverwalter hat noch bis November Zeit um eine Bestandsaufnahme der Waren und der Maschinen und Anlagen zu machen. In den (fingierten) Büchern stehen noch 120 Tausend € Schulden an die Muttergesellschaft Lafarge. Diese sollen jetzt über eine Zwangsversteigerung beigetrieben werden. Lafarge hat vor kurzem seinen letzten Betrieb in Griechenland geschlossen und alle Arbeiter entlassen.
    Der Verkauf der Seife, die die neue Genossenschaft auf der Basis von natürlichen Rohstoffen wie Olivenöl, ätherischen Ölen aus Pinien und einheimischen Kräutern usw. herstellt, läuft sehr gut. Manchmal kommt die Produktion der Nachfrage gar nicht hinterher. Der manuelle Produktionsprozess ist sehr aufwendig und die Seife braucht zwei Monate zu reifen. Mit den anderen Produkten, Flüssigseife, Reiniger und Waschmittel, ist die Genossenschaft allerdings weniger erfolgreich. Es gibt Qualitätsprobleme, die gelöst werden müssen. Zurzeit sind nur noch 10 Leute in der Produktion beschäftigt. 12 weitere sind noch Mitglied der Genossenschaft. Die Arbeitszeit ist von Montag bis Freitag von 7 bis 15 Uhr. Dazu kommen noch Schichten um das Gelände zu bewachen. Die Arbeiter erhalten 30 € am Tag. Das ist soviel/wenig, wie das Arbeitslosengeld sein würde. Die Arbeiter von Vio.Me heben immer wieder ihre demokratische Entscheidungsstruktur hervor…” Siehe Teil X des Reisetagebuchs der Soli-Reisegruppe aus dem Dossier Gegen Spardiktate und Nationalismus – Solidaritätsreise nach Griechenland im September 2015
  • Außerordentliche Bekanntmachung von VIOME vom 25. August 2015
    VioMe: Besetzte Fabrik in Griechenland beginnt mit der Produktion unter Arbeiterkontrolle: Besetzen. Widerstand leisten. Produzieren!Zusammenfassung der Lage: Vio.Me: Selbstverwaltung unter Arbeiterkontrolle bedroht! Die Kollegen Bioputzmittel-Fabrik in Selbstverwaltung in Thessaloniki sahen sich am 25. August 2015 zu einer außerordentliche Bekanntmachung gezwungen, inder sie ihre Sorge um die Sicherheit der kämpfenden Arbeiter in der Fabrik Vio.ME äußerten. Die akute Bedrohung des Projektes basiert auf einem Gerichtsbeschluss, der Vio.me – die Baustoffefabrik, die im Mai 2011 von ihren Besitzern verlassen wurde – als bankrottes Unternehmen mit einem bestellten Insolvenzverwalter definiert. Eine Legalisierung der Selbstverwaltung durch die Arbeiter, die zuvor über ein Jahr lang unentlohnt waren und die Fabrik dann besetzten, ist bislang nicht gelungen. Aktivitäten der Staatsanwaltschaft Thessaloniki gegenüber dem Insolvenzverwalter deuten nun darauf hin, dass eine Inspektion geplant ist. Diese könnte in Polizeibegleitung erfolgen und die Belegschaft als illegale Hausbesetzer rausschmeissen und evtl. verhaften! Die Kollegen rufen daher “alle Kollektive und alle Aktivisten, die sich seit der ersten Sekunde an der Seite von VIO.ME befinden, zur sofortigen Bereitschaft zur Verteidigung des Projekts auf“. International bedeutet das kurzfristige Notwendigkeit von Protesten und Solidaritätserklärungen bedeuten!

    • Antwort zur Außerordentlichen Bekanntmachung von VIOME vom 25. August 2015
      Die Tatsache, dass es einen Gerichtsbeschluss gibt, der Vio.me als bankrottes Unternehmen beurteilt, bedeutet auch, dass es einen bestellten Insolvenzverwalter gibt. Die ursprünglich von Syriza gemachten Versprechungen bezüglich der Legalisierung der Selbstverwaltung sind nicht eingehalten worden, bzw. es ist nichts passiert.
      Nun hatte am Vortag die Staatsanwaltschaft Thessaloniki eben diesen Insolvenzverwalter angefragt, wieviele Menschen sie wohl im Werk antreffen würde, wenn sie eine Inspektion mache. Der beteuerte wahrheitswidrig, das wisse er nicht, und verständigte dann einen Syriza-Anwalt, der wiederum die Belegschaft über den Vorgang informierte.
      Die Situation bedeutet, dass die Staatsanwaltschaft jederzeit im Werk auftauchen kann, in Polizeibegleitung, und feststellen, dass die Anwesenden – eben aufgrund der Auskunft des Insolvenzverwalters – illegale Hausbesetzer seien, mit den entsprechenden polizeilichen Handlungsmöglichkeiten. Deshalb der Aufruf, bereit zu sein (zum Widerstand) und Solidarität zu üben. Bis jetzt ist nichts passiert, aber dies ist noch ohne die Ergebnisse der wöchentlichen Versammlung am Mittwochabend
      …” Übersetzte Antwort der vio.me-Kollegen auf unsere Anfrage, wir bemühen uns um den neuesten Stand!
    • Außerordentliche Bekanntmachung von VIOME vom 25. August 2015
      In den letzten Stunden haben wir Bewegungen beobachtet und Nachrichten darüber, die uns in Sorge um die Sicherheit der kämpfenden Arbeiter in der Fabrik Vio.ME versetzen.
      Wir warnen jeden der daran Beteiligten davor, zu irgendwelchen Aktivitäten mit dem Ziel der Schädigung des Kampfes überzugehen.
      Wir rufen alle Kollektive und alle Aktivisten, die sich seit der ersten Sekunde an der Seite von VIO.ME befinden, zur sofortigen Bereitschaft zur Verteidigung des Projekts auf.
      Έκτακτη ανακοίνωση
      Τις τελευταίες ώρες έχουμε δει κινήσεις και έχουμε πληροφορίες που μας κάνουν να ανησυχούμε για την ασφάλεια των αγωνιζόμενων εργαζομένων μέσα στο εργοστάσιο της ΒΙΟ.ΜΕ.
      Προειδοποιούμε κάθε εμπλεκόμενο να μην προχωρήσει σε καμία ενέργεια που σκοπό θα έχει να βλάψει τον αγώνα. Καλούμε όλες τις συλλογικότητες και όλους τους αγωνιστές που βρίσκονται από την πρώτη στιγμή στο πλάι των εργαζομένων της ΒΙΟΜΕ, να είναι σε άμεση επιφυλακή για την υπεράσπιση του εγχειρήματος
      .”
  • VIOME: Karawane des Kampfes und der Solidarität und Nachrichten von der rechtlichen Front
    Plakat zum VIOME-Fest am 21.6.2015Nach der überwältigenden Resonanz der internationalen UnterstützerInnen auf unsere Kampagne gegen die Liquidierung des Betriebes organisierten die Arbeiter gemeinsam mit den Mitgliedern des Solidaritätsnetzwerkes eine “Karawane des Kampfes und der Solidarität” DieKarawane umfasste mehrere Arbeitskämpfe, die für Beschäftigung und Würde kämpfen. Zu den TeilnehmerInnen zählten die Angestellten des selbstverwalteten, ehemals öffentlichen Rundfunksenders ERT, die entlassen Reinigungskräfte des Finanzministeriums (beide wurden vor kurzem von der Regierung wiedereingestellt), die entlassenen ArbeiterInnen der Halkida Zementfabrik (eine Tochtergesellschaft der französischen Lafargue) sowie der griechischen Aluminiumfabrik in Viotia und entlassene Lehrer Innen und Schulwarte…” Beitrag vom Juni 2015 an die UnterstützerInnen

    • Es ist die Übersetzung vom englischen Text auf ihrer webseite externer Link: “Caravan of Struggle and Solidarity and the news from the legal front”, dort auch ein Video
    • Darin wichtig: “… In der Zwischenzeit sind zwei wichtige Gerichtsentscheidungen getroffen worden, beide negativ für den Kampf der Arbeiter von VIOME . Einerseits wurde der Antrag gegen den Bankrott von VIOME zurückgewiesen. Das Urteil basiert auf der Feststellung, dass die Arbeiter rechtlich nicht befugt sind eine solche Forderung zu stellen. Das ist eine klar parteiische Gesetzesinterpretation und eine politische Intervention zugunsten des Verwaltungsgerichtshofes.
      Auf der anderen Seite billigte ein anderes Verwaltungsgericht den Antrag des Vermögensverwalters, d.h. des Konkursvollstreckers von Philkeram – der Muttergesellschaft von VIOME- das Firmengelände zu liquidieren. Eine mögliche Übernahme des Geländes würde einen legalen Grund für die Zwangsräumung der Arbeiter liefern, obwohl das keine aktuelle Bedrohung darstellt. Die Arbeiter und die Mitglieder des Solidaritätsnetzwerkes von VIOME haben versichert, in der Fabrik zu bleiben, Widerstand zu leisten, zu produzieren und das unter Arbeiterkontrolle stehende Unternehmen zu verteidigen ohne Rücksicht auf irgendwelche gesetzlichen Aktionen
      …”
  • Gemeinsamkeiten: Selbstverwaltung bei Vio.me und der Kampf in Bellinzona
    Am 7. Jahrestag der Oficina Bellinzona Aktionen im März 2015 hielt das Netzwerk Arbeitskämpfe den “Redebeitrag des „Netzwerks Arbeitskämpfe” am Fest zum 7. Jahrestag des Streiks in den „Officine“ von Bellinzona” in dem die grundlegenden Paralellen der ArbeiterInnenkämpfe in verschiedenen Ländern nachgezeichnet wurden und insbesondere die Bedeutung der Vio.me Selbstverwaltung ausführlich dargestellt. Siehe zum Hintergrund im LabourNet-Archiv: Schweiz: Streiks und Demonstrationen bei SBB Cargo
  • Vio.meTeil einer sozialen Revolution
    So sieht es in dem Reise- und Begegnungsbericht “GRIECHENLAND: Vio.Me, eine Fabrik in Arbeiter_innenhand” von Rainer Thomann bereits am 18. Januar 2015 im Forum Civique aus der Schweiz der Autor, langjähriger Unia-Aktivist und Teilnehmer der Solidaritätsreise von Ende September 2014, der dazu unter anderem schreibt “Vio.Me ist Teil einer sozialen Revolution, die damit begonnen hat, dass die Menschen ihr Leben in die eigene Hand nahmen. Das revolutionärste an Vio.Me ist wahrscheinlich, dass diese zweiundzwanzig Arbeiter_innen die Logik des Markt- und Konkurrenzdenkens, das unser ganzes Leben beherrscht, durchbrochen haben. In der freien Marktwirtschaft besteht die Freiheit hauptsächlich darin, dass die Menschen aus einem kaum überschaubaren Angebot an Waren – sofern sie das Geld dazu haben – auswählen können, welche sie kaufen wollen. Und diese Freiheit bezahlen sie mit ihrem Leben: damit, dass sie sich den Zwängen der Lohnarbeit unterwerfen und einen schönen Teil der Freizeit mit Pendeln und Einkaufen verbringen
  • Solidaritätserklärung des Netzwerks Arbeitskämpfe an die Belegschaft von Vio.Me
    Seifen von Vio.MeMit Wut und Empörung haben wir vernommen, dass die alten Besitzer versuchen, mit juristischen Tricks den Betrieb zu liquidieren und damit ihr Werk der Zerstörung zu vollenden. Was auch immer die Richter am 23. März entscheiden werden, lasst Euch nicht vertreiben und verteidigt die Fabrik! Als praktisches Zeichen unserer Solidarität werden wir hier in der Schweiz weiterhin die Seifen von Vio.Me verkaufen. Jedes Stück Seife steht als Symbol für eine künftige Art von Produktion und Austausch, die der ganzen Gesellschaft dient, ohne Ausbeutung und ohne Chefs. Es ist diese Botschaft, die mit dem Vertrieb der Seifen von Vio.Me verbreitet wird.
    Das ist die Form der Unterstützung, die wir aus der Ferne leisten können – nebst der Erklärung unserer uneingeschränkten Solidarität mit Eurem Kampf. Wir bedauern, dass wir nicht vor Ort sein können, wenn es gilt, Vio.Me auch mit unserer physischen Präsenz zu verteidigen. Doch wir sind überzeugt, dass es Tausende aus ganz Griechenland sind, die herbeiströmen werden, um Vio.Me zu schützen. Denn Vio.Me gehört der ganzen Gesellschaft. Und die Gesellschaft wird Vio.Me gegen alle Angriffe verteidigen, weil die Menschen wissen, dass Vio.Me für ein Leben in Würde steht.
    Ihr habt bewiesen, dass es nicht zu Ende ist, wenn der Eigentümer nicht mehr will und die Arbeiter_innen nach Hause schickt. Ihr habt gezeigt, dass es eine Alternative zu Entlassungen, Betriebsschliessungen und Arbeitslosigkeit gibt: Wenn die Arbeiter_innen ihr Leben in die eigenen Hände nehmen, brauchen sie keine Chefs, um die Produktion zu organisieren. Das ist der Ausweg aus der Krise der kapitalistischen Ausbeutung. Ihre Krise ist unsere Chance! Schaffen wir zwei, drei, viele Vio.Me! Euer Kampf ist auch unser Kampf! Hände weg von den Fabriken
    !”
  • Solidarität mit dem selbstverwalteten Vio – Me: Keine Chance den Agriffen der kapitalistischen Diebe
    Das Gelände der selbstverwalteten Fabrik VIOME Der Kampf um VIOME steht wieder einmal an einem Wendepunkt. Nachdem Lafarge, das französische Unternehmen, es letzten Sommer geschafft hat, VIOME bankrott erklären zu lassen, haben sich die Ex- Eigentümer mit dem neuen Administrator zusammengetan, um den Betrieb zu liquidieren. Am 23. März ist ein wichtiges Gerichtsverfahren, bei der es um die Zukunft des Kampfes bei VIOME geht. Natürlich sind wir entschlossen, unabhängig vom Urteil, in der Fabrik zu bleiben, aber da es hier auch um einen wichtigen rechtlichen Kampf geht, müssen wir all unsere Kräfte mobilisieren. Wie kannst du helfen?
    1.
    Lies die folgende Erklärung und leite sie weiter. Unterzeichne sie mit Name der Person oder des Kollektivs und dem Ort.
    2.
    Schicke eine kurze Solidaritätsmitteilung an die VIOMEarbeiter. Sie wird übersetzt und am 20. und 23.3. während der Kundgebungen verlesen.
    3.
    Schick ein Foto deines Kollektivs mit einem SOLItransparent mit dem Namen des Kollektivs und des Orts. Die Fotos werden auf der Webseite veröffentlicht.
    Du kannst einen oder alle drei Vorschläge umsetzen, ahängig von deiner Zeit und Energie! Bitte schicke alle Unterschriften, Nachrichten und Fotos bis zum 19. März an diese mailadresse protbiometal@gmail.com
    ” Siehe dazu den Solidaritätsaufruf der vio.me-Solidaritätsinitiative vom 16.3.2015 . Aus dem Text: “… Die Arbeiter von VIOME und die nationale und internationale Solidaritätsbewegung sind entschlossen, sich gegen einen möglichen Ausverkauf mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln zu wehren. Am 20. März werden wir eine Protestkundgebung im Stadtzentrum von Thessaloniki abhalten, gemeinsam mit einem öffentlichen Bauernmarkt und dem Verkauf unserer Produkte. Am Montag, den 23.März versammeln wir uns vor dem Gerichtsgebäude, um gegen die Absicht der Administratoren und der Richter zu protestieren, die Firma und das Gelände zu verkaufen, die Arbeiter und ihre Familien zu Arbeitslosigkeit und Elend zu verurteilen, um den Interessen der Mächtigen zu dienen…”
  • Vio.Me-Arbeiter beginnen mit dem internationalen Vertrieb solidarischer  Produkte! Für eine andere Ökonomie, für eine andere Gesellschaft!
    Vio.Me-Arbeiter beginnen mit dem internationalen Vertrieb solidarischer  Produkte: SeifeWir, die Arbeiter von Vio.Me, haben unsere Fabrik besetzt, nachdem sie 2011 von den Ex-Arbeitgebern verlassen wurde, und produzieren seit über eineinhalb Jahren selbstverwaltet und unter Arbeiterkontrolle. Waren es ursprünglich Baumaterialien, so produzieren wir jetzt  solidarische‹ Produkte, wie z.B. natürliche Reinigungsmittel. Die Produktion hält nicht nur die Fabrik am Laufen, sondern sie ermöglicht es uns und unseren Familien, physisch und psychisch durchzuhalten. Sie hilft uns, lebendig zu bleiben, unsere Würde zu behalten und negative Auswirkungen der Langzeitarbeitslosigkeit wie Angst, das Gefühl der Nutzlosigkeit und Depression zu vermeiden. Wir vertreiben unsere Produkte kostengünstig an Einzelpersonen und Kollektive, die sich unserem Selbstverwaltungsprojekt verbunden fühlen. So können wir überleben UND den Kampf um die Wiedereröffnung der Fabrik auf stabilen rechtlichen Grundlagen weiterführen. (…) Unter unseren Produkten sind natürliche Seifen aus Olivenöl, angereichert mit Kokos- und Mandelöl, die eine besondere Pflege für den ganzen Körper gewährleisten. Da die Seifen hinsichtlich Größe und Volumen kompakt sind, können wir sie in Kartons (zu je 104 Stück, das Stück zu 1,70 Euro incl. Versand) durch internationale Speditionen verschicken. Der Verkaufspreis soll 2,50 Euro nicht überschreiten, die Differenz kann an Vio.me gespendet oder z.B. zur Deckung eigener Kosten verwendet werden…” Mitteilung der Arbeiter und Vertriebs-Angestellten von Vio.me , im Bestreben, eine größere Gemeinschaft zu mobilisieren und die Vision zu verwirklichen, dass »die Produktion von denjenigen betrieben wird, die den eigentlichen gesellschaftlichen Reichtum schaffen!«

  • Petition – Hände weg von VIO-ME!
    „Seit Mai 2011 halten die Kollegen von VIO.ME ihren Betrieb besetzt, nachdem die  Eigentümer Konkurs angemeldet hatten. Vor über einem Jahr haben sie die Produktion und den Verkauf von umweltfreundlichen Reinigungsmitteln für den Hausgebrauch aufgenommen. Ihr Kampf wird von einer großen Welle der Solidarität in Griechenland, Europa und darüber hinaus unterstützt. Seither hat sich VIO.ME zu einem Symbol von Selbstorganisation und Arbeiterselbstverwaltung im Kampf gegen die Austeritätspolitik der Troika und der griechischen Regierung entwickelt. (…) Wir erklären uns mit den Kollegen von VIO.ME solidarisch und unterstützen ihren Kampf um die Arbeitsplätze und für den Weiterbetrieb ihrer Fabrik in Selbstorganisation und Arbeiterselbstverwaltung. Eine gegenteilige Gerichtsentscheidung werden wir mit europaweitem kämpferischen Protest  beantworten. (Weitere Infos auf www.gskk.eu und viome.org) Bitte unterzeichnen Sie unsere Petition. Die Peition läuft bis zum 29. September…“ Die Petition auf der Seite des Griechenland Solidaritäts Komitee Köln (GSKK) externer Link
  • Selbstverwaltung soll bleiben – Gericht vertagt Entscheidung zur Übergangsgeschäftsführung bei VIO.ME
    Die Zukunft der selbstorganisierten Firma VIO.ME in Thessaloniki wird momentan vor Gericht verhandelt. Es geht um die Frage, wer bei der insolventen Muttergesellschaft das Sagen hat. Artikel von John Malamatinas im Neues Deutschland vom 09.07.2014 externer Link Aus dem Text: „(…) Über die Frage einer Übergangsführung wird seit Dienstag vor Gericht gestritten. Die Basisgewerkschaft von VIO.ME präsentierte dort einen Gegenvorschlag. Er beinhaltet die Installierung einer temporären Leitung mit folgenden Aufgaben: Abwendung der Betriebsschließung, Erforschung der Ursachen von Misswirtschaft bei Filkeram und Realisierung eines Plans zur vollen Wiederaufnahme der Fabrikarbeit. Die Gewerkschafter warfen den alten Besitzern zudem vor, die Schulden des Mutterkonzerns auf VIO.ME umgeleitet zu haben, weshalb diese Fabrik auch nicht dafür gerade stehen müsse. Außerdem hätten die ArbeiterInnen mit persönlichem Einsatz die Ausrüstung, Maschinen und Rohstoffe vor ihrer Entwertung schützen müssen. Die Entscheidung des Gerichts wird in etwa drei Monaten erwartet. Bis Freitag dieser Woche haben die Anwälte beider Parteien noch Zeit, zusätzliche Beweise zu vorzulegen…“
  • Skandal in der Angelegenheit von VIO.ME!
    Mit ungewöhnlicher Schnelligkeit für die Verhältnisse der griechischen Gerichte wurde für Morgen, 5.6.2014 außerregulär ein Gerichtstermin angesetzt, um eine vorläufige Geschäftsleitung der VIO.ME AG zu bestimmen. Die als Syndikus der insolventen Muttergesellschaft Filkeram eingesetzte A. Semertzidou verlangt mit einem Antrag an das Amtsgericht von Thessaloniki im Wesentlichen. Dass die frühere Geschäftsleitung in das Unternehmen wieder eingesetzt wird. Dieser verrückte Vorschlag verlangt vom Gericht, als vorläufige Geschäftsleitung Christina Fillipou einzusetzen, die in erster Instanz zu 23 und 123 Monaten jeweils mit zwei Gerichtsentscheidungen zu Haft verurteilt worden ist aufgrund von Schulden gegenüber den Arbeitnehmern. Das heißt, es wird verlangt, dass diejenige Person als Geschäftsleitung eingesetzt wird, die bis zum Hals in Schulden das Unternehmen und die Arbeitnehmer mit unbezahlten Löhnen zurückgelassen hat. Wie in demselben Antrag schamlos verlangt wird, ist ihr Zweck das Unternehmen in die Insolvenz zu führen, also die Arbeitnehmer in die Entlassung ohne Entschädigung. Es ist klar, dass sie sich nicht für die Arbeitnehmer sowohl von VIO.ME als auch von Filkeram interessieren, sondern schamlos nur für ihren Geldbeutel. Ihr Bestreben ist, krumme Wege zu finden, ihre Schulden gegenüber den Arbeitnehmern, gegenüber der Sozialversicherung IKA, gegenüber dem Staat und gegenüber Dritten zu vermeiden und nicht zahlen zu müssen. Wenn die frühere Geschäftsleitung wieder das Steuer des Unternehmens übernimmt, dann ist sicher, dass ihr erstes Bestreben sein wird, die kämpfenden Arbeiter rauszuschmeißen und die Fabrik leer zu machen…” Aufruf der Arbeiter von VIO.ME vom 4. Juni 2014, übersetzt und dokumentierte durch das Griechenland-Solidaritätskomitee Köln (GSKK) externer Link. Die Verhandlung ist am 5.6.2014 verschoben worden, wird aber sicherlich kurzfristig neu angesetzt!
    Siehe dazu den Aufruf von und bei Griechenland-Solidaritätskomitee Köln (GSKK): “… Die Kollegen beweisen nun seit über einem Jahr, dass sie den Betrieb ohne Kapitalisten führen können! Und plötzlich melden sich die Eigentümer wieder und wollen eine Geschäftsleitung einsetzen, die den Betrieb “geordnet” in die Insolvenz überführen soll. Als neuer Chef soll ausgerechnet ein Manager fungieren, der in zwei Gerichtsverfahren bereits zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt worden war. Die Kollegen mobilisieren zu ihrer Verteidigung und jetzt sind wir alle in Deutschland und darüberhinaus gefordert, aktive Solidarität mit den Kollegen zu organisieren. Der Ernstfall ist für VIO.ME möglicherweise eingetreten. Werdet vor Ort aktiv! Organisiert Unterschriftenaktionen, Protestschreiben und Solidaritätsaktionen! Sendet an die Proteste an Webseite VIO.Me oder zu uns an manfred.48@gmx.net
  • VIO.ME -Aktionstage
    Nationwide two days of struggle and solidarity: Sunday, May 11 at the VIOME factory
    *10.00 **to** 15.00*, Nationwide Assembly of the employees and the solidarity supporters of the VIOME Social Cooperative: The prospects of the struggle.
    *17.00 **to** 21.00*: Event with participants from other striving sections of society (e,g., Movement against the goldmines of Chalkidiki, Movement against the water privatization, etc.
    *21.30:* Concert for economic assistance
    *Monday, May 12 at 09:00:*
    Gathering outside the courts of Thessaloniki
    *The charges must be dismissed and the struggling workers of VIOME must be vindicated.* Weitere Infos im kompletten Aufruf
  • Gemeinsam können wir es schaffen – Solidaritätsunterstützer_innen gesucht!
    Wir, die Arbeiter von VIO.ME- im Stich gelassen von einem Arbeitgeber, der riesige längst überfällige Schulden bei uns hat- haben beschlossen, den Betrieb aufrechtzuerhalten, um zu überleben, gegen die Regeln die uns die kapitalistische Krise und die damit verbundenen arbeiterfeindlichen Maßnahmen aufgezwungen haben…” Neuer Beitrag auf der deutschen Seite der Vio.me-Homepage externer Link

    • vio.me-ProduktionDie Neuigkeit im Text: “… Heute wenden wir uns erneut an unsere Mitstreiter_innen, die uns von Anfang an zur Seite standen und uns den Mut zum Weitermachen gaben. Wir bitten euch den gemeinsamen Kampf zu unterstützen, indem ihr uns erlaubt, eure Unterschriften als ´Solidaritätsmitglieder` unter unsere Statuten zu setzen und so einer Mehrheit der Gesellschaft die Gelegenheit zu geben, an den demokratischen Prozessen der Fabrik teilzunehmen. Wir bitten euch, daran mitzuwirken den Weg  für die Übergabe der Fabriken in die Hände der Arbeiter_innen, für eine Gesellschaft ohne Bosse und Ausbeutung, freizumachen. (…) Die Solidaritätsfreund_innen/ Unterstützer_innen des Projekts Vio.Me unterstützen die Aktivitäten der Sozialkooperative, indem sie Wissen, Information, finanzielle Beiträge oder andere Aktivitäten oder Material, die zur Umsetzung der Ziele beitragen können, anbieten. Es gibt eine verpflichtende Bestimmung einen monatlichen Beitrag wie folgt zu entrichten: insgesamt 3 Euro bzw. einen reduzierten Beitrag von 1,50 für Arbeitslose, Menschen mit 3 oder mehr Kindern und Studierenden. Der Beitrag entspricht den Produkten der Vio. Me Sozialkooperative…”
    • Solidaritätsunterstützer_in werden Sie durch eine schriftliche oder elektronische Anfrage an das Verwaltungskommitee (protbiometal@gmail.com), das dann von der Generalversammlung entgegengenommen wird. Demnächst wird es ein elektronisches Mitgliedsformular geben, wi werden es melden!
    • Aufgrund technischer Einschränkungen können derzeit nur in Griechenland lebende Solidaritätsunterstützer_innen ihren finanziellen Beitrag mit den Produkten tauschen. Für die Unterstützer_innen aus anderen Ländern wird dies bald möglich sein (sobald die endgültige gesetzliche Formalisierung als Sozialkooperative feststeht und damit auch die Möglichkeit der erforderlichen Rechnungslegung gegeben ist)
  • Einladung zum Aufbau eines Netzwerks der Solidarität – Samstag 18. Januar 2014 in Düsseldorf
    vio.me-Unterstützung
    Auf der internationalen Aktionskonferenz zu Blockupy in Frankfurt am Main vom 22.-24. November entstand in dem Workshop “Perspektiven der Selbstorganisierung. Workshop mit Arbeitern von der selbstverwalteten Fabrik VIO.ME und GenossInnen aus Griechenland und anderen Regionen” mit FreundInnen von VIO.ME und der antiautoritären Bewegung aus Griechenland die Idee, ein Netzwerk der praktischen Solidarität zu VIO.ME und darüber hinaus entstehen zu lassen. Erste Ideen für diese Initiative die zur Diskussion gestellt werden sind: Die besetzten Fabriken und selbstorganisierten Initiativen, ihre Erfahrungen und Kämpfe, Bedürfnisse und Produktionen in Nord- und Mitteleuropa bekannt zu machen. Veröffentlichung einer gemeinsamen Erklärung aus Deutschland zur direkten Unterstützung der selbstverwalteten Fabrik VIO.ME. Eine ähnliche Initiative hat schon in Italien von 39 Kollektive und soziale Zentren stattgefunden. Aufbau eines Netzwerks zum Vertrieb von Produkten von selbstorganisierten Strukturen. Wir wollen euch hiermit einladen, an dem Netzwerk der Solidarität für VIO.ME und darüber hinaus mitzuwirken. Das Treffen findet in Düsseldorf am Samstag den 18. Januar um 12:00 statt. Wir bitten bis zum 10. Januar um konkrete Zusagen mittels einer email Nachricht an den Vorbereitungskreis: friendsofviome@riseup.net. Die Adresse des Treffens: Linkes Zentrum Hinterhof, Corneliusstr. 108, Düsseldorf.
  • Vernetzungstreffen in Berlin am 6. Juli zum Thema: “Solidarität mit VIO.ME – der ersten besetzten und selbtverwalteten Fabrik in Griechenland”
    Im Rahmen des …ums Ganze! Kongresses in Berlin vom 5.-7. Juli werden Genoss*innen aus Thessaloniki und Athen (Alpha Kappa http://www.ak2003.gr/ externer Link und Zeitung Drasi http://efimeridadrasi.blogspot.de/ externer Link ) an Workshops und Diskussionen teilnehmen. Sie alle sind in ihren Städten (Thessaloniki und Athen) in den Solidaritätsversammlungen für VIO.ME aktiv und versuchen weitere Vernetzung (auch international) voranzutreiben. Dieses erste Treffen entsteht aus zwei Gründen: Einmal weil es die Chance gibt uns direkt mit den Genoss*innen zu treffen und konkretere Pläne zu schmieden. Anderseits sind einige von uns die Interesse an einer Solidaritätskampagne haben an dem Wochenende in Berlin. Falls ihr Interesse an einer Teilnahme an diesem Treffen habt (oder falls ihr es nicht schafft und weiter informiert bleiben wollt) bitten wir um eine kurze Rückmeldung an friedsofviome@riseup.net . Samstag 6. Juli 2013 – 13 Uhr – TU Berlin – Treffpunkt am Infopunkt des Kongresses (bzw. achtet auf einen Aushang mit Raumangabe – Stichwort “VIO.ME”)” Aus dem Rundbrief
  • 26 June: International day of solidarity with the struggle of the workers of Vio.Me.26 June: International day of solidarity with the struggle of the workers of Vio.Me.
    Aufruf zum internationalen Solidaritätstag am 26. Juni 2013 bei Vio.Me. externer Link. Aus dem Text: ” … On Wednesday, 26 June the workers of Vio.Me. are calling for an international day of solidarity. They distribute the products produced under workers control in a central event in Thessaloniki. And they urge the whole of society to stand by them, organizing solidarity events in Greece and abroad. We demand the unrestrained operation of the Vio.Me. factory under self-management and full workers’ control. We demand the immediate legalization of its operation. Production in the hands of the producers and factories in the hands of the workers! Workers self-management and grassroots direct democracy!…”  Siehe dazu:

    • 26. Juni Internationaler Tag zur Solidarität mit dem Kampf der ArbeiterIinnen von VIO.ME.
      Der Kampf der ArbeiterIinnen von VIO.ME hat eine lange Geschichte aber zur gleichen Zeit ist er ein Kampf der aus der Zukunft kommt. Es ist die Geschichte einer Fabrik aufgegeben von den Arbeitgebern, vergessen durch Regierung und ignoriert durch die bürokratische Gewerkschaften. Es ist die Geschichte einer Fabrik, wo, wie in viele anderen Orten auch, die ArbeiterIinnen im Kontext dieses Desasters, was die Herrscher als wirtschaftliche Umstrukturierung und wir globale kapitalistische Krise und Zusammenbruch nennen, arbeitslos wurden. Es ist eine Geschichte der Verwüstung und Zerstörung, wie so viele andere Geschichten um uns herum. (…) Heute, vier Monate nach der Wiedereröffnung der Fabrik von VIO.ME  von den ArbeiterIinnen selbst, unter vollständiger Selbstverwaltung und Arbeiterkontrolle, versuchen der Staat und die Regierung weiterhin Hindernisse zu platzieren und den uneingeschränkten Betrieb der Fabrik zu verhindern. Vier Monate später, versucht die Regierung den Kampf finanziell zu erwürgen, indem sie bis zum heutigen Tag den ArbeiterIinnen, unbezahlt schon für zwei Jahre, das außergewöhnliche Arbeitslosengeld verwehrt, dass in vielen anderen Fällen eigeräumt wird. Aber die ArbeiterIinnen und ihre Gewerkschaft werden nicht Einlenken gegenüber der finanziellen Erpressung. Wir appellieren an jeden arbeitenden Menschen, der den Angriff der besitzenden Klasse auf unsere Leben und unsere Mittel zur Bestreitung des Lebensunterhalts wahrnimmt, an jede Erwerbslose die in Selbstorganisierung der Produktionsmittel einen Weg aus der Misere und Armut sieht, an jede Gewerkschaft, Kollektiv und sozialen Raum der Be- wegung, dem Kampf der ArbeiterIinnen von VIO.ME beizustehen…” Der Aufruf in deutscher Übersetzung beim Griechenland Solidaritäts Komitee Köln (GSKK) externer Link
    • Zum Aktionstag für die sich in ArbeiterInnenhand befindliche Fabrik Vio.me wird es in Berlin vom Griechenland-Solidaritätskomitee eine Solidaritätskundgebung am 26. Juni, um 18:00 Uhr am Kottbusser Tor geben
  • Spendenaufruf
    Gerne verbreiten wir den Spendenaufruf der Vio.Me-KollegInnen, “um einen griechischen Beschäftigten von vio.me zu einer Konferenz von selbstverwalteten und besetzten Betrieben nach Brasilien zu fliegen. Dafür werden 4000 Euro benötigt. In einem Monat ist in Brasilien eine internationale Konferenz von Unternehmen unter Arbeiterkontrolle (in die unsere brasilianischen Partner aus workerscontrol.net involviert sind) und ich versuche Geld aufzutreiben, um einen Arbeiter von Vio.Me dorthin zu fliegen und einen Griechen aus dem Soli-Kreis, der auch übersetzen kann.” Es geht um die Konferenz “The workers’ economy”. Self-management and Work as Alternatives to the Global Economic Crisis. (July 9-12, 2013, João Pessoa, Brazil) – siehe Infos zur Konferenz externer Link (engl.). Die internationale Kontonummer: FALELAKIS KYRIAKOS, IBAN: GR57 0172 2330 0052 3306 1915 055, BIC: PIRBGRAA
  • Fabriken ohne Chefs
    vio.me-BelegschaftAn diesem Mittwoch rufen Arbeiter des griechischen Betriebs Vio.Me zu einem internationalen Aktionstag auf. Seit über vier Monaten produzieren sie unter eigener Regie. Artikel von Wladek Flakin in junge Welt vom 24.06.2013 externer Link. Aus dem Text: ” … Da Baumaterialien, die Vio.Me seit Jahrzehnten produzierte, zur Zeit auf dem krisengeschüttelten griechischen Markt wenig gefragt sind, entschieden sich die Arbeiter für die Herstellung von Bioputzmittel.
    Am kommenden Mittwoch, dem 26. Juni, werden Gewerkschaft und Solidaritätsinitiative an die Öffentlichkeit gehen: Seit Monaten verkaufen sie die Produkte in ganz Griechenland über solidarische Netzwerke, aber nie ganz offiziell (mit Logo, jedoch immer ohne Namen). Auf einer öffentlichen Veranstaltung im sozialen Zentrum »Sxoleio« im Zentrum von Thessaloniki (in einer ehemaligen religiösen Schule) werden sie die Vio.Me-Produkte nun erstmals der breiten Öffentlichkeit vorstellen. Am selben Tag sollen weltweit Solidaritätskundgebungen stattfinden, darunter auch in Berlin. (…) Erst wenn Vio.Me legalisiert wird, werden sie die Möglichkeit haben, die hergestellten Produkte zu exportieren. Aber man kann jetzt schon den Kampf mit Spenden unterstützen, und vor allem auch politischen Druck dafür erhöhen helfen, damit die Fabrik nicht nur de facto, sondern auch de jure den Produzenten gehört
    .”
  • Die besetzte Fabrik Vio.Me
    In Thessaloniki wird seit dem 12. Februar dieses Jahres die Produktion der Fabrik Vio.Me unter Kontrolle der ArbeiterInnen weitergeführt. Anstelle von Bossen entscheidet nun die ArbeiterInnenvollversammlung in direkter Demokratie über die Produktion und die Verteilung der Ressourcen. Ein Mitglied des Griechenland-Komitees war nun in Thessaloniki zu Besuch und drehte ein Video darüber.Video vom 4. April 2013 beim Griechenland-Komitee Berlin externer Link
  • Vio.Me. Film über die Situation bei der Baustofffabrik Vio.Me drei Wochen vor der Wiederaufnahme der Produktion unter Arbeiter_innenkontrolle bei labournet.tv
  • VIO.ME unter Arbeiterkontrolle. Nach 17 Monaten ohne Lohnzahlungen haben die Arbeiter der Fabrik VIO.ME jetzt das Recht in ihrer Fabrik selbstbestimmt zu produzieren. Video bei labournet.tv
  • Internationaler Solidaritätsbrief in 3 Sprachen und weitere Unterstützung
    • Besetzte Fabrik in Griechenland beginnt mit der Produktion unter Arbeiterkontrolle: Besetzen. Widerstand leisten. Produzieren!
      Solidaritätsbrief Deutsch
    • Occupied Greek Factory Begins Production Under Workers Control: Occupy, Resist, Produce!
      Solidaritätsbrief Englisch
    • Fábrica ocupada en Grecia comienza la producción bajo control obrero: Ocupar, resistir, producir!
      Solidaritätsbrief Spanisch
    • VioMe: Besetzte Fabrik in Griechenland beginnt mit der Produktion unter Arbeiterkontrolle: Besetzen. Widerstand leisten. Produzieren!Aus dem Text: “Wir fordern alle ArbeiterInnen, alle Arbeitslosen und all diejenigen, die am eigenen Leib die Krise erfahren haben, dazu auf, die Arbeiter von VioMe zu unterstützen. Jetzt, da sie daran gehen, in der Praxis zu beweisen, dass wir, die ArbeiterInnen, es auch ohne Bosse schaffen! Wir fordern sie auf, am Kampf teilzunehmen und den Kampf zu organisieren, wo immer sie arbeiten, mit Versammlungen, direkter Demokratie – ohne Bürokraten!” (…)  Die ersten Monate werden ausschlaggebend sein. Finanzelle Unterstützung kann dabei viel ausmachen und jeder Beitrag ist hilfreich. Direkte finanzielle Unterstützung kann an die Arbeitergewerkschaft von Vio.Me in Thessaloniki über die Internationale Solidaritätswebseite geschickt werden: www.viome.org…)
    • Unterzeichnet:  Solidaritätsinitiative Thessaloniki, Brendan Martin (Working World), Dario Azzellini and Marina Sitrin
      Vorläufige UnterstützerInnen der Initiative: David Harvey, Naomi Klein, Avi Lewis, John Holloway, Silvia Federici, George Caffentzis, David Graeber, Mag Wompel (labournet.de) and The Cooperativa de Trabajo lavaca, Buenos Aires, Argentina
    • Solidaritätserklärungen und Fragen an: protbiometal@gmail.com
    • Siehe die Solidaritätsseite externer Link

Zum Hintergrund:

  • “Workers at Mining Industry factory in Northern Greece vote for factory self-management”
    Nachdem die Tochterfirma von Filkeram-Johnson die Bergbau-Zulieferfirma faktisch seit Mai 2011 brach liegen liess hat die Belegschaft bis jetzt vor allem dafür gesorgt, dass keine ausrüstung abtransportiert wurde, nun hat sie beschlossen, den Betrieb selbst als Genossenschaft weiter zu betreiben. Der Bericht  bei libcom ist vom 10. Juli 2012 externer Link
  • Viomihaniki Metalleutiki
    In Thessaloniki hat eine Vollversammlung einer seit einem Jahr stillgelegten Fabrik beschlossen, den Betrieb zu besetzen und in Selbstverwaltung die Produktion aufzunehmen.
    Ihr könnt nicht? Wir können!!!
    Wir, die Beschäftigten der Viomichaniki Metallevtiki, kämpfen dafür, dass die Fabrik von den Händen des Kapitals in die Hände der Arbeiter übergeht! Unbezahlt seit Mai 2011 und in Verweigerung weiterer Arbeitsleistungen, unter enormen Schwierigkeiten des täglichen Überlebens, kämpfen wir, um ein sehr dynamisches Unternehmen der Baumaterial-Produktion am Leben zu erhalten, um Würde und Kampfgeist der Arbeiter gegen die Flutwelle der Überfälle von einheimischem und fremdem Kapital aufrecht zu erhalten! Wir kämpfen, um in die Tat umzusetzen, dass wir Arbeiter es ohne Bosse schaffen! Wir kämpfen um zu beweisen, dass wenn sie nicht können, wir ohne sie können und es schaffen werden!- Fabriksyndikat der Arbeiter und AngesDas Video bei labournet.tv externer Link (Griechisch | 08 min | 2012 | untertitel: dt) externer Link