Generalstreik in Französisch-Guyana – wirkt

Vorbereitung des Generalstreiks in französisch Guyana hier am 25.3.2017Die französische Regierung hat eine Delegation von Ministerialbeamten nach Guyana geschickt. Doch die Demonstranten weigern sich mit ihnen zu sprechen, sie verlangen nach Ministern. Wegen der Unruhen musste der Start einer Ariane-5-Rakete vom europäischen Weltraumbahnhof Kourou bis auf Weiteres verschoben werden. Die Fluggesellschaft Air France sagte ihre Flüge von Paris nach Cayenne ab. 2016 lag die Arbeitslosenquote in Französisch-Guyana im Schnitt bei 23 Prozent, mehr als doppelt so hoch wie in Frankreich insgesamt. in dem Überseedepartement leben rund 250.000 Menschen. Sie fühlen sich als “Franzosen zweiter Klasse”“ – aus der Meldung „Gespannte Lage – Generalstreik in Franzoesisch-Guyana“ am 27. März 2017 bei den Euronews externer Link, worin auch noch Fotos von einer Polizeiattacke auf die Botschaft Surinams mitgeliefert werden. Siehe dazu zwei weitere aktuelle Beiträge:

  • „Generalstreik in Kolonie“ von Florian Wilde am 29. März 2017 in der jungen Welt externer Link, worin berichtet wird: „Wie die anderen französischen Überseegebiete leidet auch das an der lateinamerikanischen Atlantikküste gelegene Guyana an hoher Arbeitslosigkeit, einem extrem prekarisierten Arbeitsmarkt und allgegenwärtiger Armut. Umfangreiche französische Investitionen finden nur für den Weltraumflughafen Kourou statt. Ein besonderes Problem stellt die Kriminalität dar: In dem mit 250.000 Einwohnern dünnbesiedelten Departement wird im Schnitt fast jede Woche ein Mensch ermordet – die höchste Mordrate in Frankreich überhaupt. Proteste gegen die schlechte Sicherheitslage bilden auch den Ausgangspunkt der aktuellen Protestwelle. Am 17. März stürmten maskierte Anhänger eines kürzlich gebildeten »Kollektivs der 500 Brüder gegen die Kriminalität« eine Veranstaltung mit der französischen Umweltministerin Ségolène Royal und forderten entschlossene Maßnahmen gegen die Kriminalität. Royale brach daraufhin ihren Besuch überhastet ab. Am 20. März begannen streikende Arbeiter eines Subunternehmens des Weltraumzentrums von Kourou und Beschäftigte eines nahegelegenen Krankenhauses gemeinsam mit Anwohnerinitiativen, Barrikaden auf den Zufahrtswegen zum Weltraumbahnhof zu errichten. Aktivisten des »Kollektivs« stießen hinzu. Trotz des Einsatzes von Tränengas scheiterte eine Räumung durch die Polizei