inside Arbeitsagentur

In den deutschen Jobcentern arbeiten etwa 60 000 Menschen. Die Aufstiegschancen für die Mitarbeiter sind gering, die Gehaltsunterschiede groß. Heinrich Alt fordert nun einen einheitlichen Tarifvertrag für das Personal. Das Vorstandsmitglied bei der Bundesagentur für Arbeit (BA) will damit die hohe Fluktuation eindämmen und besseren Service bieten…” Artikel von Thomas Öchsner vom 18. Mai 2015 in der Süddeutschen Zeitung online externer Link (weiterlesen »)

"AufRECHT bestehen - kein Sonderrecht in den Jobcentern"ver.di teilt die wesentlichen Kritikpunkte der gewerkschaftlichen Erwerbslosen-Initiativen, die an diesem Donnerstag, 16. April 2015, zu einem bundesweiten Aktionstag gegen die Hartz-Gesetze und ihre mögliche Verschärfung durch das von der Bundesregierung geplante SGB-II-Änderungsgesetz aufrufen. Der ver.di-Bundesvorstand hält es jedoch für falsch, die Kritik der Kampagne „AufRecht bestehen“ vor die Jobcenter zu tragen…”ver.di-Pressemitteilung vom 15. April 2015 externer Link. Siehe dazu:

  • Gemeinsam statt Gegeneinander!
    Liebe Kolleginnen und Kollegen, 10 Jahre Hartz IV-Gesetzgebung liegen hinter uns und die Versicherten/ Leistungsbezieher sind an vielen Punkten zu Recht vollkommen frustriert über die Regelungen des SGB II.Die Frustration verteilt sich auf beide Seiten des Schreibtisches, also auf die Versicherten und Leistungsbezieher und auch auf die SachbearbeiterInnen…” Flugblatt von ver.di (“Gute Arbeit im Jobcenter”) vom April 2015 (weiterlesen »)

Überlastete Sachbearbeiter, denen die Zeit fehlt, Anträge zeitnah zu bearbeiten und Erwerbslose zu beraten, eine Mammutbehörde, die im Chaos versinkt und vor allem sich selbst verwaltet: Den jüngst durch das »Team Wallraff« aufgedeckten gravierenden Missständen in den von der Bundesagentur für Arbeit (BA) teilverwalteten Jobcentern zum Trotz hat Behördenvorstand Heinrich Alt einen drastischen Stellenabbau angekündigt. So werde die BA 17.000 Stellen bis 2019 abbauen…” Artikel von Susan Bonath in junge Welt vom 08.04.2015 externer Link

Jobcenter bearbeiten Anträge auf Hartz-IV-Leistungen so zügig sie können – zumindest auf dem Papier. Wie das »Team Wallraff« kurz vor Ostern berichtete. Ein Informant hat den Journalisten demnach interne Dienstanweisungen zugespielt. In diesen gebe die Chefetage Sachbearbeitern vor, Abgabedaten von Anträgen zu manipulieren. Ziel sei es, schnellere Bearbeitungszeiten vorzutäuschen. Im Klartext: Die Statistik wird aufgehübscht…” Artikel von Susan Bonathin junge Welt vom 07.04.2015 externer Link

Ihm begegnen Alleinerziehende, die trotz eines Ingenieurdiploms keinen Job finden, oder Migranten, die die Verträge, die sie unterschreiben, nicht lesen können: Ein Arbeitsvermittler aus einem Berliner Jobcenter gewährt subjektive Einblicke in das System Hartz IV…” Artikel von Hannah Beitzer in der Süddeutschen Zeitung online vom 9. März 2015 externer Link

Blick hinter die Kulissen eines Jobcenters: Martina Haase will Arbeitslosen helfen, doch kommt vor lauter Bürokratie kaum dazu. Verzweifelt steckt sie Menschen in Maßnahmen – auch wenn die sinnlos sind…“ Ein Interview von Franziska Reif im Spiegel online vom 02.01.2015 externer Link

DossierSolidarität mit mit Inge Hannemann

Inge Hannemann, die kritische Jobcenter-Mitarbeiterin im ­Jobcenter Hamburg-Altona für ­Erwerbslose unter 25 Jahren sollte zunächst wegen ihres Blogs altonabloggt externer Link und ihrer öffentlichen Kritik an Hartz IV zu einer Anhörung erscheinen, mittlerweile ist sie beurlaubt – und für die lang erwartete “deutsche Fabienne” gehalten. Siehe dazu neue Informationen:

  • Klage gegen Suspendierung: Hartz-IV-Rebellin einigt sich mit Stadt Hamburg
    Behindertenarbeit statt Jobcenter: Die als “Hartz-IV-Rebellin” bekannt gewordene Inge Hannemann hat sich mit der Stadt Hamburg auf einen Vergleich geeinigt: Die frühere Jobcenter-Mitarbeiterin wird demnach künftig im Integrationsamt arbeiten. (…) Der Rechtsstreit zwischen Hannemann, die auch für die Linke in der Bezirksversammlung Altona sitzt und bei der Bürgerschaftswahl im Februar 2015 kandidiert, ist damit noch nicht völlig vom Tisch. Es gibt eine weitere Klage, mit der sich Hannemann gegen ihre Suspendierung im Jobcenter wendet. Ein Termin dafür steht aber noch nicht fest…” Agenturmeldung vom 15.12.2014 beim Spiegel online externer Link

(weiterlesen »)

Schock im mittelfränkischen Rothenburg: Im Jobcenter sticht ein Mann mehrfach auf einen Gutachter ein. Der 61-Jährige stirbt. Kurz nach der Tat sind viele Fragen noch ungeklärt. (…) Im Jobcenter hat ein 28 Jahre alter Mann einen externen Gutachter mit dem Messer angegriffen und mehrmals auf ihn eingestochen. Für das 61 Jahre alte Opfer kommt jede Hilfe zu spät. Der Mann stirbt trotz intensiver Wiederbelebungsversuche des Notarztes noch am Tatort. Die Hintergründe und das Motiv für die Tat sind zunächst völlig unklar…” Meldung in der FR online vom 03. Dezember 2014 externer Link. Siehe dazu:

  • Antwort an Frau Andrea Nahles von einem Ex-Fallmanager (wg. Todesfall)
    “Frau Andrea Nahles zuständig und damit verantwortlich unter anderem für die aktuell geltenden Gesetze im Bereich ALG II (“Hartz IV”), also für das Sozialgesetzbuch Zwei (SGB II) drückte ab 03.12.2014 ihr Bedauern und ihr Beleid angesichts eines Todesfalles in einem jobcenter aus. (…) Meine Antwort darauf ist diese (…) In etlichen Kommentaren zu Ihren Verlautbarungen finden sich aber (auch) viele kritische Stimmen zum System Hartz IV. Absolut zu Recht. Und dies sage ich nicht als betroffener ALG II – Empfänger – dies sage ich als ehemaliger qualifizierter Fallmanager in einem jobcenter…” Offener Brief vom 4. Dezember 2014 von Burkhard Tomm-Bub in seinem Blog externer Link

(weiterlesen »)

Seit mehr als zwölf Jahren helfe ich als Arbeitsvermittler Langzeitarbeitslosen dabei, wieder ins Berufsleben zurückzukehren. Da muss man eine Menge aushalten. Nicht etwa von den Hartz-IV-Empfängern, sondern von der Politik. Wenn Sie gesagt bekommen, Sie hätten multiple Vermittlungshemmnisse, würden Sie dann vor Selbstbewusstsein strotzend die nächste Bewerbung angehen? Zu den Vermittlungshemmnissen zählen die Jobcenter u. a. gesundheitliche Einschränkung aller Art, das Lebensalter (damit sind auch junge Menschen gemeint), die Berufserfahrung (oder auch die fehlende), Qualifikationen (zu viele oder zu wenige), die Herkunft, Kinder, die Qualität der Stationen im Lebenslauf und sogar der Wohnsitz…” Ein Leserartikel von Lars Naundorf vom 4. Dezember 2014 bei der Zeit online externer Link

Die Stadt Frankfurt muss den gekündigten NPD-Politiker Stefan Jagsch weiter beschäftigen, urteilt das Arbeitsgericht. Als Büroangestellter brauche er nur „ein einfaches Maß an Verfassungstreue“. Die Kündigung des hessischen NPD-Politikers Stefan Jagsch durch die Stadt Frankfurt ist unwirksam. Das Frankfurter Arbeitsgericht gab Jagsch, der stellvertretender Landesvorsitzender der rechtsextremen NPD ist und gegen seine Entlassung geklagt hatte, in einer am Donnerstag gefällten Entscheidung recht. Jagsch arbeitet seit 2010 als städtischer Angestellter am Infoschalter des Jobcenters Höchst. Die Stadt hatte ihm im Juni 2014 gekündigt, nachdem die Frankfurter Rundschau seine Tätigkeit in der Behörde öffentlich gemacht hatte. Direkt nach dem FR-Bericht hatte das Jobcenter ihn bereits von seiner Arbeit freigestellt…” Artikel von Hanning Voigts in der FR online vom 05. Dezember 2014 externer Link (weiterlesen »)

“In vielen Jobcentern der Bundesagentur für Arbeit werden Arbeitnehmerrechte der Mitarbeiter systematisch missachtet. Diesen Vorwurf erhebt die Dienstleistungsgewerkschaft ver.di. Dabei geht es um die Befristung von Arbeitsverträgen, die laut Gesetz bis zu einer maximalen Dauer von zwei Jahren erlaubt ist. Danach müssen die betroffenen Mitarbeiter festangestellt werden. Doch etliche Jobcenter haben sich einen illegalen Trick einfallen lassen: Wenn die Zwei-Jahres-Verträge auslaufen, werden viele Mitarbeiter pro forma einfach bei dem anderen Träger des Jobcenters, den Kommunen, eingestellt und dann wieder ausgeliehen ans Jobcenter.” (…) bundesweit sind 4300 Jobberater in Zeitverträgen (…)Text und Video der Frontal21 Sendung vom 09.09.2014  externer Link

„Personalmangel, hoher Krankenstand und überlastete Mitarbeiter in den Jobcentern titeln die Medien. Aus dieser Summe heraus scheinen die gemeinsamen Einrichtungen (gE) der Jobcenter durch eine beharrliche Unterbesetzung gekennzeichnet zu sein. Nach den internen Personalstrukturdaten des zweiten Quartals dieses Jahres arbeiten 56.431 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den gemeinsamen Einrichtungen…“ Beitrag auf altonabloggt vom 02.08.2014 externer Link

Abmahnung von Marcel Kallwass durch die BADieser Blog soll Missstände der Arbeitsämter und der Jobcenter öffentlich machen. Bereits mit Beginn meines Studiums an der „Hochschule der Bundesagentur für Arbeit“ habe ich den Arbeitsalltag, die Geschäftspolitik und die Gesetze hinterfragt. Ich habe bereits mit vielen MitarbeiterInnen und KommilitonInnen und auch Vorgesetzten diskutiert und meine Meinung gesagt. Der Blog von der kritischen MitarbeiterIn Inge Hannemann hat mir die Bestätigung gegeben, die ich gesucht habe. Er hat mich auch auf die Idee gebracht, selber einen Blog zu schreiben und die Erfahrungen von Inge Hannemann zu ergänzen. Damit möchte ich ganz praktisch meine Solidarität mit Inge Hannemann zeigen, die ihr eigenes Wohl hinter dem Wohl von Millionen erwerbslosen Menschen anstellt. Die Ursache für den Blog ist meine Solidarität mit allen Erwerbslosen. Sie sind alltäglich von Maßnahmen der Arbeitsämter oder Jobcenter betroffen. Für sie geht es meistens um die Existenz. Für die Arbeitsämter/Jobcenter hingegen, sind sie nur Zahlen. Mit Zahlen kann gespielt werden. Hier ein bisschen mehr „investieren“, dort weniger „ausgeben“. Die großen Schlagwörter heißen „Effizienz“ und „Effektivität“. Sie werden so heruntergebetet, bis es auch der/die Letzte nicht mehr hören kann…” Kritischerkommilitone. Kritik am Arbeitsamt – Blog von Marcel Kallwass externer Link. Siehe dazu:

  • Bundesagentur für Arbeit kündigt Marcel Kallwass
    Für Marcel Kallwass ist wahr geworden, was sich seit Monaten abgezeichnet hat. Nach zwei Abmahnungen ist am 27.01.2013 die Kündigung an den als „kritischer Kommilitone“ bekannten Kallwass ergangen…” Pressemitteilung vom 28.01.2013 von und bei Marcel Kallwass externer Link. Aus dem Text: “… Unter der Bezeichnung „kritischerkommilitone“ befindet sich der Untertitel „Kritik am Arbeitsamt“. An dieser Stelle wird die Bundesagentur für Arbeit (BA) jedoch restriktiv. Obwohl Kallwass nur noch wenige Monate bis zum Abschluss seines Studiums benötigte, wurde ihm die Kündigung ausgesprochen. (…) Aus dem „kritischen Kommilitonen“ wird nun wohl der kritische Erwerbslose Kallwass.” Siehe dazu:
  • Bundesagentur für Arbeit schasst kritischen Studenten der Hochschule
    Überraschend kam es nicht: die fristlose Kündigung des „kritischen Kommilitone“ Marcel Kallwass an der Hochschule Mannheim der Bundesagentur für Arbeit (HdBA). Eher ist es eine Retorte, welche planmäßig nach zwei zuvor erteilten Abmahnungen gegen diesen kritischen Studenten ausgesprochen wurde. Ist die vorausgesetzte und erwartete überdurchschnittliche Loyalität gegenüber einen Arbeitgeber eine Sache, so stellt sich doch die Frage nach der Kritikfähigkeit einer Behörde und der Ethetik. Dass die Bundesagentur für Arbeit dem wenig bis kaum gewachsen ist, zeigen schon alleine die vielen Rechtfertigungen in den letzten Monaten. Ob man diese nun als Lügen, Beschwichtigungen, Täuschungen, Wahrheiten oder gar als ein Ufo einer unbekannten Materie sieht, bleibt dabei den Zuhörern und Lesern selbst überlassen. Vielleicht fallen Weihnachten und Ostern auch mal zusammen…” Kommentar zur Kündigung von Marcel Kallwass vom 30. Januar 2014 bei altonabloggt externer Link (weiterlesen »)

Eine Erhebung soll demnächst die Personalausstattung in den Jobcentern flächendeckend erfassen. Doch die Mitarbeiter wehren sich…” Artikel von und bei Peter Nowak vom 12.12.2013 externer Link (weiterlesen »)

Viele Mitarbeiter der Jobcenter haben Angst vor Arbeitslosen: Schreit ihr Gegenüber gleich los? In Mannheim gibt es deshalb eine besondere Fortbildung. Die Jobvermittler sollen den Umgang mit psychisch labilen Hartz-IV-Empfängern lernen…” Artikel von Maike Rademaker in Spiegel online vom 10.12.2013 externer Link (weiterlesen »)