Korea – Volksdemokratische Republik

Südkorea: Streiktag 24. April 2016 in SeoulEinen Überblick über den wachsenden Widerstand, der sich in Südkorea gegen den sogenannten Schutzschild (gegen nordkoreanische Raketenangriffe) THAAD entwickelt, gibt der Beitrag „Koreans continue to protest against missile system“ am 24. April 2017 bei den Australia Asia Workers Links externer Link. Darin wird auch hervor gehoben, wie dieser wachsende Widerstand mit dem Erstarken der demokratischen Bewegung des Landes, im erfolgreichen Kampf gegen das korrupte Unternehmer-System der abgesetzten Präsidentin Park, zusammenhängt – und wie versucht wird, mit massiver Polizeirepression in der „Interimszeit“ bis zur Neuwahl, diese Bewegung zu unterdrücken. In dem Beitrag wird auch auf verschiedene Materialien dazu verlinkt. Siehe dazu auch je einen aktuellen Beitrag zur Eskalationspolitik und zum Widerstand: (weiterlesen »)

Eine von zahlreichen Demos gegen Kriegsgefahr von Doro Chiba in Japan hier am 15.4.2017 in YokohamaOb die neue Koreakrise so neu ist, wäre bereits der erste Streitpunkt: Die alljährlichen Manöver der Streitkräfte Südkoreas zusammen mit der US-Army haben – ganz offiziell unbestritten – als Inhalt, die Invasion Nordkoreas zu üben. Man braucht kein Freund der nordkoreanischen Dynastie zu sein, um da den Ausgangspunkt noch jeder der zahllosen Koreakrisen zu sehen. Der „Schutzschild“ Thaad in Südkorea, ein Projekt der Regierung Obama, war eines der größten militärischen Projekte der USA in den letzten Jahren und wird dieser Tage umgesetzt. Neu ist ein eher nicht so ganz berechenbarer US Präsident – und neu im Sinne von noch viel deutlicher sichtbar ist auch die ganz massiv krisenverschärfende Politik der japanischen Rechtsregierung Abe. Und ist etwas Neues an Haltung und Aktivitäten der Gewerkschaftsbewegung und der sozialen Bewegungen der beteiligten Länder zu vermelden? Siehe dazu die kleine aktuelle Materialsammlung „Die neue Koreakrise und die Gewerkschaften in Japan und Südkorea“ vom 23. April 2017: (weiterlesen »)

Zweimal, im März und schon im Dezember streikten nordkoreanische Bauarbeiter in Kuweit. Der Anlass der Streiks war beide Male derselbe: Das Bauunternehmen aus NK, das sie beschäftigt, wollte den Lohn per Scheck ausbezahlen – einlösbar nur zuhause… In Kuwait, wie auch in anderen Ländern der Region, sind unter den zahlreichen asiatischen ArbeiterInnnen auch immer wieder nordkoreanische Bauarbeiter. (Die gibt es zwar auch, wie jüngere Berichte zeigen, in Europa, aber auf der arabischen Halbinsel sind es weder Einzelfälle noch relativ geringe Zahlen eingesetzter Menschen). Was ihre Bedingungen für diese Arbeit sind, und wie die Reaktion auf diese Streiks war – darüber gibt es nur Beiträge in südkoreanischen und US-amerikanischen Medien, die ihrerseits auch nicht gerade propagandafrei sind. Die Streiks, die in dem Beitrag „Report: North Korea forced laborers went on strike in Kuwait“ von Elizabeth Shim am 08. Juni 2016 bei UPI externer Link berichtet werden, gab es im Unterschied dazu in einer Reihe auch regionaler Quellen als Information

nordkoreaDas Wissen darüber, was tatsächlich in Nordkorea vor sich geht, ist spärlich. Dafür gibt es gute Gründe, allen voran die Informationspolitik der nordkoreanischen Regierung, die Ausländer nur unter Auflagen und mit strikter Bewachung ins Land lässt. Individuelle Reisen oder gar Feldforschung sind unmöglich. Offizielle Statistiken, selbst geschönte, sind Mangelware“ – aus dem Beitrag „Aufschwung in der Diktatur“ von Rüdiger Frank am 05. Februar 2015 in Weltsichten externer Link worin es dann doch eine Reihe von Informationen über das Land gibt…

Zuerst die „Faulen“, dann die Alten und Kranken – schön unsozial hört sich der musan_nordkoreanische_parteiinspektionEntlassungsplan der nordkoreanischen Parteiführung für die Eisenerzmine von Musan an – 10.000 Entlassungen wurden angedroht. Musan – grösste Erzmine Koreas und eine der grössten Minen der Welt liefert in die VR China – und 2013 wurde beschlossen, die Förderung zu erhöhen, mit entsprechenden Gehaltsverbesserungen für die Belegschaft. Die blieb aus – dementsprechend auch die „Leistung“. Der Artikel „First Round of Cuts Underway at Musan Mine“ von Choi Song Min am 13. Februar 2015 im (südkoreanischen) Daily NK externer Link verweist auch darauf, dass es noch weitere Entlassungen geben könne