Arabien – Arabische Welt

Geografische Verbreitung der arabischen Sprache. Blau kennzeichnet Arabisch als nichtalleinige offizielle Sprache
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Der Begriff Arabische Welt, der trotz seiner vielfachen Verwendung nicht exakt definiert ist, beschreibt eine Gruppe von Regionen in Nordafrika  externer Link und auf der Arabischen Halbinsel externer Link , die geologisch zu Afrika gehört. Er beinhaltet Staaten mit einer mehrheitlich arabischen Kultur als Gemeinsamkeit. Es lassen sich mehrere Kriterien anwenden um die Zugehörigkeit zur arabischen Welt zu definieren: Die Wichtigkeit der arabischen Sprache (sprachliches Kriterium), des Islam (religiöses Kriterium) und schließlich die Mitgliedschaft in der Arabischen Liga externer Link (politisches Kriterium). Bild und Text entnommen aus Wikipedia: Arabische Welt externer Link

 

Im Fokus

Soliplakat mit der Befreiungsfront von Oman - etwa 1970 Von den im September 2015 aktuellen Protesten im Libanon und im Irak über den seit Monaten andauernden Krieg der saudischen Armee gegen die Zivilbevölkerung Jemens und einiges zu dessen Vorgeschichte bis hin zu den Mobilisierungsgründen und -methoden für bewaffnete “fundamentalistische” Bewegungen (und warum diese Bezeichnung so gar nicht trifft) reicht das Spektrum der Themen des Gesprächs “Das Dümmste an der Westpropaganda ist, wenn sie sagen, die Kämpfer der Fundamentalisten würden es wegen 100 Jungfrauen im Paradies tun – so blöd können nur westliche Journalisten sein”, das LabourNet Germany mit Mohammad Ould Anzeh am 13. September 2015 führte und dessen ersten Teil wir heute veröffentlichen. (weiterlesen »)

Mai 2015 Unabhängige Gewerkschaftsdemo GazaIm September 2014 fand in Amman eine regionale Konferenz unabhängiger arabischer Gewerkschaften statt, an der 34 GewerkschafterInnen aus Ägypten, Marokko, Palästina und dem Libanon teilnahmen. Die TeilnehmerInnen unterstrichen einerseits ihr Recht darauf, sich dem IGB anzuschliessen, kritisierten aber gleichzeitig heftig die Bildung des arabischen Regionalkomitees des IGB, die ohne Teilnahme unabhängiger Gewerkschaften geschehen sei und faktisch auch ohne Wahl der Repräsentanten, wobei sie auch ihre Enttäuschung über die UGT Tunesiens äußerten, von der sie nach der Neuwahl der Führung im Zuge des Sturzes der Ali-Diktatur einen Einsatz für die Demokratisierung der arabischen Gewerkschaftsbewegung (vergeblich) erhofft hatten. Im Verlaufe des Treffens wurde über die Situation in den einzelnen Ländern sowohl berichtet als auch diskutiert, wie auch über die Situation und Herausforderungen an die unabhängige Gewerkschaftsbewegung in der ganzen Region. Der Bericht ““Independent trade unions in Arab countries: situation, challenges and future perspectives” des Democracy and Workers’ Rights Center in Palestine ist vom September 2014 externer Link und liegt seit Mitte Juni 2015 auf Englisch vor

Kommentierte Presseschau vom 26.6.2014

Rufen wir uns den Tahir-Platz in Ägypten in Erinnerung, wo alles so hoffnungsvoll begann – und müssen nun heute zusehen, wie einer Triebfeder dieses Aufbruchs, dem Sender Al Dschasira einfach “der Stecker gezogen wird”, und Demokratie und Rechtsstaat in Ägypten mit Füssen getreten werden. (weiterlesen »)

Vergleichende Beobachtungen zu den beiden Ländern in Nordafrika von Bernard Schmid vom 25.09.2013 . Bei dem Artikel handelt es sich um die überarbeitete Langfassung eines Beitrags, der ursprünglich für die ,Sozialistische Zeitung’ (SoZ) verfasst wurde. Die Printfassung des Artikels findet sich, neben weiteren Auslands-Artikeln, in Bälde in der Oktoberausgabe der SoZ.

Broschüre von Michael Fütterer erschienen in der Reihe „Die Ränkeschmiede“ Nr. 21 vom Dezember 2012 externer Link , herausgegeben von TIE Internationales Bildungswerk e.V. und express/AFP e.V.

Quelle: Artikel von Bernard Schmid, 04.11.2012

„Sie waren verabredet, um sich gegenseitig auf die Schulter zu beklopfen und zu beglückwünschen. Fünf Regierungen von der Nord- und fünf von der Südseite des Mittelmeers trafen sich am 5. und 6. Oktober dieses Jahres in der maltesischen Hauptstadt La Valetta. Die Doppelfünfer-Gruppe, die im Jahr 1990 anlässlich eines Treffens in Rom gegründet worden war, trat in dieser Konstellation zum ersten Mal seit über neun Jahren zusammen. Beteiligt waren daran Marokko, Mauretanien, Algerien, Tunesien und Libyen von nordafrikanischer, und Portugal, Spanien, Frankreich, Italien sowie die Inselrepublik Malta von europäischer Seite…

Quelle:  Artikel von Thomas Pany auf Telepolis vom 15.09.2012 externer Link

Der religiös motivierte Furor über das Internetposting eines Films hat sich am gestrigen Freitag, dem Tag der Moscheenbesuche in der islamischen Welt, ausgedehnt. Eine “Welle des Zorns”, die auch zu Angriffen auf die deutsche und die britische Vertretung in der sudanesischen Hauptstadt Khartum führte, sei über die muslimische Welt geschwappt, mit gewaltsamen Szenen auf den Straßen von Nordafrika bis Südostasien, schreibt der Guardian heute. Das ist wahrscheinlich nicht der einzige Bericht, der mit diesem großen Blick eröffnet. Nach dem gestrigen Tag herrscht der Eindruck vor, dass die gesamte muslimische Welt von der Rage gewaltbereiter Mobs heimgesucht wurde. Wie Karten zu den Protesten zeigen, ist der Eindruck so nicht richtig…“

Quelle: Einleitender Beitrag zum Schwerpunkt der Graswurzelrevolution 369 vom Mai 2012 externer Link

Dies ist der Versuch einer vorläufigen Bestandsaufnahme der arabischen Aufstände aus gewaltfrei-anarchistischer Sicht. Wo haben die Widerstandsbewegungen entscheidende strategische Fehler gemacht? Gibt es eine unaufhaltsame Tendenz zum Versinken in den Bürgerkrieg oder kann diese Entwicklung noch aufgehalten werden? Wie ist die Kampagne “Adopt a Revolution” (AaR), die mit “Revolutionspatenschaften” syrische AktivistInnen unterstützen will, zu bewerten?

Mahalla ist eine Textilfabrik mit 29.000 Beschäftigten. Bereits 2006 und 2007 wurde hier jeweils für eine Woche gestreikt. 2008 versammelte sich während eines neuerlichen Streiks die ganze Stadt in Solidarität mit den Arbeiter_innen, und daraus wurde eine große Demonstration gegen Mubarak, die die Ägyptische Revolution einläutete.

Die Arbeiter_innen verlangen die Auflösung der Gewerkschaft und die Einführung eines Mindestlohns von 1200 LE (156 Euro). Im Oktober 2010 setzte die Regierung einen Mindestlohn von 400 LE fest (52 Euro).  2011 betrug der Grundlohn für die Arbeiter_innen in Mahalla 110 LE (14 Euro).

Neben der Auflösung der Gewerkschaft und der Einführung des Mindestlohnes fordern die Arbeiter_innen die Entlassung des Geschäfsführers und ein Ende der Korruption.

Quelle: labournet.tv (arabisch mit engl. UT | 6 min | 2012) externer Link

Ganz besonders interessant im LabourNet Archiv (1997-2012)

Grundinfos

Weder bei Labourstart noch bei labournet.tv gibt es den Begriff "Arabien" Bitte jeweils über die Startseite suchen!

Siehe auch im LabourNet Germany

Im LabourNet Germany vertretene Staaten, in denen Arabisch gesprochen wird:

  • Ägypten
  • Algerien
  • Bahrain
  • Dschibuti
  • Eritrea
  • Irak
  • Israel
  • Jemen
  • Jordanien
  • Katar
  • Komoren
  • Kuwait
  • Libanon
  • Libyen
  • Marokko
  • Mauretanien
  • Oman
  • Palästina
  • Saudi-Arabien
  • Somalia
  • Sudan
  • Syrien
  • Tschad
  • Tunesien
  • Vereinigte Arabische Emirate