General Electric / Alstom

Dossier

IG Metall Mannheim: Widerstand gegen Stellenabbau bei GE/ AlstomDer US-Konzern General Electric (GE), der jüngst die Energiesparte von Alstom übernommen hat, streicht europaweit über 6800 Arbeitsplätze. Baden-Württemberg trifft es besonders hart. Lässt sich der Kahlschlag noch verhindern? (…) Nach der Übernahme der Energiesparte des französischen Konkurrenten Alstom will der Industriekonzern europaweit 6800 Stellen streichen. Stuttgart trifft es besonders hart: Rund 250 der 380 Stellen sollen hier wegfallen, wie Alf Henryk Wulf, Vorstandsvorsitzender der Alstom Deutschland AG, unserer Zeitung mitteilte. Auf der Betriebsversammlung am Mittwochmorgen schlug die Nachricht bei den Stuttgarter Mitarbeitern wie eine Bombe ein. (…) Der Standort, an dem GE Boiler für Dampfturbinen produziert, hat bereits in den vergangenen Jahren fast die Hälfte der Arbeitnehmer verloren…” Artikel von Hanna Spanhel vom 14. Januar 2016 bei den Stuttgarter Nachrichten online externer Link: Stellenabbau bei General Electric: GE-Mitarbeiter bangen um ihre Jobs. Siehe laufende Berichterstattung bei Alstom – Résistance – Widerstand externer Link und hier dazu:

  • General Electric streicht 1.600 Stellen in Deutschland – Mannheimer GE-Werk vor dem Aus  (weiterlesen »)

Alstom Résistance Widerstand“… Mit Aktionen in mehreren europäischen Städten haben Gewerkschaften gegen den geplanten Abbau von Stellen beim Industriekonzern General Electric protestiert. Vor der Zentrale in La Défense bei Paris demonstrierten am Freitag nach Schätzungen etwa 2.000 bis 2.500 Mitarbeiter. Der internationale Gewerkschaftsverband Industriall berichtete von Aktionen an rund 40 verschiedenen Standorten in Frankreich, Deutschland, Spanien, Österreich, Belgien, Tschechien, Schweden und der Schweiz. General Electric hatte sich 2014 die Energie-Sparte des französischen Unternehmens Alstom in einer Bieterschlacht gegen ein Konsortium unter Beteiligung der deutschen Siemens gesichert. Nach der umkämpften Milliarden-Übernahme will GE nun in Europa 6.500 Stellen streichen, davon bis zu 1.700 Arbeitsplätze in Deutschland.” Beitrag vom 8. April 2016 bei Neues Deutschland externer Link, siehe auch unser Dossier: Erneut drastischer Stellenabbau bei GE/Alstom

Alstom Résistance WiderstandAnfang Mai machte bei der Alstom-Belegschaft in Mannheim die Nachricht die Runde, dass der Kündigungsschutz und die Beschäftigungsgarantie für die Belegschaft beendet werden soll. Er hatte die Arbeitsplätze bis Ende 2014 gesichert und hätte gemäß der Vereinbarung, die vor einigen Jahren abgeschlossen worden war, verlängert werden müssen. Davon wollte die Geschäftsleitung angesichts der Lage des Konzerns nun nichts mehr wissen. Seit Wochen gab es Gerüchte, Protestaktionen, Belegschaftsversammlung und Demonstrationen. Eine Zerschlagung des Konzerns und eine Schließung von Standorten will die Belegschaft in Mannheim nicht kampflos hinnehmen. Solidarität gibt es von anderen Standorten, die ebenfalls von den Übernahmeplänen durch General Electric bzw. Siemens betroffen wären. Die SoZ sprach darüber mit Wolfgang Alles, aktiver IG Metaller bei Alstom in Mannheim. Das Interview in der SoZ Nr. 06/2014 externer Link. Siehe dazu auch: Alstom – Résistance – Widerstand. Die Seite der Alstom KollegInnen externer Link

Artikel von Bernard Schmid, Paris, zuerst gekürzt erschienen in der Jungle World vom 26.06.2014

Alstom Résistance WiderstandEs ist eine Fusion der Superlative, nach einem politisch-ökonomischen Tauziehen, das auch in Deutschland für einige Schlagzeilen sorgte. Der größte in den USA ansässige Industriekonzern hat am Ende das Rennen gemacht und sich vorerst gegen einen deutschen Rivalen, welcher im Bunde mit zwei japanischen Firmen durchsetzte, durchsetzen können. Anders ausgedrückt: Die Nummer Eins im betreffenden Wirtschaftssektor (Energiesektor) konnte sich durchsetzen, und verhinderte eine Allianz aus den Nummern Zwei, Drei und Vier.

Der auserwählte Aufkäufer wird nunmehr den größten Unternehmenskauf in seiner bisherigen Geschichte durchführen. Zuvor hatte sich die Bundesregierung in Berlin, Bundeskanzlerin Angela Merkel ebenso wie Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel von der SPD, hinter die konkurrierenden Aufkaufpläne des deutschen Konzerns gestellt und war dabei auch durch viele Medienberichte flankiert worden. (weiterlesen »)

“… nichts gewesen. Und noch einmal ein Wochenende voller Nachrichten rund um Alstom, seine Zukunft und die mögliche Rolle Siemens’ dabei. Jetzt sind die Würfel für den Zuschlag an General Electric gefallen, Siemens kann nach vorn blicken und sich auf die vom Alstom-Wirbel vorübergehend fast in den Hintergrund gedrängte eigene Restrukturierung konzentrieren. Siemens und Mitsubishi HI hatten am Freitag nochmals nachgelegt, oder wie sie es nannten, “ihr Angebot präzisiert”, aber es reichte am Ende offenbar trotzdem nicht. Nachdem die Entscheidung für eine andere Option gefallen war, äußerte man sich dann verständnisvoll: “Wir respektieren und verstehen die politischen Interessen der Regierung auf dem Gebiet der Energietechnik. […] Die Wahrung nationaler Interessen ist Angelegenheit des Staates”, erklärte Joe Kaeser. Damit ist der Fall Alstom aus Siemens-Sicht abgeschlossen und das Handlungsfeld frei für die zuvor schon wesentlichen Themen, bei denen an erster Stelle die Restrukturierung steht…“ Meldung auf Siemens-Dialog vom 23.06.2014 externer Link

DossierAlstom Résistance Widerstand

  • Laut Betriebsrat will das Management den Kündigungsschutz auch für das Mannheimer Werk kündigen: „Das ist absolut daneben“
    Die Alstom-Konzernbetriebsratsvorsitzende Elisabeth Möller ist außer sich. “Das ist absolut daneben. Man will uns quasi den Wölfen zum Fraß vorwerfen”, sagt sie. Die Arbeitnehmervertreterin kann absolut nicht verstehen, dass das Management ausgerechnet während des laufenden Übernahmekampfes die Beschäftigungsgarantie für die Mitarbeiter in Deutschland kündigen will. “Das ist doch ein völlig falsches Signal, mal sehen, wie die Mitarbeiter es aufnehmen.” Am kommenden Montag soll es im Mannheimer Werk eine Betriebsversammlung geben…“ Artikel von Matthias Kros und Michael Roth auf morgenweb vom 08.05.2014 externer Link

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