Pflegedienste und Care-Arbeit

Einschüchterungen und Entlassungen statt christlicher Nächstenliebe: Mit harter Hand saniert die Caritas im unterfränkischen Mellrichstadt zwei defizitäre Altenheime. Die Beschäftigten fürchten um die Versorgung der alten Menschen. Artikel von Dietrich Mittler in der Süddeutschen Zeitung vom 07.02.2013 externer Link (weiterlesen »)

Quelle:  Artikel von Daniel Behruzi in der jungen Welt vom 16.10.2012 externer Link

Ver.di Saar experimentiert erfolgreich mit neuen Methoden, Unternehmen unter Druck zu setzen und Beschäftigte zu aktivieren. Aus dem Text:

„Jahrelang stellte das Management des Fachdienstes Selbstbestimmtes Wohnen beim Saarländischen Schwesternverband (SSV) auf stur. Schon seit 2007 fordern die Beschäftigten, die chronisch psychisch kranke Menschen in ihrem Zuhause unterstützen, einen erhöhten Zuschuß für die Nutzung privater Pkw. In der vergangenen Woche stimmte der Verband endlich zu, pro Vollzeitkraft eine Prämie von jährlich 1000 Euro zu zahlen. Zuvor hatte die Belegschaft mit Unterstützung von ver.di ein Ultimatum gestellt: Sollte der SSV nicht bis zum 15. Oktober einlenken, würden sich alle 14 Beschäftigten weigern, ihre Privatfahrzeuge zur Verfügung zu stellen. Diese Strategie wirkte – und könnte durchaus Nachahmer in anderen Betrieben finden…

Quelle:  Die Homepage der „Pflegeaktivisten“ externer Link

Wir sind eine Gruppe aus den unterschiedlichsten Berufen und Gesellschaftsschichten. Wir wollen soziale Mißstände aufzeigen. Wir wollen Lösungen präsentieren. Wir wollen die Gesellschaft wachrütteln. Wir wollen Verbesserungen in allen sozialen Bereichen. Auch DEINEN ELTERN oder DIR SELBST kann es morgen passieren das DU PFLEGEBEDÜRFTIG wirst. Willst du dann eine Pflege erhalten bei der die Pflegekraft keine Zeit für Dich oder Deine Eltern hat? Willst Du darunter leiden weil Profithaie die Stellen in der Pflege abbauen um ihr eigenes Vermögen zu mehren? Kannst Du es mitverantworten, das ein Auszubildender und eine Pflegehilfskraft über das Schicksal von Bewohnern in Heimen entscheiden müssen? Bist Du selbst Pflegekraft und hattest bis jetzt keinen Mut Deinen Mund aufzumachen? Dann schließt Euch uns an. Nur gemeinsam können wir gegen den Wahnsinn in der Pflege vorgehen. Nicht der Kommerz soll in der Pflege wichtig sein, wichtig ist der Mensch. Gelder sind genügend da, wir können es uns leisten halb Europa, sämtliche Banken und Autohäuser mit dem deutschen Volksvermögen zu retten. Aber die Pflege wollen die verantwortlichen Politiker nicht retten und plädieren hier für Ehrenamtliche Tätigkeiten. Dazu sagen wir NEIN. Die Politik ist in der Pflicht Todesfälle durch überforderte Pflegekräfte zu vermeiden.“   Siehe dazu:

  • Schweigemarsch für die Gesundheitsreform. Pflegeaktivisten fordern einen Stopp der Privatisierung und bessere Arbeitsbedingungen
    Die größten Probleme in der Pflege sind Zeit- und Personalmangel. Um auf die teils unhaltbaren Zustände aufmerksam zu machen, hat sich eine Aktivistengruppe gegründet. Artikel von Rudolf Stumberger im Neues Deutschland vom 07.09.2012 externer Link

Die tarifliche Vergütung von Mitarbeitern in Altenhilfeeinrichtungen ist sehr unterschiedlich. Für die gleiche Tätigkeit liegen die Jahresgehälter je nach Tarifvertrag um bis zu 38 Prozent auseinander. Das geht aus einer umfangreichen Berechnung der Fachzeitschrift Wohlfahrt Intern hervor externer Link

Quelle:  Der Appell findet sich auf der Seite der Soltauer Initiative zu Sozialpolitik und Ethik- Regionalgruppe Ostwestfalen-Lippe externer Link

„In ihrem Vorgehen gegen Betriebsräte hat die Steakhauskette Maredo auch vor dem Arbeitsgericht Osnabrück einen ersten Erfolg errungen. Die Richter folgten der Behauptung des Unternehmens, die Vorsitzende des örtlichen Betriebsrats, Jacqueline Fiedler, habe ihre Arbeitsunfähigkeit simuliert. Das geht aus der schriftlichen Begründung eines bereits am 28. Juni ergangenen Urteils hervor, das jW nun vorliegt. Die Ersetzung der Betriebsratszustimmung zur fristlosen Kündigung Fiedlers ist bis zu einer eventuellen Bestätigung durch das Landesarbeitsgericht allerdings nicht rechtskräftig…

Quelle:  Artikel im Neues Deutschland vom 10.08.2012 externer Link

“Von 2013 an geht’s bergauf mit der Pflege. Und ab 2016 müssen wir uns nicht mehr um qualifizierte Mitarbeiter in ambulanten und stationären Einrichtungen sorgen, denn in diesem Jahr haben die ersten Fachkräfte eine aus Bundesmitteln bezahlte dreijährige Ausbildung absolviert, die man demnächst Arbeitslosen anbietet. Die Papiere aus dem Bundesarbeitsministerium lesen sich, als wäre mit dieser Offensive der Mangel an qualifizierter Betreuung für alte und kranke Menschen ein für alle Mal beseitigt…

Quelle: Interview mit dem Pflegegesetz-Kritiker Claus Fussek von Silvia Ottow im Neues Deutschland vom 30.07.2012 externer Link

Am 29. Juni beschloss der Bundestag ein Pflegegesetz und lobte es über den grünen Klee: Zum ersten Mal erhielten Menschen mit Demenz Leistungen, heißt es. Es gebe mehr Wahlfreiheiten, neue individuelle Wohnformen und fünf Euro im Monat für eine private Pflegevorsorge. Doch nicht alle in der Pflege Beschäftigten sehen das so positiv.

Siehe auch im LabourNet Germany

Siehe auch im www

Ganz besonders interessant im LabourNet Archiv