Während Apple schwächelt, entwickelt sich der koreanische Konzern zum Vorherrscher der Elektronikbranche. Das Unternehmen kämpft mit harten Bandagen, wie Recherchen in Seoul zeigen. Artikel von Marcel Grzanna in Technologie Review vom 27.02.2013 externer Link

Aus dem Text: „(…)  Das Unternehmen schöpft die Elite des Landes ab, indem es in Korea die höchsten Löhne der freien Wirtschaft zahlt und sich um die soziale Sicherung der Familien kümmert. Im Gegenzug allerdings verlangt der Konzern die widerstandslose Bereitschaft zur Eingliederung in einen Apparat mit strenger Hierarchie und großer Disziplin. Fast jeder Neuzugang absolviert eine Art Trainingscamp, manchmal Wochen, manchmal Monate. Der Wecker klingelt um sechs. Es wird gemeinsam gefrühstückt, es werden Berge erklommen und Lieder einstudiert. „Es ist wie beim Militär. Vor allem die intelligenten Leute sollen dadurch gefügig gemacht werden. Mitdenken ist bei diesem Jobtraining gar nicht nötig“, sagt ein früherer Samsung-Ingenieur, der ebenfalls anonym bleiben will. Auch spätere Entwickler mussten teils wochenlang in der Fabrik mitarbeiten, um die harte Realität eines Fließbandarbeiters kennenzulernen. Einzelne Abteilungen müssen Schauspiele oder Tänze einstudieren und vor Tausenden Mitarbeitern aufführen…“