RLS-Studie enthüllt schlechte Arbeitsbedingungen der Freien bei den öffentlich-rechtlichen Anstalten

“Etwa 42.000 Menschen arbeiten für ARD, ZDF, Deutschlandradio und Deutsche Welle. Doch nur gut die Hälfte von ihnen hat eine Festanstellung. Rund 19.000 Personen arbeiten freiberuflich. Aber wie? “Bisweilen prekär”, hat jetzt eine Untersuchung zur Situation von freien Mitarbeiter*innen ergeben, beauftragt von der Bundestagsfraktion DIE LINKE und der Rosa-Luxemburg-Stiftung. Das erschreckende Ergebnis: 94 Prozent der befragten Freien fühlen sich gegenüber den fest angestellten Mitarbeiter*innen benachteiligt. Als Gründe werden schlechtere Arbeitsbedingungen, geringere Vergütung, schlechtere soziale Absicherung sowie ein unzureichender Kündigungsschutz genannt. Freie leisten der Studie zufolge oft unbezahlte Überstunden und können ihre Tätigkeit schlecht mit der Familie vereinbaren. Bei einigen reicht die Tätigkeit nicht einmal zum Leben aus, so dass sie Zweitjobs annehmen müssen (…) Darüber hinaus weist die Studie darauf hin, dass ein Großteil der Freien keine durchsetzungsfähige Mitarbeitervertretung hat, da in vielen Sendern Freie nicht durch die Personalräte vertreten werden können. Der ARD-Freienrat begrüßt, dass es endlich eine solide Untersuchung gibt, die auf die Existenz von Freien und deren Arbeitsbedingungen hinweist. Jahrzehntelang ist das Thema verdrängt worden…” Meldung von Christoph Reinhardt vom 26. Januar 2019 bei ARD-FREIE externer Link, der Interessenvertretungen für Freie im öffentlich-rechtlichen Rundfunk. Die Meldung bezieht sich auf die 60-seitige Untersuchung zur sozialen und beruflichen Situation von freien Mitarbeiter*innen bei den öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten “Beschäftigte zweiter Klasse? Gute Arbeit auch für Freie” im Auftrag der Bundestagsfraktion DIE LINKE und der Rosa-Luxemburg-Stiftung vom Januar 2019 externer Link