Beschäftigte beim Spielwarenhändler Toys „R“ Us streiken für Tarifbindung

Dossier

Foto von Ver.di Handel

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„Beschäftigte des Spielwarenhändlers Toys „R“ Us haben heute Morgen in vier Bundesländern (NRW, Hamburg, Rheinland-Pfalz, Niedersachsen und Bremen) in über 15 Filialen die Arbeit nieder gelegt. Sie verleihen mit dem eintägigen Warnstreik ihrer Forderung Nachdruck, dass auch bei Toys „R“ Us die jeweils regional gültigen Tarifverträge des Einzelhandels angewendet werden sollen. Die Streiks bei Toys „R“ Us finden im Rahmen der aktuellen Entgelttarifrunde für den Handel statt. Der größte Teil der Beschäftigten bei Toys ‚R‘ Us erhält nur den Mindestlohn von 8,50 Euro in der Stunde und arbeitet unfreiwillig Teilzeit. Solche Bedingungen führen geradewegs in die Armut und zu späteren Armutsrenten. Die Beschäftigten fordern die Anerkennung der Tarifverträge und neben deutlich höheren Löhnen vor allem gute und verlässliche Arbeitsbedingungen für alle…“ Ver.di Mitteilung vom 08.06.2015 externer Link. Siehe dazu:

  • Beschäftigte des Spielwarenhändlers Toys „R“ Us streiken für Tarifbindung – bundesweite Streikversammlung vor der Hauptverwaltung in Köln
    “Die Beschäftigten des Spielwarenhändlers Toys „R“ Us legen am 1. und 2. April 2016 bundesweit in 15 Filialen erneut die Arbeit nieder. Sie protestieren gegen Arbeitgeberwillkür und verlangen die Anerkennung der regionalen Flächentarifverträge des Einzelhandels. Toys „R“ Us verweigert bisher die Tarifbindung und versucht, Streiks mit der Zahlung von Prämien zu unterlaufen und den Gesamtbetriebsrat mit der Aufforderung zu betrieblichen Entgeltverhandlungen unter Druck zu setzen…” ver.di-Pressemitteilung vom 1. April 2016 externer Link – Die Streikenden aus dem gesamten Bundesgebiet versammelten sich am 1. April zu einer zentralen Kundgebung vor der Hauptverwaltung von Toys „R“ Us in Köln
  • Kampf um Tarifvertrag bei Toys’R’us geht weiter
    Am 04.02.2016 gab es um 12 Uhr mittags eine Protestaktion bei Toys’R’us im Braunschweiger BraWoPark. Mitarbeiter aus den Filialen in Göttingen, Hannover, Osnabrück und Hamburg hatten sich angekündigt, um ihre Kollegen aus Braunschweig zu unterstützen. Toys’R’us bedroht die Braunschweiger Mitarbeiter, die für einen Tarifvertrag gestreikt haben, weiterhin mit Abmahnung und Kündigungen…” Meldung vom 4.2.2016 bei ver.di Niedersachsen-Bremen externer Link
  • Beschäftigte von Spielwarenhändler Toys „R“ Us zu Streiks aufgerufen – Unternehmen verweigert Tarifverhandlungen
    Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) hat die Beschäftigten des Spielwarenhändlers Toys „R“ Us für heute (15. Oktober) bundesweit ganztägig zu Arbeitsniederlegungen aufgerufen. Hintergrund ist, dass das Unternehmen sich weigert, Verhandlungen über einen Anerkennungstarifvertrag für den Einzelhandel zu führen. (…) Bestreikt werden Filialen in Köln (2x), Duisburg, Kamen, Hagen, Aachen, Essen, Dortmund, Siegen, Neuss, Paderborn, Koblenz, Chemnitz, Dresden, Braunschweig, Osnabrück, Göttingen, Hannover, Bremen, Hamburg (2x). Am Zentrallager in Harbke (Sachsen-Anhalt) werden sich die Beschäftigten in der Mittagspause zu einer Protestkundgebung versammeln. (…) Der Großteil der Beschäftigten bei Toys „R“ Us erhält nur den Mindestlohn von 8,50 Euro und arbeitet unfreiwillig Teilzeit, über die Hälfte der Beschäftigten hat nur befristete Verträge. Beim Spielwarenhändler, der in Deutschland 65 Filialen mit rund 1.700 Mitarbeitern betreibt, existiert kein einheitliches Vergütungssystem…” Pressemitteilung vom 15.10.2015 externer Link
  • Aus dem Text der Ver.di Mitteilung vom 08.06.2015 externer Link: „Toys „R“ Us hat in Deutschland 65 Filialen und rund 1.700 Beschäftigte. Bei dem Spielwarenhändler gibt es kein einheitliches Vergütungssystem, über die Hälfte der Beschäftigten hat nur befristete Verträge, die überwiegende Mehrheit arbeitet in – zumeist unfreiwilliger – Teilzeit. ver.di hat das Unternehmen im Februar dieses Jahres zu Tarifverhandlungen aufgefordert, Toys „R“ Us ignoriert diese Aufforderung bis heute. Stattdessen hat das Unternehmen angekündigt, die Stundenlöhne von mehrheitlich 8,50 Euro ab dem 1. Juli um 20 Cent brutto/Stunde zu erhöhen…“