Mall of Shame – FAU Berlin fordert Lohn für Bauarbeiter

Dossier

Mall of Shame – der Protest geht weiterBasisgewerkschaft prangert Ausbeutung bei “Mall of Berlin” an. Die FAU Berlin vertritt eine größere Gruppe Bauarbeiter aus Rumänien die bei dem Großprojekt “Mall of Berlin” bis September 2014 arbeiteten und dabei einen erheblichen Teil ihres Lohns nicht ausgezahlt bekommen haben…Pressemitteilung der FAU Berlin vom 23.11.2014 externer Link. Aus dem Text: „Den Arbeitern wurde nicht nur der Lohn vorenthalten. Sie waren mehrfach Willkür und Drohungen (auch von Gewalt) ausgesetzt, insbesondere fehlende Deutschkenntnisse wurden hier ausgenutzt. Generell wurde ihnen von Beginn an nur ein Stundenlohn zwischen fünf und sechs Euro bei dem Millionen-Bauprojekt in Aussicht gestellt. Den Arbeitern wurden zudem schriftliche Arbeitsverträge vorenthalten oder schlicht verweigert und zeitweise keine oder unzureichende Unterkünfte gestellt. Durch das fehlende Geld sind die Arbeiter mittlerweile mit der Obdachlosigkeit konfrontiert…“ Siehe dazu:

  • [Mall of Shame] Openmallmaster muss zahlen, Metatec geht zugrunde
    Am Donnerstag den 21. Januar verhandelte das Arbeitsgericht Berlin zwei weitere Klagen von Bauarbeitern der „Mall of Berlin“ in der ersten Instanz gegen die dubiose Briefkastenfirma openmallmaster GmbH. Das Gericht gab in diesem Fall den Klagen der FAU Berlin recht. Während der Klage eines Arbeiters am 13. Januar in der zweiten Instanz nicht stattgegeben wurde, sind derzeit die meisten Klagen zugunsten der Bauarbeiter ausgegangen. Dazu stehen jedoch auch Berufungstermine an. Mittlerweile spricht die FAU Berlin von einem „Prozess-Marathon“...” Pressemitteilung der FAU Berlin vom 22.01.2016 externer Link

  • “Mall of Shame” – Auch bei Metatec ist jetzt Zahltag!
    Am vergangenen Mittwoch, den 28.10., wurden drei Klagen von in der Basisgewerkschaft FAU Berlin organisierten ehemaligen Mall-Bauarbeitern gegen das Subunternehmen Metatec-Fundus GmbH & Co. KG vor dem Arbeitsgericht behandelt. Es ging um Löhne von jeweils knapp 1.900 €, welche das Subunternehmen nun zahlen muss. Das Gericht kam schnell zum Schluss, dass ein Arbeitsverhältnis bestanden hat. (…) Wenn bei Metatec nichts zu holen ist, und die Generalübernehmerin FCL pleite ist, haftet für die nicht bezahlten Löhne als nächster in der Kette der Investor, Harald Huths HGHI. Das jetzige Urteil festigt nur einmal mehr den handfesten Skandal um Ausbeutung an der Mall of Berlin unter den Augen von FCL und HGHI.” Pressemitteilung der FAU Berlin vom 30. Oktober 2015 externer Link
  • Urteil des Arbeitsgerichts: „Mall of Shame“-Subunternehmen muss zahlen!
    In einem entscheidenden Etappensieg für die Basisgewerkschaft FAU Berlin im Skandalfall der um ihren Lohn geprellten Bauarbeiter bei „Mall of Berlin“ legte das Arbeitsgericht fest, dass das verklagte Subunternehmen openmallmaster GmbH verpflichtet ist, die Löhne von zwei ehemaligen Mall-Arbeitern zu zahlen. Zuvor waren bei den Güteterminen der beiden Verfahren am 10.4.2015 Versäumnisurteile gefällt worden. Das Subunternehmen legte zunächst Einspruch dagegen. Das Gericht bestätigte jedoch heute die Versäumnisurteile des Gütetermins, welche die dubiose Briefkastenfirma openmallmaster GmbH zur Zahlung der verweigerten Löhne verurteilten…” Pressemitteilung der FAU Berlin vom 5. August 2015 externer Link
  • „Mall of Shame“ vor Gericht – aller guten Dinge sind drei?
    Die ersten zwei Termine waren geplatzt. Am Mittwoch steht nun der Lohnbetrug am Bau der „Mall of Berlin“ vor Gericht. Um ihren Lohn betrogene migrantische Arbeiter, die 2014 am Bau des Luxus-Shoppingzentrums „Mall of Berlin“ 2014 beteiligt waren, klagen mit Unterstützung der Basisgewerkschaft FAU Berlin ihre ausstehenden Löhne ein. Die ersten zwei Verhandlungen stehen nun an, am Mittwoch den 5.8.2015, ab 09:30 Uhr im Raum 213, in den insgesamt sieben Klageverfahren von Bauarbeitern gegen das Subunternehmen Openmallmaster GmbH. Schon am 16. Juli sollten zwei Verhandlungen vor dem Arbeitsgericht stattfinden, jedoch war der gerichtlich bestellte Dolmetscher erkrankt, und dessen Vertretung war bei Gericht nicht vereidigt, so dass die vorsitzende Richterin die Verhandlung vertagte. Die nächsten zwei Termine am 30. Juli wurden vom Gericht „aus dienstlichen Gründen“ auf den 8. Oktober vertagt. „Hoffentlich steht nun den Terminen am Mittwoch nichts im Wege“, kommentiert Markus Weise, allgemeiner Sekretär der FAU Berlin…” Aus der Pressemitteilung der FAU Berlin vom 4. August 2015. Siehe für aktuelle Meldungen die Sonderseite der FAU Berlin externer Link
  • Mall of Shame verhandlungsunfähig
    Die sieben rumänischen Arbeiter, die auf der Baustelle der Mall of Berlin am Leipziger Platz gearbeitet haben und denen ein Großteil ihres Lohns nie ausgezahlt wurde, müssen weiter auf ihr Geld warten. Artikel von Peter Nowak in der Jungle World vom 23. Juli 2015 externer Link. Aus dem Text: “… Nicht zuletzt fehlt es den Betroffenen oft an Kontakten zu Organisationen und Initiativen, die sie im Widerstand unterstützen könnten. Das zeigte sich erst vor einigen Wochen wieder, als eine Gruppe rumänischer und bulgarischer Wanderarbeiter in den Fokus der Berliner Medien und einer Nachbarschaftsinitiative im grünbürgerlichen Stadtteil Schöneberg geriet (Jungle World 23/2015). Dass die Arbeiter horrende Mieten für slumähnliche Behausungen bezahlten, war freilich nicht Anlass der Aufregung, sondern dass sie angeblich nicht in den Stadtteil passten. Passend dazu wird im Umgang mit den Arbeitern von OMM nicht der an ihnen begangene Lohnbetrug skandalisiert – es wird ihnen vorgeworfen, nicht arbeiten zu wollen. Auch die Dolmetscherin und Schriftstellerin Eva Ruth Wemme, die rumänische Migranten längere Zeit auf die Ämter begleitete und darüber das im Verbrecher-Verlag erschienene Buch »Meine 7 000 Nachbarn« geschrieben hat, berichtet von systematischer Entrechtung von Roma durch Vermieter und Arbeitgeber. Positiv lässt sich zumindest festhalten: Der Lohnkampf gegen die Mall of Berlin hat die Roma als Menschen, die um ihre Rechte als Beschäftigte kämpfen, sichtbar und kenntlich gemacht…
  • Mall of Berlin: Prozess um Löhne fiel aus
    Die rumänischen Bauarbeiter, die auf der »Mall of Berlin« arbeiteten und um einen großen Teil des vereinbarten Lohns geprellt wurden, müssen weiter warten. Am 16. Juli sollten zwei der sieben Klagenverfahren gegen die Openmallmaster GmbH (OMM), einem Subunternehmen beim Bau der »Mall of Berlin«, vor dem Berliner Arbeitsgericht stattfinden. Doch der Prozess wurde erneut verschoben. »Der vom Gericht geladene Dolmetscher war kurzfristig erkrankt. Der für ihn erschienene Vertreter war nicht vereidigt«, teilte der Rechtsanwalt Sebastian Kunz am Freitag mit. Der Arbeitsrechtler ist einer der Verteidiger der rumänischen Beschäftigten. Zudem erschien auch der Geschäftsführer der OMM, dessen Erscheinen vom Gericht angeordnet war, nicht zur Verhandlung. Er ließ durch seinen Anwalt mitteilen, er sei erkrankt und verhandlungsunfähig. Da zur Sache nicht verhandelt werden konnte, wird das Gericht einen neuen Kammertermin festsetzen…“ Artikel von Peter Nowak im ND online vom 18.07.2015 externer Link
  • Mall of Shame – Lohnbetrug am Bau vor Gericht
    Überlange Arbeitszeiten, Bezahlung weit unter dem Mindestlohn am Bau, menschenunwürdige Unterbringung und schließlich Lohnbetrug im großen Stil – davon berichteten migrantische Bauarbeiter, die 2014 am Bau der „Mall of Berlin“ beteiligt waren. Mit Unterstützung der Basisgewerkschaft FAU Berlin klagen einige der Geprellten ihre ausstehenden Löhne nun ein. Die nächsten Verhandlungen vor dem Arbeitsgericht Berlin sind für Donnerstag, den 16. Juli 2015 angesetzt: 9:45 Uhr, Raum 523. Nach der Verhandlung am kommenden Donnerstag veranstaltet die FAU Berlin eine Kundgebung vor dem Arbeitsgericht Berlin, um sowohl gegenüber der Öffentlichkeit als auch der Presse eine erste Einschätzung der Gerichtsverhandlung abzugeben…” Pressemitteilung der FAU Berlin vom 14. Juli 2015 externer Link
  • Mall of Shame: 6 Monate später immer noch kein Lohn! Demonstration am 25.4.15
    6 Monate später noch immer kein Lohn. Wir rufen euch deshalb alle dazu auf, die Forderung der Arbeiter solidarisch zu unterstützen und den Protest gegen Ausbeutung migrantischer Arbeiter_innen gemeinsam und entschieden auf die Straße zu tragen! Der Kampf geht weiter! (…) Die „Mall of Berlin“ ist mittlerweile ein bundesweit bekanntes Symbol der gängigen Ausbeutung migrantischer Arbeiter_innen aus Ländern der erweiterten EU geworden. Die Geschichte ist bekannt…Aufruf der FAU vom 15. April 2015 externer Link: Mall of Shame: Zahlt die Arbeiter! – Gegen die Ausbeutung migrantischer Arbeiter_innen! – Samstag, 25.4.2015 – Beginn: 12 Uhr – Leipziger Platz 12 (U-Potsdamer Platz)
  • Ein Fall, der zum Himmel stinkt – Rumänische Bauarbeiter der Mall of Berlin sollen zu wenig oder gar nicht bezahlt worden sein. Der Prozess gegen die Baufirmen hat jetzt begonnen
    Die Mall of Berlin musste seit ihrer Eröffnung Ende 2014 unangenehme Schlagzeilen aushalten. Von Bauschäden über die Insolvenz des Bauunternehmens reichten die Vorwürfe; am schwersten wiegt jedoch ein laufender Prozess zwischen Bauarbeitern und Baufirmen der Mall of Berlin…“ Artikel von Sarah Emminghaus auf taz online vom 14.04.2015 externer Link Aus dem Text: „Die Arbeiter werden von der Basisgewerkschaft Freie Arbeiterinnen und Arbeiter Union (FAU) unterstützt und von der Berliner Anwaltskanzlei Stähle vor Gericht vertreten. Es geht um insgesamt 33.000 Euro. Am 10. April fand der erste Gütetermin für zwei der Mandanten beim Arbeitsgericht statt, am 14. April fanden der zweite und dritte für insgesamt drei weitere Arbeiter statt. Es fing gut an: Zum ersten Termin tauchte nur Rechtsanwalt Sebastian Kunz von der Kanzlei Stähle mit einem der Kläger auf, Nicolae Molcoasa. Auch einige Mitglieder der FAU waren anwesend. Vom angeklagten Subunternehmen openmallmaster GmbH war niemand da. Infolge des Nichterscheinens wurde ein vollstreckungsfähiges Versäumnisurteil ausgesprochen. Innerhalb von einer Woche nach Zustellung kann die Gegenseite Einspruch einlegen. Damit rechnet Rechtsanwalt Kunz auch, der die openmallmasters GmbH als dubios einstuft. Sein Mandant Molcoasa spekuliert: „Die Justiz arbeitet sauber. Die Firma aber glaubt, dass sie über dem Gesetz steht…“
  • Mall of Shame – Zwischensieg bei Klagen. Erste Löhne durch Versäumnisurteil in Aussicht. Basisgewerkschaft sieht sich bestätigt.
    Am heutigen Freitag, den 10. April, wurden vor dem Arbeitsgericht Berlin die Klagen von zwei Bauarbeitern der Mall of Berlin verhandelt, die dort um ihren Lohn betrogen wurden. Da das dubiose Subunternehmen „openmallmaster GmbH“ bei der Güteverhandlung nicht anwesend war, sprach der Richter auf Antrag des Anwalts ein Versäumnisurteil aus. Sollte binnen einer Woche dagegen kein Widerspruch erfolgen, wird das Urteil rechtskräftig. (…) Die nächsten Güteverhandlungen gegen die openmallmaster GmbH aus Frankfurt und die Metatec-Fundus GmbH aus Berlin stehen am 14. und 20. April an.” Meldung der FAU Berlin vom 10.04.2015 externer Link. Siehe dazu:

  • Missstände ohne Konsequenzen? – Offener Brief an die Arbeitssenatorin Dilek Kolat (SPD)
    „Sehr geehrte Frau Kolat, zugegeben, offene Briefe sind ein zahnloses Mittel, um RepräsentantInnen der Berliner Landesregierung zu verantwortlichem Handeln zu bewegen. Zumal wenn es um die Rechte von migrantischen ArbeiterInnen geht, die augenscheinlich keine Priorität unter den Interessen des Senats genießen. Gewiss, auch Sie mögen den Fall der rumänischen Bauarbeiter rund um die Mall of Berlin, dessenwegen wir uns an Sie wenden, „sehr aufmerksam“ verfolgen, wie uns Ihre Pressestelle ausrichten ließ. Sie mögen auch eine „schnelle Prüfung“ der Vorgänge gefordert haben, die, wie Sie es nennen, „eine Schande für unsere Stadt“ seien. Doch die Konsequenzen, die Sie daraus ziehen – der Entschluss, so lange nichts zu bewerten, bis die strafrechtlich relevanten Vorwürfe rechtskräftig geklärt sind –, zeugt nicht nur von sozialer Teilnahmslosigkeit, sondern auch von politischem Autismus…“ Mitteilung der FAU vom 26.03.2015 externer Link
  • Mall of shame – Neue Kundgebung vor Metatec
    „Die FAU Berlin ruft erneut zu einer Protestkundgebung vor dem Sitz der Metatec-Fundus GmbH auf, einer der beiden Subunternehmen, gegenüber denen die Bauarbeiter der Mall of Berlin noch offene Lohnforderungen haben. Kommt zahlreich und unterstützt die Arbeiter!…“ Aufruf der FAU Berlin auf Linksunten Indymedia vom 14.03.2015 externer Link – Termin: Am 18.03.2015 um 14 Uhr an der Prinzessinnenstraße 8 (U8 Moritzplatz) in Berlin
  • Mall of Shame – Protest vor der Mall of Berlin geht weiter
    Arbeitnehmer, die beim Bau eines Einkaufszentrums in Mitte beteiligt waren, wollen weiter um ausstehende Löhne verhandeln. »Im Moment warten wir und hoffen, wie normale Personen arbeiten zu können«, sagt Molcoaşa Nicolae, einer der sieben Arbeiter aus Rumänien am vergangenen Donnerstag. Am Potsdamer Platz haben sie eine Kundgebung abgehalten, um weiterhin Druck auf verschiedene Unternehmen auszuüben: Die Arbeiter haben am Bau der »Mall of Berlin« mitgewirkt, aber noch immer nicht ihr Gehalt ausgezahlt bekommen…Artikel von Samuela Nickel im Neuen Deutschland vom 07.03.2015 externer Link. Aus dem Text: „Jetzt sammeln die sieben Arbeiter Beweise, dass sie überhaupt an der Baustelle der Mall of Berlin gearbeitet haben, auch für wie lange und wann. Der nächste Schritt werde ein Klage gegen die Subunternehmen sein. Einige Arbeiter und Manager, die nach wie vor auf den Baustellen von FCL arbeiten oder am Bau der Mall of Berlin beteiligt waren, haben sich bereit erklärt, als Zeugen für ihre Kollegen auszusagen. Zudem wollen die Arbeiter in Zukunft den öffentlichen Druck durch wöchentliche Aktionen erhöhen – mit Kundgebungen vor der Mall, den Subunternehmen oder den anderen Projekten des FCL. Der Protest am Donnerstagnachmittag ist bereits von »Geigerzähler« unterstützt worden, einem Geigenspieler, der die »Mall of Shame – Pay your workers«-Rufe musikalisch und solidarisch untermalt hat.“
  • Pro-Olympia-Kampagne statt Lohnzahlung für Arbeiter*innen
    Seit vielen Monaten warten mittlerweile die um ihre Löhne geprellten Arbeiter*innen, die auf der Baustelle des kürzlich eröffneten Shopping-Centers “Mall of Berlin” beschäftigt waren, auf ihre immer noch ausstehenden Löhne. Das Shoppingcenter “Mall of Berlin” ist gleichzeitig offizieller Partner der vom Senat initierten Pro-Olympia-Kampagne “Wir wollen die Spiele”…Pressemitteilung des Initiativkreises “Olympia verhindern – in Berlin und überall!” vom 19. Februar 2015 externer Link.  Aus dem Text: “… Die an der Mall of Berlin hauptsächlich beteiligten Konzerne, die “HGHI High Gain House Investments GmbH” von Harald G. Huth und die “Fettchenhauer Controlling und Logistic GmbH” von Andreas Fettchenhauer, verweigern bis heute die Zahlung der ausstehenden Löhne mit der vorgeschobenen Behauptung, nicht sie, sondern ein von ihnen beauftragter Subunternehmer sei zuständig. Gerade erst hat das Bundesarbeits-Ministerium jedoch festgestellt, dass die beauftragenden Unternehmen im Falle von Lohn-Prellerei wie bei der “Mall of Berlin” direkt mitverantwortlich sind…“Zu den Protesten gegen die Berliner Olympiabewerbung siehe auch unser Dossier
  • Blick zurück nach vorn
    “Das Jahr ist noch jung, doch die FAU Berlin mobilisierte auch nach dem großem Medienrummel im letzten Jahr zu Aktionen rund um das Thema „Mall of Shame“. Noch immer kämpfen wir um die ausstehenden Löhne der Arbeiter aus Rumänien, die sich der FAU Berlin anschlossen und die am Bau des Konsumtempels „Mall of Berlin“ beteiligt waren. Trotz einstweiliger Verfügung, gegen die die FAU Berlin bereits Widerspruch eingereicht hat, setzt die Basisgewerkschaft ihre Aktivitäten fort. In den letzten Wochen hat die FAU Berlin in diesem Zusammenhang mehrfach protestiert um Verantwortungen zu markieren. Hier eine kurze Chronologie des Protests im neuen Jahr…” Artikel der FAU vom 14.02.2015 externer Link
  • Hoffnung für »Mall of Berlin«-Arbeiter
    „Bundesarbeitsministerium: Generalunternehmer sind bei Lohnprellerei in der Pflicht. Seit Wochen kämpfen Rumänen für Löhne, die ihnen beim Bau der »Mall of Berlin« vorenthalten wurden. Eine Einschätzung des Bundesarbeitsministeriums stärkt den Bauarbeitern den Rücken…“ Artikel von Peter Nowak im Neuen Deutschland am 03.02.2015 externer Link. Aus dem Text: „Die rechtliche Einschätzung könnte den rumänischen Bauarbeitern von der »Mall of Berlin« helfen. »Ein Generalunternehmen haftet gegenüber Arbeiterinnen und Arbeitern nachgeordneter Unternehmer und Subunternehmer, wenn diese ihren Arbeitgeberverpflichtungen nicht nachkommen«, stellt das Bundesministerium für Arbeit und Soziales von Ministerin Andrea Nahles (SPD) fest. So geht es aus einer Antwort auf eine schriftliche Anfrage der Bundestagsabgeordneten Azize Tank (parteilos, für LINKE) hervor. Die Sprecherin für Soziale Menschenrechte der Sozialisten hatte nach der aktuellen Rechtslage gefragt. »Nach Paragraf 14 Arbeitnehmer-Entsendegesetz (AEntG) haftet ein Unternehmer, der einen anderen Unternehmer mit der Erbringung von Werk- oder Dienstleistungen beauftragt, wie ein Bürge«, heißt es in der »nd« vorliegenden Antwort weiter. Damit wird auch die Position der Freien Arbeiter Union (FAU) bestätigt, die sich für die rumänischen Bauarbeiter stark macht…“
  • Geprellte Bauarbeiter der Mall of Berlin – Würde am Wühltisch
    „Breitbeinig steht er da, schwenkt eine rot-schwarze Fahne, und brüllt. „Pay your workers! Zahlt eure Arbeiter!“ Immer wieder ruft er den Satz, zusammen mit rund 40 Mitstreitern. Die neongelbe Warnweste, auf der „Im Arbeitskampf“ steht, spannt über seiner schwarzen Winterjacke. Die dunkle Kapuze hat er tief in die Stirn gezogen. Als der Sprechchor verstummt, ruft er auf Englisch: „Wir werden keine Ruhe geben, so lange wir keine Gerechtigkeit bekommen!“ Ein Passant läuft vorbei und senkt den Kopf…“ Artikel von Veronica Frentzel im Tagesspiegel am 25.01.2015 externer Link. Siehe dazu:Erneute Kundgebung der FAU Berlin zur Solidarität mit den geprellten Arbeitern. Wann: Donnerstag, 29.01.2015, ab 18 Uhr (bis ca. 20/21 Uhr) Wo: Leipziger Platz 12/ vor der Mall of Berlin
  • Protestkundgebung: Metatec-Ausbeuter, bezahlt die Arbeiter!
    „Die FAU Berlin ruft für Donnerstag, 22. Januar, 15:00 Uhr, zu einer Protestkundgebung vor dem Sitz der Metatec-Fundus GmbH auf, einer der beiden Subunternehmen, gegenüber denen die Bauarbeiter der Mall of Berlin noch offene Lohnforderungen haben.Kommt bitte zahlreich zur Prinzessinnenstraße 8 [U8 Moritzplatz]!“ Aufruf der FAU Berlin am 20.01.2015 externer Link Aus dem Text: „Ob Luxus-Eigentumswohnungen oder das größte Einkaufszentrum Europas“, die Metatec-Fundus GmbH aus Berlin Kreuzberg stellt sich auf ihrer Seite gern in einem glanzvollen Licht der Öffentlichkeit vor. Mehrere Zeitungen haben bereits davon berichtet, was Metatec noch so alles treibt. Die BZ berichtete von Drohungen gegen die Mall-Arbeiter, als sie öffentlich für vorenthaltene Löhne protestiert haben. Seit Wochen unterstützt die FAU Berlin, in der sich acht Bauarbeiter aus Rumänien organisiert haben, die Forderungen der Arbeiter um vorenthaltende Löhne…“
  • Mall of Berlin: Ex-Generalunternehmer erwirkt einstweilige Verfügung gegen FAU Berlin
    Gewerkschaft erhält Maulkorb. Mall-Investor arbeitet derweil mit anderer Firma des Ex-Generalunternehmers weiter zusammen.
    Zum Heutigen Tag wurde gegen die Freien ArbeiterInnen Union (FAU) Berlin durch Andreas Fettchenhauer eine einstweilige Verfügung erwirkt. Ohne mündliche Anhörung der FAU erfolgte die Entscheidung durch das Landgericht Berlin. Der FAU droht ein Ordnungsgeld in Höhe von 250.000 Euro, ersatzweise Ordnungshaft bis zu sechs Monaten für SekretärInnen der FAU Berlin. (…) Die FAU Berlin muss nun als ersten Schritt zur Selbstzensur greifen, prüft aber die Möglichkeiten des Widerspruchs. Währenddessen arbeitet der Investor der „Mall of Berlin“ allem Anschein nach weiterhin mit dem ehemaligen Generalunternehmer bei einem anderen Projekt von Harald Huth’s HGHI zusammen: Dem Einkaufszentrum LIO in Lichterfelde…” Pressemitteilung der FAU Berlin vom 15.01.2015
  • Mall of Shame: Besuch bei Andreas Fettchenhauers Reitsportstätte
    Es mag über die Jahreswende ruhig geworden sein, doch der Kampf um die Löhne der Mall-Bauarbeiter rangiert nach wie vor auf der gewerkschaftlichen Agenda der FAU Berlin weit oben. Wie bereits berichtet, hatte die FAU Berlin mehrere Sponsoren des CSI Neustadt/Dosse, einem großen Reitsportevent, über Andreas Fettchenhauer informiert.Info der FAU Berlin vom 8. Januar 2015 externer Link. Aus dem Text: “Fettchenhauer ist nämlich nicht nur ehemaliger Generalunternehmer der „Mall of Berlin“, dessen eine Firma (eine von Vielen), die Fettchenhauer Controlling & Logistic (FCL) GmbH, Insolvenz anmeldete, er ist ebenso Betreiber der Graf von Lindenau Halle, in der das CSI stattfindet. Ebenso ist er Sponsor des CSI. Das CSI findet aktuell in Neustadt/Dosse bis Sonntag statt. GewerkschafterInnen der FAU besuchten das Event um an Andreas Fettchenhauer eine simple Forderung zu erneuern: Bezahl die Arbeiter!…
  • Mall of Shame – Statement zum Verhalten des DGB Berlin-Brandenburg im Arbeitskampf bei der „Mall of Shame“
    „Liebe GewerkschafterInnen und KollegInnen, als FAU Berlin vertreten wir seit über einen Monat acht Bauarbeiter aus Rumänien, die beim Bau der Mall of Berlin belogen, betrogen und bedroht wurden und seitdem für ihren Lohn und ihre Würde kämpfen. (…) Die Rolle des DGB dürfte bekannt sein: Sie liegt am Anfang dieser Geschichte, bei Beratung und beim öffentlich machen des Falls, sowie einer anfänglichen Geltendmachung der offenen Löhne bei den Subunternehmen, worauf geringere Abschlagszahlungen und rechtswidrige Verzichtserklärungen seitens der Subunternehmen folgten. Seitdem spielt er in den öffentlichen Protesten der acht Arbeiter de facto keinerlei Rolle mehr. Zwischen der Kontaktaufnahme zum DGB und dem Eintritt der Kollegen in die FAU lagen Wochen. Wochen in denen die Kollegen auf der Straße lebten, ihr Protest langsam verhallte und keine Perspektive sichtbar war…“ Mitteilung der FAU Berlin am 30.12.2014 externer Link
  • Mall of Shame – Pressekommentar: Die falsche Maske des Andreas Fettchenhauer
    Nach neuesten Presseberichten im Berliner Tagesspiegel und der Berliner Zeitung zum insolventen und nunmehr gekündigten Generalübernehmer der Mall of Berlin, Andreas Fettchenhauers Fettchenhauer Controlling und Logistic GmbH (FCL), will die FAU Berlin einige Punkte öffentlich deutlich klarstellen. Die Punkte beziehen sich auf die Inhalte der genannten Presseartikel. Gewerkschaft fordert Lohn statt Mitgefühl...“ Mitteilung der FAU Berlin am 17.12.2014 externer Link
  • Fotos: Mall of Berlin – Mall of Shame
    Die Mall of Berlin ist als Mall of Shame ein Symbol für die Ausbeutung rumänischer Leiharbeiter geworden. Die rumänischen Arbeiter waren über die Subunternehmen Metatec Fundus Gmbh und Openmallmaster Gmbh eingestellt worden und sind teilweise nicht bezahlt worden, bzw. haben für Stundenlöhne von fünf bis sechs Euro gearbeitet.” Das Umbruch-Bildarchiv veröffentlicht Fotos zur Solidaritätsdemo vom 6. Dezember 2014 externer Link, an der rund 300 Menschen teilgenommen hatten.
  • Fernsehreportage: Generalunternehmer der “Mall of Berlin” insolvent
    Recherchen der Abendschau haben ergeben, dass der Generalunternehmer der Mall of Berlin, der für den Bau des Komplexes zuständig ist, die Firma Fettchenhauer, Insolvenz angemeldet hat. Jetzt stellt sich die Frage, wie es mit den Bauarbeiten und der Mängelbeseitigung weiter geht.“ Beitrag in der Abendschau vom rbb am 09.12.2014 externer Link    Siehe dazu:
  • Mall of Shame: Investiert in Ausbeutung. Basisgewerkschaft plant nach Insolvenz von Mall-Generalunternehmer Schritte gegen Investor
    Nach der bekanntgewordenen Insolvenz der Fettchenhauer Controlling & Logistic (FCL) GmbH, der Firma des Generalunternehmers Andreas Fettchenhauer der „Mall of Berlin“, ist für die FAU Berlin klar, dass Andreas Fettchenhauer sich erneut aus der Verantwortung stehlen will. Für die miserablen Arbeitsbedingungen tragen letztlich er und der Investor Harald Huth die Verantwortung. Die Leidtragenden der mafiösen Strukturen, die das Ausbeutungssystem „Mall of Berlin“ auszeichnen, sollen wieder einmal mehr die Arbeiter sein. (…) Die Basisgewerkschaft bereitet nun juristische Schritte gegen den Investor vor, sollte dieser keine Lösungsbereitschaft signalisieren.” Aus der Pressemitteilung der FAU Berlin vom 10.12.2014
  • Arbeiter der Mall of Berlin
    Rumänische Bauarbeiter sind um ihren Lohn geprellt worden. Sie mussten im Freien und im Baukontainer schlafen, während sie auf das ausstehende Geld warteten. Versprochen waren ihnen 5 Euro pro Stunde. Am Samstag, 6.Dezember gab es eine Solidaritätsdemonstration mit 300 Teilnehmer_innen. Die Proteste gehen weiter. Die Bauarbeiter und die Fau stehen vor der Mall of Berlin, Leipziger Platz 12: – Dienstag bis Freitag zwischen 18h und 22h – Samstag von 16h bis 22h. Kommt vorbei! Video bei labournet.tv  externer Link (english mit dt. ut | 1 min | 2014)
  • Mall of Shame – der Protest geht weiter
    „…Über 10.000 Flugblätter verteilten Arbeiter und GewerkschafterInnen in der letzten Woche. Online und vor Ort sammelte die Gewerkschaft zudem bereits hunderte Unterschriften für das Anliegen der Arbeiter. In dieser Woche wird die FAU die Proteste nochmals ausweiten. Neben der „Mall of Berlin“ wird die gesamte Woche vor dem Büro des Bauherren Andreas Fettchenhauer und ebenso vor dem des Investors Harald Huth protestiert werden…Aus der Pressmitteilung der FAU Berlin am 30.11.2014 externer Link. Demo-Aufruf aus dem Text: „Für Samstag, den 6.12. ruft die FAU Berlin zu einer Demonstration um 14 Uhr am Leipziger Platz auf. Sie artikuliert einerseits das Anliegen der Arbeiter, kritisiert aber auch die generelle Ausbeutung migrantischer ArbeiterInnen.“ Siehe dazu: Mall der Schande. Video bei labournet.tv externer Link (englisch mit dt. UT | 5 min | 2014)
  • Wer kämpft muss auch essen – Spendet für den Kampf der Arbeiter!
    Seit einer Woche kämpfen die Kollegen mit der FAU für ihre Löhne und ihre Würde. Sie harrten jeden Tag mehr als sechs Stunden in der Kälte aus und protestierten vor der “Mall of Shame” – und oftmals schliefen sie danach auch in der Kälte. Um unseren Kollegen weiterhin ausreichend Verpflegung organisieren zu können und einen Platz zu verschaffen, in dem sie gemeinsam unterkommen können, an dem sie sich wärmen können und Kraft tanken können für ihren Kampf, brauchen wir dringend Spenden.
    Konto-Inh.: Allgemeines Syndikat Berlin
    IBAN: DE45 1605 0000 3703 0017 11
    BIC: WELA DE D1 PMB
    Verwendungszweck: Mall of Shame
  • Mall of Shame — FAU Berlin fordert Lohn für Bauarbeiter
    Basisgewerkschaft prangert Ausbeutung bei “Mall of Berlin” an. Die FAU Berlin vertritt eine größere Gruppe Bauarbeiter aus Rumänien die bei dem Großprojekt “Mall of Berlin” bis September 2014 arbeiteten und dabei einen erheblichen Teil ihres Lohns nicht ausgezahlt bekommen haben…Pressemitteilung der FAU Berlin vom 23.11.2014 externer Link. Aus dem Text: „Den Arbeitern wurde nicht nur der Lohn vorenthalten. Sie waren mehrfach Willkür und Drohungen (auch von Gewalt) ausgesetzt, insbesondere fehlende Deutschkenntnisse wurden hier ausgenutzt. Generell wurde ihnen von Beginn an nur ein Stundenlohn zwischen fünf und sechs Euro bei dem Millionen-Bauprojekt in Aussicht gestellt. Den Arbeitern wurden zudem schriftliche Arbeitsverträge vorenthalten oder schlicht verweigert und zeitweise keine oder unzureichende Unterkünfte gestellt. Durch das fehlende Geld sind die Arbeiter mittlerweile mit der Obdachlosigkeit konfrontiert…
  • Anmerkung dazu: Solidarität mit den rumänischen KollegInnen ist erwünscht! Vom 24. – 28. Nov. jeweils 12 – 18 Uhr finden Solidaritätskundgebungen an der Mall of Berlin – Leipziger Platz 12 (S + U Potsdamer Platz) statt! Außerdem: Online Unterstützung auf Facebook unter facebook.com/mallofshame  externer Link und zum Hintergrund: