• hungerstreik bauarbeiter frankfurtHungerstreik beendet
    Rumänische Bauarbeiter warten weiter auf ihr Geld von der Accent Bau GmbH. Über das Wochende sind sie nun in einem Seminarhaus der IG BAU untergebracht. Diese bereitet eine Klage gegen das Bauunternehmen vor. Artikel von Corina Silvia Socaciu und Milan Jaeger in der Frankfurter Rundschau vom 27.06.2014 externer Link Aus dem Text: „(…) Der FR vorliegende Tonbandaufnahmen belegen, dass die sechs Bauarbeiter von einem Angestellten Fuhrmanns bedroht wurden. Der Situation ging ein ebenfalls aufgezeichnetes Gespräch voraus, in dem ein mutmaßlich ebenfalls von Fuhrmann beauftragter Mann versucht hatte, die Bauarbeiter mit Geldversprechungen vom Streiken abzubringen. Momentan können die Bauarbeiter einzig auf die Unterstützung der Gewerkschaften zählen. Am Donnerstag war ihnen von einem Vertreter der hessischen Landesregierung eine Unterkunft versprochen worden. Am Freitag dann stellte die IG BAU eine solche zur Verfügung. Zumindest für die Dauer des Wochenendes. „Die Männer können erst einmal in unserem Seminarhaus in Steinbach bleiben“, sagte der IG-BAU- Bezirksvorsitzende Günther Schmidt. Gewerkschafter brachten die Bauarbeiter am Freitag dorthin und überzeugten sie außerdem davon, ihren Hungerstreik vorerst zu beenden. „Wir können das nicht mehr verantworten“, sagte Schmidt…“
  • Gehalten wie Sklaven
    „Sie schuften auf dem Bau, ihren Lohn bekommen sie nur teilweise und nachts schlafen sie unter Ratten. Sechs rumänische Arbeiter machten im Landtag auf ihre Situation aufmerksam. Politiker sind empört und versprechen Konsequenzen. Es war eine emotionale Szene am Rande der Landtagssitzung. Sechs rumänische Bauarbeiter, die sich seit Tagen im Hungerstreik befinden, weil sie für ihre Arbeit auf einer Baustelle im Frankfurter Stadtteil Preungesheim offenbar nicht bezahlt worden sind, saßen am Donnerstag mit ihren selbstgemalten Protestschildern in einem Raum des Landtags. „Accent nicht zahlen – Hungerstreik“, stand auf diesen…Artikel von Pitt von Bebenburg und Milan Jaeger in der Frankfurter Rundschau vom 26.06.2014 externer Link
  • IG BAU unterstützt Rumänen in Not
    „In Frankfurt am Main sind sechs rumänische Bauarbeiter in den Hungerstreik getreten. Sie machen damit auf ihre verzweifelte Lage aufmerksam. Seit langem fordern die Rumänen vergeblich von ihrem Arbeitgeber ausstehenden Lohn. Trotz weiter bestehenden Arbeitsvertrags hat sie der Unternehmer unter Androhung von Gewalt von der Baustelle und damit auch aus den Unterkünften geworfen. Sie übernachten nun vor dem Bauzaun. Solidarische Anwohner lassen die Bauleute wenigstens ihre Duschen und Toiletten mitbenutzen. Die IG BAU unterstützt die Bauarbeiter wo es geht – mit medizinischer Hilfe, Decken, Getränken und natürlich bei der Verhandlung mit dem Arbeitgeber. „Wie verroht muss man sein, um Menschen erst auf seine Baustelle nach Deutschland zu locken und sie dann ohne Unterkunft, Lebensmittel, Wasser, Geld, Sprachkenntnisse und Hilfe vor die Tür zu setzen. Arbeitgeber, die sich so verhalten, zeigen die Fratze des frühindustriellen Kapitalismus“, sagte der Stellvertretende IG BAU-Bundesvorsitzende Dietmar Schäfers. Er machte sich gemeinsam mit IG BAU–Bundesvorstandsmitglied Carsten Burckhardt ein Bild von der Situation…“ Meldung bei der IG BAU vom 26.06.2014 externer Link
  • Bauarbeiter ohne Lohn
    „Rumänen arbeiten seit zwei Wochen ohne Gehalt auf einer Frankfurter Baustelle. Mit einem Hungerstreik wollen sie auf ihre verzweifelte Lage aufmerksam machen. (…) Der Sprecher der Bauarbeiter, Bundi Ferenc, berichtet, dass die Männer von der Accent Bau GmbH mit Dämmarbeiten beauftragt worden seien. Das Unternehmen hat seinen Sitz in Bad Soden und ist im gesamten Rhein-Main-Gebiet tätig. So war es in der Vergangenheit bereits als ausführende Firma für die Installation des Wärmedämm-Verbundsystems im Opernturm gegenüber der Alten Oper zuständig. „Dort haben wir auch gearbeitet“, sagt Ferenc. Bereits seit einem Jahr arbeiten die Männer demnach immer wieder für Accent. Der Geschäftsführer, Roland Fuhrmann, äußert sich, ebenso wie die Bauherren, nicht zu den Vorwürfen. Der Frankfurter DGB-Geschäftsführer, Harald Fiedler, hat am Montag die Bauarbeiter besucht. „Das sind die Auswirkungen des neuen europäischen Sklavenmarkts, die wir hier sehen“, sagt er. Fiedler bezweifelt, dass die Bauarbeiter legale Beschäftigungsverhältnisse haben. Auch glaubt er nicht, dass hier die gesetzlichen Tarifbestimmungen eingehalten werden…“
    Artikel von Milan Jaeger in der Frankfurter Rundschau vom 23.06.2014 externer Link.
  • »Am Montag mußte schon der Rettungswagen kommen«
    Hungerstreik von sechs Rumänen in Frankfurt am Main, die Baufirma will sie offenbar um ihren Lohn prellen. Ein Interview von Gitta Düperthal mit Ralf Helwerth externer Link , Gewerkschaftssekretär der Industriegewerkschaft Bauen, Agrar, Umwelt (BAU) in Hessen, in der jungen Welt vom 25.06.2014