KAMPAGNE GEGEN DIE MASSENENTLASSUNG BEI GENERAL MOTORS IN BRASILIENSeit letzten Freitag befinden sich die rund 5.200 Beschäftigten von GM in São José dos Campos im Streik – gegen Entlassungspläne. Das Unternehmen hatte bei der Rückkehr von 798 Kollegen, die seit September letzten Jahres auf Kurzarbeit waren verkündet, entweder würde es erneut 794 Kurzarbeiter geben (die zwar Geld erhalten, aber deutlich weniger als normal) oder sie würden gleich entlassen – das wären die einzigen Optionen. Worauf die Metallgewerkschaft von São José dos Campos den Streik ausrief, der auch vollständig befolgt wurde. Auch am Wochenende gab es tägliche Streik-Vollversammlungen. Dabei hat die Gewerkschaft einen offenen Brief an Präsidentin Rousseff veröffentlicht, in dem unterstrichen wird, dass GM – wie alle anderen Autofirmen in Brasilien auch – in den letzten Jahren im Rahmen der Konjunkturprogramme der Regierung massive Steuererleichterungen und andere Formen von Zuschüssen aus Steuergeldern erhielt. Die Autofirmen hatten im Jahr 2014 trotz diesen weiter fliessenden Gelder 12.000 Menschen entlassen oder nicht ersetzt. Wie viele andere Gewerkschaften verschiedenster Verbände auch, vertritt die Metallgewerkschaft von São José dos Campos die Position, dass Förderungen von Unternehmen oder ganzen Branchen an die Bedingung geknüpft sein müssen, keine Entlassungen vorzunehmen, wird in dem Bericht „Metalúrgicos da General Motors entram em greve contra demissões“ am 20. Februar 2015 bei der CSP Conlutas externer Link unterstrichen (der Verband, dem die Gewerkschaft angehört). Siehe dazu auch weitere Berichte und Hintergründe sowie Mailadresse für sehr erwünschte Solidaritätsbekundungen: