“Ergebnisverbesserungsprogramm” bei VW soll bis zu 7000 Arbeitsplätze kosten

Dossier

Elektro-Mobilität“… Vom Genfer Autosalon meldete sich der Sprecher des Porsche-Piëch-Clans am Dienstag abend mit einer Kriegserklärung an die Belegschaft, die Gewerkschaft und den Betriebsrat von VW: Behäbig seien die Wolfsburger Autobauer. »Ich habe ja nichts gegen Mitbestimmung, aber …«, so der Enkel von Ferdinand Porsche, dem Firmengründers der heutigen VW-Tochter, und mit zwölf Milliarden Euro Vermögen einer der reichsten Männer Deutschlands. Der ganze Clan ist insgesamt mehr als 40 Milliarden Euro schwer. Die Fertigungstiefe müsse auf den Prüfstand. Der Autobauer bilde jedes Jahr 1.500 Lehrlinge aus, ohne zu wissen, wo sie eingesetzt würden. »Wir sind nicht das Paradies, sondern ein Unternehmen. Alle Investitionen müssen sich rechnen«, ließ er die Presse wissen – und meinte doch nur den Profit: Die für 2019 vorgesehene Ausschüttung von mehr als zwei Milliarden Euro an die Eigner ist ihm offensichtlich zu wenig. Es folgte eine Breitseite gegen Beschäftigungssicherung und das Volkswagengesetz: »Als Anteilseigner kann ich nur mit Nachdruck darauf verweisen, dass wir flexibler und effizienter werden müssen. Wir geben eine Arbeitsplatzgarantie bis 2025 oder sogar bis 2028 und wissen nicht, was in zwei Jahren aus China kommt. Das ist für mich problematisch.« Auch die Konzerntochter Audi habe »Speck angesetzt« und sei nicht mehr profitabel genug. (…) Der Betriebsratsvorsitzende Bernd Osterloh erwiderte, die Auszubildenden seien nicht das Problem. ­Stattdessen machten neue ­Prüfverfahren, verschobene Fahrzeugprojekte, ­Komplexität und der Abgasbetrug dem Konzern zu schaffen. Für all das ist das Management verantwortlich. Nicht erwähnt hat der Betriebsrat Klimakollaps, Handelskrieg und Absatzrückgänge, die alle Hersteller und Zulieferer treffen…” Artikel von Stephan Krull in der jungen Welt vom 08.03.2019 externer Link: “Krach in Wolfsburg. VW-Mehrheitseigner Wolfgang Porsche reitet Attacke gegen Betriebsrat. Konzern müsse auf Kürzungsprogramme setzen. Chinageschäft entscheidend” (im Abo). Siehe dazu:

  • IGM: “Beschäftigungssicherung bis 2029! “Roadmap Digitale Transformation” steht” / VW will immer noch 4.000 Arbeitsplätze und weitere Ausbildungsplätze vernichten – trotz oder wegen der vereinbarten Produktivitätssteigerung von 25%? New
    Die Eckpunkte lauten: Beschäftigungssicherung, Altersteilzeit, sichere Ausbildungsplätze, mehr Qualifizierung und mehr Zukunftsarbeitsplätze. Die Zukunft für uns bei VW ist unter Dach und Fach: Die Beschäftigungssicherung bei der Volkswagen AG wird bis zum Jahr 2029 verlängert. Das bedeutet zehn Jahre Schutz vor betriebsbedingten Kündigungen. Außerdem sollen nach und nach die nächsten Jahrgänge (ab 1962) für die Altersteilzeit freigegeben werden. (…) Die Beschäftigungssicherung wird um vier Jahre auf das Jahr 2029 verlängert. Und Arbeitsplätze, die durch eine intelligente Digitalisierung und Arbeitsorganisation oder durch Produktivitätssteigerungen entfallen, werden entlang der demographischen Kurve über die Altersteilzeit abgebaut. Auch dies war uns ein wichtiges Anliegen. Auch die Berufsausbildung gestalten wir gemeinsam zukunftsfähig. Neue Ausbildungsinhalte und -berufe geben jungen Menschen auch in Zukunft eine nachhaltige Perspektive. Der Ausbau der ‚Fakultät 73‘ auf 200 Plätze pro Jahr macht aus einem zukunftsweisenden Pilotprojekt, das universitäre Inhalte und praktische Ausbildung in der Softwareprogrammierung verbindet, einen langfristigen Teil der Ausbildung bei Volkswagen...” Meldung vom 05.06.2019 bei der IGM bei VW externer Link – siehe auch Details im Extrablatt der Betriebsratszeitung MITBESTIMMEN! externer Link – siehe dazu:

    • VW will immer noch 4.000 Arbeitsplätze und weitere Ausbildungsplätze vernichten – trotz oder wegen der vereinbarten Produktivitätssteigerung von 25%?
      “Als VW-Chef Herbert Diess im März bei der Belegschaftsversammlung in Wolfsburg die Vernichtung von 7.000 Arbeitsplätzen in der Verwaltung ankündigte, schlug ihm empörter Protest der 20.000 Kolleginnen und Kollegen entgegen. Jetzt hat sich der VW-Vorstand mit dem Gesamtbetriebsrat auf eine neue Vereinbarung geeinigt. „Wir haben für die Belegschaften unsere Hauptanliegen Beschäftigungssicherung und Altersteilzeit durchgesetzt,“ so der Gesamtbetriebsrats-Vorsitzende Bernd Osterloh. Statt der geplanten 7.000 sollen jetzt „nur noch“ 4.000 Arbeitsplätze im Verwaltungsbereich bis 2023 als Folge der Digitalisierung vernichtet werden. Dafür will der Konzern bis 2023 vier Milliarden Euro investieren. Die Arbeitsplatzvernichtung soll durch Ausdehnung der Altersteilzeit umgesetzt werden. Als „Gegenleistung“ versprach der VW-Vorstand, in allen Standorten bis 2029 auf „betriebsbedingte Kündigungen“ zu verzichten. Ein Vertrauensmann aus Wolfsburg dazu: „Was davon zu halten ist? Die Halbwertszeit der Gültigkeit von Vereinbarungen mit dem Vorstand sinkt gegen Null. Und dann sollen wir denen noch Zusagen für zehn Jahre glauben?“ (…) Zugestimmt hat der Betriebsrat auch einer Produktivitätssteigerung von 25 Prozent bis 2023, um die „Wettbewerbsfähigkeit des Konzerns zu sichern“, wie ein Konzernsprecher verkündete. Kein Wunder, dass der VW-Vorstand das vereinbarte Paket als „ausgewogenes Programm“ lobt. „Ausgewogen“ für VW, zur Sicherung seiner Position als Weltmarktführer und zur Dämpfung der Klassenwidersprüche. „Das bedeutet eine Steigerung der Ausbeutung um 25 Prozent. Wir gehen heute schon auf dem Zahnfleisch. Und alles nur für den Profit von VW”, so eine Kollegin vom Band. Es wächst auch die Kritik an der Co-Management-Politik der reformistischen Betriebsratsspitze. „Ich bin doch nicht in der Gewerkschaft, um mir immer wieder anhören zu müssen, dass angeblich mehr nicht drin war,“ kritisiert eine Kollegin…” Korrespondentenbericht vom 7. Juni 2019 bei Rote Fahne News externer Link
  • Arbeitsplatzsicherheit zentrales Thema der VW-Betriebsräteversammlung 
    300 Betriebsräte – eine zentrale Botschaft: Beschäftigungssicherung und Wirtschaftlichkeit bleiben bei Volkswagen gleichrangige Unternehmensziele! [Sic!] (…) Zum Beschäftigungsaspekt der E-Mobilität sagte Bratzel: „In einem optimistischen Szenario halten wir für das Jahr 2030 einen Elektro-Anteil von 50 Prozent bei den Neuwagenverkäufen für erreichbar. Das würde unseren Berechnungen zufolge Arbeitsplatzverluste zwischen 15 und 20 Prozent netto bedeuten. Der Abbau der Beschäftigung wird also kommen, fraglich ist nur das Tempo. Und diese Entwicklung muss man sozial abfedern. Dabei spielen Sie als Betriebsräte eine enorm wichtige Rolle“, sagte Bratzel. Osterloh machte klar, dass die Arbeitnehmer bei Volkswagen voll hinter dem Ziel emissionsfreier Mobilität stehen. „Es muss aber klar sein, dass unabhängig vom technischen Weg dahin die Sicherung der Arbeitsplätze garantiert ist.“ Osterloh sagte weiter, dass die Kunden neben reinen Batteriefahrzeugen noch über Jahre auch Hybride und sparsame Diesel und Benziner nachfragen werden. „Diese Kunden dürfen wir [Sic!] nicht verlieren“, erklärte er. In einer Onlineumfrage im Saal machten viele Betriebsräte klar, dass sie beim Umstieg in die E-Mobilität  Risiken sehen und forderten an dieser Stelle Solidarität unter Marken, Standorten und Gesellschaften. Außerdem sprachen sie sich für den Einstieg in neue Geschäftsmodelle aus…” Bericht vom 04.04.2019 bei IG Metall bei Volkswagen externer Link
  • Volkswagen verschärft Sparkurs 
    “Vom Genfer Autosalon Anfang März meldete sich der Sprecher des Porsche-Piech-Clans, Wolfgang Porsche, mit einer Kriegserklärung an die Belegschaft, die Gewerkschaft und den Betriebsrat von VW: Behäbig seien die Wolfsburger Autobauer geworden. „Ich habe ja nichts gegen die Mitbestimmung, aber…“ so der Enkel des Nazi-Wehrwirtschaftsführers Ferdinand Porsche und mit zwölf Milliarden Euro Vermögen einer der Superreichen. Der ganze Clan wird auf weit über 40 Milliarden Euro geschätzt und ist mit 52,2 % der Stammaktien der Hauptaktionär des VW-Konzerns. „Wir sind nicht das Paradies, sondern ein Unternehmen. Alle Investitionen müssen sich rechnen“ ließ er die Presse wissen – und meinte doch nur den Profit. Die für 2019 vorgesehene Ausschüttung von mehr als zwei Milliarden Euro an die Eigner ist ihm offensichtlich zu wenig. Der Verkaufsrekord von 10 Mio. Fahrzeugen und der Gewinn nach Steuern von 12,2 Mrd. Euro sollen noch gesteigert werden. Rauf mit Produktivität, mit Absatz und Rendite, runter mit den Arbeitsplätzen, es ist immer das gleiche Lied – bei VW, BMW, Daimler, Opel, Ford, Galeria-Kaufhof usw. Das entspricht kapitalistischer Logik. (…) Grund für den Stellenabbau sei die Umstellung auf Elektro. In den kommenden zehn Jahren plant der Konzern rund 70 neue Elektromodelle auf den Markt zu bringen. Statt der bisher geplanten 15 Millionen sollen dann 22 Millionen elektrisch betriebene Fahrzeuge produziert werden. Vier von 10 Autos sollen dann Elektroautos sein. Das Problem: „Ein E-Auto lässt sich mit etwa 30 Prozent weniger Aufwand herstellen als ein Verbrenner“, sagte Konzernchef Herbert Diess auf der Pressekonferenz. „Das heißt: Wir werden Arbeitsplätze abbauen“. Und schickte sofort die Drohung hinterher: es werde schwer, dieses Ziel nur mit Fluktuation und Altersteilzeit zu schaffen. Gesamt- und Konzernbetriebsratsvorsitzender Bernd Osterloh sieht die Probleme vor allem in Managementfehlern (…) Das ist alles richtig und es ist notwendig, dass der Betriebsrat den Finger in diese offene Wunde legt. Aber ausreichend ist es nicht. Denn mal angenommen, alle Manager aller Autofirmen machten keine Fehler mehr und könnten am möglichen Limit produzieren lassen: Wären dann die Probleme der bestehenden Überkapazitäten gelöst? Oder verstärkten sie sich dann nicht noch dramatisch? Ist es nicht stattdessen höchste Zeit, über eine Arbeitszeitverkürzung zumindest in der hochproduktiven Automobilindustrie nachzudenken, die in Europa von weniger als einer Handvoll Konzerne beherrscht wird?…” Beitrag von Werner Hensel & Alfred Hartung vom 23. März 2019 beim isw externer Link
  • Wolfsburger »Sparkurs«: Klarstellung bei VW. Betriebsversammlung: Konzernpläne setzen auf Jobvernichtung. Betriebsrat fordert Arbeitsplatzgarantie bis 2028 
    High Noon auf der VW-Betriebsversammlung am Mittwoch in Wolfsburg. Deutlich mehr Beschäftigte als üblich wollen Klarheit über ihre Zukunft. Die Halle 11 im Stammwerk musste geschlossen werden, viele Mitarbeiter verfolgten das Geschehen draußen über Bildschirme. Konzernchef Herbert Diess stellte seine neuesten Pläne vor. Und die bergen sozialen Zündstoff. Die Volkswagen AG ist nicht arm. Die Bilanz des Automobilriesen für 2018 weist einen Gewinn nach Steuern von knapp zwölf Milliarden Euro aus. Die Dividende steigt um 25 Prozent auf 4,80 Euro pro Aktie – doch davon profitieren wenige: Die Hälfte der Stammaktien besitzt seit rund zehn Jahren der Porsche-Piëch-Clan, der VW über die Porsche-Holding im Griff hat. Dagegen nehmen sich die acht Millionen Euro Jahresgehalt für den Vorstandschef fast bescheiden aus. Der darf dafür jetzt den Jobkiller geben und kündigte kürzlich an: Neben den bereits geplanten 23.000 Entlassungen werden nunmehr bis zu 7.000 weitere Stellen in der Wolfsburger Verwaltung »eingespart«. Also vernichtet. (…) Der Vorsitzende des Gremiums, Bernd Osterloh, forderte am Mittwoch für die Kernmarke VW Pkw zehn Jahre Beschäftigungssicherung bis Ende 2028. Dies sei die Bedingung für den »digitalen Umbau des Unternehmens«. Osterloh sitzt auch im mächtigen Aufsichtsratspräsidium des Konzerns. Hat er nichts gewusst? Jetzt bemüht er sich den Unmut der Beschäftigten zu beschwichtigen. (…) Nach den durch Rabatte und eine Aufblähung der Eigenzulassungen geschönten Absatzzahlen des Jahres 2018 kann sich diese Entwicklung schnell zu einer großen Krise auswachsen – es geht in der kapitalistischen Konkurrenz immer um die Liquidierung anderer Hersteller, um selbst Marktanteile zu gewinnen. Die vereinbarte Bildung von Konsortien für die Batteriezellenproduktion oder zur gemeinsamen Vermarktung von Mobilitätsdienstleistungen sind Vorboten einer schnelleren Konzentration bzw. Monopolbildung in der deutschen Autoindustrie. Das sind keine guten Aussichten für die Beschäftigten. Jetzt soll offenbar eine weitere »Sicherungszusage« die Gemüter der Arbeiter beruhigen. Gelten solle diese für alle deutschen VW-Standorte: »Wir wollen hier gleiche Sicherheit für alle Volkswagen-Beschäftigten«, so Osterloh. Damit würden die bisherigen Regelungen angeglichen – bislang gibt es die Garantie bis Ende 2025 aus dem letzten »Sparprogramm« namens »Zukunftspakt« sowie die Beschäftigungssicherung bis Ende 2028 für die Werke Emden und Hannover…” Artikel von Stephan Krull in der jungen Welt vom 21.03.2019 (im Abo) externer Link, siehe auch den Bericht von der Betriebsversammlung bei den Rote-Fahne-News externer Link
  • [“Ergebnisverbesserungsprogramm” soll bis zu 7000 Arbeitsplätze kosten] Bernd Osterloh: VW-Markenvorstand kann eigene Zahlen nicht erklären 
    Bis zu 7000 Arbeitsplätze soll ein neues Sparprogramm bei VW angeblich kosten. Der Haken an der Sache: Der Zahl fehlt die Grundlage. Der Vorstand der Marke Volkswagen hat heute bei der Jahrespressekonferenz Pläne für ein sogenanntes “Ergebnisverbesserungsprogramm” vorgestellt. Der Volkswagen-Gesamtbetriebsratsvorsitzende Bernd Osterloh äußerte sich dazu gegenüber der Presse wie folgt: „Der Vorstand hat sich bisher geweigert, die Jahrgänge nach 1961 für die Altersteilzeit freizugeben, obwohl viele Kolleginnen und Kollegen nach einem langen und harten Arbeitsleben darauf warten. Gut, wenn sich das jetzt endlich ändert. Allerdings muss der Vorstand wissen, dass es bei den Angeboten zur Altersteilzeit keinen Unterschied zwischen Verwaltung und Produktion geben kann. Der Betriebsrat will nicht, dass der Vorstand eine Zwei-Klassen-Belegschaft einführt – die einen bekommen ATZ, die anderen nicht. Für uns gibt es nur eine Belegschaft, nämlich die von VW. Wichtig ist es außerdem, den zweiten Schritt nicht vor dem ersten zu gehen. Wir müssen jetzt eine Betriebsvereinbarung abschließen, die unsere Informations- und Mitbestimmungsrechte regelt. Neu- und Weiterqualifizierung müssen dabei im Vordergrund stehen. Diese „Roadmap Digitalisierung“ haben wir übrigens schon 2017 gefordert.Beim dann möglichen Abbau von entfallenden Arbeitsplätzen über die demografische Kurve sind zwei Dinge wichtig: Unsere Beschäftigungssicherung gilt mindestens bis Ende 2025. Und Altersteilzeit kann es nur nach dem Prinzip der doppelten Freiwilligkeit geben: Die jeweilige Aufgabe muss entfallen und betroffene Kolleginnen und Kollegen müssen früher in den Ruhestand wollen. Andernfalls haben sie Anrecht auf eine andere Aufgabe, die ihren Fähigkeiten entspricht – und für die falls nötig qualifiziert wird.“ (…) Fakt ist: Hirngespinste von externen Unternehmensberatungen werden wir nicht akzeptieren.“” Pressemitteilung vom 13.03.2019 bei der IG Metall bei Volkswagen externer Link, siehe dazu:

    • Volkswagen will 7.000 Jobs streichen. VW Pkw will Profit um 5,9 Milliarden Euro jährlich steigern. Gespart wird beim Personal
      Der Volkswagen-Konzern will bei seiner Kernmarke VW Pkw in den nächsten fünf Jahren 5.000 bis 7.000 Angestellte entlassen, teilte das Unternehmen am Mittwoch in Wolfsburg mit. Die allgemeinen Sachkosten und der Personalbedarf in der Verwaltung sollten um 15 Prozent gesenkt werden. Grund für den Stellenabbau ist die Umstellung auf Elektro – in den kommenden zehn Jahren plant der Konzern rund 70 neue Elektromodelle auf den Markt zu bringen. Statt der bisher geplanten 15 Millionen sollen dann 22 Millionen elektrisch betriebene Fahrzeuge produziert werden, vier von zehn Autos sollen dann Elektroautos sein. (…) Das Management wolle bei seinen Sparmaßnahmen »konstruktiv« mit dem Betriebsrat zusammenarbeiten. Betriebsratschef Bernd Osterloh forderte, die Altersteilzeit solle nicht nur für Mitarbeiter in der Verwaltung, sondern auch in der Produktion offenstehen. Altersteilzeit könne es zudem nur nach dem Prinzip der »doppelten Freiwilligkeit« geben: »Die jeweilige Aufgabe muss entfallen, und betroffene Kolleginnen und Kollegen müssen früher in den Ruhestand wollen.« Andernfalls hätten sie Anrecht auf eine andere Aufgabe, die ihren Fähigkeiten entspricht – und für die sie, falls nötig, weitergebildet werden müssen. Osterloh verwies zudem auf die Beschäftigungssicherung, die noch »mindestens bis 2025« betriebsbedingte Kündigungen ausschließt. In den kommenden drei Jahren rechnet der fürs Tagesgeschäft zuständige Manager Ralf Brandstätter bei den wegfallenden Stellen insgesamt sogar mit rund 11.000 Arbeitsplätzen. Bereits 2016 hatte Volkswagen Kostensenkungen bis 2020 um 3,7 Milliarden Euro festgelegt. Weltweit hatte das Unternehmen dafür die Streichung von 30.000 Stellen beschlossen, 23.000 davon in Deutschland. Hintergrund ist, dass VW derzeit viel Geld in moderne IT-Systeme investiert. Das Geld dafür möchte man beim Personal einsparen…” Artikel in der jungen Welt vom 14.03.2019 externer Link
    • VW möchte bis zu 7000 Stellen streichen. Deutsche Politiker sollen davon aber nicht betroffen sein” ZDF heute-show am 13.3.2019 bei Twitter