1. Internationale Automobilarbeiterkonferenz vom 15. bis 18. Oktober 2015 in Sindelfingen/Deutschland

1. Internationalen Automobilarbeiterkonferenz vom 15. bis 18. Oktober 2015 in Sindelfingen/DeutschlandVom 14. bis 18. Oktober findet in Maichingen/Sindelfingen die erste Internationale Automobilarbeiterkonferenz statt. Die Automobilarbeiterkonferenz ist überparteilich und selbstorganisiert,um die internationale Einheit der Automobil- und Zulieferer-Arbeiter/innen aufzubauen, um zur stärkere Kraft zu werden. Unser Ziel ist die länderübergreifende Koordinierung und Kooperation der Kämpfe, ein regelmäßiger Informations- und Erfahrungsaustausch, Verweigerung von Streikbrecherarbeiten und die Stärkung der gemeinsamen gewerkschaftlichen Organisiertheit. Arbeiter und Gewerkschafter aus rund 20 Ländern und den wichtigsten Automobil- und Zulieferkonzernen haben ihre Teilnahme zugesagt. Siehe dazu die Aktionsseite externer Link und hier:

  • CONFERENZA INTERNAZIONALE DEGLI OPERAI DELL’INDUSTRIA AUTOMOBILISTICA
    Wir Arbeiter der Metallindustrie, auch wenn wir nicht der Automobilindustrie angehören, teilen vollumfänglich, was die Automobilarbeiter, die sich am 17. Oktober 2015 in Sindelfingen versammelten, geschrieben, bezeugt und aufgebaut haben. Wir unterschreiben das Dokument und werden es in einer möglichst grossen Anzahl Fabriken verbreiten. Wir sind überzeugt, dass diese Resolution die Grundlage einer gemeinsamen Arbeit sein kann. Wir werden im Rahmen unserer Kräfte an den künftigen Konferenzen, die von der Koordination angesagt werden, teilnehmen. Dabei werden wir unsere kämpferische Solidarität, unsere Kampferfahrungen und unseren Standpunkt zum Aufbau einer internationalen Partei der Arbeiter einbringen. Arbeiter und Delegierte einiger italienischer Metallbetriebe, Sesto San Giovanni, 22.10.2015Dt. Übersetzung der Erklärung italienischer Metallarbeiter externer Link (aus dem Umfeld der INNSE-Arbeiter) zur Gründungsresolution der internationalen Automobilarbeiterkoordination, zweisprachig veröffentlicht bei Operaicontro am 7.11.2015

  • Gründungsresolution der internationalen Automobilarbeiterkoordination: Wir Automobilarbeiter übernehmen Verantwortung für unsere Zukunft!
    Voller Stolz, nach 17 Jahren fruchtbarer Zusammenarbeit, können wir heute sagen: „Die Zeit ist reif für die Gründung einer „Internationalen Automobilarbeiterkoordination.“ Wir brauchen diesen weltweiten Zusammenschluss der Arbeiterinnen und Arbeiter der Automobil- und Zulieferindustrie, eng verbunden mit unseren Familien und Unterstützern.
    Getrieben vom internationalen Konkurrenzkampf um Weltmarktführerschaft streben die multinationalen Automobilkonzerne nach Maximalprofit auf Kosten der Arbeitenden und der Natur. Sie erpressen und drohen den Arbeiter/innen, vernichten Arbeitsplätze, schließen Werke, kürzen Löhne und Gehälter und steigern die Arbeitshetze. Krisenzeiten nutzen sie zur Verschärfung der Ausbeutung, zur Kürzung oder Streichung gewerkschaftlicher Rechte und laden die Lasten der Krise auf die Beschäftigten ab. In verschiedenen Ländern haben wir viele Kämpfe und Streiks geführt, um dieser Lage entgegen zu treten, das Recht der Arbeiter zu verteidigen, sich zu organisieren, und Arbeitsplätze, Löhne und Gehälter zu verteidigen. Wir wollen unsere Erfahrungen und Erkenntnisse austauschen, unsere Organisiertheit stärken und Kämpfe international fördern und koordinieren
    …” Gründungsresolution vom 23. Oktober 2015 externer Link
  • „Wir verbreiten den Offensivgeist dieser Konferenz in den Belegschaften und Gewerkschaften aller Länder!“
    Selbstbewusstsein, große Kampfbereitschaft, gegenseitiges Vertrauen, großer Stolz und viel Freude über die Erfolge der 1. Internationalen Automobilarbeiterkonferenz, an der viele IGM-Mitglieder und -Funktionäre teilnahmen – all das war unter den 500 Teilnehmern des internationalen Kulturfestes im Bürgerhaus Sindelfingen/Maichingen am Samstag mit Händen zu greifen. (…) Auf dem Abschlussplenum am Sonntag berichte Jörn Kleffel allen Teilnehmern von der erfolgreichen Gründung der Automobilarbeiterkoordinierung nach 17 Jahren gewachsener Zusammenarbeit. „Wir haben die Verpflichtung übernommen, uns gegenseitig in den Kämpfen zu unterstützen und zu fördern. Das ist einmalig!“ So nimmt Nihil Mehta nach Indien die Gewissheit mit, dass jetzt Kollegen aus 18 Ländern den Kampf gegen die Schließung des GM Werkes in Halol/Indien zu ihrer Sache machen. 41 Delegierte aus 18 Ländern haben bereits am Samstagnachmittag einstimmig, die mit 26 Anträgen noch verbesserte Gründungsresolution beschlossen. (…) Auch die Verabschiedung von Organisationsprinzipien der Automobilarbeiterkoordinierung zeigte das große, in Jahren gewachsene Vertrauen. Und es wurden gleich Nägel mit Köpfen gemacht und eine 10- köpfige Internationale Koordinierungsgruppe und zwei Revisoren gewählt – mit Mitgliedern aus Südafrika, Kolumbien, Brasilien, Spanien, Italien und Deutschland…” Die Pressemitteilung vom 20.10.2015 externer Link über den erfolgreichen Abschluss der 1. Internationalen Automobilaterkonferenz in Sindelfingen/Maichingen
  • Ablauf und Zeitplanung der 1. Internationalen Automobilarbeiterkonferenz
    Der Flyer mit dem Ablauf und der Zeitplanung der 1. Internationalen Automobilarbeiterkonferenz ist auf der Aktionsseite zum Download externer Link erschienen
  • Infobrief Nr. 11: Letzte Hinweise und Infos vor der 1. IAC
    Liebe Kolleginnen und Kollegen, der Skandal um Manipulationen der Abgaswerte bei VW zeigt schlaglichtartig die Notwendigkeit auf, das kapitalistische System zu überwinden. Es ist ein besonderer Trumpf unserer Konferenz dass wir schon 2009 die Verantwortung für den Kampf zum Erhalt der Lebensgrundlagen der Menschheit übernommen haben. Im Entwurf der Gründungsresolution für die 1. IAC steht: „Wir sind Fachleute einer hochentwickelten Produktionsweise, erleben aber, wie sie sich unter der Fessel der kapitalistischen Verhältnisse gegen uns kehrt und die Einheit von Mensch und Natur zunehmend zerstört. Das Ziel der Autokonzerne, die jährliche Fahrzeugproduktion auf 100 Mio. zu erhöhen, weiter auf fossile Brennstoffe zu setzen und immer größere Warenströme auf der Straße zu transportieren, treibt in vollem Wissen in den Kollaps des Weltklimas. Es sind dieselben Konzerne, die Arbeitsplätze vernichten und mutwillig die Zerstörung der Lebensgrundlagen der Menschheit und eine globale Umweltkatastrophe riskieren.“ Besonders deutlich wird am Beispiel VW die Verbindung der Monopole, des Staates und der sozialpartnerschaftlich mit ihnen zusammenarbeitenden Gewerkschaftsführern…” Infobrief Nr. 11 vom 05. Oktober 2015 externer Link der Deutschen Koordinierungsgruppe zur Vorbereitung der 1. Internationalen Automobilarbeiterkonferenz (1.IAC)