Wirtschaftsdemokratie, Rätedemokratie und freie Kooperationen
Einige vorläufige Überlegungen von Alex Demirovic , erschienen in Widerspruch, Beiträge zu sozialistischer Politik, Heft 55 – wir danken für die exklusive Freigabe!
Widerspruch, Beiträge zu sozialistischer Politik, Heft 55, hat den Schwerpunkt „Demokratie und globale Wirtschaftskrise“ – siehe dazu:
- weitere Infos auf der Verlagshomepage

- Die Krise und die Linke: Demokratisieren statt privatisieren
„Wie viel Demokratie braucht die Wirtschaft? Wie sähe eine Wirtschaftsdemokratie aus? Die neuste Ausgabe des «Widerspruchs» liefert ein paar mögliche Antworten…“ Besprechung von Carlos Hanimann in der WOZ vom 19.02.2009 
Die richtigen Fragen stellen
„Das ist die Geschichte einer Frau in Kanada, die begann, wirtschaftliche Fragen zu untersuchen. Die Schwierigkeiten, denen sie dabei begegnete, brachten sie zu der Schlussfolgerung, dass bestimmte Fragen nicht theoretisch, sondern nur praktisch beantwortet werden können, durch Menschen wie sie selbst. Zu dieser Erkenntnis hätte auch irgend jemand sonst, Mann oder Frau, an einem beliebigem Ort kommen können…“ Artikel von Ingo Schmidt in der Übersetzung von Hans-Frieder Hirsch und Eva-Maria Bach vom Februar 2009 . Der Beitrag ist zuerst unter dem Titel "Getting the Questions Right" in Monthly Review erschienen
Protektionismus: Gegen einseitige Hilfe
"Mit großer Sorge" verfolgt der Europäische Metallgewerkschaftsbund (EMB) die Konjunkturprogramme, die von den EU-Mitgliedstaaten aufgelegt werden. In den Kriterien für ihre Rettungspakete, die "insbesondere die Automobilbranche" beträfen, formulierten die Regierungen "Ausschließlichkeitskriterien", rügt die Dachorganisation der Metallgewerkschaften in einem Brief an Günter Verheugen. Die Gewerkschafter machen den EU-Industriekommissar darauf aufmerksam, dass die schwedische Regierung klargestellt habe, sie werde dem Autobauer Volvo nur dann öffentliche Hilfen gewähren, "wenn Volvo ein neues Modell in Schweden produziert". Vorbereitungen für den Bau des Fahrzeugs in Belgien stoppte das Management darauf hin. In Frankreich habe Staatspräsident Nikolas Sarkozy klargestellt, dass Firmen, die im Land Produktionsstätten schließen, keine staatliche Unterstützung erwarten dürften. Das mache, folgert der EMB Schließungen von Renault-Werken etwa in Spanien wahrscheinlich…“ Artikel von Werner Nalsen in der Frankfurter Rundschau vom 03.02.2009 . Siehe dazu:
Auf der langen Welle aus der Sackgasse
Beginn eines neuen Kondratjew-Zyklus: Macht die Finanzkrise den Weg in einen sozialen Ökokapitalismus frei? Artikel von Rainer Land in Freitag vom 20.11.2008 
"Kehrseite einer Vision -Geschäfte mit Mikrokrediten"
„Die Idee, Armen in der sogenannten Dritten Welt mit Kleinkrediten zu helfen, sich eine eigene Existenz aufzubauen, entstand in den 80er-Jahren. Zwei Jahrzehnte später, im Jahr 2006, erhielt Muhammad Yunus aus Bangladesch dafür den Friedensnobelpreis. Aber diese Kleinstkredite sind umstritten: Mikrofinanzunternehmen wird vorgeworfen, sie würden vor allem für den Profit der Banken und ihrer Anleger arbeiten und Ratenzahlungen mit unlauteren Methoden erzwingen. In Indien zum Beispiel haben 11 Millionen Arme, meist Frauen, Darlehen aufgenommen. Die Kreditunternehmen haben wohlklingende Namen wie Share - das heißt "Teilen", "Asmitha" - "Stärke", "Spandana" - "Herzschlag". Doch sie fordern Zinssätze von bis zu 27 Prozent. Das sind doppelt so viel wie für einen teuren Überziehungskredit auf einem deutschen Girokonto. Für die Kreditnehmerinnen in Indien kann das verheerende Auswirkungen haben..." Die SWR 2 Wissen-Sendung von Gerhard Klas (am Dienstag, 25.11.2008, 08.30 bis 8.58 Uhr) ist auch per podcast zu hören bzw. das Manuskript im Internet runterzuladen 

16-Punkte-Hilfsprogramm. Merkel beruft Konjunkturgipfel im Kanzleramt ein
„Jetzt schaltet sich die Kanzlerin ein: Angela Merkel lädt die Spitzen von Wirtschaft und Gewerkschaften für Mittwoch zum Krisengipfel ins Kanzleramt. Sie will einem ZDF-Bericht zufolge für ihr geplantes 16-Punkte-Konjunkturpaket werben - das schon kurz zuvor im Kabinett beschlossen werden soll…“ Artikel bei Spiegel online vom 02.11.2008 . Siehe dazu:
Der fliegende Teppich. Keynesianische Nostalgie als Krisenrezept?
Eine Antikritik von Robert Kurz in Freitag vom 19.09.2008 . Aus dem Text: „…Eine Wiederbelebung des Keynesianismus der siebziger Jahre gleicht dem Versuch, Hustenbonbons gegen Lungenkrebs zu verordnen. In dieser Situation macht es keinen Sinn, unter bedingungsloser Akzeptanz der kapitalistischen Daseinsbedingungen den staatlichen Dienstweg für die Ankurbelung der Verwertungsmaschine als einzige Möglichkeit zu behaupten. Es gilt stattdessen das Bewusstsein für die Notwendigkeit einer sozialen Gegenbewegung zu wecken, die sich nicht die Unrentabilität der eigenen Existenz vorrechnen lässt. Auch wenn eine Systemalternative nicht voraussetzungslos aus dem Hut gezaubert werden kann, wäre es ein wichtiger Schritt, ohne Rücksicht auf das herrschende Realitätsprinzip unverhandelbare Lebensinteressen geltend zu machen…“
Wir sind ein Volk von Turbokapitalisten
Video-Ausschnitt aus der Sendung "Neues aus der Anstalt" (ohne Datum) mit Hagen Rether bei youtube
Zitat der 36./2008-Woche zur Konjunkturabhängigkeit der Tarifforderungen der DGB-Gewerkschaften
„Abschwung angekommen
Berlin: Wie Bundeskanzlerin Merkel heute auf einer Pressekonferenz unmittelbar nach der Rückkehr aus ihrem Sommerloch erklärte, gebe es anstelle eines Aufschwungs nun einen Abschwung in Deutschland. Die Bundeskanzlerin versicherte allerdings, daß es – im Unterschied zum Aufschwung –dieses Mal garantiert gelingen werde, daß dieser ganz unten ankommt. Für die deutsche Wirtschaft gebe es allerdings auch weiterhin keinen Aufschwung zur Besorgnis, weil die Profite von gestern durch den erfolgten Lohnabbau bestimmt noch die Profite von übermorgen bleiben.“
Aus: Deutsche Einheit(z)-Textdienst von Werner Lutz 9/2008
Neoliberalismus. Analysen und Alternativen
Mit der vorliegenden Publikation (Hrsg.: Butterwegge, Christoph / Lösch, Bettina / Ptak, Ralf. 2008. 420 S. Geb., ISBN: 978-3-531-15186-1) werden erstmals verschiedene Ansätze der Neoliberalismusforschung im deutschsprachigen Raum zusammengeführt und gebündelt. In 21 Beiträgen setzen sich Autor(inn)en verschiedener Fachdisziplinen mit grundlegenden Fragen des neoliberalen Projekts, den Gründen seiner Wirkungsmächtigkeit, der widersprüchlichen Rolle des Staates und den Voraussetzungen und Ansätzen für eine postneoliberale Agenda auseinander. Siehe dazu:
Der magersüchtige Exportweltmeister. Die globale Wirtschaftskrise wird die exportfixierte deutsche Wirtschaft besonders hart treffen
„Dominosteinen gleich fallen immer mehr Volkswirtschaften der globalen Wirtschaftskrise zum Opfer, die durch das Platzen der Spekulationsblase auf dem Immobilienmarkt der USA ausgelöst wurde. Neben den Vereinigten Staaten selbst ist auch Großbritannien betroffen, das einen ähnlichen kreditfinanzierten Immobilienboom erlebte und nun auf eine Rezession zusteuert. Selbst das von einem dekadenlangen, atemlosen Wachstum ergriffene China meldet eine Verlangsamung seines Wachstumstempos. Die exportorientierte japanische Volkswirtschaft kommt inzwischen nahezu zum Erliegen. Das "neueste Opfer" der Krise ist aber Spanien, das sich mit der größten Pleite der Wirtschaftsgeschichte des Landes konfrontiert sieht…“ Artikel von Tomasz Konicz in telepolis vom 26.07.2008 
Mit Vollgas gegen die Wand. Warum das derzeit herrschende Wirtschaftssystem die anstehenden, zivilisationsbedrohenden, globalen Probleme nicht lösen kann
„So langsam macht sich angesichts der permanent steigenden Preise für Rohstoffe, Lebensmittel und Energieträger so etwas wie Panik breit. Inzwischen hätten an die 85 Prozent aller Deutschen "regelrecht Angst" vor der anhaltenden Teuerung, ermittelte eine im Auftrag der ARD durchgeführte Umfrage. Jeweils um die Hälfte der an der Befragung beteiligten Personen gab an, bereits jetzt beim Autofahren und bei Lebensmitteln zu sparen und pessimistisch in die Zukunft zu blicken…“ Artikel von Tomasz Konicz in telepolis vom vom 13.07.2008 
Cluster. Die neue Etappe des Kapitalismus
Buch von Detlef Hartmann und Gerald Geppert (Verlag Assoziation A, ISBN 978-3-935936-62-0, April 2008, 14 €). Siehe dazu:
- Infos beim Verlag Assoziation A

- Das empfehlenswerte Vorwort

- Selbstaktivierung. Detlef Hartmann und Gerald Geppert analysieren Managementstrategien
Rezension von Gerhard Hanloser in junge Welt vom 09.06.2008
" ... des Lied ich sing! Das Frühjahrsgutachten der Institute zur Konjunktur
Eine Kritik von Winfried Wolf, erschienen in Lunapark21 - „Zeitschrift zur Kritik der globalen Ökonomie“ - Nummer 2, exklusiv im LabourNet Germany. Zur gesamten, neuen Nummer 2 siehe die Homepage der Zeitschrift 
Wirtschaft verdient an der Armut
„Textil-Discounter, Budget-Hotels und Kleinwagen-Hersteller machen schon jetzt gute Geschäfte. Die Wirtschaft hat sich längst auf die wachsende Armut in Deutschland eingestellt…“ Artikel von Yasmin El-Sharif, Maren Peters und Juliane Schäuble im Tagesspiegel vom 20.5.2008
Das Dilemma der deutschen Wirtschaftsordnung
„Nicht nur die Mehrheit der Bundesministerien sitzt noch immer in Bonn, sondern auch die Bundeszentrale für politische Bildung, eine laut Erlaß „nichtrechtsfähige Bundesanstalt im Geschäftbereich des Bundesministeriums des Innern“, - bereits 1952 gegründet. Eigenwerbung: „Unsere Grundsätze sind Überparteilichkeit und wissenschaftliche Ausgewogenheit.“..“ Kommentar von Hans Horn
vom 24.11.07zu der Ausgabe 294 der Informationen zur politischen Bildung
Die Schock-Strategie. Der Aufstieg des Katastrophen-Kapitalismus
Buch von Naomi Klein, erschienen im S. Fischer Verlag und aus dem Englischen übersetzt von Hartmut Schickert und Michael Bischoff und Karl Heinz Siber (Preis € (D) 22,90/Preis SFR 40,40 (UVP), 768 Seiten, gebunden, ISBN 978-3-10-039611-2). Siehe dazu:
- Informationen und Bestellmöglichkeit
beim Fischerverlag sowie Infos zur Autorin und weitere Hinweise ebd.
- Blank is beautiful. Drei Jahrzehnte des weltweiten Plattmachens und Wiederaufbauens
Inhaltsverzeichnis und Einleitung von Naomi Klein – exklusiv im LabourNet Germany
- Naomi Klein deckt die „Meister-Erzählung“ und die Gewalt des Neoliberalismus auf. Doch „Die Schock-Strategie“ missfällt besonders deutschen Medienmännern.
Rezension der Rezensionen von Brigitta Huhnke vom 21.10.2007
- The Shock Doctrine Short Film

- Homepage von Naomi Klein

- Interviews mit und ein Beitrag von Naomi Klein
- Übersetzung und Einführung durch Brigitta Huhnke bei NachDenkSeiten
- Alan Greenspan vs. Naomi Klein on the Iraq War, Bush's Tax Cuts, Economic Populism, Crony Capitalism and More Monday
Interview von Amy Goodman vom September 24th, 2007 bei Democracy now!
Christoph Butterwegge u.a.: Kritik des Neoliberalismus
Keine andere Wirtschafts- und Gesellschaftstheorie beherrscht die Tagespolitik, aber auch die Medienöffentlichkeit und das Alltagsbewusstsein von Millionen Menschen fast auf der ganzen Welt so stark wie die neoliberale. Die Publikation versteht sich als kritische Einführung in den Neoliberalismus, skizziert seine ökonomischen Grundlagen und stellt verschiedene Denkschulen vor. Anschließend werden die Folgen neoliberaler Politik für Sozialstaat und Demokratie behandelt, etwa im Hinblick auf Maßnahmen zur Privatisierung öffentlicher Unternehmen, staatlicher Aufgaben und persönlicher Lebensrisiken. Das Buch richtet sich an Leser/innen, die nach Informationen über den Neoliberalismus, guten Argumenten für die Debatte darüber und gesellschaftspolitischen Alternativen suchen. Siehe dazu:
- Die Verlagshomepage zum Buch
Die Homepage zum Buch mit den Bestellmöglichkeiten. Das Buch ist soeben im VS-Verlag erschienen, kostet 12,90 €, hat 298 Seiten und die ISBN: 978-3-531-15185-4
- Das Inhaltsverzeichnis

- Christoph Butterwegge: Wie der Neoliberalismus das Gerechtigkeitsempfinden verändert
Vom Verfasser überarbeiteter Auszug aus: „Kritik des Neoliberalismus“ exklusiv im LabourNet Germany . Wir danken dem Autor und dem Verlag
- Privatisierung des Wohlfahrtsstaates gefährdet Demokratie
Interview von Michael Klarmann mit dem Politikwissenschaftler Christoph Butterwegge auf telepolis vom 14.08.2007
Der tödliche Stachel der Konkurrenz
„Von Politikern wird das Wettbewerbsprinzip gepriesen und Unternehmer und ihre Interessenverbände verweisen auf die hohe Wettbewerbsintensität, die keine Spielräume für das Soziale noch ließen. Dagegen spielen in der öffentlichen Diskussion Unternehmensübernahmen (Fusionen), Konzentrationsprozesse und immer mehr Marktmacht von Unternehmen so gut wie keine Rolle mehr…“ Dokumentation von Heinz-J. Bontrup in Frankfurter Rundschau vom 11.08.2007
Kapitalismus und Korruption. Zur politischen Ökonomie des Schwindels
„"Enrichissez vous" - Bereichert Euch! Mit dieser Parole kam das Juste Milieu des Großbürgertums, der Geldaristokratie einst in Frankreich zur Macht. Ein unschlagbares Programm von genialer Kürze. Wer sich bereichert, wie schamlos auch immer, nützt nicht nur sich selbst, sondern erweist dem Vaterland einen unschätzbaren Dienst - diese Botschaft hörten ManagerInnen und KapitaleigentümerInnen nur zu gerne…“ Artikel von Michael R. Krätke in ak - analyse & kritik - Zeitung für linke Debatte und Praxis vom 19.1.2007
Wir brauchen Wachstum!
mp3-Mitschnitt einer Diskussionsveranstaltung der Zeitschrift GegenStandpunkt am 09.11.2006 in Nuernberg mit Peter Decker
Profitabel - Wie die Industrie an Gesetzen mitstrickt
„… "Lobbyisten versuchen, die Politik zu beeinflussen, um ihrem Arbeitgeber Vorteile zu verschaffen. Dazu sprechen sie auch in Ministerien vor. Manche Lobbyisten haben das gar nicht mehr nötig - sie sind nämlich schon da. Ja, richtig, das ist neu: Lobbyisten haben in unseren Ministerien mittlerweile eigene Büros - Tür an Tür mit Regierungsbeamten und ... mit eigener Durchwahl, und schreiben an Gesetzen mit. Bezahlt werden sie von ihren Unternehmen. Leihbeamte - gut für die Wirtschaft, schlecht für Bürger…“ Bericht von Ralph Hötte, Kim Otto, Markus Schmidt, Matthias Veit als Text der MONITOR-Sendung vom 19. Oktober 2006 beim WDR
WM-Finanzen
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WM-Organisatoren schütten hohen Überschuss aus
„Unter dem Druck heftiger Diskussionen hinter den Kulissen hat der Deutsche Fußball-Bund (DFB) seinen Gewinn durch das Geschäft mit der Fußballweltmeisterschaft offen gelegt. Nun geht es darum, wie das Geld verteilt wird. Nach Abzug von Steuern erwirtschaftet das WM-Organisationskomittee (OK), eine DFB-Tochter, ein Plus von 91,3 Mio. Euro. Ursprünglich hatte das OK bei einem Umsatz von rund 430 Mio. Euro mit einer "schwarzen Null" gerechnet, wie OK-Vizechef Horst R. Schmidt in der Vergangenheit mehrmals bekräftigte…“ Artikel von Birgit Dengel in der FTD vom 15.09.2006
- Finanzielles Fazit der Fußball-WM: Deutschlands teuerste Imagekampagne
„Die Steuerzahler blechen, private Firmen kassieren ab / Bund, Länder und Kommunen lassen sich trotz leerer Kassen die WM-Spiele Milliarden Euro kosten.
FIFA-Boss Joseph Blatter und der deutsche Organisationschef Franz Beckenbauer verklären ihre Fußball-WM zum größten privat organisierten Sportereignis aller Zeiten. Privat? Tatsächlich kommen für das Spektakel vor allem Staat und Steuerzahler auf…“ Artikel von Hermannus Pfeiffer in ND vom 05.07.06 
- Finanzielles Fazit der Fußball-WM: Sportliches Strohfeue
Konjunkturelle Wirkung nicht nachhaltig
Kommentar von Kurt Stenger in ND vom 05.07.06 
- Volunteers. Die Fußball-WM und der Standortfaktor Ehrenamt
„Der Fußball-Weltverband Fifa schwimmt in Geld und 2006 wird im ganz großen Stil verdient. Die vertraglich garantierten Gesamteinnahmen betragen 1,6 Milliarden Euro, dazu rechnet die Fifa mit zusätzlichen Marketing-Zuflüssen von rund 600 Millionen Euro. Dem gegenüber schätzt der Verband seine Kosten auf 560 Millionen Euro. Es winkt also ein gigantischer Gewinn von über 1,6 Milliarden. Darin enthalten ist auch ein Steuergeschenk von rund 250 Millionen Euro, denn der deutsche Staat wird für die WM keine Steuerforderungen erheben. (…) Das neoliberale Mantra tönt dabei immer gleich: Es ist kein Geld vorhanden, darum müssen die öffentlichen Haushalte entlastet werden, besonders von sozialen Kosten - und der Bürger muss die Lücke mit ehrenamtlichem Engagement stopfen. Tatsächlich entzieht sich die Wirtschaft trotz erzielter Rekordgewinne immer erfolgreicher der Finanzierung öffentlichen Haushalte. Auch für die öffentliche Hand ist dann das persönliche Engagement der Bürger gefragt: Das Ehrenamt wird zum Standortfaktor…“ Artikel von Jörn Hagenloch in Freitag vom 30.6.06 
- Eigentor der WM-Sponsoren. Konzerne zahlen über 600 Millionen Euro an die FIFA
Rund 600 Millionen Euro haben Konzerne an die FIFA gezahlt. Der zweifelhafte Lohn: Man darf sich offiziell Förderer der WM nennen. Artikel von Hermannus Pfeiffer in ND vom 09.06.06 
- WM-Finanzen: Hysterie anstatt Recherche
„Organisiertes Schweigen“ zu den Hintergründen der WM-Finanzen – ein Gespräch mit Jens Weinreich , Sportchef der Berliner Zeitung, von Günter Herkel in M – Menschen machen Medien 6/2006. Aus dem Text: „…M: Gibt es in diesem Zusammenhang auch Themen, die eher unterbelichtet erscheinen?
WEINREICH: Ja, etwa die Frage, wie viel diese WM den Steuerzahler eigentlich kostet. Die WM-Macher behaupten, diese WM sei das größte privat organisierte Sportereignis seit Menschengedenken. Das ist eine faustdicke Lüge. Nach unseren Erhebungen wurden sechseinhalb Milliarden Euro aus verschiedenen öffentlichen Töpfen für die Finanzierung dieser WM investiert. Das sagt nur niemand. Es ist ein Skandal, dass die Politik dem Bürger diese Informationen vorenthält…“
- Von wegen Aufschwung - Das prognostizierte Wirtschaftswachstum durch die Fußball-WM entpuppt sich bereits im Vorfeld als Luftnummer'
„Folgt man den Prognosen der Bundesregierung und einiger Wirtschaftsinstitute, dann könnte die morgen beginnende Fußballweltmeisterschaft einen kräftigen volkswirtschaftlichen Wachstumsschub bringen und den Startschuß für einen selbsttragenden Aufschwung der Binnenkonjunktur bedeuten. Von bis zu 60000 neuen Jobs durch die WM wird ebenso fabuliert wie von einer Steigerung des Bruttoinlandsproduktes um 0,5 Prozent…“ Artikel von Rainer Balcerowiak in junge Welt vom 08.06.2006
- WM 2006: Wirtschaftliche Auswirkungen auf Deutschland
Dossier bei Wikipedia 
"Eigentum: Aneignen – Enteignen – Nutzen" 
So lautet der Titel der Ausgabe 101/102 von Peripherie – Zeitschrift für Politik und Ökonomie in der Dritten Welt. Siehe dazu:
- Historisch-kritische Überlegungen zum Eigentum
Artikel von Wolfgang Hein, Reinhart Kößler & Michael Korbmacher statt eines Editorials
- Das Inhaltsverzeichnis

- Für Bezugsmöglichkeiten und weitere Infos die Homepage der Zeitschrift

Das Ende des Kapitalismus
Vortrag, den Elmar Altvater Anfang Januar vor dem Berliner Bildungsverein Urania gehalten hat , dokumentiert in der WoZ vom 20.4.06
Die Gewerkschaften und die Wachstumsmanie
Jenseits von Eden - Es ist höchste Zeit, über eine Beschäftigungspolitik des post-fossilen Zeitalters nachzudenken. Artikel von Elmar Altvater in Freitag vom 3.3.06 
Wir übernehmen
Die Übernahme deutscher Firmen durch ausländische wird meist lautstark beklagt. Dabei wird verschwiegen, wie aktiv deutsche Unternehmen selbst bei Übernahmen sind. Artikel von Stefan Frank in Jungle World vom 22. Februar 2006 . Aus dem Text: „Sind deutsche Unternehmen Opfer angelsächsischer Heuschrecken?« fragte das Manager-Magazin kürzlich und antwortete: »Unsinn. Deutsche Unternehmen schwärmen mit prall gefüllten Kriegskassen aus und machen in England und den USA reiche Beute.« Das sollte man mal der Gewerkschaft Verdi sagen. Deren Biologen haben Ende vorigen Jahres ein Papier veröffentlicht unter dem Titel »Hedge- und Private Equity-Fonds. Die Turbos im Kapitalismus«, in dem von der Bundesregierung allen Ernstes verlangt wird, deutsche Firmen vor ausländischem Zugriff zu schützen, insbesondere vor Hedgefonds, die angeblich auch Daimler-Chrysler bedrohen. Deutsche Konzerne können auf ihre Gewerkschaften zählen…“
Mehr ist mehr
Die Produktivität und die Profite der großen deutschen Unternehmen wachsen – aus denselben Gründen, aus denen hierzulande Arbeitslosigkeit und Verelendung zunehmen. Artikel von Felix Baum in Jungle World vom 22. Februar 2006 . Aus dem Text: „…Dass die Gewerkschaften von der Wirklichkeit des Weltmarkts nichts wissen wollen, verdankt sich der schlichten Tatsache, dass sie wie jeder BWL-Student treudoof an die Ewigkeit des Kapitals glauben: »Wir wollen die Gesetze der Ökonomie nicht aushebeln, das geht auch gar nicht«, sagt beispielsweise Heinz Putzhammer vom Vorstand des DGB. So bleibt nur, die Interessen der eigenen Klientel mit denen der Unternehmen auszusöhnen. Jedes Anliegen muss von vornherein mit Blick auf die Verträglichkeit für die Akkumulation vorgetragen werden. Geht die IG Metall mit der Forderung nach fünf Prozent mehr Lohn in die aktuelle Tarifrunde, dann nur unter der penetrant wiederholten Beteuerung, damit die Kaufkraft und folglich den Binnenmarkt stärken zu wollen. »Arbeiterverräter«, wie unter Linksradikalen vermehrt zu hören ist, sind die Gewerkschaften deshalb keineswegs. Solange die Lohnabhängigen selbst nicht über den Horizont der Warenproduktion hinausdenken, bleiben sie Gefangene von deren unerbittlicher Logik und haben in der Tat allen Grund, sich der Wettbewerbsfähigkeit des Einzelkapitals unterzuordnen, von dessen Weltmarkterfolg ihr eigenes Überleben abhängt. Es ist Scheinradikalismus, die Gewerkschaften als institutionalisierte Vermittlung dieses widersprüchlichen Verhältnisses anzugreifen, die diesem zugrunde liegende Misere aber von der Kritik auszunehmen…“
Marx reloaded - Die Wiederkehr des ordinären Kapitalismus
Langfassung der Artikelserie von Winfried Wolf , zuerst erschienen in der jungen Welt im Dezember 2005. Inhalt: Die Globalisierung der Ungleichheit; Der kapitalistischen Krisenzyklus – Entzaubertes BRD-„Wirtschaftswunder“; Die politische Ökonomie von Reich und Arm; Krise des Profits – Antwort des Kapitals; Die Gesellschaft des Ich, Ich, Ich. Insgesamt 32 Seiten (156kB pdf)
Aufschwung - für wen?
Vortrag von Rainer Roth bei der Regionalkonferenz Nord von ver.di FB 10 am 30.11.2005 in Neubrandenbrug
Überflüssiger Kapitalismus
Ein Blick in die Wirtschaftspresse samt Einladung zur Diskussion.
"Wenn Siegerländer Sozialdemokraten die dunklen Seiten des Kapitalismus entdecken, Jesuiten-Intellektuelle darob die Glaubwürdigkeit der SPD bezweifeln und dagegen eine »substanzielle Kapitalismuskritik« einfordern und die IG Metall sich ihren Reim auf die Verhältnisse mittels einer Karikatur macht, die den metaphorischen Qualitäten des »Stürmers« in nichts nachsteht, ist Aufklärung gefragt..." Artikel von Slave Cubela,
erschienen im express, Zeitschrift für sozialistische Betriebs- und Gewerkschaftsarbeit, 5/05.
"Greater Middle East": Demokratisierungs- oder Herrschaftsprojekt?
„Die Ergebnisse des Referendums waren bereits am Vortag seines Stattfindens in der regimenahen Presse bekannt gegeben worden: 80 Prozent Beteiligung, 95 Prozent Ja-Stimmen. Und so kam es denn auch, zumindest wenn man den amtlichen Angaben Stellen Glauben schenkt. Wovon Jacques Chirac in den letzten Wochen nur träumen konnte sein ägyptischer Amtskollege schaffte es spielend: Eine hohe Zustimmungsrate bei einem "maßgeschneiderten" Referendum, das er am 25. Mai dieses Jahres abhalten ließ, schien ihm sicher. Dabei ging es auch noch um ein nobles Anliegen, nämlich um einen "historischen Schritt" zur "Demokratisierung" des Landes. Soweit die offizielle Darstellung. Die Wirklichkeit sah freilich anders aus….“ Artikel von Bernhard Schmid vom 8. Juni 2005
Weltwirtschaft und Konzernmacht 2005
Winfried Wolfs neue flugschrift Nr. 4 (48 Seiten für 2 Euro) ist brandneu erschienen. Hieraus im LabourNet Germany:
"Sturzflug in die Krise. Die Weltwirtschaft, das Öl, der Krieg"
So lautet der Titel eines neuen Buchs von Winfried Wolf, erschienen in Konkret Literatur Verlag (2003, 238 Seiten,16.50 €).s Siehe dazu
- Verlagsinformationen

- Rezension von Eckart Spoo, erschienen in Ossietzky - Zweiwochenschrift für Politik / Kultur / Wirtschaft, Heft 14/2003
- Exklusiv im LabourNet Germany aus diesem Buch:
Mär vom Aufschwung
Artikel von Winfried Wolf in einer speziell für das LabourNet Germany erstellten Langfassung. Die Kurzfassung ist am 11.11.03 in junge Welt erschienen
Von Enron lernen heißt siegen lernen - "Ist das Konzept der Ich-AG bisher missverstanden worden?
"Die Ich-AG - ständig ist die Rede davon, aber kaum jemand hat eine konkrete Vorstellung, wie dieses Buzzword inhaltlich ausgefüllt werden soll. Da heißt es erst mal: das Problem in seine Einzelteile zerlegen und sich fragen "Was macht eigentlich eine AG?"" Artikel von Peter Mühlbauer (telepolis, 15. Juli 2002)
Prokrustes-Revolutionen und das Gespenst der Autonomie. Über den "neuen Geist des Kapitalismus" und seine Widersprüche
Artikel von Harald Wolf, erschienen in: Express - Zeitung für sozialistische Betriebs- und Gewerkschaftsarbeit, Ausgabe 3/2001
Der neue Geist des Kapitalismus. Kreativität und Initiative als moderne Arbeitstugenden
Besprechung des Buchs: Luc Boltanski/Eve Chiapello: Le nouvel esprit du capitalisme; Paris (Gallimard) 1999 durch Bernhard Schmid, erschienen in ak 438, - analyse & kritik, Zeitung für linke Debatte und Praxis vom 16.5.2000
Fusionitis
Zu dieser Debatte bieten wir folgende Links zu Artikeln von Winfried Wolf in der SoZ - Sozialistische Zeitung Nr.7 vom 30.03.2000
- Fusionitis: Gier nach Größe
. Transnational oder neonational?
- Small was beautiful
- Die Erfolgskriterien haben sich verändert
- Nationalstaat und Wirtschaftsblock
. Die Chimäre "Globalisierung" und "transnationale" Konzerne
Ende der Bescheidenheit
"Die Aufregung - außerhalb Österreichs - hat sich etwas gelegt, Zeit für ein paar Anmerkungen zur Haiderei - und wohin sie paßt. (...)" Die Aldous Huxley Revival Serie Brave new world (9) von Helmut Weiss
Ulrich Klotz: Die Herausforderungen der Neuen Ökonomie
"Etwa seit Mitte der achtziger Jahre zeichnet sich ab, dass mit Hilfe der Technologie, die die sozio-ökonomische Entwicklung des ausgehenden 20. Jahrhunderts maßgeblich prägt, viele Tätigkeiten von den Zwängen befreit werden können, die die Industrialisierung mit sich brachte. ..." Das Papier wurde an dem 4. ITK-Forum der fiet , dem Internationale Bund der Privatangestellten, im Nizza gehalten. Leider ist dort nur eine Word-Datei vorhanden. Wir stellen hier eine HTML-Version zur Verfügung.
A Letter from the 20th Century to the 21st Century
Im krassen Gegensatz zu den Millennium-Feierlichkeiten dokumentieren wir einen Brief vom 20 Jahrhundert an das 21 Jahrhundert. Der Autor ist Michael Moore. (Englisch) |