|
WTO-Ministerkonferenz in Genf vom 30.11. bis 2.12.2009 
WTO Gipfel in Genf
“Genau 10 Jahre nach den, für die globalisierungskritische Bewegung, sehr erfolgreichen Protesten an der WTO- Konferenz in Seattle, findet nun vom 30. November bis 2. Dezember 2009 die WTO-Ministerkonferenz in Genf statt. Am heutigen Samstag fand eine Demonstration mit 3000-5000 Menschen in Genf statt, auf der es zu 19 Verhaftungen kam…” Dossier bei indymedia.de 
- We are here AND we will fight!
Dossier bei indymedia Schweiz 
- Bis Mittwoch, 2. Dezember, starten jeden Mittag von einem Zelt vor dem offiziellen WTO-Verhandlungsort in Genf aus Aktionen gegen die WTO (Montag: Aktionstag Wirtschaftskrise; Dienstag: Aktionstag Landwirtschaft; Mittwoch: Aktionstag Klima). Für Details siehe die Aktionsseite

- Am Donnerstag, 3. Dezember, startet die Karawane "Handel macht Klima" von Genf nach Kopenhagen, um die WTO-Gegenaktivitäten mit Protesten zum Klimagipfel zu verbinden. Erwartet wird die Karawane am Mittwoch, 9. Dezember, in Kopenhagen. Siehe dazu: Social & Climate Justice Caravan samt Aufruf auf Deutsch

- Globales Netzwerk für gerechte Handelspolitik "Our World Is Not For Sale"

- Lauter Protest bei Eröffnung der WTO-Ministerkonferenz. Internationale Aktivisten fordern radikalen Wechsel im Handelssystem
“Unter lautem Protest internationaler Aktivistinnen und Aktivisten hat am heutigen Montag die siebte Ministerkonferenz der Welthandelsorganisation WTO in Genf begonnen. "Es ist gewissenlos von der WTO zu tagen, um genau das Freihandelssystem zu verteidigen und weiter auszubauen, das weltweit mit verantwortlich ist für die Finanzkrise und den Hunger, den ein Sechstel der Menschen weltweit leidet", sagte Anurada Mittal, indische Aktivistin für das Menschenrecht auf Nahrung. "Wir brauchen einen radikalen Wechsel im globalen Wirtschaftssystem. Das Recht auf Nahrung und der Schutz der Umwelt müssen endlich an erster Stelle stehen."..” Pressemitteilung von Attac Deutschland vom 30. November 2009 
- Siehe in diesem Zusammenhang auch: Diskussion > Wipo > WTO, Seattle & ff. - Gipfel und Globalisierungsproteste > verschiedene: Die UN Cop15 Klimakonferenz vom 7. - 14. Dezember in Kopenhagen, Dänemark
Oxfam-Studie: Wie billiges EU-Milchpulver Lebensgrundlagen in Bangladesch zerstört 
Anlässlich der am Montag beginnenden WTO-Ministerkonferenz in Genf fordert Oxfam die Einführung international gültiger, fairer Handelsregeln. Wie wichtig Schutzmaßnahmen für arme Bevölkerungsgruppen und das Beenden des Agrardumpings gerade angesichts der Nahrungsmittel- und Wirtschaftskrise sind, belegt auch Oxfams neuer Milchbericht "Abgedrängt" vom November 2009 
Konzentrierte Macht. Eine Handvoll transnationaler Konzerne kontrolliert weltweit Landwirtschaft und Nahrungsgütererzeugung 
Artikel von Benjamin Beutler aus junge Welt, 23. November 2009, dokumentiert beim Friedensratschlag
Welternährungsgipfel 2009
-
"Schlag ins Gesicht der Hungernden"
„Die Menschenrechtsorganisation FIAN hat die Abschlusserklärung des Welternährungsgipfels als "Dokument des Stillstands" kritisiert. "Weder die Anerkennung des Rechts auf Nahrung ist neu, noch die Erkenntnis, dass die Landwirtschaft im Süden mehr gefördert werden muss", erklärt Ute Hausmann, Geschäftsführerin von FIAN Deutschland. "Wir vermissen neue und verbindliche Zusage über Entwicklungsgelder für eine nachhaltige ländliche Entwicklung. Und wir vermissen vor allem Antworten auf brennende Ursachen des Hungers wie den ungerechten Welthandel, Landnahmen durch ausländische Unternehmen und Staaten, Spekulation an den Rohstoffbörsen und die öffentlich geförderte Expansion von Energieplanzen für Agrartreibstoffe", so Hausmann…“ Pressemitteilung FIAN Deutschland vom 17.11.2009 
- Welternährungsgipfel 2009: Weltskandal Hunger beenden
Positionspapier des Forums Umwelt und Entwicklung Arbeitsgruppe Landwirtschaft und Ernährung
- "Gipfel muss Welternährungspolitik demokratisieren"
„Die Menschenrechtsorganisation FIAN erwartet von dem heute in Rom beginnenden Welternährungsgipfel eine selbstkritische Analyse und einen Kurswechsel in der Welternährungspolitik. 1996 hatten die Regierungen eine Halbierung des Hungers bis 2015 versprochen. "Der Anstieg der Anzahl chronisch unterernährter Menschen über eine Milliarde ist ein beispielloser Skandal der Weltpolitik", erklärt Flavio Valente, Generalsekretär von FIAN International. "Die Staatengemeinschaft muss ihr Versagen unmissverständlich anerkennen und die Ursachen klar benennen. Welternährungspolitik muss demokratisiert, durch eine gestärkte UNO koordiniert und am Menschenrecht auf Nahrung ausgerichtet werden."..“ Pressemitteilung von FIAN Deutschland vom 16.11.2009 zum Welternährungsgipfel
- Hungerkrise weltweit - Hat die internationale Staatengemeinschaft versagt?
FIAN- Dokumentation vom November 2009 
- Hungernde Bauern
Der bevorstehende Welternährungsgipfel in Rom müsste die Weichen für eine andere Weltagrarpolitik stellen. Eine Analyse zu den Ursachen der Ernährungskrise. Artikel von Stephane Parmentier in Le Monde diplomatique vom 13.11.2009 
Welthunger auf dem höchsten Stand seit 1970. Die globale Konkurrenzstrategie von EU und WTO hat versagt
Pressemitteilung von Attac Deutschland vom 15. Oktober 2009 
Nach dem Jahr des Hungers
„Zwar sind die Ernten gestiegen und die Preise für Getreide gesunken, Hungerrevolten haben sich aber auch als Frage der inneren und äußeren Sicherheit erwiesen...“ Artikel von Susanne Härpfer in telepolis vom 08.03.2009 
Hintergründe der Welternährungskrise
Carlo Morelli beleuchtet die Ursachen des Anstiegs der Lebensmittelpreise, die Auswirkungen des Klimawandels auf die weltweite Nahrungsmittelproduktion und erklärt, dass das grundsätzliche Problem in der nicht-nachhaltigen Organisation der industriellen Landwirtschaft liegt. Artikel von Carlo Morelli in Perspektiven, dokumentiert beim Linksnet 
Welternährung: Die sichtbare Hand des Chaoskapitalismus
„Die Zahl der Hungernden ist im letzten Jahr auf eine Milliarde gestiegen. 2008 war ein verrücktes Jahr. Die Weltmarktpreise für Rohstoffe wie Mais, Reis und Weizen stiegen bis Juli um fünfzig und mehr Prozent, um dann bis Dezember wieder um fast ebenso viel zurückzugehen…“ Artikel von Daniel Stern in der WOZ vom 29.01.2009 
Neue Exportsubventionen sind ein Schlag ins Gesicht der Hungernden
„Die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL), Brot für die Welt, FIAN und Germanwatch protestieren mit der Aktion „Exportsubventionen vergiften den Markt – Schwarze Zukunft für Milchbauern in Nord und Süd“ gegen die beschlossene Wiedereinführung von Exportsubventionen für Milchprodukte. Für Milchbauern in Entwicklungsländern sei diese Maßnahme ein Schlag ins Gesicht. Gerade in Zeiten der Hungerkrise müsse die EU alles vermeiden, was zu Verletzungen des Menschenrechts auf Nahrung führen kann. Ab diese Woche werden wieder Exporterstattungen für Butter, Käse sowie Milchpulver gezahlt, nachdem sie eineinhalb Jahre ausgesetzt waren. Das teilte die EU-Kommission vergangene Woche mit…“ Pressemitteilung von FIAN Deutschland, AbL, Brot für die Welt und Germanwatch vom 19.1.09 bei FIAN
Vorfahrt für Menschenrechte vor Wirtschaftsinteressen bei der Hungerbekämpfung
„Auf Initiative der deutschen Agrarlobby steht das Forum Internationale Grüne Woche vom 15.-19. Januar unter dem Motto "Sicherung der Welternährung - Globale Herausforderung für Politik und Wirtschaft". Den rund 30 Agrarministern, die am 17. Januar in Berlin über Wege aus der Hungerkrise beraten, sollen "Handlungsempfehlungen mit auf den Weg gegeben werden". Die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL), Brot für die Welt, FIAN Deutschland und Germanwatch lehnen die Empfehlungen der industriellen Agrarlobby zur Lösung der Hungerkrise entschieden ab. Besorgt sind die Organisationen auch über den neuen Aktionsplan der Bundesregierung zur Förderung deutscher Agrarexporte. Denn beide sind eine Gefahr für das Recht auf Nahrung in den Entwicklungsländern…“ Gemeinsame Pressemitteilung vom 15.1.2009 zur Grünen Woche von FIAN Deutschland, AbL, Brot für die Welt und Germanwatch
Dem Weltmarkt misstrauen. Die Nahrungskrise nach dem Crash
Broschüre von Thomas Fritz vom Dezember 2008, herausgegeben vom Forschungs- und Dokumentationszentrum Chile-Lateinamerika – FDCL e.V. Siehe dazu:
Die Ärmsten gehen leer aus. Internationale Handelsabkommen verletzen das Recht auf Nahrung
„Die Interessen der Ärmsten der Welt werden bisher in Handelsabkommen nicht berücksichtigt. Ein UNO-Experte fordert deshalb die Einbeziehung von Nahrung, Gesundheit und Umwelt in die Agrarverhandlungen der Welthandelsorganisation (WTO)…“ Artikel von Annegret Mathari , erschienen in Neues Deutschland vom 2. Januar 2009, dokumentiert bein Friedensratschlag
Rohstoffboom, Preissteigerungen, Hunger Agrosprit und Nahrungskrise: Was folgt nach dem Crash?
„Die Blase ist geplatzt und die Finanzkrise fordert ihren Tribut. Für die Industriena-tionen wird ein tiefer Konjunktureinbruch prognostiziert. Deflation statt Inflation ist der neueste „talk of the town“. Dank der drohenden Nachfrageflaute sei auch die „Party im Rohstoffsektor“ vorbei, meinen manche Börsengurus. Damit drängen sich Fragen auf: Stürzen die Preise für Erdöl, Mineralien und Agrarprodukte wieder auf ihr einstiges niedriges Niveau? Hat sich der Boom des Biosprits ebenfalls erledigt? Kann nun Entwarnung für die Nahrungskrise gegeben werden? Zweifellos: Die Finanzkrise zwingt dazu, manche Entwicklungen der jüngeren Zeit unter veränderten Vorzeichen zu betrachten. Diese sollen also mitbedacht werden, wenn wir uns im Folgenden der Frage zuwenden, welche Rolle die Agrotreibstoffe bei der Verschärfung der Nahrungskrise spielten…“ Artikel von Thomas Fritz aus der Z., Zeitschrift Marxistische Erneuerung Nr. 76 vom Dezember 2008 – wir danken der Redaktion. Die Z. Nr. 76 vom Dezember 2008 ist gewidmet dem Thema „Die Krise der internationalen Agrarwirtschaft - Hunger und Nahrungsmittelkrise der Dritten Welt“. Siehe das Inhaltsverzeichnis . Siehe daraus auch:
- Die globale Nahrungsmittelkrise. Ursachen und Lösungen
„2008 wurde die Welt von einer akuten Nahrungsmittelkrise ergriffen. Dadurch wurde die Strukturkrise der Agrarwirtschaft verschärft, die schon in der Vergangenheit das Leben von Milliarden Menschen mit Hunger und Unterernährung bedroht hat. Um die furchtbaren Folgen der gegenwärtigen Ereignisse wirklich begreifen zu können, muss man die Wechselwirkung zwischen den langfristigen krisenhaften Trends einerseits und der gegenwärtigen akuten Krise andererseits untersuchen. Beide Krisen sind die Folge der Dominanz der Profitorientierung, der die Erzeugung von Nahrungsmitteln, Textilfasern und jetzt Biotreibstoffen unterliegt. Dies beinhaltet notwendig einen Gegensatz zwischen dem System der Nahrungsmittelproduktion einerseits und den grundlegenden Lebensbedürfnissen der Menschen andererseits…“ Artikel von Fred Magdoff
aus der Z., Zeitschrift Marxistische Erneuerung Nr. 76 vom Dezember 2008 
- Nahrungsmittelkrise: Zwischen Technikgläubigkeit und Ernährungssouveränität
„Es begann mit der „Tortilla-Krise“ im Herkunftsland des Maises: 100.000 Menschen gingen Anfang 2007 in Mexiko-City gegen die Verteuerung des gelben Korns und der daraus hergestellten Fladen auf die Straße. Bis zum Frühjahr 2008 folgten Streiks, Demonstrationen und heftige Unruhen mit Toten und Verletzten in über 40 weiteren Ländern vor allem Afrikas und Asiens. In Haiti gipfelten sie Mitte April 2008 in der Absetzung der Regierung, und zwar just an dem Tag, an dem Weltbank und Internationaler Währungsfonds (IWF) in Washington zu ihrer Frühjahrstagung zusammen kamen. Weltbankpräsident Robert Zoellick forderte prompt einen New Deal für eine globale Ernährungspolitik. Und die Vereinten Nationen warnten vor einer neuen Ära des Hungers und einer massiven Bedrohung der internationalen Sicherheit. Binnen eines Jahres waren die zuletzt stiefmütterlich behandelten Themen Hunger, Landwirtschaft und Ernährung zurück auf der politischen Agenda…“ Artikel von Pia Eberhardt
aus der Z., Zeitschrift Marxistische Erneuerung Nr. 76 vom Dezember 2008 
Voller Tank statt voller Bauch – Weder Fressen noch Moral!
„Die Krise der Finanzmärkte hat die Hungerkrise von der Agenda der Regierungen und den Titelseiten der Zeitungen verdrängt. Dabei verschärft die Finanzkrise die Lage der Hungernden noch weiter. Denn die Preisexplosion bei Lebensmitteln und die damit verbundene Ernährungskrise hat direkt mit der Funktionsweise des kapitalistischen Weltmarktes zu tun…“ Kurzreferat von Leo Mayer bei "Marxismus im Dialog", dokumentiert beim isw
Viele Initiativen, wenig Koordination. Zur Nahrungsmittelkrise und den Problemen der FAO
„Der Anstieg der Nahrungsmittelpreise hat neue Initiativen zur Hungerbekämpfung und Landwirtschaftsförderung ausgelöst. Doch sie sind kaum koordiniert, weil die zuständige UN-Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation FAO in der Krise steckt. Deren Konkurrenten innerhalb der UN sowie private Stiftungen und Konzerne nutzen das, um ihren Aufgabenbereich auszuweiten. Es hilft aber wenig, in der Ernährungspolitik das Rad immer wieder neu zu erfinden…“ Langfassung der Doku von Michael Windfuhr (Word-Datei) in der FR-online vom 22.08.2008
Brot für die Welt, aber gekauft wird's hier
„Die so genannte Ernährungssicherheit war ein zentrales Thema beim G8-Gipfel. Doch selbst bei der Nothilfe werden die wirtschaftlichen Interessen nicht vergessen…“ Artikel von Martina Backes in Jungle World vom 17. Juli 2008 
Der Hungergipfel
„Niemand wollte diesmal fehlen: Ob Sarkozy, Lula, Ahmadinedschad, Ban Ki-Moon, Annan oder Mugabe – alle wollten sie auf dem Welternährungsgipfel Anfang Juni in Rom ihre Empörung über die Hungerkrise bekunden. Schon vor zwei Jahren hatte die Welternährungsorganisation eine dramatische Zwischenbilanz der Hungerbekämpfung gezogen. Doch damals hatten die Regierungen nur zweit- und drittrangige Vertreter geschickt. Diesmal also kreißte der Gipfel der ganz Großen – und gebar leider nicht mehr als eine Maus…“ Artikel von Armin Paasch in Blätter für deutsche und internationale Politik 7/2008. Siehe dazu im LabourNet Germany: Diskussion > Wipo > WTO, Seattle & ff. > verschiedene Gipfel und Globalisierungsproteste > G8-Gipfel in Japan (7. bis 9. Juli 2008)
"Das Bild einer Welt in der Krise"
„Der IWF spricht von einer weltweiten Krise, während die EZB wegen der hohen Inflation die Zinsen anhebt und damit vermutlich die Wirtschaft weiter belastet…“ Artikel von Ralf Streck in telepolis vom 03.07.2008 
Hunger, "Grüne Gentechnik" und Spekulation. Die aktuelle Nahrungsmittelkrise ist keine Naturkatastrophe
„Die aktuellen Diskussionen über die Nahrungsmittelkrise und die Rolle der Landwirtschaft in den Ländern des Südens liefern viele gute Argumente für die Durchsetzung einer sozial und ökologisch nachhaltigen Landwirtschaftspolitik. Allerdings ist auch die Gefahr groß, dass die exportorientierte und von Großkonzernen gesteuerte Agro-Industrie mit einer umfassenden Umgestaltung und Unterwerfung der Landwirtschaft unter ihre Kontrolle und kapitalistische Verwertungsbedingungen erfolgreich sein wird. Dazu gehört die Wiederbelebung der Grünen Revolution, die in Afrika in den 1990er Jahren gescheitert ist….“ Artikel von Annette Groth , entwicklungspolitische Referentin der Bundestagsfraktion DIE LINKE, im ak - analyse & kritik - zeitung für linke Debatte und Praxis vom 20.6.2008
Nahrungskrise: Die Hungerprofiteure
„"Wenn die Regierung die Lebenshaltungskosten nicht senken kann, muss sie abdanken. Und wenn die Polizei und die UN-Truppen auf uns schießen wollen, ist das nicht so wichtig, denn wenn uns die Kugeln nicht töten, sterben wir vor Hunger.” Diese Worte, aufgeschnappt in Port-au-Prince (Haiti), könnten sehr gut auch von einem Demonstranten in Mexiko, Usbekistan, Burkina Faso, der Elfenbeinküste, Ägypten, Indien oder Thailand stammen, um nur einige der 35 Länder zu nennen, die von „Hungerrevolten” gebeutelt wurden…“ Artikel von Hadrien Buclin in der SoZ - Sozialistische Zeitung, vom Juni 2008 
Börsenspekulation treibt die Preise für Lebensmittel und Energie
„Die Preise unserer Lebensmittel steigen, weil Chinesen und Inder mehr essen? Das Märchen wird uns aufgetischt, seit die Milchpreise im vergangenen Jahr explodiert sind. Die wahren Ursachen sind woanders zu suchen…“ Artikel von Ingo Schmidt in der SoZ - Sozialistische Zeitung, vom Juni 2008 
Eine neue Agrarreform ist fällig
„Die Chicago Mercantile Exchange ist die größte Rohstoff- und Terminbörse der Welt. Hier werden die Preise für die Rohstoffe der ganzen Welt gemacht. Was hier ausgehandelt wird, bestimmt das Leben von Farmern im Mittleren Westen der USA, von Reisbauern in Vietnam, von Bäckern in Deutschland…“ Artikel von Angela Klein in der SoZ - Sozialistische Zeitung, vom Juni 2008 
Markt macht arm
Interview von Bettina Dyttrich in der WoZ vom 26. Juni 2008 mit Henry Saragih von der internationalen BäuerInnengewerkschaft Via Campesina. Siehe dazu auch das WoZ-Dossier: «Nahrungsmittelkrise» 
Nach den Hungerrevolten ist vor den Hungerrevolten Eine vorläufige Bilanz des Welternährungsgipfels in Rom, und die Situation in mehreren westafrikanischen Ländern nach den Hungerrevolten der letzten Monate. Artikel von Bernard Schmid vom 9.6.08 mit weiterführenden Links
Französischsprachiges Afrika: Fortgesetzte Massenproteste gegen zu teure Nahrungsmittel (Senegal, Gabun, ..)
„Die Straßenproteste, Gewerkschaftsdemonstrationen und Riots gegen - für viele Einwohner fast unerschwinglich - teuer gewordene Nahrungsmittel und Grundbedarfsgüter gehen in vielen afrikanischen Länder mit unverminderter Heftigkeit weiter…“ Artikel von Bernard Schmid vom 28.4.08
Hungerrevolte und Ernährungskrise
„Die weltweite Krise des Kapitalismus hat einen zweiten Namen: Zur Kreditkrise gesellt sich die Ernährungskrise. Über Widerstand und Protestaktionen gegen die Kreditkrise in den wohlhabenderen Ländern ist bisher nichts bekannt. Auf die Ernährungs- und Lebensmittelkrise reagieren die Menschen in vielen Ländern der Welt mit Unruhen, Protestbewegungen und Streiks. Über diese Protestaktionen soll hier berichtet werden…“ Dokumentation von Wal Buchenberg vom 18.04.2008 bei indymedia
Hungerkrise: Sandkastenliberale üben Schadensbegrenzung
„Weltbank und IWF wollen ein Problem lösen, das sie mitverursacht haben. Und das sie nicht verstehen…“ Artikel von Daniel Stern in der WoZ vom 17.4.08 
Mexiko exportiert Mais und verarmte Bauern. Weltbank und IWF warnen vor einer grassierenden Hungersnot
„Frühwarnsysteme lösen überall Alarm aus. 36 Länder, 21 davon in Afrika, sind einer akuten Hungerkrise ausgesetzt. Die Weltbank prophezeit auf ihrer Frühjahrstagung ein soziales Chaos für Nigeria, Burkina Faso, die Elfenbeinküste und Haiti, aber auch für Tadschikistan, Armenien und Indonesien. Sollten sich die Preise für Nahrungsmittel weiter so dramatisch erhöhen - 2007 lag der Anstieg bei durchschnittlich 40 Prozent - gerate die Lage außer Kontrolle…“ Artikel von Eduardo Galeano in Freitag vom 18.04.2008 
Ein Gottesgeschenk für den Währungsfonds. Weltbank und IWF empfehlen sich als oberste Sanierer der internationalen Geldmärkte
„Während weltweit Hungersnöte drohen, fahren die Börsen weiter Achterbahn. Großbanken in Amerika und Europa müssen Milliardenverluste einräumen. Der Crème de la Crème der US-Finanzkonzerne werden für die nächsten Monate erneute Abschreibungen in astronomischer Höhe und ein Gewinnrückgang von 65 Prozent prognostiziert. IWF und Weltbank hatten sich bei ihrer Frühjahrstagung beiden Phänomenen zu stellen: einer sich zuspitzenden Welternährungskrise und der nicht abflauenden Weltfinanzkrise…“ Artikel von Michael R. Krätke in Freitag vom 18.04.2008 
Brotrevolten in weiten Teilen der Welt und ihre Ursachen. Am Fallbeispiel des Aufruhrs gegen steigende Lebensmittelpreise in mehreren westafrikanischen Ländern
Artikel von Bernard Schmid vom 17.4.08 als eine leicht überarbeitete Fassung eines Artikels, der am heutigen Donnerstag im Internetmagazin ‚telepolis' unter dem Titel „Hunger, soziale Aufstände und Business. Die Brotrevolten und ihre Ursachen“ publiziert wurde. Eine gekürzte Fassung erschien ebenfalls am heutigen Donnerstag in der Berliner Wochenzeitung ‚Jungle World', als Teil des aktuellen Titelthemas „Ohne Mampf Kein Kampf - Revolten gegen steigende Lebensmittelpreise.“ Anmerkung: Kaufen! Menschenrecht auf Nahrung mehr als Recht auf bezahlbare Lebensmittel. Kleinbauern in Entwicklungsländern müssen politische Mitbestimmung erhalten
„Anlässlich des Tags der Landlosen fordert die Menschenrechtsorganisation FIAN die weltweite Stärkung der Mitbestimmungsrechte von Kleinbauern und den Schutz von Vertretern von Kleinbauernorganisationen. Dies ist die Voraussetzung, um das Menschenrecht auf Nahrung international zu verwirklichen. Die Steigerung der Lebensmittelproduktion wird nur dann den Hunger bekämpfen, wenn Kleinbauern das Recht erhalten, mitzubestimmen, was und auf welcher Fläche produziert werden soll. Nur so lassen sich Landnutzungskonflikte mit dem Anbau von Agrartreibstoffen oder dem Abbau von Rohstoffen für den Export vermeiden…“ FIAN-Pressemitteilung vom 17. April 2008 zum Tag der Landlosen |