IG-Metall-Chef Huber: Liebe geht durch den Magen
IG Metall-Chef Berthold Huber steigt auf in die Bewirtungsklasse von Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann. Kanzlerin Angela Merkel spendiert ihm ein Abendessen - in Berlin. Artikel von Nico Fried in der SZ vom 06./07.03.2010 . Aus dem Text: „…Nach dem Wahlsieg von Union und FDP im September 2009 teilte der Chef der IG Metall mit: "Ich setze auf die Vernunft von Angela Merkel. Die Bundeskanzlerin hat bisher gegenüber Arbeitnehmern einen fairen Kurs gefahren." Umgekehrt lobt Merkel seit Monaten die Gewerkschaften für ihr verantwortliches Verhalten in der Wirtschaftskrise. Speziell den Tarifabschluss der Metaller, bei dem zugunsten von Arbeitsplatzsicherung nur geringe Lohnerhöhungen vereinbart wurden, nannte sie vorbildlich. (…) Den Regierungswechsel hat die neue Freundschaft gut überstanden. Nach den Koalitionsverhandlungen wurden Merkel und ihre Leute nicht müde zu berichten, wie heldenhaft die Union alle Forderungen der FDP abgewehrt habe, Arbeitnehmerrechte zu beschneiden. Die Gewerkschafter revanchieren sich nun mit Solidarität in der von Guido Westerwelle zu Merkels Verdruss losgetretenen Sozialstaatsdebatte. Am Donnerstag flötete Michael Sommer, die Kanzlerin und Arbeitsministerin Ursula von der Leyen bemühten sich um soziale Balance. Die FDP hingegen versuche, die Gesellschaft mit neoliberaler Politik zu spalten. Auf so viel Gemeinsamkeit lässt sich bald anstoßen, denn Sommer und von der Leyen gehören zu den von Huber und Merkel gemeinsam auserwählten Gästen. Mit dabei auch Metall-Arbeitgeber Martin Kannegiesser, Siemens-Chef Peter Löscher und VW-Chef Martin Winterkorn. Zugesagt haben Betriebsräte großer Konzerne, unter ihnen Merkels absoluter Favorit unter den Arbeitnehmervertretern: Klaus Franz von Opel…“
Mitgliederschwund
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Mitgliederschwund und Finanzklemme. Krise trifft Gewerkschaften
„Die IG Metall war so stolz, als sie vor einem Jahr den Mitgliederschwund fast gestoppt hatte. Doch nun macht sich die Wirtschaftskrise auch bei der größten Gewerkschaft der Republik bemerkbar: Im vergangenen Jahr ist die Zahl der IG-Metall-Mitglieder um 1,6 Prozent gesunken, 2,26 Millionen Menschen waren im Dezember noch bei ihr organisiert…“ Artikel von Eva Roth in der Frankfurter Rundschau vom 26.01.2010 . Siehe dazu auch
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die Grafik „Mitgliedsstatistik der DGB-Gewerkschaften“ in der Frankfurter Rundschau
- Schwund geht langsamer weiter. Die Gewerkschaften haben auch 2009 Mitglieder verloren
„Die Wirtschaftskrise hat den Mitgliederschwund bei den Gewerkschaften wieder beschleunigt. Lediglich die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) und die Gewerkschaft der Polizei (GdP) gewannen 2009 unter dem Strich neue Beitragszahler, wie eine dpa-Umfrage am Dienstag ergab. Dagegen schrumpften die anderen sechs DGB-Organisationen weiter. Besonders stark fiel der Rückgang bei der Verkehrsgewerkschaft Transnet mit einem Minus von 3,7 Prozent im Vergleich zu 2008 aus. Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi gab einen Rückgang von 1,9 Prozent bekannt…“ dpa-Meldung im ND vom 15.01.2010 
Gewerkschaftsspitze und Schwarz-Gelb: Neue Herausforderungen - alte Bürokraten
Artikel von Andrea Huber in Neue International 143, Oktober 2009
20. Gewerkschaftstag der Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt
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Blick nach Frankreich. IG BAU nimmt das Recht auf politische Streiks in ihre Satzung auf. Wiesehügel warnt vor Repressalien gegen die Gewerkschaft
Artikel von Rainer Balcerowiak in junge Welt vom 18.09.2009 . Aus dem Text: „.. Die Unterstützer des Antrages argumentierten dagegen politisch. Viele Kollegen hätten »die tiefe Sorge, daß in unserer Republik etwas falsch ist und daß die Sozialpartnerschaft (…) nicht mehr zu erkennen ist«, so der Delegierte Volker Diefenbach. Es gehe »um mehr, als das Aushandeln von Tarifverträgen«. Der Gewerkschaftstag könne »ein Signal nach draußen senden«, daß man entschlossen sei, »Arbeitnehmerrechte umfassend zu verteidigen«. Andere Redner verwiesen darauf, daß es in anderen europäischen Ländern eine Selbstverständlichkeit sei, daß Gewerkschaften auch mit Arbeitsniederlegungen bis hin zum Generalstreik in sozialpolitische Auseinandersetzungen eingreifen. Eine Delegierte berichtete, daß die Kollegen in den Betrieben die Gewerkschaftsvertreter immer wieder fragten, was sie denn eigentlich gegen Rente mit 67, Hartz IV und »andere Schweinereien« unternähmen. Denen könne man doch nicht mit Feinheiten des deutschen Streikrechts kommen, denn die sähen ja, daß es auch anders gehe, »beispielsweise in Frankreich«. Der Vorsitzende des Bezirksverbands Südbaden der IG BAU, Armin Hänsel, brachte es schließlich auf den Punkt: »Ich will den politischen Streik, weil wir ansonsten nicht mehr weiterkommen oder sogar zurückfallen in eine Zeit vor 140 Jahren.«..“
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Politischer Streik und Gewerkschaften. Als erste DGB-Gewerkschaft hat die IG BAU das Kampfmittel des Politischen Streiks in ihrer Satzung aufgenommen.
„Heute hat die IG BAU (Industriegewerkschaft Agrar Umwelt Bauen) bei ihrem Gewerkschaftstag in Berlin den Politischen Streik als Kampfmittel veraschiedet. Das ist insoweit interessant, da es nach über 70 Jahren die erste Gewerkschaft in Deutschland, die dies einfordert. Die Delegierten KollegInnen der IG BAU stimmten heute fast einstimmig der Aufnahme des Politischen Streiks (neben dem ganz normalen Streik bei Tarifauseinandersetzungen) zu und das Ganze auch noch gegen dem Votum des hauptamtlichen Bundesvorstands…“ Meldung von tachekre vom 15.09.2009 bei indymedia . Siehe dazu auch im LabourNet: Politischer Streik in Deutschland?
- Politische Impulse erwartet. Bei dem Kongress der IG BAU geht es inhaltlich auch um Konsequenzen aus der Krise
„Die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) eröffnet am heutigen Montag in Berlin ihren 20. Ordentlichen Gewerkschaftstag. Dort soll die bisherige Arbeit bilanziert, ein umfangreiches Antragspaket beraten, ein neuer Bundesvorstand gewählt und die Marschroute für die kommenden Jahre festgelegt werden…“ Artikel von Hans-Gerd Öfinger im ND vom 14.09.2009 . Aus dem Text: „… Spannend werden könnte auch die Debatte um einen Antrag, der die Forderung nach einem umfassenden politischen Streikrecht als grundsätzliche Zielsetzung in die Gewerkschaftssatzung aufnehmen möchte und sich dabei auf die Europäische Menschenrechts- und Sozialcharta und die Internationale Arbeitsorganisation (ILO) bezieht. »Der politische Demonstrationsstreik sowie unter bestimmten Umständen und Voraussetzungen der politische Streik, ggf. sogar der politische Erzwingungsstreik in Form eines Generalstreiks, ist von der Verfassung geschützt«, heißt es in der Antragsbegründung. Die von Klaus Wiesehügel geleitete Antragsberatungskommission empfiehlt auch hier »Ablehnung«.
Der erblindete Prometheus. Situation und Kritik der Gewerkschaften
Aufsatz von Wilfried Gaum, Marcus Hawel und Gregor Kritidis in sopos 3/2009 
Avantgarde der Umverteilung?
„Bei den Rufen nach Staatshilfe für Opel und Arcandor standen DGB und Betriebsratsvorsitzende an vorderster Front. Zunächst scheint ihre Haltung verständlich: Es ist Gewerkschaftsaufgabe, Beschäftigungsniveau und damit produktive Kapazitäten zu sichern. Nur zu welchem Preis?..“ Artikel von Jörg Nowak im ND vom 19.06.2009 . Aus dem Text: „… Mit ihrer faktischen Politik in Sachen Staatshilfen agieren die Gewerkschaften als Avantgarde der Umverteilung von Steuergeldern an private Kapitalisten. Stattdessen müssten Fragen gestellt werden nach der Haftung von Eigentümern (Schickedanz und Co.) mit Privatvermögen und damit nach der Rolle des Privateigentums überhaupt. Das Besondere an dieser Krise scheint zu sein, dass jedes Agieren innerhalb geltender Regeln von Politik und Ökonomie alles nur noch schlimmer macht. Umgekehrt erscheint nur noch als rational, was die Gewerkschaften mit aller Macht verhindern: Die Umsetzung ihrer eigenen Forderungen durch eine politische Bewegung der ArbeiterInnen, die durch Streiks und Betriebsbesetzungen realen Druck aufbauen. Nur so können echte Veränderungen durchgesetzt werden…“
Die Mosaik-Linke. Vom Aufbruch der Gewerkschaften zur Erneuerung der Bewegung
Artikel von Hans-Jürgen Urban in Blätter für deutsche und internationale Politik 5/2009 
Gewerkschaften in der Weltwirtschaftskrise
- Gewerkschaften und die Krise des Neoliberalismus
„Lieber Bernd, lieber Werner, mit Interesse habe ich Euren Diskussionsbeitrag zu Gewerkschaften in der Weltwirtschaftskrise gelesen. Ich finde es sinnvoll, eine Debatte zu führen, wie die Gewerkschaften mit der Krise umgehen sollten, wie wir sie vielleicht sogar auch als Chance nutzen können. (…) In Eurer Auseinandersetzung mit dem, was Ihr „Sackgasse Nationalkeynesianismus“ nennt und anscheinend uns im ver.di Bereich Wirtschaftspolitik als Position unterstellt, sehe ich einen Rückfall in alte und falsche Entgegensetzungen und gravierende Missverständnisse oder sogar bewusste Missinterpretationen unserer Position, weil Ihr diese eigentlich besser kennen müsstet. Insoweit finde ich einige Passagen eures Textes ärgerlich und desorientierend…“ Kritik von Ralf Krämer, ver.di Bereich Wirtschaftspolitik, vom 05.11.2008 . Es handelt sich um eine Erwiderung auf:
- Gewerkschaften in der Weltwirtschaftskrise: Weiter so - oder Krise als Chance?
„Hilflos, kopflos, wehrlos – so der prägende Eindruck des bisherigen Agierens bzw. Schweigens der Gewerkschaften angesichts der Krise. Wirtschaftsinteressen diktieren unangefochten die Agenda des globalen Krisenmanagements, in dem jetzt die Weichen neu gestellt werden. Gewerkschaften spielen auf dieser Bühne keine Rolle. Im Folgenden sollen die absehbaren Folgen für die Lohnabhängigen, die bisherigen Reaktionsmuster der Gewerkschaften sowie mögliche strategische Auswege beschrieben werden…“ Diskussionsbeitrag des AK Weltwirtschaftskrise ver.di Baden Württemberg von Bernd Riexinger und Werner Sauerborn vom Nov. 2008. Dieser Diskussionsbeitrag wird übrigens nun auch von Thomas Böhm, Günter Busch und Stefan Heim mitverantwortet.
- Siehe dazu "Gewerkschaften in der Weltwirtschaftskrise" unter
Diskussion > Wipo > Finanzmärkte und Finanzpolitik > Finanzmarktkrise 2008
Der Funktionär, der beste Freund des Managers? Verdi, Transnet und der Lufthansa-Tarifabschluss
„Als 2001 die Gewerkschaften für Angestellte (DAG), Postler (DPG), Handel, Banken und Versicherungen (HBV), Medien, Druck, Papier, Publizistik und Kunst (IG Medien) sowie für öffentliche Dienste, Transport und Verkehr (ÖTV) zusammengeschlossen wurden, da war viel davon die Rede, dass sich die Gewerkschaften durch den Zusammenschluss "fit" für die "neue Zeit" machen würden. Doch wie bei ähnlich enthusiastisch betriebenen Elefantenhochzeiten von Unternehmen folgte auch bei der Gewerkschaft schon bald Ernüchterung…“ Artikel von Peter Mühlbauer in telepolis vom 04.08.2008 . Aus dem Text: „… Wozu sind professionelle Funktionäre nötig? Ohne sie, so die Befürworter, stünden schlecht ausgebildete Arbeitnehmervertreter in der Gefahr, bei Tarifverhandlungen über den Tisch gezogen zu werden. Die Argumentation ist nicht ganz von der Hand zu weisen - auch wenn sie aus einer Zeit stammt, als Arbeiter mit ein paar Jahren Volksschule häufig nicht nur keine Bilanzen, sondern auch andere Sachen nicht lesen konnten. Doch zu diesem Argument gibt es mittlerweile ein gewichtiges Gegenargument: Nämlich, dass über das Funktionärswesen eine besondere Form der "Sozialpartnerschaft" entstand: Manager und Funktionäre gehören - Schnauzbärte und hässliche Sakkos hin und her - nicht nur der selben Gehaltsklasse, sondern auch der selben sozialen Schicht an. Und beide verkehren nicht nur auf Flügen der Ersten Klasse eng miteinander, sondern auch in Aufsichtsräten…“
Siehe dazu auch im LabourNet Germany: Branchen > Dienstleistungen: Transportwesen > Lufthansa allgemein: Tarifverhandlungen von ver.di 2008
Friede, Freude, Arbeitskämpfchen
„Harte Warnstreiks, windelweiche Kompromisse: Die Gewerkschaften haben sich in den vergangenen Tagen als äußerst wertvoll für die Wahrung des sozialen Friedens erwiesen…“ Artikel von Felix Baum in der Jungle World vom 3. April 2008 . Aus dem Text: „… Das merkwürdige Lavieren, das die Gewerkschaften des DGB an den Tag legen, ist schlicht Folge ihres institutionalisierten Daseins, der Tatsache, dass sie mit Haut und Haar in das Rechtsgefüge des bürgerlichen Staates hineingewachsen und zur gesellschaftlichen Ordnungsmacht geworden sind. Die Eskalation von Streiks ist manchmal vonnöten, um die zahlenden Mitglieder nicht zu verprellen, birgt aber immer die Gefahr in sich, dass das Gesetz des Handelns der Gewerkschaft entgleitet. Nichts schreckt die Gewerkschaftsführungen so sehr wie Anzeichen von einer Selbsttätigkeit der Arbeiter, die, auch wenn das in Deutschland höchst selten vorkommt, außer Kontrolle geraten könnten. Auch Bemühungen, andere Lohnabhängige in laufende Streiks einzubeziehen, werden aus diesem Grund fast nie unternommen. Gewerkschaften bringen bestimmte Arbeiter zusammen und trennen sie von anderen…“
Goldener Oktober. Die deutsche Gewerkschaftsbewegung sortiert sich neu. Zeit, ihre gegenwärtigen Bilanzen zu überprüfen
Artikel von Georg Fülberth in junge Welt vom 19.10.2007 . Aus dem Text: „…Der latente bis offene Gegensatz von Stammbelegschaften und Prekariat ist durch Versuche von Gewerkschafter(inne)n und Politikern, die das traditionelle korporatistische Modell retten wollten, bislang nicht aufgehoben, sondern zuweilen noch verschärft worden. (…) In Deutschland wird also weiterhin mit einer im Vergleich zu früher verstärkten Segmentierung nicht nur der Lohnabhängigen, sondern auch ihrer gewerkschaftlichen Interessenvertretung gerechnet werden müssen. (…) Die DGB-Gewerkschaften des öffentlichen Dienstes – ver.di und Transnet – beklagen sich über angebliche Schmutzkonkurrenz: Cockpit, GDL, Marburger Bund. Deren Auftreten resultiert daraus, daß der alte Korporatismus nicht mehr funktioniert, und signalisiert einen Übergang wohin? Entweder in viele kleine neue, miteinander konkurrierende Korporatismen, die den Unternehmern Vorteile bringen, oder in eine neue Militanz auch der Sektoren, die derzeit weniger kampffähig sind. Wenn Kartellierung von Arbeitskraft eine notwendige (wenngleich nicht hinreichende) Voraussetzung von Gewerkschaften ist, dann sind die angeblichen Spalter eben Gewerkschaften mit derzeit höherer Mobilisierungsfähigkeit – nicht weniger und nicht mehr. (…) Am Beispiel der Hartz-Biografie haben wir gesehen, daß die »modernen Dienstleistungen am Arbeitsmarkt« nicht nur eine sozialdemokratische, sondern auch eine gewerkschaftlich-korporatistische Quelle haben. Mißlingt ein Coup, gehen sich die Komplizen einige Zeit aus dem Weg. Aber sie müssen sich wieder finden. Das geschieht jetzt…“
Die Grippe bekämpfen, indem man nach mehr Viren verlangt? Anmerkungen zum gewerkschaftlichen K(r)ampf gegen Arbeitslosigkeit
Artikel von Robert Schlosser in trend-onlinezeitung vom Mai 2007
BundesarbeiterInnetage vom 06. - 08.09.2006 in Berlin
- Ver.di verläßt Arbeiter
Abschaffung bereichsübergreifender Ausschüsse befürchtet. Unzufriedenheit mit schlechter Betreuung und Unmut über tarifpolitische Zugeständnisse. Artikel von Daniel Behruzi in junge Welt vom 12.09.2006 
- BundesarbeiterInnetage vom 06. - 08.09.2006 in Berlin – Sonderseite bei ver.di

- ArbeiterInnen-Blog bei ver.di
Gewerkschaften müssen kämpfen
„Wie stark sind die deutschen Gewerkschaften noch? Was können sie für ihre Mitglieder in den Tarifverhandlungen erreichen? Welchen Einfluß haben sie auf die jeweilige Bundesregierung, um im Arbeitsrecht, in Mitbestimmungsfragen und in der Wirtschaftspolitik ArbeitnehmerInnen-Interessen durchzusetzen? Es ist offensichtlich: Sie schwächeln. Aber es wäre falsch, sie allein dafür verantwortlich zu machen…“ Artikel von Heiz-J. Bontrup in Ossietzky vom 22.04.2006 
Rückkehr des Streiks? Der fortschreitende Sozialabbau und die gefühlte Zunahme der Unruhe
„Infineon, Gate Gourmet, AEG, der öffentliche Dienst auf Länderebene, die baden-württembergischen Universitätskliniken haben etwas gemeinsam: Sie wurden in letzter Zeit bestreikt. Ist ein Ende der typisch deutschen Streikfaulheit in Sicht?...“ Artikel von Marcus Hammerschmitt in telepolis vom 13.02.2006 
Schlechte Werbung mit vollen Mülltonnen
„Mit Marketing tun sich die Gewerkschaften schwer - was vom Streik im Öffentlichen Dienst in den Medien zu sehen ist, erinnert PR-Fachleute eher an die Oktoberrevolution denn an Protest im 21. Jahrhundert. Dabei können Kommunikationsstrategien über den Streikausgang mitentscheiden…“ Artikel von Anne Seith in Spiegel online vom 21.02.06
Krise der Gewerkschaften – oder Kapitulation der Gewerkschaftsführung vor Kapitaloffensive?
- Teil 1: Erpreßte Zugeständnisse. Artikel von Renate Münder
(Betriebsratsvorsitzende und aktiv bei ver.di) in junge Welt vom 03.11.2005
- Teil 2 und Schluss: Sozialpartnerschaft ohne Partner. Artikel von Renate Münder
in junge Welt vom 04.11.2005
Gefesselte Riesen
Die Wirtschaftskrise bringt nicht nur das Kapital in Schwierigkeiten, sondern fordert auch die Gewerkschaften heraus. Artikel von Jeannine Geißlerin in sopos 4/2005. Siehe dazu auch:
- Gewerkschaften in der Globalisierungsfalle. Vorwärts zu den Wurzeln! Diskussionsbeitrag von Bernd Riexinger und Werner Sauerborn vom 20.9.04
, erschienen als Suplement der Zeitschrift Sozialismus
Widersprüchliche Bilanz
Gewerkschaften im Jahr 2004: Kampflose Niederlagen
und offener Ausverkauf, aber auch beginnende Selbstorganisation
an der Basis und in den Betrieben. Artikel
von Daniel Behruzi in junge Welt vom 28.12.2004 
Tariflohn wäre prima!
In den neuen Bundesländern sind die Gewerkschaften
schwach. Entsprechend schlecht ist es um die Einhaltung des Arbeitsrechts
bestellt. Artikel
von Udo van Lengen in Jungle World vom 22. Oktober 2003 
Informatives Sommerloch. Was die Gewerkschaften
mit der Hunzinger AG zu tun haben
Kolumne
von Mag Wompel in junge Welt vom 10.08.2002 
"Ehrenwerte Geschäfte - zweifelhafte Methoden".
Verhaltenskodizes - Persilschein oder Mittel zur Organisierung?
Artikel
von Heiner Köhnen, erschienen im express, Zeitschrift für sozialistische
Betriebs- und Gewerkschaftsarbeit, 11-12/01
Auslagerung (Outsourcing)
Bericht über den Stand unserer Diskussion in der
"Standorte-Gruppe" bei Opel/GM-Bochum vom November 1999. Dieser
Diskussionsbeitrag
wird auch demnächst als Broschüre in der Reihe Ränkeschmiede erscheinen
Deutsche Muster-Männer
Helmut Weiss eröffnet eine neue Kolumne
beim LabourNet Germany: Die Aldous Huxley Revival-Serie "Brave new
world" (I) |