| Der Osten auf Achse. Die Wirtschaftskrise wird die seit der Expansion der EU etablierten Migrationsströme verändern. Fachkräfte gehen verstärkt nach Skandinavien 
Artikel von und bei Tomasz Konicz , zuerst erschienen in Junge Welt vom 26.07.2008
Dieses und jenes Europa. Zugangsbeschränkungen für die neuen EU-Staaten
„Kurz vor dem geplanten Beitritt von Bulgarien und Rumänien zur Europäischen Union am 1. Januar 2007 haben mehrere Staaten sich gegen Arbeitsmigration ausgesprochen. Neben Irland, Großbritannien und Spanien will auch Deutschland den osteuropäischen Arbeitern vorerst keine uneingeschränkte Freizügigkeit zugestehen. »Wenn Arbeitsplätze knapp werden, sollte man die Ausländer wieder in ihre Heimat zurückschicken.« 35 Prozent der Deutschen teilen einer jüngst veröffentlichten Studie der Friedrich-Ebert-Stiftung zufolge diese Einstellung, die als rechtsextrem eingestuft wird. Die Bundesregierung ist offensichtlich ähnlicher Meinung und hat einen Gesetzesentwurf vorgelegt, demzufolge auch nach dem EU-Beitritt der beiden Länder noch sieben Jahre lang die bisherigen Zugangsbeschränkungen zum Arbeitsmarkt bestehen bleiben sollen…“ Artikel von Thorsten Mense in Jungle World vom 15. November 2006
Einmal Westen und zurück
Nach der EU-Erweiterung zog es 400.000 Polen nach Großbritannien. Sie waren willkommen. Jetzt aber bekommen die Briten Angst – und wollen die Grenze für Bulgaren und Rumänen schließen. Artikel von John F. Jungclaussen in DIE ZEIT vom 28.09.2006 
Lockruf aus dem Osten. Betriebe in Tschechien, Polen und anderen neuen EU-Ländern suchen deutsche Gastarbeiter. Die ersten wagen das Abenteuer
Artikel von Nils-Viktor Sorge im Tagesspiegel vom 30.4.06 . Aus dem Text: „…Noch schrecken viele Deutsche die Verdienstmöglichkeiten ab. Autoindustrie-Zulieferer Isoflock bietet externen Interessenten 620 Euro – im Monat. Die Prager Siemens-Leiharbeiter bekommen dagegen zunächst ein West-Gehalt von rund 1700 Euro. Für einen Anschlussvertrag bietet das Werk nach von Siemens nicht bestätigten Informationen einen örtlichen Tarif von gut 1000 Euro. Immerhin: Während die Löhne in Deutschland stagnieren, steigen sie in Tschechien rasant. Bei einem Wirtschaftswachstum von fast sieben Prozent (2005) legten die Gehälter allein seit 2003 laut staatlicher Statistik jährlich um real 3,5 bis 6,5 Prozent zu. „Das Lohnniveau in der Region Prag nähert sich dem von Sachsen und Thüringen immer weiter an“, klagt Helmut Froböse, Personal-Chef des niedersächsischen Autozulieferers Schnellecke….“
Mindestens
Minilohn
Bundeskanzler Schröder heizte mit Wahlkampfauftritt
Debatte über Mindestlöhne an. Gewerkschafter und SPD-Linke
fordern gesetzliche Regelung. Artikel
von Daniel Behruzi
in junge Welt vom 13. April 2005. Darin auch unser Un-Zitat des
Tages:
„Wir können nicht zulassen, dass es Leute gibt,
die Arbeiter aus dem europäischen Ausland holen und damit gesunde
deutsche Betriebe kaputt macht.“ So Schröder
am 11.4.05. Siehe dazu auch: Operation Lohndrücker. Polens
»Ich-AG’s« als Sündenböcke. Kommentar
von Rainer Balcerowiak
in junge Welt vom 13. April 2005
Der Osten kommt
Eine Klausel im EU-Recht macht die Bundesrepublik
zum Billiglohnland. Firmen feuern deutsche Arbeiter und heuern osteuropäische
an - zu Dumpingpreisen. Nun will der Kanzler einschreiten. Artikel
von Markus Deggerich in Spiegel online vom 14. Februar 2005
Die Osterweiterung der EU und ihre Auswirkungen
auf die Arbeitsbeziehungen
Mit der Entwicklung globaler Wertschöpfungsketten
unterlaufen die Konzerne die Verhandlungsmacht der Gewerkschaften.
Nur wenn sich Gewerkschaften und Belegschaften entlang der Wertschöpfungsketten
der modernen Produktion global organisieren, können sie wieder
eine handlungsfähige Gegenmacht aufbauen. Beitrag
von isw-Mitarbeiter Leo Mayer beim Europäischen Sozialforum
2004
in London beim ISW
Die Osterweiterung - Chancen und Risiken in
einem großen Europa
Artikel
von Heiner Flassbeck
in einer dreiteiligen Serie in Wirtschaft und Markt, März/April/Mai
2004 bei der Memo-Gruppe
Union der Profite
Nach der EU-Ostausdehnung: Was hinter der schwülstigen
Europa-Lyrik steckt. Kolumne
von Sahra Wagenknecht in junge Welt vom 08.05.2004 
Die EU der 25. Späte Ernte schneller
Siege. So subversiv kann Geschichte sein
Artikel
von Lutz Herden in Freitag vom 23.04.2004 
EU-Osterweiterung: Freizügigkeit auf dem Prüfstand.
Osteuropäer sollen EU-Bürger 2.Klasse werden. Auch die Gewerkschaften
lehnen sich an die Mauern der Festung Europa
Artikel
von Gerhard Klas in SoZ
Nr.7 vom 29.03.2001 |