Arbeit: Frauenalltag
- "Jeden Schritt in Richtung Gleichberechtigung erkämpfen"
„Vor beinahe 100 Jahren fand der erste Internationale Frauentag statt. Seither haben sich Frauen Stück für Stück mehr Rechte erkämpft. Von Gleichstellung kann jedoch auch heute keine Rede sein. In der Krise laufen vor allem Frauen Gefahr, an den Rand des Arbeitsmarktes gedrängt zu werden. Wir sprachen mit Helga Schwitzer, geschäftsführendes Vorstandsmitglied der IG Metall, über Aufstiegschancen, Lohndiskriminierung und gewerkschaftliche Gleichstellungspolitik…“ Interview mit Helga Schwitzer bei der IG Metall vom 08.03.2010 
- Wenig Grund zum Feiern: Frauen noch immer Arbeitskraft zweiter Klasse
Anfrage der Bundestagsfraktion DIE LINKE an die Bundesregierung dokumentiert dramatischen Zuwachs prekärer Beschäftigung bei Frauen…“ Fraktionsinfo vom 08.03.2010 
- Frauen und Krise: Gleiches Recht und Billiglohn?
„Täglich berichten die Medien von den Problemen in der Automobilindustrie, der Elektro- oder Stahlbranche. Dass es hunderttausende KurzarbeiterInnen gibt, dass die Arbeitslosenzahlen steigen, ist bekannt. Doch die Bevölkerungsgruppe, die - neben ImmigrantInnen - am meisten von der Krise betroffen ist, sind - Frauen. Sie waren die ersten, die ihre Jobs als befristete oder LeiharbeiterInnen verloren, weil sie 70% der Beschäftigten des Niedriglohnsektors stellen. Die Finanzkrise in den Kommunen trifft vor allem die lohnabhängigen Frauen, wenn Kitas geschlossen oder Gebühren erhöht werden oder wenn Jugendfreizeiteinrichtungen Dicht machen…“ Artikel von Christine Schneider (arbeitermacht.de) in Linke Zeitung vom 03.03.2010 
- Siehe dazu auch:
Diskussion > Arbeitsalltag: Entlohnung > Lohnungleichheit bei Männern und Frauen
Ende der Solidarität: Wirtschaftskrise macht Arbeitnehmer einsam
„Wenn der Arbeitsplatz in Gefahr ist, wird das Betriebsklima schnell eisig. Dann werden aus Kollegen Konkurrenten, in den Büros herrscht der Stress - und an den Arbeitsgerichten stapeln sich die Klagen…“ Artikel von Gero Brandenburg im Handelsblatt vom 27.11.2009 
Unternehmen sparen zu Lasten der Belegschaft: Arbeitnehmervertreter beklagen zunehmende Ausbeutung von Angestellten - auch im Hause Daimler
Die Wirtschaftskrise zwingt Unternehmer zum Sparen, diese Not macht einige offenbar erfinderisch: Arbeitnehmervertreter kritisieren einen wachsenden Druck auf Angestellte verschiedener Branchen, mehr Leistung wird immer schlechter bezahlt. Auch vom Stuttgarter Daimler-Gelände dringen Klagen. Artikel von Petra Otte in den Stuttgarter Nachrichten vom 18.11.2009 . Aus dem Text: „… Solche und ähnliche Klagen hören Gewerkschaften mittlerweile aus vielen Firmen. "Um in ihrer Bilanz gut dazustehen, plündern sie die Beschäftigten aus", fasst die Stuttgarter Verdi-Sekretärin Christina Frank einen wachsenden Trend im Zuge von Wirtschaftskrise und Sparprogrammen zusammen. Befristete und schlecht bezahlte Arbeitsverträge seien keine Einzelfälle mehr, sondern häufig gängiges System, solche Strukturen gefährdeten mittlerweile ganze Branchen, kritisiert Bernd Riexinger, Geschäftsführer des Verdi-Bezirks Stuttgart. "Die Not der Beschäftigten auszunutzen wird schleichend zur Regel, wir haben große Befürchtungen, dass sich das weiter ausbreitet." Einem Diskussionsaufruf Verdis zum Thema Arbeitsbedingungen folgten vor einigen Tagen nicht nur Arbeitnehmervertreter von Daimler, sondern gut einem Dutzend weiterer regionaler Firmen. (…) Die Gewerkschaften versuchen, Ausbeutung und Überbelastung mit Prozessen vor Arbeitsgerichten zu stoppen, seinen Job ist der betroffene Beschäftigte meist dennoch los. Laut einer Studie der IG Metall kehren im Schnitt nur zwei von 100 Klägern auf ihren Arbeitsplatz zurück, die übrigen geben sich - häufig zermürbt von jahrelangen Anfeindungen - mit einer Abfindung zufrieden und verlassen das Unternehmen. Oder, wie es Verdi-Vertreter Riexinger bei Daimler erlebt hat: "Daimler macht es sich einfach und wirft die Firma raus. Die Beschäftigten, die sich wehren, werden bestraft."…“
Gemeinsam für ein Gutes Leben! Die Menschen gehören in den Mittelpunkt des politischen Handelns
Die IG Metall hat im Rahmen der Kampagne „Gemeinsam für ein Gutes Leben“ ihre bisher umfangreichste Befragung abgeschlossen. Mehr als 450.000 Menschen haben sich daran beteiligt. Siehe die Kampagnen-Seite 
Das Betriebsklima und die Grenzen der Belastbarkeit - Studie zu Folgen des ökonomischen Drucks
„Die psychischen Belastungen am Arbeitsplatz nehmen zu, gleichzeitig hat sich das Betriebsklima in vielen Unternehmen und Organisationen verschlechtert. "Die Arbeitswirklichkeit unterliegt tiefgreifenden Veränderungen, die in den vergangenen Jahren noch an Geschwindigkeit zugelegt haben", konstatiert Rolf Haubl, Professor für psychoanalytische Sozialpsychologie an der Goethe-Universität. Dies belegen die Ergebnisse seiner jüngsten Studie "Arbeit und Leben in Organisationen 2008"…“ Pressemitteilung der Goethe-Universität Frankfurt am Main vom 18.05.2009 . Siehe dazu:
Entrechtung und globale Ausbeutung. ILO-Report: Zwangsarbeiter werden weltweit um rund 21 Milliarden US-Dollar betrogen
„Sie arbeiten in der Landwirtschaft, in Textilfabriken, auf dem Bau und im Haushalt. Auch im 21. Jahrhundert ist das Thema Zwangsarbeit weiter aktuell. Kaum ein Arbeitsbereich ist davon ausgenommen. Die Internationale Arbeitsorganisation ILO beschreibt dies in ihrem Bericht »Die Kosten des Zwangs«. Doch es gibt auch wenige positive Entwicklungen, denn das Thema ist längst kein Tabu mehr…“ Artikel von Haidy Damm im Neues Deutschland vom 15.05.2009 . Siehe dazu:
- »Die Kosten des Zwangs«
Gesamtbericht im Rahmen der Folgemaßnahmen zur Erklärung der IAO über grundlegende Prinzipien und Rechte bei der Arbeit, herausgegeben von Internationale Arbeitsorganisation ILO, Mai 2009 
Junge Menschen haben ein dickes Fell
„Ohne dickes Fell könnten sie die Bedingungen, unter denen sie arbeiten, auch schlecht aushalten: Mehr als 30 Prozent der unter 35-Jährigen sind von prekären Arbeitsverhältnissen betroffen. Das heißt, Leiharbeit, Befristung und schnelle Kündigung in der Krise sind an der Tagesordnung. Das ergab eine Studie im Auftrag der IG Metall…“ Meldung der IGM vom 11.05.2009 , dort auch weitere Infos. Siehe dazu die Studie „Junge Generation“ der IG Metall : „Motiviert – aber ausgebremst“. Ergebnisse auf Basis der Studie: Persönliche Lage und Zukunftserwar-tungen der jungen Generation, TNS Infratest Politikforschung im Auftrag der IG Metall, April 2009
Verzicht zur Firmenrettung: Wie Beschäftigte für ihre Jobs leiden
„Wer in der Wirtschaftskrise seinen Job behält, gehört zu den Gewinnern. Deshalb bringen viele Menschen Opfer, damit der Betrieb überlebt - sie verzichten auf Weihnachtsgeld, Urlaub oder Lohnerhöhungen. FTD.de gibt einen Einblick…“ Artikel von Annette Berger in der FDT vom 11.03.2009 
Vom Ausbeutungsfeld Arbeitsplatz. Beschäftigte und Arbeitslose im medialen und rechtlichen Halbschatten
"In Unternehmen und Staat werden die Rechte von Beschäftigten, Noch-Beschäftigten und Arbeitslosen laufend eingeschränkt und verletzt. Selbst die bestehenden Rest-Gesetze werden missachtet, vor allem aber werden sie in Grauzonen umgangen, die mit hohem juristischem Aufwand geschaffen werden. Millionen Betroffener befinden oder glauben sich in einer Erpressungssituation. Widerspruch, Widerstand, ja allein die interne oder gar öffentliche Feststellung der nackten Tatsachen unterbleiben aus Furcht vor Entlassung, Nichtzahlung von Transferleistungen oder sonstigen Strafmaßnahmen. Hilferufe aus dieser allgegenwärtigen, aber verdrängten Welt gelangen nur an den Rändern aus dem medialen und rechtlichen Halbschatten in die Öffentlichkeit…“ Artikel von Werner Rügemer in BIG Business Crime Nr.4/2008 vom 28 Oktober 2008 
No Country for Old Men. Prekarisierung und neue Unübersichtlichkeit in Großbetrieben
Die Hamburger Gruppe Blauer Montag hat sich in den letzten zwei Jahren mit der "neuen Unübersichtlichkeit in Großbetrieben" beschäftigt. Der hier dokumentierte Text fasst die Ergebnisse von Befragungen, Diskussionen und schlaglichtartigen Beobachtungen zusammen. Er ist ein Beitrag sowohl zur aktuellen Prekarisierungsdiskussion als auch zum Verständnis der widersprüchlichen Konfliktualität in Büros und Betrieben. Es handelt sich dabei um einen Vorabdruck aus dem Buch "Risse im Putz. Autonomie, Prekarisierung und autoritärer Sozialstaat", das Anfang November im Verlag Assoziation A erscheinen wird. Wir dokumentieren den in ak - zeitung für linke debatte und praxis – vom 17.10.2008 erschienenen Beitrag der Gruppe Blauer Montag und danken für die Freigabe!
Fakten für Arbeitnehmer/innen: Datenkarte 2008
Wichtige Daten zur wirtschaftlichen und arbeitsmarktpolitischen Lage im praktischen Taschenformat - aufbereitet mit dem Blick für die Nutzung durch Mitbestimmungspraktiker. Zum Beispiel: Wie hoch ist die Arbeitslosenquote im Osten? Wieviel mitbestimmte Unternehmen gibt es in Deutschland? Bundesschulden, Durchschnittsverdienste, Krankenstand... Die Datenkarte 2008 auch mit Zahlen zu Empfängern von Arbeitslosengeld II, Minijobs und Sozialgeld. Außerdem: neue Daten zu Umwelt und Gesundheit. Alle Datenblätter gibt es hier zum Download: http://www.boeckler.de/datenkarte 
GM zieht die Zeitschraube an - Über einen neuen Ansatz zur Leistungsbemessung in der Autoindustrie
„Die Frauen und Männer an den Fließbändern und Akkordarbeitsplätzen überall in der Welt wissen das: Es ist zwar ein Unterschied, ob ich in einer Taktzeit von 58 Sekunden oder »nur« alle 1,5 Minuten die gleichen Arbeitsbewegungen wiederholen muss, und wichtig ist auch die Art dieser auszuführenden Bewegungen. Noch wichtiger allerdings ist die Frage, wie viele Arbeitsbewegungen ich innerhalb der Taktzeit schaffen muss. Die Zeit für die einzelnen Arbeitsbewegungen ist vorbestimmt, und zwar auf der Basis von Time Measurement Units (TMU). Ein TMU sind 21 Hunderttausendstel Stunden, eine Sekunde entspricht also umgerechnet 27,8 TMU, eine Minute 1667 TMU. Für »Hinlangen zum Kippschalter« gibt es z.B. 21 TMU, für »Greifen einfach« 3 TMU, für »Loslassen« 2 TMU. So sind auch für »Bücken«, für »1 Schritt Gehen«, für »In den Blick nehmen« usw. die TMU-Sekundenbruchteile genau festgelegt. Dieses anfangs rätselhaft klingende System vorbestimmter Zeiten nennt sich MTM (Methods-Time Measurement) bzw. Methoden-Zeit-Messung und wird im Folgenden ausführlicher erhellt. Doch zunächst zum aktuellen Anlass, sich mit den wenig diskutierten Grundlagen heutiger Arbeitszeitplanung und damit auch Personalbemessung zu befassen. General Motors hat seit 1993 den Belegschaften einen Verzichtsvertrag nach dem andern abgepresst. Reduktion der Lohnzuwächse durch Anrechnung auf übertarifliche Lohnbestandteile, Kürzung der Gruppengesprächszeiten, massiver Job-Abbau durch Auslagerungen und Fremdvergabe, Einsatz von Leiharbeitern usw. – alles zwecks Sicherung und Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit im globalen Konkurrenzkrieg, sprich: des Profits. Aktuell versucht GM einen neuartigen Angriff: In den europäischen Autowerken soll die Arbeitshetze durch Kürzung der MTM-Vorgabezeiten um knapp 20 Prozent mit Hilfe einer neuen, »VPM« genannten Methode, massiv erhöht werden…“ Artikel von Wolfgang Schaumberg als Vorabdruck aus dem nächsten "express - Zeitung für sozialistische Betriebs- und Gewerkschaftsarbeit" Oktober 2008. Wir danken dem Verlag und dem Autor
Welttag für menschenwürdige Arbeit 7. Oktober 2008
Am 7. Oktober 2008 organisiert die Gewerkschaftsbewegung einen Welttag für menschenwürdige Arbeit. Dies bietet den Gewerkschaften und an menschenwürdiger Arbeit interessierten Organisationen in aller Welt eine einzigartige Gelegenheit, an einer breit angelegten globalen Mobilisierungskampagne unter Beteiligung zahlreicher Menschen im Rahmen einer Vielzahl von Aktivitäten teilzunehmen. Ein erfolgreicher Aktionstag wird sich auf die dringende Notwendigkeit einer neuen Globalisierung konzentrieren. Macht mit: Siehe dazu:
- Aktionseite
Die (deutschsprachige) Aktionsseite vom Internationaler Gewerkschaftsbund 
- zum Aktionstag startet das Nord-Süd-Netz des DGB-Bildungswerks das Online-Portal www.gute-arbeit-weltweit.de
, das umfassend zum Thema "gute, menschenwürdige" Arbeit informiert
- Welttag für menschenwürdige Arbeit 7. Oktober 2008
Die (deutschsprachige) Broschüre zum Aktionstag vom Internationaler Gewerkschaftsbund
- Minileitfaden Menschenwürdige Arbeit
Der (deutschsprachige) Minileitfaden zum Aktionstag vom Internationaler Gewerkschaftsbund
Mobilität, Kontrolle und Klassenkampf: Eine zweischneidige Angelegenheit
„Mobilität ist eines der wichtigsten Schlagwörter der kapitalistischen Gesellschaften im Westen geworden. Kein Tag vergeht, an dem wir nicht erinnert werden, dass wir mobiler and flexibler werden müssen. Dieser Artikel soll hingen zeigen, dass die Mobilität der Menschen und auch ihrer Arbeitskraft für Kapital und Staat eine äußerst zweischneidige Angelegenheit sind. Dabei werden Jobhopping, die Vergabe von unterschiedlichen Mobilitätsrechten, der staatliche Kampf gegen „Sozialhilfe-Tourismus“ sowie die Auswirkungen von Eigenheim-Bau analysiert. Darüber hinaus wird die Frage aufgeworfen, in wie fern Mobilität den Klassenkampf fördern kann und ob sie den Kapitalismus in Frage stellt. In diesem Zusammenhang wird die Möglichkeit eines Exodus aus der Lohnarbeit sowie das Nomadentum als subversive Strategie kritisch hinterfragt…“ Artikel von Paul Pop in Grundrisse 26 
„Gute Arbeit“ – nur 2008 Mangelware? DGB-Index Gute Arbeit
„Der DGB-Index Gute Arbeit ist das menschliche Maß für die Arbeit - ein wissenschaflich fundiertes Instrument zur Erfassung der Arbeitsbedingungen aus Beschäftigtensicht. Seit 2007 wird mit dem DGB-Index Gute Arbeit einmal jährlich bundesweit die Arbeitsqualität gemessen. Maßgeblich ist dabei ausschließlich das Urteil der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer…“ Siehe dazu:
- DGB-Index Gute Arbeit 2008: Prekär Beschäftigte ziehen fast überall den Kürzeren
“Nach Einschätzung der Beschäftigten hat sich die Arbeitsqualität im Durchschnitt leicht verbessert. 2008 werden 13 Prozent der Arbeitsplätze in Deutschland als umfassend positiv beschrieben (2007: 12 Prozent). 55 Prozent der Arbeitsplätze liegen im Mittelfeld (2007: 54 Prozent), 32 Prozent werden schlecht bewertet (2007: 34 Prozent). Zu diesem Ergebnis kommt der DGB-Index Gute Arbeit 2008…“ DGB-Pressemitteilung vom 26.06.2008 
- Die komplette Umfrage des DGB

- Für weitere Informationen siehe die DGB-Sonderseite
.
Siehe dazu auch:
- Lohnarbeit ist keine gute Arbeit
„Ist Lohnarbeit gute Arbeit? Der DGB machte sich mit einer umfangreichen Untersuchung auf die Suche nach "guter (Lohn)Arbeit" und befragte in diesem Jahr dazu fast 7000 Lohnabhängige in der Bundesrepublik. Ganze 13 Prozent der Befragten meinten, ihr Lohnarbeitsverhältnis sei eine "gute Arbeit". 87 Prozent hatten an ihrer Arbeit mehr oder minder viel auszusetzen. Davon hatten 32 Prozent sehr viel auszusetzen und hielten ihre Arbeit für unzumutbar und schlecht. In den Augen der großen Mehrzahl der Lohnarbeiter ist Lohnarbeit keine gute Arbeit…“ Artikel von Wal Buchenberg vom 28.06.2008 bei indymedia 
- Gute Arbeit für alle: Ein realistisches und notwendiges Ziel?
Kommentar von Mag Wompel zu den Thesen der Denknetz-Tagung „Gute Arbeit für alle“, Zürich 2006 
- Online-Studie: So unzufrieden sind Deutschlands Arbeitnehmer
„Diese Untersuchung dürfte Personalchefs interessieren: In einer Online-Studie haben Hunderte Arbeitnehmer ihren Job beurteilt. Die meisten klagen über Konkurrenzdruck, fehlende Aufstiegschancen, Resignation. 70 Prozent der Befragten wollen sich eine neue Stelle suchen.
Die Stimmung in deutschen Unternehmen ist miserabel. Das geht aus einer aktuellen Online-Studie hervor. Knallharter Konkurrenzkampf mit den Kollegen, massiver Druck von den Vorgesetzten, kaum eine Chance aufzusteigen - viele Arbeitnehmer haben nur noch einen Wunsch: Holt mich hier raus!...“ Artikel in Spiegel online vom 12.06.2008 
Jugend-Studie des DGB. Arbeit für Junge: Befristet, unsicher, unterbezahlt
„Junge Menschen müssen beim Einstieg ins Berufsleben überproportional befristete Arbeitsplätze, Zeitarbeit und unfreiwillige Teilzeitjobs in Kauf nehmen. "Unter 30-Jährige sind deutlich besser ausgebildet als Ältere und dennoch überdurchschnittlich häufig von prekären Beschäftigungsverhältnissen betroffen", erklärte die stellvertretende DGB-Vorsitzende Ingrid Sehrbrock am Mittwoch in Berlin bei der Vorstellung einer Jugend-Studie…“ Artikel in Frankfurter Rundschau vom 28.11.2007 . Siehe dazu:
„DGB-Index Gute Arbeit“
„Die Veröffentlichung des DGB-Index Gute Arbeit 2007 markiert den Beginn einer neuen Phase der öffentlichen Berichterstattung zur Arbeitswelt. In den kommenden Wochen und Monaten wird die Servicestelle DGB-Index Gute Arbeit in Zusammenarbeit mit dem Internationalen Institut für Empirische Sozialökonomie (infines) die Auswertung des umfangreichen Datenmaterials aus der Erhebung 2007 fortsetzen und die Ergebnisse hier auf der Homepage publizieren. Geplant sind Studien u.a. zur Arbeitszufriedenheit der Beschäftigten, zur Work-Life-Balance und zur prekären Beschäftigung. In Arbeit ist der Ausbau der Website in Richtung Wissensdienstleistung zum Thema Gestaltung der Arbeitswelt; Medium für Berichte, Hintergründe und News zu den Arbeitsbedingungen; Forum für gewerkschaftliche und andere Initiativen für Gute Arbeit.“ Siehe die Aktionsseite „DGB-Index Gute Arbeit“ . Siehe dazu:
- Arbeitsbedingungen nur noch Mittelmaß. Studie: Zwölf Prozent halten ihren Job für gut
„Der DGB hat einen Bewertungsindex entwickelt, mit dem sich die Qualität der Arbeit messen lässt. Einmal jährlich sollen dessen Ergebnisse künftig präsentiert werden…“ Artikel von Velten Schäfer im ND vom 12.09.07 
- Interessant wäre dabei eine Debatte darüber, was "gute Arbeit" im Kapitalismus sein kann/soll...
Rückkehr zur 40-Stunden-Woche. Aufschlussreiche Momentaufnahme der deutschen Arbeitswelt
„Jeder zehnte Beschäftigte in Deutschland beurteilt seinen Gesundheitszustand als weniger gut oder schlecht. So das jetzt vorliegende Ergebnis der fünften Erwerbstätigenbefragung durch die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) und des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB). Die repräsentative Recherche, bei der im Vorjahr 20.000 Beschäftigte befragt wurden, vermittelt einen Eindruck, wie derzeit die Arbeitsbedingungen in Deutschland empfunden und verkraftet werden…“ Artikel von Wolfgang Lieb in Freitag vom 7.9.07 . Siehe dazu:
- Was Beschäftigte in Deutschland belastet. Erwerbstätigenbefragung 2006 der BAuA und des BIBB
BAuA –Pressemitteilung vom 15. August 2007 
- BIBB/BAuA-Erwerbstätigenbefragung 2006 - Arbeit und Beruf im Wandel, Erwerb und Verwertung beruflicher Qualifikationen. Sonderseite des BIBB

Sweatshops - Export von Zwangsarbeit nach Asien und Lateinamerika?!
„Wer heute westliche Konsumgüter wie Kleidung, Spielzeug oder Elektronikartikel mit der Aufschrift „Made in China“, „Made in Bangladesh“ etc. kauft, weiß kaum unter welchen menschenverachtenden Arbeitsbedingungen sie hergestellt werden. Das „Made in …“ steht Synonym für Ausbeutung und Zwangsarbeit in so genannten Sweatshops…“ Artikel von Michael Schumacher vom März 2007 bei forced labour
Das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG)
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Diskriminierungsverbot und Arbeitsrecht – eine Einführung in das neue Gleichbehandlungsgesetz
„Am 14. August 2006 trat das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz in Kraft. In der Presse und anderen Medien wurde ausführlich darüber berichtet, auch wurden bereits zahlreiche Fachpublikationen dazu veröffentlicht. An dieser Stelle soll nun ein gestraffter Überblick zu den neuen Rechtsgrundlagen einen ersten Einblick in das Gesetz ermöglichen. Selbstverständlich kann er nicht Broschüren, Kommentare und Schulungen ersetzen, aber ein erstes Grundverständnis vermitteln.
Das Gleichbehandlungsgesetz wird in den kommenden Monaten nicht nur die arbeitsrechtliche Fachwelt und die Gerichte, sondern auch die betriebliche Praxis und damit die Betriebsräte eingehender beschäftigen. Daher sollen hier die wichtigsten Fragen, wie sie sich in der Anlaufzeit des Gesetzes herauskristallisiert haben, möglichst praxisbezogen beantwortet werden…“ Sonderseite zum AGG bei ver.di Bildung + Beratung (bub)
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Betriebsvereinbarung zum AGG
Mit der Veröffentlichung im Bundesgesetzblatt ist das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG) nunmehr am 18.08.2006 in Kraft getreten. Erstmals haben Betriebsräte die Möglichkeit, im Wege von Beschlussverfahren gegen Diskriminierung von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern sowie sexuelle Belästigungen vorzugehen. Diese neuen Mitbestimmungsrechte haben auch Auswirkung auf das Recht der Betriebsräte, Betriebsvereinbarungen zum AGG bzw. gegen „Mobbing“ abzuschließen. Dazu verbreitet das Anwaltsbüro Bell & Windirsch eine Muster-Betriebsvereinbarung der IG Metall zur organisatorischen Umsetzung des AGG 
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Checklisten zum AGG
Ebenfalls vom Anwaltsbüro Bell & Windirsch liegen Checklisten des DGB-Bundesvorstands vor: Eine für Betriebsräte zur Überprüfung bestehender Betriebsvereinbarungen, eine für Arbeitgeber zur Prüfung, ob alle Pflichten eingehalten werden und eine dritte für betroffene Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, um mögliche Diskriminierungen zu erkennen
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Das allgemeine Gleichbehandlungsgesetz - neue Aufgaben für die Betriebsräte
Bell & Windirsch, Mandanteninfo vom August 2006 
- Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz kommt
„Der Deutsche Bundestag hat heute das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG) beschlossen. Mit diesem Gesetz kommt Deutschland seiner Verpflichtung nach, vier Richtlinien der Europäischen Gemeinschaft zum Schutz vor Diskriminierung in nationales Recht umzusetzen. Die Richtlinien betreffen verschiedene Bereiche unserer Rechtsordnung - der Schwerpunkt liegt im Bereich von Beschäftigung und Beruf, die Bestimmungen gelten gleichermaßen etwa für Arbeitnehmer, Auszubildende oder für den öffentlichen Dienst. Betroffen ist aber auch das Zivilrecht, also Rechtsbeziehungen zwischen Privatpersonen - insbesondere Verträge mit Lieferanten, Dienstleistern oder Vermietern…“ Pressemitteilung des Justizministeriums vom 29. Juni 2006 
- Gleichbehandlungsgesetz wird entschärft. Bei Diskriminierungen im Betrieb soll es kein eigenes Klagerecht für Betriebsräte und Gewerkschaften geben.
Meldung im Haufe Personal Portal vom 27.06.2006 
- Alle Menschen sind verwertbar
Das Antidiskriminierungsgesetz wird nicht vor Diskriminierung schützen. Es erfüllt lediglich Richtlinien der EU, die vor allem darauf abzielen, den europäischen Markt zu vereinheitlichen. Artikel von Thomas Uwer in Jungle World vom 24. Mai 2006 
Mehrfachbeschäftigung. Ein Job ist nicht genug
„Immer mehr Menschen gehen in Deutschland mehr als einer Beschäftigung nach – Persönliche Motive und gesetzliche Rahmenbedingungen bestimmen den Trend. Warum üben manche Menschen mehrere Beschäftigungsverhältnisse gleichzeitig aus? Sind sie postmoderne „Flex-Worker“ auf der Suche nach beruflicher Erfüllung durch variierende Tätigkeiten? Oder gehorchen sie ökonomischen Zwängen, weil ein Job den Lebensunterhalt nicht sichert? Handelt es sich vielleicht um freiwilliges „Patchworking“ für zusätzlichen Konsum und Luxus? Die Analyse zeigt ein ambivalentes Bild, das sich im Gefolge von Arbeitsmarktreformen rasch ändern kann…“ IAB-Kurzbericht Nr. 22 vom 6.12.2006 
Pingelige Chef 2005. Wer Eichhörnchen rettet, fliegt raus
„Manche Chefs scheinen zu denken, dass sie ihren Angestellten alle möglichen abwegigen Regeln zumuten können. Das jedenfalls legt die "Liste der unglaublichsten Arbeitsplatz-Ereignisse" nahe, die eine US-Beratungsfirma zusammengestellt hat. Auch eine deutsche Firma tat sich unrühmlich hervor…“ Artikel von Matthias Streitz bei Spiegel online vom 22. Dezember 2005
Zitat zum Thema: Arbeiten wie 1857
Zitat aus Der Deutsche Einheit(z)-Textdienst von Werner Lutz 12/2005
„Low
Performer“ schützen: Einer ist immer der Letzte!
„Mangelnde Leistung von Mitarbeitern muss nicht
tatenlos hingenommen werden.“ ...“Low Perfomer identifizieren“
.... „Der richtige Umgang mit Low Performern“. Immer
offener wird seit einiger Zeit auf Arbeitgeberseite beraten, wie
bei angeblichen Leistungsmängeln von Arbeitnehmerinnen und
Arbeitnehmern (AN) vorzugehen ist. Das Ziel ist: „eine Trennung
von solchen Mitarbeitern einzuleiten“. Für Betriebs-
und Personalräte bedeutet dieser Trend, möglichst frühzeitig
Maßnahmen durchzusetzen, um die systematischen Ausgrenzung
und Überwachung von AN zu verhindern. Sind belastende Daten
vom Arbeitgeber erst einmal gesammelt und die Kündigung durch
gesammelte Vorwürfe über Monate vorbereitet, wird es schwierig,
eine Kündigung zu verhindern. Die AN sind dann in der unangenehmen
Situation, sich ins Unternehmen oder in die Dienststelle wieder„hineinklagen“
zu müssen. Das muss nicht sein. Wichtig ist, vorbeugend Sicherungen
einzubauen, die die Datensammelwut mancher Personalverantwortlicher
in die Schranken weist…“ Mandanteninfo
des Anwaltsbüros Bell & Windirsch
vom 06.04. 2005.
Stört uns bitte einmal nicht bei der
Arbeit!
Wir verdienen zu viel, schuften zu wenig und die
Chinesen machen sowieso alles besser. Deutschland kann im internationalen
Wettbewerb nicht mehr mithalten und die Erde ist eine Scheibe. Die
dringend notwendige Revision von ein paar Arbeitsmarkt-Gewissheiten
von
Rainer Stadler in SZ vom 24.01.2005 
Fragebogen zur Ungerechtigkeit am Arbeitsplatz
Das Institut für Psychologie an der J.W.G. Universität Frankfurt am Main bittet im Rahmen einer Studie um die Beteiligung an einer Befragung . Das Thema, um das es bei der Befragung geht, ist die Wahrnehmung von Ungerechtigkeit am Arbeitsplatz (ungerechte Bezahlung, interpersonale Ungerechtigkeit, prozedurale Ungerechtigkeit), die verschiedenen Reaktionsweisen auf solche Ungerechtigkeiten und die Auswirkungen des Ganzen für die Betroffenen. Im Übrigen beinhalter der Fragebogen indirekt gute Tipps zur Sabotage….
Alltägliche Lebensführung als Dimension
sozialer Ungleichheit?
Artikel
von Kerstin Jürgens
aus: M. Weihrich/ G.G. Voß (Hg.): tag für
tag. Alltag als Problem - Lebensführung als Loesung? Neue Beitraege
zur Soziologie Alltaeglicher Lebensfuehrung 2. München, Mering:
Hampp Verlag 2002. 276 S., Euro 24.80. Siehe
auch Informationen zum Buch 
Druck von oben: Und bist Du nicht willig
...
"Spätestens in drei Wochen sind Sie so fertig,
dass Sie den Aufhebungsvertrag unterschreiben", bedrohte der
Abteilungsleiter seinem Mitarbeiter ganz offen. Eine Szene aus Absurdistan?
Weit gefehlt, Deutschland war Ort des Geschehens...."
Artikel von Claudia Tödtmann, Mitarbeit: Constanze Hacke, in
Handelsblatt vom 27. September 2002 
wer im glashaus sitzt, braucht nicht mit steinen
schmeißen...
Bericht
über die Arbeit in einer Glasfabrik bei PROL-POSITION.NET 6/2002

Giving Workers the Treatment: If you raise
a stink, you go to a shrink!
Wer aufmüpfig ist, ist ganz offensichtlich nicht
normal und muß unbedingt zum Psychiater - so die zunehmende
Praxis in den USA. Hunderte von Unternehmen haben Psychiater und
Psychologen angeheuert, um "gefährliche" Beschäftigte
auszusieben
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