| Arbeit am Wochenende Samstags gehört Vati dem Chef
„Etwa 45 Prozent der Beschäftigten arbeiten inzwischen auch samstags. Sonntags- und Nachtarbeit nehmen ebenfalls zu. Das bringt Probleme mit sich…“ Artikel in Süddeutsche Zeitung vom 22.12.2009 
Neue Mercer-Studie zeigt: Gesetzlicher Urlaubsanspruch: Deutschland Schlusslicht in Europa
„Im weltweiten Vergleich ist der gesetzlich vorgeschriebene Jahresurlaub in Finnland, Brasilien und Frankreich am längsten, in Kanada und China am kürzesten.
Deutschland gehört zu den Ländern, die mit 20 Tagen den geringsten gesetzlichen Urlaubsanspruch in Europa haben. Dies zeigt eine neue Studie von Mercer, in deren Rahmen die Urlaubs- und Feiertagsregelungen in über 40 Ländern weltweit untersucht wurden. Der Vergleich basiert auf dem gesetzlichen Anspruch eines Mitarbeiters, der fünf Tage die Woche arbeitet und seit zehn Jahren im Unternehmen tätig ist…“ Pressemitteilung samt Tabelle vom 13.10.2009 
Immer mehr Vollzeit-Jobs werden abgebaut
„Bei den Vollzeitbeschäftigten war im dritten Quartal 2009 ein Rückgang von 1,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr zu verzeichnen, berichtet das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB). Im zweiten Quartal lag der Rückgang gegenüber dem Vorjahr erst bei 0,8 Prozent…“ Presseinformation des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung vom 24.11.2009 
Forschungsbericht beleuchtet Teilzeitarbeit im Dienstleistungsbereich
„Beschäftigungsformen außerhalb des Achtstundentages gewinnen an Bedeutung: 29 % der abhängig Beschäftigten in Deutschland arbeiten in Teilzeit. Teilzeit ist das dominierende Modell im Dienstleistungsbereich und Teilzeit ist weiblich: Gerade Frauen können dadurch Beruf und Familie vereinbaren…“ Pressemitteilung der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin vom 17.04.2007 
Was folgt dem Orkan – Kyrill im Arbeitsverhältnis
„Der Orkan „Kyrill“ hat eine Schneise der Verwüstung hinterlassen, auch im Arbeitsrecht: Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die zu spät oder gar nicht zur Arbeit erschienen, sollten die Fehlzeiten nachholen – oder Urlaub dafür beantragen. Beides kann der Arbeitgeber aber nicht verlangen, außerdem hat der BR Mitbestimmungsrechte. Aus aktuellem Anlass erscheint deshalb unser Mandanteninfo für Februar etwas früher…“ Das Mandanteninfo vom Februar 2007 von Bell & Windirsch, Anwaltsbüro für Arbeits- und Sozialrecht, Familienrecht, Vertrags- und Mietrecht, Strafrecht. Aus dem Text: „…Den AN, die aus diesen Witterungsgründen ihre Arbeit nicht oder nur verspätet aufnehmen kann, trifft zwar keine Schuld daran, Vergütung für die ausgefallene Arbeitszeit steht ihnen aber nicht zu. Der Arbeitgeber ist daher berechtigt, das Gehalt entsprechend dem Anteil der ausgefallenen Arbeitszeit aus diesem Grund zu kürzen.
Vielfach reagieren Arbeitgeber auf diese ausgefallene Arbeitszeit allerdings nicht mit einer Kürzung des Gehaltes, sondern mit der Aufforderung, die ausgefallene Arbeitszeit nachzuarbeiten oder entsprechend Urlaubstage für diesen Zeitraum einzusetzen. Diese Aufforderungen sind rechtswidrig und können zurückgewiesen werden…“
Lebenslänglich Arbeit
Nachspielzeit am Band oder im Büro. Keine hedonistischen Rentner mehr, sondern Soldaten der Verwertung, die gewissermaßen in den Stiefeln sterben. Artikel von Robert Kurz in Freitag vom 04.11.2005 . Aus dem Text: „…Dass eine Gesellschaft mit der höchsten Produktivität der Weltgeschichte alte Menschen länger als im Mittelalter an die Produktion fesselt, regt sowieso kaum noch jemanden auf. An die Paradoxien dieser besten aller Welten hat man sich gewöhnt. Allerdings handelt es sich nur um eine Problemverschiebung. Denn dieselbe Produktivität macht nun einmal Arbeit im großen Maßstab überflüssig, während trotzdem nur essen soll, wer arbeitet. (…) Wenn man die Alten schon im Produktionsprozess mitschleppen muss, sind sie der Leistungshetze und dem allgegenwärtigen Mobbing auszusetzen. Das hält niemand lange durch. Die Zweiklassenmedizin tut ein Übriges. Die Rede vom "sozialverträglichen Frühableben", die einem Ärztekammerpräsidenten herausrutschte, macht Epoche. Das Lebensende wird vorverlagert in den Alltag der Berufstätigkeit….“
Im angeblichen Freizeitparadies Deutschland wird 1756 Stunden im Jahr gearbeitet
Jahresarbeitszeiten im europäischen Mittelfeld - Institut Arbeit und Technik untersuchte internationale Jahresarbeitszeitstatistiken. Die Deutschen arbeiten länger als angenommen: "Im angeblichen "Freizeitparadies" Deutschland arbeiten die Vollzeit-Beschäftigten im Durchschnitt 1756 Stunden im Jahr - 99 Stunden über Tarif - und liegen damit im Mittelfeld der alten Europäischen Union. Das zeigen Untersuchungen des Instituts Arbeit und Technik (IAT/Gelsenkirchen), für die auf der Basis der in allen EU-Ländern durchgeführten Europäischen Arbeitskräftestichprobe die gewöhnlich gearbeiteten Wochen- und Jahresarbeitszeiten für Vollzeitbeschäftigte berechnet wurden. "Angesichts dieser Zahlen sind Arbeitszeitverlängerungen kein sinnvolles Rezept, sondern eine Kriegsansage an die nachwachsende Generation", so IAT-Vizepräsident Prof. Dr. Gerhard Bosch. (…) Die angesichts der deutschen Debatte über kurze Arbeitszeiten überraschend hohe Durchschnittszahl für die gewöhnlich gearbeiteten Jahresarbeitszeiten von Vollzeitbeschäftigten lässt sich u.a. dadurch erklären, dass die in den Betrieben vereinbarte Arbeitszeit pro Woche mittlerweile rund eine Stunde über der durchschnittlichen tariflichen Wochenarbeitszeit liegt. Die tatsächliche Arbeitszeit hat sich seit Mitte der 90er Jahre von den vereinbarten Arbeitszeiten abgekoppelt und ist gestiegen. "Dies liegt an einem hohen Niveau von bezahlten, zunehmend aber auch unbezahlten Überstunden, an nicht genommenem Urlaub, sinkendem Krankenstand und auf Arbeitszeitkonten angesparten Zeitguthaben" stellte der IAT-Wissenschaftler Dr. Sebastian Schief fest…“ Pressemitteilung des IAT vom 12.09.2005
Langsamer machen. Mit einer Prämie für Faulheit wider die ständige Beschleunigung von Arbeit und Konsum
Artikel von Fritz Reheis in Frankfurter Rundschau vom 18.6.2005
Interview mit Christoph Spehr
“es waere sinnvoll allgemein eine kuerzere
arbeitszeit zu etablieren, sodass menschen mehr verschiedenen formen
von arbeit kombinieren und dadurch gleicher gestellt sind….“
Interview
(2 min) vom 13.11.2004 als ram-Datei bei KanalB 
"Wer das ganze Leben leben will, ertrinkt
in Hetze"
Keine Zeit? Warum eigentlich? "Unsere Freiheit
über Zeit zu entscheiden, war noch nie so groß wie heute",
sagt der Wirtschaftspädagoge Karlheinz Geißler. Ein Interview
darüber, wie man dem Zeitstress entkommt. Interview
in Süddeutsche Zeitung vom 02.11.2004 
Hartz V.: Betriebswirtschaftliche Kalkulationen
mit einem ganzen Arbeitsleben
-
In der Jugend länger ran. Der Lebensarbeitszeitarbeiter.
Hartz V - unendlich: Betriebswirtschaftliche Kalkulationen mit
dem Arbeitsleben. Artikel
von Theo Wentzke in junge Welt vom 10.11.2003. 
Aus dem empfehlenswerten Text: "... Interessant, wie
Hartz ausspricht, was dem alten Marx keiner glaubt: Daß
das Leben des Arbeiters - zeitlich und finanziell - eine vom
Kapital bestimmte Größe ist und sonst nichts. Hartz'
Vorschlag geht davon aus, daß freie Zeit und Arbeitszeit
disponible Größen des Kapitals sind, also »einfach«
nur optimal den Bedürfnissen des Kapitals angepaßt
werden müssen. (...) Ein paar Zusatzstunden dafür,
daß man sich für den Betrieb fit hält, sind
also auch noch fällig. Aber die verbringt der VWler ja
gerne im Betrieb, wenn sie der eigenen »Beschäftigungsfähigkeit«
dienen. Diese Wortschöpfung hätte es eigentlich verdient,
als »Wort des Jahres« gewürdigt zu werden:
Ein Unternehmen braucht allzeit und allseits flexible Arbeitskräfte,
und es richtet sich diese unter zusätzlicher und unbezahlter
Inanspruchnahme der Zeit seiner Mitarbeiter her - und drückt
das dann als Dienst an einer Eigenschaft seines Ausbeutungsmaterials
aus: Das darf sich glücklich schätzen, daß an
ihm die Bedingungen ausgebildet werden, die das Interesse des
Unternehmens an seiner Benutzung erhalten. ..."
- Hartz V.: Betriebswirtschaftliche Kalkulationen
mit einem ganzen Arbeitsleben.
"Hartz III Hartz IV waren
noch nicht verabschiedet, da legte Schröders Parteifreund
im VW-Vorstand schon Hartz Nr. V nach: Zu allen schon praktizierten
Freiheiten des Kapitals im Umgang mit der Arbeitskraft und zusätzlich
zu allen neuen Regelungen, deutsche Arbeiter billiger und länger
arbeiten zu lassen, hat VW-Personalchef Hartz nun einen Vorschlag
gemacht, der so einfach und brillant ist, dass alle staunen werden.
Ausgangspunkt seiner Überlegung ist, dass die Menschen zwar
länger arbeiten müssen als bisher, dass aber ältere
Beschäftigte weniger leistungsfähig sind als in ihrer
Jugend. Folglich muss in der Jugend länger gearbeitet werden
als im Alter (FAZ 17.9.03)" - Die Analyse des GegenStandpunkt-Verlags
bei Radio Lora München und dem Freien Radio für Stuttgart.
Skript
der Sendung
und Mitschnitt
der Sendung (mp3)
Bereitschaftsdienst ist Arbeitszeit!
Der Europäische Gerichtshof hat mit seinem Urteil
vom 3.10.2000 entschieden, dass der Bereitschaftsdienst zur Arbeitszeit
zählt. Umfassende Broschüre von ver.di
(als doc-Datei)
"Damit die Feiertage FEIERtage bleiben"
Am 1. Juni geht's los: Die Frankfurter Börse wird
für den gesamten Wertpapierhandel an vier Feiertagen geöffnet. Christi
Himmelfahrt, Pfingstmontag, Fronleichnam und der Tag der Deutschen
Einheit ist dann für viele Beschäftigte in Banken Wertapierhandelshäusern,
Fondgesellschaften, Finanzabteilungen großer Konzerne und institutioneller
Anleger etc. in Zukunft ein normaler Arbeitstag. Dagegen protestieren
die ver.di-Gewerkschaften gemeinsam am 1. Juni 2000 ab 11:00 Uhr
auf dem Börsenplatz unter dem Motto: "Damit die Feiertage FEIERtage
bleiben" Aktionsseite mit Hintergründen
Viel zu fleißig? - Chef steht vor dem Amtsgericht
Artikel
aus den Nürnberger Nachrichten, 20.07.99 |