| Betriebsrat - auch für Leiharbeiter. Leiharbeiter profitieren von Betriebsräten 
„Leiharbeit wird oft von Unternehmen missbraucht. Der Fall Schlecker hat das mal wieder bewiesen. Ein Betriebsrat kann Leiharbeiter unterstützen, damit sie nicht benachteiligt werden. Wir erklären, wie das geht…“ Meldung der IG Metall vom 03.02.2010 . Aus dem Text: „… Wie hilft der Betriebsrat? (…) Er wacht darüber, dass Sie das gleiche Entgelt erhalten wie die Stammbelegschaft, sofern die Voraussetzungen dafür vorliegen…“ Sofern…
"Trotz Schlecker: Gebt der Leiharbeit eine faire Chance!"
„Der Fall Schlecker zeigt: Viele Unternehmen missbrauchen die Leiharbeit systematisch, um Löhne zu drücken. Dennoch wäre es ein Fehler, die Zeitarbeit an sich zu verteufeln: Sie braucht dringend eine Lohngrenze nach unten!...“ Ein Gastbeitrag von Norbert Blüm und Armin Schild in Stern online vom 15. Januar 2010 . Aus dem Text: „… Die Öffentlichkeit und die Politik müssen verstehen, dass Kostendruck und Preiskampf in der Zeitarbeitsbranche, in der die Lohnkosten 100 Prozent der Gesamtkosten darstellen, dazu führen, dass jedes Schlupfloch genutzt wird und eine Lohnabwärtsspirale in Gang halten. Zeitarbeit ist ein von der Wirtschaft entwickeltes Produkt, eine Dienstleistung, die der unternehmerischen Gewinnerzielung dient. Sollte dieses "Produkt" auch weiterhin als Auftragspuffer von den Unternehmen nachgefragt werden, muss die Branche reguliert werden. Hier liegen die neuen Chancen der Leiharbeit. (…) Moderne Zeitarbeit kann mehr sein als kostengünstiger Bereitsteller von Arbeitskraft, sondern strategischer Partner und Konzeptentwickler in Sachen Human Resources…“ Einer der Autoren, Armin Schild, wird wie folgt von Stern vorgestellt: „Der gebürtige Hesse ist IG-Metall-Bezirkschef in Frankfurt am Main und zugleich Mitglied im Opel-Aufsichtsrat. Er betreut die Opel-Werke in Kaiserslautern, Rüsselsheim und Eisenach und ist verantwortlich für die vier Bundesländer Hessen, Rheinland-Pfalz, Saarland und Thüringen.“
Vertrag mit Arbeitgebern: IG Metall will mit Leiharbeitern durch die Krise
„Wegen der schlechten Auftragslage in manchen Metallunternehmen stimmt die IG Metall einem Krisenvertrag zu. Mit den Arbeitgebern im Ruhrgebiet vereinbart die Gewerkschaft, dass Mitarbeiter zur Not als Leiharbeiter an andere Unternehmen ausgeliehen werden können, denen es noch besser geht…“ Artikel in Die Welt vom 16. Dezember 2009 . Aus dem Text: „… Die Beschäftigten können laut „WAZ“ auch gegen ihren Willen von ihrem Arbeitgeber verliehen werden. Nur wer mindestens 55 Jahre alt oder seit 25 Jahren im Betrieb sei, könne sich weigern, ohne rechtliche Konsequenzen befürchten zu müssen, hieß es…“ Siehe demgegenüber die Selbstbeweihräucherung der IG Metall:
- Metall- und Elektroindustrie NRW: Tarifvertrag zum Personalaustausch. Metallarbeitgeber können untereinander Fachkräfte ausleihen
„Um besser durch die Krise zu kommen und Beschäftigung zu sichern, können die rund 350 tarifgebundenen Metallunternehmen im Ruhrgebiet künftig Fachkräfte untereinander ausleihen. Wer zu wenig Aufträge hat, kann Beschäftigte einem Unternehmen anbieten, in dem Arbeit anfällt. Darauf haben sich die IG Metall NRW und die fünf Metall-Arbeitgeberverbände (arbeitgeber ruhr) in einem Tarifvertrag geeinigt…“ IG Metall-Pressemeldung vom 16.12.2009 . Aus dem Text: „…Von Wesel im Westen bis nach Unna im Osten, von Haltern im Norden bis nach Hattingen im Süden - dieser Tarifvertrag ermöglicht den Tarifpartnern in der gesamten Region Ruhrgebiet, unbürokratisch Personal auszutauschen…“ – Der Ruhrpott als sozialpartnerschaftliche PSA!
Telefonhotline der IG Metall für Leiharbeitnehmer
„Fragen zur Leiharbeit? Rufen Sie uns an! Sie werden unter der Hotline 01802 - 222206 beraten: Mo, Di, Do: 10.00 bis 16.00 Uhr, Mi: 10.00 bis 18.00 Uhr, Fr: 9.00 bis 12.00 Uhr…“ Meldung der IG Metall vom 08.04.2009 
Leiharbeit: Eingesetzt wie Tagelöhner. Gewerkschaftsbund beklagt Zustände bei der Leiharbeit - die Bedingungen sind hierzulande am schlechtesten in ganz Europa.
„Leiharbeitsfirmen in Deutschland prellen Mitarbeiter um Löhne, Urlaubsansprüche und die Lohnfortzahlung im Krankheitsfall. Dies geht aus einer Stellungnahme des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) zum geplanten Leiharbeitsbericht der Bundesregierung hervor. Dieser wird frühestens im Sommer 2009 vorliegen. Nach Angaben des DGB sind die Bedingungen für Leiharbeiter hierzulande am schlechtesten in ganz Europa. "Um im Wettbewerb um Aufträge bestehen zu können, müssen auch vermeintlich seriöse Verleiher gegen tarifliche und gesetzliche Bestimmungen verstoßen", heißt es in der Stellungnahme, die der Süddeutschen Zeitung vorliegt. Die Mitarbeiter wehrten sich dagegen nicht, auch weil sie befürchten, ihre Stelle zu verlieren…“ Artikel von Thomas Öchsner in der SZ vom 20.02.2009 . Siehe dazu die DGB-Stellungnahme zum Leiharbeiterbericht mit allen Forderungen
ver.di startet Kampagne für Beschäftigte in Leiharbeit
„Unfaire Bezahlung, Zeitarbeit auf Dauer, schlechte Arbeitsbedingungen, unterhöhlte Tarifverträge, Ausschluss von der Weiterbildung, Leben auf Abruf und schlechtes Betriebsklima - all diese Begleitumstände prägen den Alltag der Beschäftigten in Leiharbeit. Deren Lage und den Schutz der Stammbelegschaften will die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft entscheidend verbessern. Deshalb hat sie eine Kampagne gestartet, im Internet begleitet unter der Adresse hundertprozentich.de…“ Die neue Kampagnenseite von ver.di 
Land Berlin und ver.di lassen Tariffähigkeit der Christlichen Gewerkschaft Zeitarbeit überprüfen
„Das Land Berlin und die Gewerkschaft ver.di lassen gemeinsam die Tariffähigkeit der Tarifgemeinschaft Christlicher Gewerkschaften für Zeitarbeit und Personalservice-Agenturen (CGZP) überprüfen. Das berichtete das Politikmagazin REPORT MAINZ auf seiner Internetseite. Die Senatsverwaltung für Integration, Arbeit und Soziales des Landes Berlin sowie ver.di haben gemeinsam einen entsprechenden Antrag beim Arbeitsgericht Berlin eingereicht. Das Berliner Arbeitsgericht bestätigte gegenüber REPORT MAINZ den Eingang des Antrags. Ein Beschlussverfahren sei inzwischen eingeleitet…“ SWR-Meldung vom 23.10.2008 . Siehe dazu auch:
- Niedriglöhne bei Leiharbeitern: Linke gegen Gotteslohn
Ver.di und Senat ziehen vor Gericht, um der christlichen Tarifgemeinschaft CGZP den Status als Gewerkschaft abzusprechen. Zeitarbeiter würden oft zu schlecht bezahlt. CGZP weist das zurück. Artikel von Antje Lang-Lendorff in der Taz vom 27.10.2008 . Aus dem Text: „…Zum Vergleich: Ein Leiharbeiter, der als Küchenhilfe beschäftigt ist, verdient nach dem Tarifvertrag der CGZP im Westen derzeit 7,21 Euro, im Osten 6 Euro. In den ersten sechs Monaten kann das Unternehmen aufgrund der Einarbeitung diesen Lohn noch um 68 Cent im Westen oder 13 Cent im Osten senken. Eine nach Ver.di-Verträgen bezahlte Küchenhilfe bekommt dagegen 7,51 Euro im Westen, 6,50 im Osten. Absenkungen zu Beginn des Arbeitsverhältnisses gibt es nicht…“
IG Metall stellt "Schwarzweißbuch-Leiharbeit" vor, Kritik an Missständen bei Einsatz von Leiharbeitnehmern
„Die IG Metall hat ihre Kritik an Missständen in der Leiharbeit erneuert und darauf verwiesen, dass sie bereits konkrete Verbesserungen für Leiharbeitnehmer erreicht hat…“ Pressemitteilung vom 17.09.2008 . Wir meinen immer noch: beim Sklavenhandel kann es kein „weiss“ geben… Immerhin:
- IG Metall beleidigt Opfer von Menschenrechtsverletzungen
„Als „völlig indiskutabel“ hat Ludger Hinsen, der Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes Zeitarbeit (BZA), die jüngsten Erklärungen des 2. Vorsitzenden der IG Metall anlässlich der Vorstellung des so genannten „Schwarz-Weiß-Buches Leiharbeit“ der IG Metall bezeichnet. Die Bezeichnung der Zeitarbeit als „Sklavenhandel“ und der auch nur indirekte Vergleich der Branche mit Menschenrechtsverletzungen in China sei eine durch nichts zu rechtfertigende Beleidigung einer ganzen Branche und der Opfer von echten Menschenrechtsverletzungen…“ BZA-Pressemitteilung vom 17.09.08 
Auch wenn wir den Begriff „Sklavenhandel“ in keiner der IGM-Meldungen gefunden haben, erklären wir uns an dieser Stelle solidarisch mit der IG Metall!
Siehe dazu auch:
- Streit um Zeitarbeit eskaliert
„Mit einem "Schwarz-Weiß-Buch" zur Leiharbeit eröffnet die IG Metall eine neue Runde im Konflikt um Mindestlöhne. Der Arbeitgeberverband hält die Forderung der Gewerkschaft für überzogen. Die verweist jedoch auf Betriebe, die freiwillig mehr zahlen…“ dpa-Beitrag vom 17.09.2008 in der Financial Times Deutschland. Aus dem Text: „… Mit ihrer Kampagne gegen dieses Instrument der Personalpolitik schade die Gewerkschaft "den Menschen, die über Zeitarbeit Beschäftigung gefunden haben", sagte Gesamtmetall-Hauptgeschäftsführer Ulrich Brocker in Berlin. Zeitarbeitnehmer hätten eine sozialversicherungspflichtige und vollwertige Tätigkeit und arbeiteten in den meisten Fällen zu Tarifen, die die DGB-Gewerkschaften selbst ausgehandelt hätten…“
Gewerkschaften: Zeitarbeit ist der große Schrecken des DGB
„Der Zeitarbeitsboom ist für Gewerkschafter zum ernsten Problem geworden, für das sie keine einfachen Lösungen parat haben. Doch der DGB-Chef Sommer will Zeitarbeit nicht in jeder Hinsicht verteufeln: "Es gibt positive und negative Beispiele", sagt Sommer. Immerhin wechseln 45 Prozent der Zeitarbeiter irgendwann auf eine feste Stelle…“ Artikel von Flora Wisdorff in Welt online vom 25. August 2008 . Aus dem Text: „… Dabei haben sie [die Gewerkschaften] den Boom selbst mit auf den Weg gebracht. DGB-Chef Sommer war im Jahr 2003 mit dabei, als die Arbeitnehmervertreter dem damaligen SPD-Wirtschaftsminister Wolfgang Clement grünes Licht für die Lockerung der Regeln für Leiharbeit gaben. Die Liberalisierung sollte mit dazu beitragen, die hohe Arbeitslosigkeit zu bekämpfen, weil Firmen schneller Beschäftigung schaffen, wenn sie sich nicht langfristig binden müssen. Das hat funktioniert. Das Heer an Zeitarbeitern war von den Gewerkschaften jedoch nicht vorgesehen. „Die Zeitarbeit sollte doch nicht zur Dauereinrichtung werden“, sagt Sommer rückblickend – und wohl ein bisschen mit schlechtem Gewissen. „Wir haben mit manchen Entwicklungen nicht gerechnet“, gesteht er. „Ich fühle mich in der Verantwortung“…“
Nur noch leihweise?
„550.000 neue sozialversicherungspflichtige Jobs in einem Jahr. Hört sich gut an! Doch Sicherheit und eine Perspektive haben viele Kolleginnen und Kollegen nicht. Denn fast jeder zweite neue Job ist ein Leiharbeits-Job. Innerhalb von zwei Jahren ist die Zahl der Leiharbeits-Beschäftigten auf 800.000 hochgeschnellt. Der ver.di-Kongress fordert politische Maßnahmen zur Zurückdrängung der Leiharbeit...“ Wirtschaftspolitik Aktuell des Bereichs Wirtschaftspolitik beim ver.di-Bundesvorstand Nr. 20/2007 vom 12.10.2007 
„Moderner Sklavenhandel“? Gewerkschaftliche Strategien im Umgang mit Leiharbeit
Auszug aus dem Kapitel von Andreas Aust, Susanne Pernicka, Monika Feigl-Heihs zur Selbstwahrnehmung von LeiharbeiterInnen und deren Verhältnis zur Gewerkschaft. Es handelt sich um einen Auszug aus dem Buch von Susanne Pernicka und Andreas Aust (Hg.): Die Unorganisierten gewinnen. Gewerkschaftliche Rekrutierung und Interessenvertretung atypisch Beschäftigter – ein deutsch-österreichischer Vergleich (Verlag edition sigma 2007, ISBN 978-3-89404-553-1, 358 S., Euro 22.90). Siehe weitere Informationen beim Verlag , dort auch das Inhaltsverzeichnis des Buches
frontal 21: Die Gewerkschaften sind an allem Schuld
„Das ZDF-Politmagazin frontal 21 sendete am 7.3.2003 einen Beitrag zur Situation von ZeitarbeiterInnen, der lediglich dazu diente, die streikenden Kollegen im öffentlichen Dienst zu diskreditieren und die Berechtigten Forderungen von Festangestellten ins Lächerliche zu ziehen. Zwar wurde die prekäre Situation der ZeitarbeiterInnen dargestellt, bei der Suche nach den Verantwortlichen für diese Situation waren jedoch IG Metall und ver.di die einzigen Zielscheiben. Die Arbeitgeber, die die Arbeitsbedingungen der ZeitarbeiterInnen bestimmen, kamen überhaupt nicht vor…“ Aus der Kritik an dem Beitrag im Leiharbeitsforum der IG Metall . Siehe dazu:
- Ungleicher Lohn für gleiche Arbeit - Arbeitnehmer zweite Klasse
Manuskript der Frontal 21-Sendung vom 7. März 2006 von Hans Koberstein, Dana Nowak, Thomas Reichart
- Richtigstellung des zitierten Arbeitssoziologen Klaus Dörre
an den Redakteur
LeiharbeiterInnen raus aus den Gewerkschaften?
Ein dutzend Mitglieder der FAU Frankfurt besuchte im Rahmen der Aktionstage gegen Sozialabbau eine Filiale der DGB eigenen Personal Service Agentur Inab. Im Bericht „Frankfurt - Besuch bei einer DGB eigenen PSA“ von fauffm4 vom 02.04.04 wird aus dem begleitenden Flugblatt zitiert: „…Beschäftigte in PSA's und Leiharbeitsfirmen sollten dringend aus den DGB Gewerkschaften austreten, sonst verzichten sie freiwillig auf 30-50% ihres Lohnes!...“ Dazu liegen mittlerweile eine Stellungnahme von Friedhelm Winkel (Hanau), Rhein-Main-Bündnis gegen Sozialabbau und Billiglöhne, AK-Betrieb und Gewerkschaft, sowie eine Antwort der FAU vor. Wir dokumentieren die Debatte und hoffen auf weitere rege Diskussion eines Aufrufs, der m.E. auf einer richtigen Analyse beruht, jedoch zu kritischen Konsequenzen führen kann…
Neues aus der Leiharbeitsindustrie
"Nach den Dumpingtarifabschlüssen der Christlichen Gewerkschaften und der DGB-Gewerkschaften mit der Leiharbeitsindustrie, die bekanntlich unter den gesetzlichen Bestimmungen liegen, versuchen Ortsverwaltungen der IG Metall, nun auch Dumme zu finden, die trotzdem bei ihnen Mitglied werden
" Artikel von fauffm4 vom 22.01.04 bei der FAU 
Stichwort: Christliche Gewerkschaften
"Wenn die Verhandlungsführer neue Tarifverträge unterzeichnen, stehen vor allem die Abmachungen der DGB-Gewerkschaften im Rampenlicht. Die Ergebnisse der Christlichen Gewerkschaften bleiben von der Öffentlichkeit häufig unbemerkt. Dabei schaffen es die im Christlichen Gewerkschaftsbund (CGB) organisierten Arbeitnehmervertretungen zumeist sehr ansehnlich, die Interessen ihrer mehr als 300.000 Mitglieder mit den Bedürfnissen der Unternehmen unter einen Hut zu bringen
." Artikel aus iwd - Informationsdienst des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln, Nr. 5 vom 29. Januar 2004
IG Metall und Leiharbeit
Vorschläge für Anträge zum 20. ordentlichen Gewerkschaftstag der IG Metall zu Rücknahme der Änderungen des Arbeitnehmerüberlassungsgesetzes (AÜG), Leiharbeit und Mindestbedingungen für Tarifverträge, Leiharbeit in PSA's und Tarifverträge, Erwerbslose in Tarifkommission, Verbot der Leiharbeit. Siehe auch: Leiharbeit. Sonderseite bei der IGM 
Beim Thema Zeitarbeit-Tarif zeigen sich die Gewerkschaften flexibel
"Lohnabschläge von 20 Prozent erscheinen manchem Arbeitsmarktexperten akzeptabel / IG Metall erwartet rasche Einigung. "Die IG Metall hält es für möglich, dass sich Arbeitgeber und Gewerkschaften schon in den nächsten Wochen auf einen Tarifvertrag für die gesamte Zeitarbeitsbranche einigen. Damit wäre erstmals die Bezahlung von Leiharbeitern einheitlich geregelt. Allerdings sind sich die Gewerkschaften noch nicht einig, welche Lohnabschläge sie für schwer vermittelbare Menschen akzeptieren wollen...." Artikel von Eva Roth in Frankfurter Rundschau vom 12.12.2002 
Michael Sommer sieht eine Kampagne gegen die Gewerkschaften. "Wir sind nicht ewiggestrige Betonköpfe"
"Der DGB-Chef spricht sich für niedrigere Einstiegs-Tarife für Langzeitarbeitslose aus - und erwägt ein neues Bündnis für Arbeit..." Interview von Robert Jacobi in der Süddeutschen Zeitung vom 29.11.2002 . Hieraus entnehmen wir unser Zitat der 49. KW 2002: "Für Langzeitarbeitslose wird es günstigere Einstiegstarife geben. Da haben wir eine moralische Verpflichtung."
Dumpingminister. Wolfgang Clement weiß: Gewerkschaften werden untertarifliche Bezahlung von Leiharbeit schlucken
Artikel von Damiano Valgolio in junge Welt vom 29.11.2002 . Hieraus entnehmen wir unser (spätes) Zitat der 48. KW 2002: »Die Gewerkschaften werden Tarifverträgen für Zeitarbeiter zustimmen, die 20 Prozent unter den Löhnen der Stammbelegschaft liegen«. Wirtschaftsminister Wolfgang Clement (SPD) am 27.11.02 auf einem Symposium der Schweizer Firma Adecco in Berlin
Zeit für bessere Zeitarbeit
"Die neue Regierung drückt aufs Tempo. Niemals zuvor hat der Bundestag in so kurzer Zeit so weitreichende Gesetzesinitiativen auf den Weg gebracht. Es sei "die größte Arbeitsmarktreform in der Geschichte der Bundesrepublik", sagt Wolfgang Clement, neuer Superminister im Kabinett Schröder. Mit ihr solle die Arbeitslosigkeit in Deutschland deutlich verringert werden. "Die Gewerkschaften stehen auch dahinter", betont Wolfgang Clement. Das stimmt. Allerdings nicht uneingeschränkt. Zwar ist bei der Zeitarbeit aus Sicht der IG Metall der Durchbruch gelungen, die geplanten Kürzungen bei der Arbeitslosenunterstützung aber lehnen die Gewerkschaften ab..." Artikel in "Metall" vom Dezember 02 
Gewerkschaften fordern Nachbesserung bei Zeitarbeit
"Die Gewerkschaften fordern Nachbesserungen im Gesetzespaket zur Reform des Arbeitsmarkts. Das Gesetz soll am Freitag in letzter Lesung den Bundestag passieren. Ihr Widerstand richtet sich vor allem gegen die im "Ersten Gesetz für moderne Dienstleistungen am Arbeitsmarkt" enthaltenen Regelungen für Leiharbeitnehmer, erfuhr die Financial Times Deutschland aus Gewerkschaftskreisen. (...) Dabei ging es der Gewerkschaftsseite darum, den Artikel sechs im ersten Hartz-Gesetz nochmals abzuändern. Darin heißt es, dass für Leiharbeitnehmer die gleichen "wesentlichen Arbeitsbedingungen einschließlich des Arbeitsentgelts" wie für Festangestellte im entleihenden Betrieb gelten sollen, "es sei denn ein für den Verleiher geltender Tarifvertrag lässt abweichende Vereinbarungen zu". Aus Sicht der Gewerkschaften eröffnet diese Formulierung der Zeitarbeitsbranche die Möglichkeit, Tarifverträge zu vereinbaren, in denen Entlohnungen auch während der Entleihphase festgelegt werden. Durch Tarifverträge könne für die Leiharbeitnehmer das Prinzip "Gleicher Lohn für gleiche Arbeit", das der Gesetzgeber im Falle der Nicht-Existenz von Tarifverträgen gewähren will, wieder aufgehoben werden..." Artikel von Birgit Marshall in FTD vom 11.11.2002 
Gütesiegel Zeitarbeit
"Mit dem 'Gütesiegel Zeitarbeit' wollen die DGB-Gewerkschaften in Nordrhein-Westfalen Licht in das Dunkel der Zeitarbeitsbranche bringen. Mit der Verleihung des Gütesiegels soll dazu beigetragen werden, Zeit- und Leiharbeit im Interesse der ArbeitnehmerInnen und der seriösen Verleiher sozial verträglich zu gestalten...." Meldung der IG Metall NRW vom 6.9.02 . Das Gütesiegel für die erste PSA in Duisburg wird demnach von Peter Gasse entschieden, einem Mitglied der Hartz-Kommission.... Dem LabourNet Germany vorliegenden Informationen zufolge verfolgt das Bundesarbeitsministrium die Strategie, für die bis zum Jahresende einzurichtenden 50 PSA bestehende Tarifverträge mit Zeitarbeitsfirmen und Verleihern in Bezug zu nehmen und sie als tarifliche Grundlage auszugeben. Zur Orientierung: z.B. der Randstad-Tarif bedeutet 6,20 Euro (Siehe "Lohnwucher" auf dem Arbeitsamt c/o Diskussion: (Lohn)Arbeit und Erwerbslosigkeit / Arbeit, Arbeit, Arbeit - "realpolitische" Modelle der Sozial- und "Beschäftigungs"politik / Kombi- und Niedriglohn) Wir werden aufmerksam verfolgen, inwieweit die angestrebten Tarifverträge - wie zentral sie auch immer gelingen mögen - diese Stundenlöhne, von denen kein mensch leben kann, toppen... |