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Updated: 03.02.2012 7:06

Arbeitsbedingungen und Arbeitskämpfe in Indien

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Krankenschwestern streiken trotz Verbot new

Das Oberste Gericht hat den ersten landesweiten Streik der indischen Krankenschwestern verboten und die Polizei dazu aufgefordert, Streikbrecherinnen den Weg frei zu machen - was aber an den beiden Tagen seit dem Urteil keine Auswirkungen hatte. Erstmals in der Geschichte des indischen Gesundheitswesen haben die Krankenschwestern eine Gewerkschaft, die sich in den letzten Monaten geradezu explosionsartig ausgebreitet hat - die Arbeitsverhältnisse sind so, dass selbst ein Abgeordneter der Regierungspartei ihre Lebensbedingungen als sklavereiähnlich bezeichnete. Auch andere Gewerkschaftsverbände haben ihre Unterstützung ausgedrückt wird in dem Artikel "Indian nurses start ‘indefinite’ strike" externer Link am 02. Ferbaur 2012 bei libcom berichtet.

Siehe dazu auch: "Kerala nurses’ strike over pay intensifies pay spreads in" externer Link von T K Devasia am 02. Februar 2012 in der Khaleej Times - im Bundesstaat Kerale hatte die Streikbewegung begonnen - und dort erfährt der Streik auch die grösste gesellschaftliche Unterstützung.

Streik bei Suzuki Manesar

  • Maruti Suzuki and workers reach agreement
    7000 Suzuki workers return to work after an intense and violent 14-day struggle that ends at the country's largest car maker. (…) Details of the agreement, which was reached between Maruti and Suzuki managements, workers and unions of the three plants, and in the presence of government officials, includes: No pending disciplinary proceedings at Suzuki Motorcycles. All disciplinary proceedings pending against workers were dropped; At Suzuki Powertrain, disciplinary proceedings against three workers will continue; 1,200 contract workers will be reinstated but disciplinary proceedings against 33 workers will continue at Maruti Suzuki. Transport services will resume…” Meldung bei der International Metalworkers' Federation (IMF) vom 21.10.2011 externer Link

  • Kampf bei Maruti Suzuki in Indien: Wilde Streiks, Fabrikbesetzungen und Protestcamps
    Artikel in Vorabdruck aus Wildcat 91 externer Link

  • Schüsse bei Suzuki
    "Sieben tausend Suzuki Mitarbeiter/innen in Indien brauchen heute Ihre Hilfe. Nach einem intensiven und langen Arbeitskampf hatten sich die Arbeiter/innen Ende September mit ihrem Arbeitgeber auf einen Kompromiss geeinigt. Als sie jedoch zur Arbeit zurückkehrten, hatte Suzuki seine Meinung geändert und wollte sich nicht an die kurz zuvor getroffene Übereinkunft halten. Die Arbeiter/innen streikten erneut, wurden jedoch vom Management gewaltsam angegriffen, wobei auch Schüsse auf die Streikenden gefeuert wurden. Die Regierung ist auf der Seite des Managements und erklärt den Streik für illegal" - das ist die Einleitung zum Solidaritätsaufruf "Suzuki Arbeiter/innen protestieren gegen Gewerkschaftszerschlagung" externer Link von Labourstart vom 19. Oktober 2011 mit der Suzuki-Maruti Belegschaft, den LabourNet Germany aus Überzeugung weiterverbreitet.

  • wichtige wendung des konflikts bei maruti suzuki in gurgaon, indien
    …am 1. oktober gab es eine 'offizielle einigung' zwischen den institutionellen gewerkschaften und maruti suzuki, die die 33 taegige aussperrung beenden sollte: anerkennung der unternehmensauflagen durch die arbeiterInnen, ruecknahme von 40 der 60 entlasssungen, die vom unternehmen ausgesprochen worden waren bzw. umwandlung in 'suspendierungen'. am 3. oktober sollte die produktion wieder mit der alten belegschaft anlaufen - maruti suzuki hatte in der zwischenzeit der aussperrung rund 700 arbeiterInnen neu eingestellt. das unternehmen verweigerte am 3. oktober rund 1,000 bis 1,200 zeitarbeitern - die als 'kaempferischer teil der belegschaft ausgesperrt waren - den zutritt. waehrend der fabrikbesetzung im juni und waehrend der aussperrung im september hatte maruti es nicht geschafft, die belegschaft in 'festeingestellte' und 'zeitarbeiter' zu spalten, der 3, oktober war daher eine keilsituation. und maruti suzuki scheint sich verrechnet zu haben. am 7. oktober traten nicht nur die festeingestellten bei maruti suzuki, sondern auch arbeiterInnen in sechs anderen automobil-fabriken im industriegebiet gurgaon/manesar in streik und fordern wiedereinstellung der zeitarbeiter.“ Mail an die Redaktion des LabourNet Germany vom 07.10.2011. Siehe dazu:

  • Strike in Maruti-Suzuki and Seven Other Factories in Manesar: The Struggle Continues
    Guest Post by Nayanjyoti, Krantikari Naujawan Sabha. Article by Shuddhabrata Sengupta on Kafila.org, October 8, 2011 externer Link

  • Streik bei Maruti Suzuki in Gurgaon/Indien
    „Es war ein harter Streik. Die Arbeiter haben ohne Ankündigung die Produktion vollständig zum Erliegen gebracht. Etwa 2000 Arbeiter waren fast zwei Wochen lang in der Fabrik. Der Streik "verzögerte" die Produktion von 13.200 Autos und verursachte Schäden in der Höhe von 6 Mrd. R (133 Millionen US-Dollars / 100 Millionen Euro). Die Arbeiter setzten den Streik fort, obwohl die Polizei innerhalb der Fabrik stationiert wurde und obwohl der Streik am 10. Juni offiziell für illegal erklärt worden war. Trotz des Mutes der jungen Arbeiter und der Tatsache, dass das Unternehmen in einer Phase voller Produktionskapazität getroffen wurde, endete der Streik in einer Niederlage für die Masse der Arbeiter: die konnten ihr wichtigstes Ziel, eine Verbesserung der Arbeitbedingungen und der Löhne nicht durchsetzen. Stattdessen beinhaltete die Vereinbarung eine Straf-Lohnkürzung von zwei Tagen Lohn pro Streiktag - etwas das man in Indien noch nicht oft gesehen hat. Ein anderes Element der Vereinbarung beinhaltet, dass die 11 Arbeiter (Gewerkschaftssekretäre), die während des Streiks gefeuert worden waren wieder eingestellt wurden, sie müssen allerdings eine "Untersuchung" über sich ergehen lassen. Wir wissen nicht, ob der Großteil der Arbeiter nach diesem Streik demoralisiert ist, aber wir können es uns vorstellen. Dieser Streik hätte sich ausweiten können. Die ursprünglichen Forderungen und die zugrunde liegenden Motivationen der Maruti Arbeiter entspricht der Stimmung unter den jungen Arbeiter_innen in der Region: mehr Geld, weniger Arbeit. In Manesar haen mehr als hunderttausend Arbeiter_innen ähnliche Anliegen. Der Streik legte die Produktion in 200 Zulieferbetrieben in der Region lahm, aber es wurden keine Verbindungen zwischen den Maruti Arbeitern und den anderen Arbeitskräften in der Region hergestellt. Dies ist möglicherweise einer der wichtigsten Unterschiede zu dem Honda Streik in China im Sommer letzten Jahres und die Hauspursache dafür, dass der Streik sowohl in den Mainstream Medien als auch in den globalen linken Medien unterrepräsentiert war - totz der immer wichtiger werdenden Position Maruti Suzukis und "Indiens" auf dem globalen Markt." (GurgaonWorkersNews). Das Video bei labournet.tv (englisch/hindi | 15 min | 2011 | untertitel: deutsch) externer Link

  • Suzuki - Kompromiss
    Nach 13 Streiktagen ist die Auseinandersetzung im kleineren der beiden indischen Suzukiwerke beendet. Die 11 entlassenen Gewerkschaftsaktivisten wurden wieder eingestellt. Die eigene Betriebsgewerkschaft, die die Belegschaft gefordert hatte, erreichte sie nicht - darüber soll ein sozialer Dialog geführt werden, berichtet in "Maruti Suzuki workers in India call off 13-day strike" externer Link berichtet am 18. Juni 2011 die japanische Zeitung Mainichi Daily News.
  • Der Streik bei Suzuki Manesar geht weiter: massive Solidaritätsstreiks
    Rund 2.000 Arbeiter von Suzuki in Manesar setzen ihren Streik fort, nachdem die Unternehmensleitung sich weiterhin weigert, ihre neugegründete eigene Betriebsgewerkschaft anzuerkennen und 11 entlassene Streikende wieder einzustellen, was die beiden Hauptforderungen sind. In über 60 Betrieben der Region gab es nun zweistündige Solidaritätsstreiks mit den Suzukiarbeitern wird in dem Beitrag "Maruti strike fallout: 2-hour tool-down strike in 65 Gurgaon-Manesar factories" externer Link am 14. Juni 2011 in der Times of India berichtet.
  • Siehe dazu: Solidaritätsseite mit den streikenden Suzukiarbeitern
    Darin aktuell: "An appeal for solidarity to all workers of Suzuki Motor Corporation" externer Link , ein Appell an alle Suzukiarbeiter der Welt
  • Streik bei Suzuki
    Seit rund sechs tagen streiken arbeiterInnen im neuen maruti suzuki werk in manesar/gurgaon Industrial Model Town. maruti in gurgaon/manesar gilt als das drittgroesste autowerk der welt. rund 2,000 bis 3,000 arbeiterInnen sitzen seit samstag letzter woche in der fabrik, nachdem das management rund 400 leute ein blanko-papier unterschreiben lassen wollte - dieses blanko-papier war angeblich eine beitrittserklaerung fuer die unternehmensgewerkschaft. arbeiterInnen haben verschiedene forderungen: festvertraege fuer die zeitarbeiter und 'lehrlinge' etc., aber als hauptforderung wird 'freie gewerkschaftswahl' angefuehrt. das management hat den streik fuer illegal erklaert (keine verhandlungen, keine ankuendigung), hat 11 arbeiter fristlos entlassen und hunderte wachschuetzer aufgefahren, produktionsausfall ist absolut, bis heute rund 5,000 pkw's. lokale industrie und politiker warnen vor ausdehnung des protests. die gewerkschaftsverbaende hielten eine versammlung in einem park in manesar IMT ab. zuerst war diese versammlung offen fuer alle, die letzte versammlung war geschlossene gesellschaft. AITUC (die hauptgewerkschaft in gurgaon) hat einen aktionstag vor dem werk angekuendigt. wie bei honda in 2005 wollen sie die gewerkschaft bei maruti unterstuetzen/uebernehmen. produktion bei den meisten der 250 zulieferer liegt bereits lahm, keine lagermoeglichkeiten. die arbeiterInnen bleiben im werk, ich habe von keinem versuch gehoert, direkten kontakt zu den arbeiterInnen der rund 500, 600 anderen fabriken in manesar aufzunehmen. verwandte und freunde versorgen die arbeiterInnen mit essen. bei maruti suzuki war seit der aussperrung 2000/01 und der installierung einer unternehmensgewerkschaft ruhe im schacht...“ Mail an die Readaktion des LabourNet Germany vom 09.06.2011

Grüner Kapitalismus. Kotzgrüner...

Holcim, mit Sitz in der Schweiz (und zwei Tochterfirmen in der BRD) gehört weltweit zu den größten Zementherstellern und ist in rund 70 Ländern tätig. Bemüht, sich als grüner Konzern zu profilieren mit dazugehöriger "Sustainability-Stiftung" mag der Konzern in Indien aber keinesfalls umweltverträglich erscheinen - zumindest nicht für die Umwelt der Beschäftigten. Seit Monaten kämpfen die Kontraktarbeiter von Chattisgarth um ihre einfachsten Rechte: Normale Beschäftigung, Mindestlohn, Organisationsfreiheit. Rund 1200 Menschen arbeiten in dieser Holcim Niderlassung, davon etwa 300 festangestellte Arbeiter, alle anderen sind Zeitarbeiter. Seit dem 3. April haben sie Arbeitskampfmaßnahmen ergriffen, seit dem 18. Mai ist einer der führenden Gewerkschaftsfunktionäre deswegen in Haft. Jetzt wird landesweit zur Solidarität aufgerufen - siehe dazu "1st july - come to express solidarity with struggling contract workers of chhattisgarh" pdf-Datei des Gewerkschaftskomitees chhattisgarh mukti morcha vom 20. Juni 2011. Dabei wird auch vorbereitet, internationale Solidaritätsaktionen zu organisieren, zumal bereits Gewerkschaftsinternationale gegen Holcims vorgehen in Indien protestiert haben. Siehe dazu auch: Als zusammenfassende Hintergrundinformation kann der Beitrag "Chhattisgarh - Update on contract workers' indefinite dharna at ACC-Holcim" externer Link von den Friends of Chhattisgarh Mukti Morcha am 01. Mai 2011 bei sanhati gelesen werden.

Forderungen der Zementarbeiter_innen in Indien

Film über die schockierende Situation der Zementarbeiter_innen in Indien. Sie arbeiten für das multinationale Unternehmen Holcim bzw. dessen Tochtergesellschaften ACC und Lafarge. Sie arbeiten als Leiharbeiter oder mit befristeten Verträgen. Ihre Forderungen sind: keine befristeten Verträge, das Recht auf gewerkschaftliche Organisierung, ein Lohn von dem man leben kann, Arbeitssicherheit, ein 8 Stunden Tag. Das Video bei Labournet.tv (französisch | 13:17 min | 2011) externer Link

Aus den Fabrikhallen dieser Welt: Neues kanal B-Video über Arbeitskämpfe in Indien

»Wir stellen Teile für Maruti her. Ohne uns kann das Auto nicht produziert werden.« Der junge Inder klingt sehr selbstbewusst. Er lebt mit zwei Arbeitskollegen in einer kleinen Wohnung am Rande der indischen Metropole Delhi und verdient monatlich umgerechnet 85 Euro. Porträtiert wird er in dem Video »Die Strategie der Strohhalme«. Die Berliner Filmemacherin und Mitbegründerin des Videokollektivs »kanal B« Bärbel Schönafinger beschäftigt sich in dem knapp einstündigen Film mit der Ausbeutung und dem Widerstand im Industriegürtel von Delhi...Artikel von Peter Nowak im Neues Deutschland vom 03.12.2010 externer Link. Siehe dazu:

  • Die Strategie der Strohhalme
    „Die Region Delhi ist in den letzten 20 Jahren zu einem der größten Industriezentren der Welt aufgestiegen. Die nötige Arbeitskraft kommt aus den ärmeren Regionen Indiens, wo der ländlichen Bevölkerung das Überleben immer schwerer gemacht wird. So kommt es, dass im Industriegürtel von Delhi vier bis fünf Millionen Industriearbeiterinnen und Industriearbeiter bereit sind, ihre Gesundheit zu ruinieren für Löhne, die kaum das Überleben ihrer Familien sichern. Die Menschen sind dieser Situation fast ohnmächtig ausgeliefert, dennoch suchen sie nach erfolgreichen Formen kollektiven Widerstands...“ Das Video auf KanalB externer Link

Die Herren Asiens?

Nicht nur in China macht der Elektronikmulti Foxconn Schlagzeilen, auch das Werk in der Sonderwirtschaftszone Chennai im indischen Bundesstaat Tamil Nadu erweist sich als Ort des Herrschens. Zwar hatte die indische regierung, vor allem aufgrund des Drucks sozialer Bewegungen und der Gewerkschaften ausdrücklich beschlossen, dass auch in den wirtschaftlichen Sonderzonen die indischen Arbeitsgesetze gelten - inklusive des Rechts auf Organisation - aber was kümmert das einen echten Global Player. Eben wegen eines Streiks wegen Anerkennung der Betriebsgewerkschaft wurde die willige Polizei gerufen und Hunderte festgenommen, einige auch festgehalten. Von den 7.800 Beschäftigten in diesem Werk sind fast genau 6.000 in subunternehmen beschäftigt, oder haben Zeitverträge... In dem Interview "It is not an isolated case" externer Link das S. Dorairaj mit A. Soundararajan, dem Tamil Nadu-Generalsekretär des Gewerkschaftsbundes CITU in der Ausgabe vom 06. November 2010 des indischen Magazins Frontline gemacht hat, wird die willkürliche Haltung des Unternehmens deutlich dokumentiert.

Act NOW! India: Over 500 workers jailed in dispute with Foxconn

“Over 500 workers employed by Foxconn have been arrested and jailed in the Indian state of Tamil Nadu. The jailing follows a dispute with the company, which signed an agreement with a union belonging to the ruling party in the state -- a union which had no support at all among the workers. Meanwhile, the strike continues and the union is holding solidarity demonstrations and rallies all over the state. They have called for international support. You can help! Type in your name and email address, then click on 'Send Message' on the bottom of this page.Die Act-Now-Kampagne von LabourStart vom 15.10.2010 externer Link

100 Millionen im Generalstreik

Rund 100 Millionen ArbeiterInnen und Angestellte beteiligten sich am eintägigen Protest-Generalstreik aller grossen Verbände gegen Teuerung, Entlassungen und Privatisierungen. Die Teilnahme am Streik war vor allem in jenen Bundesstaaten ganz massiv, in denen die CPI(M) regiert - die Partei hatte ebenfalls zur Beteiligung aufgerufen. Landesweit war es vor allem der Bankensektor, in dem der Streik am meisten befolgt wurde - die Bankangestellten protestierten auch gegen die Reduzierung der Rolle der öffentlichen Banken zugunsten des Privatkapitals. Da in Indien fast alle Gewerkschaftsföderationen verschiedenen Parteien mindestens sehr nahe stehen, war es auch naheliegend, dass weder der INTUC (der der regierenden Kongresspartei nahesteht) noch der rechtsorientierte Verband BMS sich an dem Streik beteiligten.

Zeitarbeit in der IT Kaderschmiede

Das Indian Institute of Technology in Kanpur (IITK) ist eine der zentralen "Kaderschmieden" der indischen Computerbranche: Etwa 10.000 Menschen arbeiten dort. Davon sind über 3.000 KontraktarbeiterInnen - von Reinigung bis zu den technischen Grundlagen der Computerarbeit übernehmen sie alles - die neben schlechter Bezahlung auch all die anderen Probleme von ZeitarbeiterInnen haben, die der heutige Kapitalismus den Menschen weltweit zumutet. In seinem Artikel "Contract Workers at IITK: A Response to Commonly Held Misconceptions" externer Link vom 23. Mai 2010 bei Sanhati berichtet Rahul Varman aus der Sicht eines Computerwissenschaftlers, der seit 15 Jahren am Institut arbeitet über die Probleme dieser Beschäftigten - und mögliche Wege zur Problemlösung.

"Fröhliche Weihnachten" - wie streikende indische Frauen nordamerikanische Weihnachten verdarben...

Die gesamt zweite Dezemberhälfte streikten im Großraum Delhi rund 20.000 Mandel-Arbeiterinnen. Für zwei Arbeitsgänge werden die in Nordamerika geernten Mandeln nach Indien geflogen, um dort von zahlreichen, beieinander gelegenen Kleinunternehmen bei Delhi verarbeitet zu werden. Damit sich solcher Wahnsinn lohnt, müssen die Löhne entsprechend sein. So sah auch der Forderungskatalog der selbst neu gegeründeten Gewerkschaft Badaam Mazdoor Union aus: Die dort am 15. Dezember 2009 aufgelisteten 5 Punkte sind allessamt Forderungen deren Erfüllung - eigentlich - von den indischen Arbeitsgesetzen vorgeschrieben sind. Am 31. Dezember endete der Streik mit einem Kompromiß - nachdem in den ersten Tagen Schlägergruppen von den Verbundunternehmen angeheuert worden waren; nachdem die aber ohne Wirkung blieben, und auch einige Unternehmer mit derselben Form von Auseinandersetzung überrascht wurden, die sie zunächst für ihre Seite favorisiert hatten, kam Bewegung in die Sache, erst recht als auch das Eingreifen der Polizei nicht die gewünschte Wirkung zeigte. Mindestlohnerhöhung von 50 auf 70 Rupien je Sack geschälte Mandeln war die Forderung, der Kompromiß liegt nun bei 60 Rupien/Sack. Das Ergebnis ist ein Kompromiß, aber einer, der von den streikenden Frauen als sieg gefeiert wurde: Nicht nur, dass sie überhaupt in der Lage waren, als informelle Beschäftigte einen 15 tägigen Streik zu organisieren war ein Erfolg, sondern erst recht, dass der Streik gegen den Terror von Privatgangs und Polizei durchgehalten wurde machte ihn zu einem Ereignis für die gesamt indische Öffentlichkeit. Der Bericht "15-Day long Almond Workers' Strike in Delhi comes to conclusion" externer Link bei Radical Notes vom 1. Januar 2010 unterstreicht nochmals die politische Bedeutung dieses Kampfes in einem Land in dem die gewerkschaftliche Tradition eigentlich nur in dem kleineren formellen Bereich existiert.

Ein toter Manager. Ein festgenommener Gewerkschaftsvorsitzender.

  • Harte Arbeitskämpfe auch in Indien
    Aus aller Welt gibt es zunehmend Meldungen über harte Arbeitskämpfe. Die Arbeiterinnen und Arbeiter in allen Ländern der Welt sind offenkundig immer weniger bereit, widerstandslos sich die Kosten der Weltwirtschaftskrise aufbürden zu lassen. Soeben erreicht uns eine Meldung aus Indien, und zwar der Stadt Coimbatore. Ein harter Arbeitskampf erschüttert dort die Firma Pricol Ltd…“ Artikel von Bartholomäus Ibrahim Bronsteyn in der LinkeZeitung vom 21.11.2009 externer Link

  • Am 21. September kam bei einer Konfrontation in dem Werk Coimbatore (Bundesstaat Tamil Nadu) der "human ressources" Manager des Autozulieferers Pricol, Henry George, zu Tode. Bereits am Tag darauf wurde Haftbefehl gegen den Vorsitzenden des Gewerkschaftsbundes AICCTU erlassen, der die Arbeiter zu dieser Tat aufgestachelt hätte. AICCTU ist in der indischen Gewerkschaftslandschaft, wo jede politische Partei ihren gewerkschaftlichen Transmissionsriemen hat, die Föderation, die mit der CPI (ML) in Beziehung ist: Und in der aktuellen indischen Politik ist Maoismus ein Synonym für Terrorismus. Da war es dann auch nicht mehr interessant, dass S. Kumarasami, der Gewerkschaftsvorsitzende, Stunden vor dem Zwischenfall die Arbeiter aufgerufen hatte, ihren friedlichen Protest fortzusetzen - sie kämpfen seit Jahren gegen die Willkür des Pricol-Managments, und Kumarasami selbst hatte in seiner Eigenschaft als Anwalt für Arbeitsrecht vor dem höchsten Gericht des Bundestaates mehrfach Verurteilungen von Pricol erreicht. 1.500 Arbeiter wurden in den letzten drei Jahren entlassen, weil sie sich weigerten, diese Gewerkschaft zu verlassen, wie es das Management unter Verstoß gegen alle geltenden Gesetze Tamil Nadus forderte - und dafür auch schon mal das ungesetzliche Mittel der Aussperrung benutzte. Die hiermit kurz zusammengefasste Protest-Pressemeldung des AICCTU pdf-Datei vom 24. September 2009, auf englisch erhalten am 28. Oktober 2009.

Erfolgreicher Streik von prekären Hafenarbeitern in Bengalen

Der Hafen von Haldi ist für Bengalen und vor allem dessen Hauptstadt Kolkata (Kalkutta) von besonderer Wichtigkeit - und für sein Funktionieren sorgen vor allem die Subunternehmen - vier an der Zahl - die die Arbeiter zum Be- und Entladen beschäftigen. Dafür berechnen sie etwa 380 Rupien je Schicht - während die Arbeiter davon ungefähr 80 bis 140 Rupien erhalten. Hinzukam im Verlaufe des letzten Jahres eine Häufung von Fällen, in denen Sozialbeiträge zwar abgezogen, aber nicht abgeführt wurden. Die Hafenarbeitergewerkschaft im Gewerkschaftsbund CITU unternahm nichts, um diese Situation zu ändern: Zum einen ist sie eng mit der regierenden KPI(M) verbunden, zum anderen auch mit den Kontraktunternehmen...Im Juni diesen Jahres war es den Betroffenen dann endgültig zuviel: Zwei Tore wurden blockiert, ein schnell gerufener Gewerkschaftsfunktionär handgreiflicher Kritik ausgesetzt. Trotz Drohungen und Kündigungen ging der Streik weiter und nach und nach nahmen alle 7.000 Kollegen daran teil. Nach zwei Wochen gab es ein Ergebnis: Eine deutliche Lohnerhöhung ebenso wie das Recht auf monatlich vier Freischichten, sowie die Bezahlung von Bereitschaftszeiten waren das Ergebnis dieses erfolgreichen Streiks wird in dem Bericht "Strike of casual workers in Haldia Port challenges CITU-contractor nexus, wins important economic gains" externer Link von Suvarup Saha, am 21. September 2009 bei sanhati publiziert, hervorgehoben.

Die Hasskampagne gegen den Pilotenstreik - ein bekanntes Muster

Die Piloten von Jet Airways streiken - mit ihrer selbstorganisierten Gewerkschaft. Und nicht nur die Unternehmensleitung tobt: "Terroristen", sondern auch die Regierung, die Medien und viele jener, die sich gar kein Flugticket leisten können. Das Muster ist aus Reagans Brutalooffensive gegen den damaligen US-Lotsenstreik bekannt: Eine gewiß nicht gerade am Hungertuck nagende Berufsgruppe streikt - und an diesem Exempel sollen gewerkschaftliche Rechte verschwinden. Mit der Billigung vieler "kleiner Männer" (einer Neiderkoalition, die auch bei manchem Linken als Ersatz für Klassenanalyse herhalten muß). Näheres nachzulesen in "The Right To Form A Trade Union -
The Jet Airways Strike
" externer Link von Girish Menon, am 10. September 2009 bei countercurrents publiziert.

Erfolgreicher Streik bei Hyundai in Indien

„Am 20. April traten über 1.300 Autowerker im Hyundai-Werk in der indischen Stadt Chennai in einen unbefristeten Streik. Ihre Forderungen waren höhere Löhne, bessere Arbeitsbedingungen, Gleichstellung der Kontraktarbeiter und die Respektierung der gewerkschaftlichen Rechte. Am 6. Mai wurden 600 Streikende festgenommen. Die Gewerkschaft beendete den Streik, nachdem die Werksleitung zugestimmt hatte, auf jeden Punkt der Forderungen einzugehen, die verhafteten Arbeiter weiter zu beschäftigten und keine Streikführer zu bestrafen.Meldung bei Rote-Fahne-News vom 11.05.09 externer Link. Siehe dazu:

Indisches Recycling - Der Müll von Millionen

Bombays Abfallsystem gilt als eines der effektivsten der Welt. Es bietet zahllosen Menschen einen Job. Aber risikolos ist die Arbeit nicht. Artikel von Joseph Keve, Bombay in der WOZ vom 08.01.2009 externer Link

Protest gegen Prügel-Unternehmer

"Die ITBLAV hat gefordert, dass die Firma Frau Vishalakshi die beste ärztliche Behandlung bietet, und dass sie sie beispielgebend entschädigen, ohne dass sie oder ihre Familie gerichtlich tätig werden muss. Ferner wurde die Firma dringend aufgefordert, den Führungsstil umzustellen und für solide Arbeitsbeziehungen zu sorgen" - das betrifft die Firma Bombay Rayon Fashions Ltd. in der Industriezone von Doddaballapur, deren Direktor eine Arbeiterin krankenhausreif prügelte, worauf die Belegschaft in den Streik trat - auch, weil dies nur der jüngste Vorfall in einer Reihe von Agressionen gegen Beschäftigte in den Textilfirmen der Region Bangalore war. Die Meldung "Internationaler Protest nach brutaler Verprügelung indischer Bekleidungsarbeiterin" externer Link bei der Internationalen Textil-, Bekleidungs- und Lederarbeiter-Vereinigung (ITBLAV) vom 27. Oktober 2008

Angst statt Freiheit in der IT-Industrie - Totalerfassung der indischen IT-Profis

Der AK Vorratsdatenspeicherung konzentriert sich auf die staatliche Überwachung in Deutschland. Was internationale Unternehmen wie Accenture, Bosch, Dell und IBM treiben, gerät dabei aus dem Blick. Der Überwachungswahn dieser Firmen kennt keine Grenzen. In Indien beteiligen sie sich an der Totalerfassung der IT-Fachkräfte. Mit der Vernichtung der beruflichen Existenz wird bestraft, wer nicht gefügig ist oder sich nicht lange genug von derselben Firma ausbeuten lässt…“ Beitrag bei „Ressourcen rebellieren - Kritische Soziologie der Software-Entwicklung“ vom 28.09.2008 externer Link

Bollywood: "Alle Drehs sind gestoppt"

„Erstmals seit 50 Jahren streiken in Indien die Mitarbeiter der Film- und Fernsehindustrie. Mehr als 100.000 Menschen, darunter Bollywood-Stars wie Shah Rukh Khan und Amitabh Bachchan, Tänzer, Autoren und Techniker, protestieren gegen unregelmäßige Bezahlung und die Benachteiligung von Gewerkschaftsmitgliedern. "Alle Drehs sind gestoppt", sagte der Vorsitzende der Filmgewerkschaft, Dinesh Chaturvedi. Gehälter würden erst mit bis zu einem Jahr Verspätung gezahlt und durch die Beschäftigung von Nicht-Mitgliedern versuche die Kosten zu drücken…Artikel in der Frankfurter Rundschau vom 01.10.2008 externer Link

  • Bollywood workers strike 'over'
    “A strike that brought Bollywood film production to a halt has been called off, unions and employers say. Union leader Dinesh Chaturvedi told the BBC News website that managers had agreed to their demands. Unions said staff were working unreasonable hours and in many cases producers were months behind in payments to their staff. (…) "The producers have agreed to our demands," Mr Chaturvedi of the Federation of Western India Cine Employees said. He told the BBC a new committee would look into payment disputes. And he said television filming sessions would be limited to 12 hours…” Meldung bei der BBC vom 03.10.2008 externer Link

Produktionsplan gefährdet: Bauern laufen Sturm gegen Tatas Billigauto

  • Tata verliert in Singur
    „Als »unglückliche Entwicklung« und »sehr schlechte Nachrichten für Westbengalen« hat Nirupam Sen die Entscheidung des Industriekonzerns Tata kommentiert, die Arbeiten am Automobilwerk Singur einzustellen. Sen ist Industrieminister des indischen Bundesstaates, in dem das Billigauto Nano im Oktober in Serie gehen sollte. Das wird nun wohl nicht in dieser Stadt gebaut. Auch wenn die linke Regionalregierung in Kolkata (Calcutta) einen letzten Vermittlungsversuch durch den Gouverneur starten will, scheinen die Gegner der Fabrik mit ihren Protesten gesiegt zu haben. In den Chefetagen von Tata Motors laufen längst Alternativplanungen, um wenigstens annähernd im selbstgesteckten Zeitplan für den Produktionsstart des »preisgünstigsten Pkw der Welt« (Eigenwerbung) zu bleiben…“ Artikel von Thomas Berger in der jungen Welt vom 05.09.2008 externer Link
  • Nano - aus ?
    "Die gewaltsamen Proteste der indischen Bevölkerung wirken sich aus: Der Autobauer Tata hat die Arbeit in einem Werk zum Bau des Billig-Kleinwagens Nano eingestellt. Der Konzern ist besorgt um die Sicherheit seiner Angestellten und Anlagen" - so der der Artikel "Bauernproteste stoppen das Tatamobil" externer Link in der Financial Times Deutschland vom 03. September 2008
  • Bauern vor Singur bremsen den Tata Nano
    "Der Tata Nano, das billigste Auto der Welt, sollte die Sensation des Jahres 2008 auf den Straßen werden. Doch nun demonstrieren Tausende vor der Autofabrik in Singur" - so beginnt der Artikel "Produktion des Billig-Autos ist gefährdet: Bauern bremsen den Tata Nano" externer Link von Sascha Zastiral in der Taz vom 03. September 2008.
  • Bauern laufen Sturm gegen Tatas Billigauto
    „Gewalttätige Proteste gefährden den Zeitplan des indischen Konzerns Tata für das weltweit beachtete Billigauto Nano. Bis zu 30.000 aufgebrachte Bürger demonstrieren seit Tagen gegen die Nano-Fabrik im westbengalischen Singur. Viele Bauern klagen, sie seien für den Fabrikneubau unrechtmäßig enteignet worden, und fordern ihr Land zurück, berichten indische Medien. 2500 Polizisten bewachen jetzt das Werk, in das nach Branchenangaben rund 375 Mio. $ investiert wurden…“ Artikel von Oliver Wihofszki in der FTD vom 25.08.2008 externer Link. Siehe dazu auch:
  • Gewerkschaftsunterstützung für indische Landarbeiter und Bauern, die sich der massiven Vertreibung von ihrem Farmland widersetzen
    Landarbeiter und Bauern in der west-bengalischen Gemeinde Singur widersetzen sich Plänen der Regierung der "Linken Front" dieses Bundesstaates, wonach etwa 6 000 arme Familien von 420 Hektar Farmland vertrieben werden sollen, um Platz für eine kleine Autofabrik zu machen, die der Tata-Konzern, ein mächtiges multinationales indisches Konglomerat, dort errichten will. Die der IUL angeschlossene PBKMS, die Landarbeiter in West-Bengalen organisiert, unterstützt diesen Kampf und fordert gemeinsam mit den Bewohnern internationale Unterstützung, um die gewaltsame Beschlagnahmung des Landes zu vereiteln. Die Gewerkschaft hat auch auf die zunehmenden Repressalien gegen die Bewohner und ihr Krishi Jami Raksha (Komitee für den Schutz des Farmlandes) hingewiesen…“ Pressemitteilung Internationale Union der Lebensmittel-, Landwirtschafts-, Hotel-, Restaurant-, Café- und Genussmittelarbeiter-Gewerkschaften (IUL) externer Link mit vorbereitetem Protestmailer vom 12.10.2006

Zeitarbeiterstreik alleine gelassen. Oder: leider nicht...

"Fruehjahr 2006: Fuer fuenf Tage halten rund 3.000 ZeitarbeiterInnen die produktivste Zwei-Rad-Fabrik Indiens besetzt..." so beginnt die kurze deutsche Einleitung zu dem (englischen) Bericht "Strike and factory occupation at Hero Honda motor-cycle plant and its supplying company Shivam Autotech" in dem ein mehrmonatiger Kampf, bis anfang 2007 analysiert wird - in einer Situation, da bis zu 70 Prozent industrieller "Arbeitskräfte" Zeitarbeiter sind. Und die Gewerkschaft der Kernbelegschaft liess diesen Streik allein - und ging zum Schluss gegen ihn vor.

Delhi Calling

„In deutschen Arbeitsämtern lassen sich durchaus Hochlohn-Jobs finden, in der indischen Marktforschung zum Beispiel. Anderthalb Euro Stundenlohn sind dort viel Geld. Nach einem telefonischen Vorstellungsgespräch kann man wenig später von Indien aus Unternehmen in Deutschland anrufen und sie zu ihren jeweiligen Zukunftsmärkten ausfragen. Folgender Text wurde nach einem dreimonatigen Job als Call Centre Agent in Gurgaon, einem boomenden Aussenbezirk von New Delhi geschrieben. Er geht kurz auf den marginalen Trend ausländischer Beschäftigung in indischen Call Centren ein, beschreibt den Arbeitsalltag. Hauptaugenmerk liegt auf der Zusammensetzung der Industrieregion Gurgaon, wo tausende Call Centre-ArbeiterInnen in unmittelbarer Nähe zu Auto- und Textilfabriken Nachtschichten fahren. Es folgen fünf Interviews mit jungen InderInnen, die bei Citibank, HP und anderen Multis die ausgelagerte Telefonarbeit machen und eine Einschätzung einer Flugblattaktion vor Call Centern in Gurgaon und Delhi..." Artikel vom 11.04.2007

Organisationsstrategien in der indischen Weltmarkt-Textilbranche

Eine Studie, der mehrjährige Feldforschung vorausging befasst sich mit neuen Organisationsstrategien in den Weltmarkt Zuliefer- und Fertigungsbetrieben in diversen indischen Regionen und gewerkschaftlichen Konsequenzen. Mit der Erkentniss etwa, dass im reicheren und technologisch entwickelteren Süden des Landes in solcherart Betrieben weniger verdient wird, als im ärmeren Norden. Und mit der für manchen überraschenden Feststellung, dass einige Gewerkschaften erstaunliches Wachstum zu verzeichnen haben - wie etwa die betreffenden Branchengewerkschaften der beiden Verbände CITU und vor allem des NTUI. Letzterer hat mit seiner Strategie, in den Wohnvierteln zu beginnen und auch die Fragen der Qualifikation und der Arbeitssicherheit (Chemikalien im Textilbereich) zentral zu behandeln, besondere Erfolge erzielt. Alles nachzulesen in der (englischen) Studie "Targeting Global Supply Chains: Innovations in Labor Organizing in the Indian Garment Industries" externer Link vom September 2006 von Meenu Tewari beim Department of City and Regional Planning der University of North Carolina.

Soziale Absicherung auch im normalen Arbeitsverhältnis?

Das normale Arbeitsverhältnis auch in Indien ist die "informelle Beschäftigung". Die 2004 gewählte Regierung hat eine nationale Komission eingesetzt, die Maßnahmen sichern soll, den so Beschäftigten soziale Mindeststandards zu sichern. Aus den Materialien der dazu einberufenen Konferenz ist besonders der (englische) Beitrag "Feasible and affordable" externer Link von K.P. KANNAN lesenswert, publiziert in der Ausgabe Dezember 2006 der Zeitschrift "India Seminar".

Zwischen Verzweiflung und Widerstand - Indische Stimmen gegen die Globalisierung

Zwischen Verzweiflung und Widerstand - Indische Stimmen gegen die Globalisierung

Gerhard Klas, Mitglied im Kollektiv des Rheinischen JournalistInnenbüros in Köln, sprach vor Ort in Indien mit Vertretern von Basis-Organisationen und erzählt so die »Globalisierung von unten«. Die Betroffenen selbst sprechen über Widerstandsformen der Kleinbauern gegen Agrobusiness; Selbstversorgung gegen Exportorientierung, radikale Nachhaltigkeit gegen Biotechnologie, ökologische Vielfalt gegen Genmanipulation. Siehe dazu:

Gefährliche Pestizide sofort vom Markt nehmen! Hohe Pestizidbelastung von Cola - Tödliche Vergiftungen tausender Landarbeiter

„In der indischen Öffentlichkeit wird kontrovers über die hohe Pestizidbelastung von Getränken wie Coca Cola und Pepsi Cola diskutiert. Mehrere Bundesstaaten verhängten Verkaufsverbote. Wenig Beachtung findet jedoch das weit drängendere Problem akuter – oftmals tödlicher - Pestizidvergiftungen indischer Landarbeiter und Bauern. Das indische Centre for Sustainable Agriculture, die Coordination gegen BAYER-Gefahren sowie die asiatische Sektion des Pestizid Aktions-Netzwerk (PAN Asia and the Pacific) fordern daher einen sofortigen Verkaufs-Stopp aller hochgefährlichen Agrochemikalien in Indien…“ Presseerklärung der Gruppen externer Link vom 24.08.2006. Siehe dazu auch:

  • Hochgiftige Pestizide von BAYER - Den Verkauf in Indien jetzt stoppen
    Das Eine Welt Netz NRW fordert die BAYER AG auf, den Verkauf von hochgiftigen Pestiziden, die in die Gefahrenklasse I der Weltgesundheitsorganisation WHO fallen, zu unterbinden. Dazu gibt es weitere Informationen und eine Protestkampagne auf der Seite von Eine-Welt-Netz-NRW externer Link

Quartzstaublungen für den Export

„Südwind e.V veröffentlicht Studie über Kinderarbeit in Indiens Steinbrüchen.Anläßlich des »Welttages gegen Kinderarbeit« veröffentlichte SÜDWIND e.V, ein unabhängiges Institut für Ökonomie und Ökomene, am Wochenende eine Studie über die Arbeitsbedingungen in der indischen Steinindustrie. Schätzungen zufolge sind mindestens 15 Prozent der mehr als eine Million Beschäftigten der Branche Kinder. Dies sollten deutsche Kunden bedenken, wenn sie die »billigen« Steine aus Indien erwerben, heißt es in einer Erklärung der Organisation…Artikel in der jungen Welt externer Linkvom 13.06.2006. Siehe dazu:

Aufschwung in Indien - Zum Sklaven in nur 24 Tagen

Bangalore gilt als Silicon Valley Indiens. Hier arbeiten tausende aus dem ganzen Land in Callcentern und Backoffices. Ein Augenschein in der Millionenstadt, die um ihre Vormachtstellung bangt. Artikel von Esther Banz, Bangalore in der schweizerischen WOZ externer Link vom 01.06.2006

Schamlos verscherbelt

„Indiens Flughafenpersonal wehrt sich gegen Privatisierungsentscheidung. Unterstützung von linken Parteien und Gewerkschaften. Frankfurter Fraport an Geschäften beteiligt. Indien erlebt in diesen Tagen erbitterten Widerstand von Arbeitern und Angestellten zahlreicher Airports gegen Privatisierungspläne der Regierung. Der inländische Flugverkehr ist stark beeinträchtigt. Hunderte Flüge sind verspätet oder wurden gestrichen, weil Transportarbeiter, Reinigungspersonal, Feuerwehrleute und Büroangestellte streiken. In Mumbai (ehemals Bombay) griff die Polizei die Protestierenden mit Schlagstöcken an…Artikel von Hilmar König, Neu Delhi in junge Welt externer Link vom 03.02.2006

Landesweiter Proteststreik der Hausangestellten

Den "Tag der Hausangestellten" am 9. Januar nutzte die "Domestic Workers Union" zu einem nationalen Proteststreiktag. Die DWU ist die grösste der indischen Hausangestellten - Gewerkschaften mit etwa 500.000 Mitgliedern, davon rund 10.000 in Bombay (Mumbai) - wo es insgesamt etwa 800.000 Hausangestellte gibt. dieser erste landesweite Protesttag der DWU - der in 21 indischen Bundesstaaten durchgeführt wurde - versammelte auf einer Protestkundgebung in Bombay mehr als 10.000 Menschen. Die zentrale Forderung ist die Verabschiedung des seit 1998 in Beratungen des Landesparlaments von Maharashtra "festhängenden" Hausangestelltengesetz, das deren Status als Lohnabhängige juristisch festlegt und ihnen damit die normalen Rechte - inklusive Organisations- und Streikrecht - geben würde. Die DWU geht davon aus, dass wenn dieses Gesetz im wirtschaftlich wichtigsten Bundesland verabschiedet wird, auch andere Bundesstaaten folgen würden. Ausserdem soll dieser Tag in verschiedenen Bundesstaaten auch dazu dienen, die Vereinigungsbestrebungen der verschiedenen Gewerkschaften der Hausangestellten voran zu treiben. Der (englische) Bericht "Kantabai wants her rights, NOW" externer Link von Shailesh Bhatia vom 9. Januar 2006 bei "Web Mid-Day".

Erneut Todesopfer bei Feuer in Textilfabrik!

Am 7. Dezember gab es einen Kurzschluss im zweiten Stock einer Textilfabrik in New Delhi - in dem Arbeitsraum, in dem auch grössere Baumwollvorräte gestapelt waren, die sofort Feuer fingen. 12 tote ArbeiterInnen - darunter ein 10jähriges Kind - wurden so verbrannt, dass sie bis jetzt nicht identifiziert werden konnten. Nicht der erste Fall in diesem Jahr in indischen Weltmarkt-Sweatshops - zu befürchten ist, auch nicht der letzte, solange Wettbewerbsfähigkeit das Maß aller Dinge ist. Die Textilgewerkschaft "Garments Mahila Karmikara Munnade" organisierte am 11. Dezember in Bangalore eine grosse Trauer- und Protestkundgebung, bei der die drei Forderungen der Gewerkschaft bekannt gemacht wurden: Einsetzung einer mehrseitigen Kommission zur generellen Untersuchung der Arbeitsbedingungen in der Textilindustrie, Bestrafung der Verantwortlichen und Entschädigung für die Angehörigen. Die (englische) Pressemitteilung "Death of 12 Garment Workers in Delhi Factory Fire" der Textilgewerkschaft vom 11. Dezember 2005.

"Der ferne Agent"

Indische Call Center sind und bleiben ein Thema - vor allem für englisschsprachige Länder ausserhalb Indiens. Nun kommt aus Indien eine ausführliche Studie über Arbeitsbedingungen und Entwicklungen der dortigen Call Center Branche (speziell in New Delhi), die selbstverständlich die indischen Verhältnisse als Vergleichsbasis hat - und auf diesem Hintergrund individuelle Arbeitserfahrungen zu systematisieren versucht. Die (englische) Studie "CHRONICLING THE REMOTE AGENT: REFLECTIONS ON MOBILITY AND SOCIAL SECURITY OF CALL CENTRE AGENTS IN NEW DELHI" von Taha Mehmood und Iram Ghufran wurde im August 2005 auf der Konferenz "New Global Workforces and Virtual Workplaces: Connections, Culture and Control" des National Institute of Advanced Studies in Bangalore vorgestellt und diskutiert.

Darjeeling streikt

In Westbengalen streiken seit dem 11. Juli die Arbeiter der Teeplantagen - die Berge von Darjeeling bleiben unbearbeitet. Nach vielen inneren Auseinandersetzungen haben sich alle 14 existierenden Gewerkschaften der Branche (die verschiedenen Föderationen angehören) geeinigt, ein gemeinsames Komitee für den Streik zu organisieren, das unter Leitung zweier Zentralen steht. 500.000 Beschäftigte wehren sich gegen die vom Verband der Teeerzeuger geforderte Einführung eines sogenannten Leistungslohns, die Gewerkschaften sehen darin einen Versuch, die Beschäftigten zu spalten. Erste Verhandlungen im grössten indischen Streik seit langen Jahren sind fehlgeschlagen. Die (englische) redaktionelle Meldung "Tea garden talks fail, strike to continue" externer Link vom 14. Juli 2005 beim Nachrichtenportal "Outlook India"

Landesweiter Marsch für Arbeit und Mindestlöhne

"Employment Guarantee Scheme" (EGS) - Beschäftigungsgarantie ist eine der zentralen politischen Losungen des in Indien regierenden politischen Blocks aus Kongresspartei und linken Parteien. Da auch in Indien politische Losungen schneller öffentlich getrommelt werden als realisiert, ist am 13.Mai 2005 ein "Zug" quer durch Indien gestartet, der Eckpunkt einer landesweiten Kampagne zur Realisierung des EGS und der Verwirklichung bestehender Regelungen zum Mindestlohn werden soll. An diesem Zug nehmen VertreterInnen unterschiedlichster Organisationen und Initiativen teil: diverse Gewerkschaftszentralen, Frauenorganisationen, Slumvereinigungen, Organisationen von Dalits und Adivasis. Ein (englischer, mit kurzer deutscher Zusamenfassung) Überblick vom 30.Mai 2005, zusammengestellt aus Mailberichten des "Yatra communication team"

"Indian-mayday in Delhi"

Fast eine Paralelle zum Euro-Mayday, nur eben in Indien, nicht am 1.Mai und von viel weiter her zusammengekommen: In Delhi demonstrierten rund 50.000 Menschen, die im informellen Sektor arbeiten für Kranken- und Rentenversicherung. Etwa 1.000 Bauarbeiterinnen (kleines i) aus Tamil Nadu, mehrere Tausend Dalit-LandarbeiterInnen aus dem Punjab, über 5.000 Lastenträger aus Maharashtra waren unter den TeilnehmerInnen. Sie übergaben dem indischen Parlament eine Petition mit 350.000 Unterschriften. Der redaktionelle (englische) Bericht "Adhav leads rally for rights of workers in unorganised sector" externer Link in der Zeitung "Express India" vom 11.Mai 2005.

Barfrauen von Bombay im Streik

Rund 75.000 Barfrauen gibt es in Indien - die meisten davon in den 1.250 entsprechenden Bars im Bundesstaat Maharashtra (Bombay). Die Bombayer Frauen sind jetzt im Streik - weil die Landesregierung in ihrem Sanierungsprogramm mit dem Ziel, aus Bombay eine "Global City" zu machen, die entsprechenden Bezirke "sanieren" will. Das trifft natürlich nicht die Tänzerinnen in den Luxushotels ausländischer Geschäftsleute - unterstreicht die "Bharatiya Bar Girls Union", die Gewerkschaft der indischen Barfrauen in ihrem (englischem, mit deutscher Zusammenfassung) Kommuniqué "In support of the struggle of Mumbai's bar girls for survival" vom 16.April 2005.

15 Jahre Flexibilisierung der Arbeit in Indien - eine Bilanz

K R Shyam Sundar verfasste eine Buchbesprechung von "Liberalisation and Labour: Labour Flexibility in Indian Manufacturing" von Lalit K Deshpande, Alakh N Sharma, Anup K Karan and Sandip Sarkar. Die führen unter anderem an, dass seit Beginn der Flexibilisierung bis 1998 rund 1,3 Millionen Arbeitsplätze weniger registriert wurden - also rund 13% Verlust unter den 10 Millionen "normal" arbeitenden Menschen Indiens in dem genannten Zeitraum. Kein Unterschied der Verlustrate besteht zwischen Firmen, in denen die Belegschaft gewerkschaftlich organisiert ist und solchen, die keine Gewerkschaften kennen/zulassen... Die (englische) Buchbesprechung "Labour Flexibility Story in the 1990s" externer Link in der Ausgabe vom 26.März 2005 der Zeitschrift "Economical and political weekly".

"Unsere Arbeiterklasse arbeitet informell - und so organisiert sie sich auch"

In Indien gibt es mehr ArbeiterInnen, als Europa Einwohner hat - und über 90 Prozent von ihnen arbeiten "informell", zudem ein beständig wachsender Anteil. Die - oft auf Tagelöhnerbasis beschäftigten - Männer der zivilen Bauindustrie waren die ersten, die eigene Organisationsformen entwickelten, aber auch StraßenhändlerInnen, Fischer, Hausangestellte, TextilarbeiterInnen haben solche Formen, oft spontan, oft unter politischem Einfluss, selten mit gewerkschaftlicher Beteiligung. Das Material wurde im Februar 2005 zusammengestellt: Ein kurzer Auszug der Analyse "Old Classes and New Spaces" (Alte Klassen - Neue Räume) von Supriya RoyChowdhury, veröffentlicht bereits am 13.Dezember 2003 in der indischen Wochenzeitschrift "Economical and Political Weekly", Berichte von organisierten indischen StrassenhändlerInnen, ein Interview zur Geschichte der TextilarbeiterInnen Bombays, sowie eine Skizze des "New Labour Centre". Alles im LabourNet Germany unter "Indien-Informell".

Bauarbeiter in Kaschmir nach 4 Monaten Streik erfolgreich

Die "grösste Demokratie der Welt" zeigte ihr Gesicht: Die seit dem 2.August 2004 im Streik befindlichen Bauarbeiter des Udhampur-Srinagar-Barmullah Eisenbahnprojekts wurden am 10.September nicht nur von der Baustelle, die sie besetzt hielten, vertrieben - am nächsten Tag wurde die ganze Region in Jammu und Kaschmir von der Armee umzingelt und "abgeschlossen", da die lokale Bevölkerung mit den Streikenden solidarisch war. Bei den Auseinandersetzungen am 10.September starb ein Bauarbeiter und über 30 wurden durch Schüsse verletzt. Die Streikenden flohen daraufhin in die naheliegenden Wälder, wo sie von der Bevölkerung mit Lebensmitteln versorgt wurden. Den Streikenden ging es im wesentlichen darum, die Zusagen, die die Bauleitung der USB-Gewerkschaft (die zum Gewerkschaftsbund CITU gehört) im Februar 2004 gemacht hatte, einzufordern, was bis Ende Juli nicht geschehen war - unter anderem ging es um höhere Löhne, Arbeitskleidung und die Übernahme der Zeitverträgler in Dauerverhältnisse. Nach den Militärangriffen traten mehr als 8.000 Arbeiter zweier regionaler Grossbetriebe in den Solidaritätsstreik und die ansässige Bevölkerung organisierte Strassenblockaden. Diese massive Solidarität und der ungebrochene Wille der Bauarbeiter sowie die dadurch wachsende Öffentlichkeit im ganzen Land führten dazu, dass die Forderungen der Streikenden am 16.Dezember 2004 erfüllt wurden. Siehe den (englischen) Bericht "Heroic Battle of Construction Workers" externer Link auf der Seite der Zeitschrift "Labourfile" von Anfang Januar 2005, den wir hiermit kurz zusammengefasst haben.

Mindestlohn für Hausangestellte in Bangalore

Seit 1986 kämpften indische Gewerkschaften diverser Föderationen um die Aufnahme der Hausangestellten in die Liste jener Tätigkeiten. für die ein staatlich festgelegter Mindestlohn bezahlt werden muss - jetzt, im Herbst 2004, wurde dies auch im ökonomisch wichtigen Bundesstaat Karnataka erreicht. Die Schwierigkeit wird sein, zu kontrollieren, ob die Vorgaben eingehalten werden - Arbeitsinspektoren sind damit beauftragt. Der Schwerpunkt wird zunächst Bangalore sein - wo es rund 100.000 Hausngestellte gibt, von denen kaum jemand Gewerkschaftsmitglied und die Mehrheit AnalphabetInnen sind. Der redaktionelle (englische) Bericht "Minimum Wages: "A Boon for the Domestic Workers in Karnataka" externer Link vom Oktober 2004 bei der Zeitschrift "Labourfile"

Nationalismus, Separatismus und Arbeitsbedingungen: Jammu und Kaschmir

Kaschmir, wie es in deutschen Medien in der Regel verkürzt genannt wird, ist eine Meldung wert, wenn ein Attentat stattfand - oder aber die indische und pakistanische Armee sich gegenüberstehen. Dass in dieser Region Millionen Menschen arbeiten wissen bestenfalls Sozialhistoriker: der erste grosse Streik von 1924 machte einige Geschichte. Heute sind - unter "Kriegsbedingungen" - gewerkschaftliche Organisation und Tätigkeit in der Privatindustrie faktisch verboten: erst 2003 wurden Zeitarbeiter in verschiedenen Privatfirmen wegen gewerkschaftlicher Organisationsarbeit entlassen. Die rund 20 grösseren Privatbetriebe stehen auch hier zur Privatisierung an: mit den üblichen Abfindungen für Freiwillige, um Entlassungen zu vermeiden, was (sehr) kurzfristig für Ruhe sorgen mag. Die zahlreichen Migranten, die - vor allem aus Bihar - nach Jammu und Kaschmir kommen, um dort im Bau- oder Transportwesen zu arbeiten, werden nicht einmal namentlich erfasst, wenn sie - sei es durch Arbeitsunfälle oder durch "Aktionen" der Separatisten - zu Tode kommen. Eine (englische) Bestandsaufnahme "Jammu and Kashmir: labour under conflict" externer Link von Sanjiv Pandita im "Asian Labour Update" vom 2.Trimester 2004

India: economic boom masks widespread child labour

Just a few days before the start of an international conference in India on child labour, the ICFTU is publishing a new eight-page report on abuse of children in that country. Its message is clear: despite its record economic performance, India is still plagued by immense social hardship, with 400 million people living below the poverty line. That poverty is a major cause of the widespread practice of child labour: with its 60 million exploited children, India has the largest number of child workers in the world…” Untersuchung von ICFTU vom 28.10.04 externer Linkpdf-Datei zur Kinderarbeit in Indien, dem traurigen Weltmeister darin

siehe auch

Generalstreiks 2002, 2003 und 2004

Coca-Cola in Indien

Coca-Cola-Kampagne unter
Internationales > Kolumbien > Coca-Cola

Arbeitsbedingungen in Call-Centern unter Branchen > Dienstleistungen > Call-Center

Toyota unter
Branchen > Auto > Toyota

Honda unter
Branchen > Auto > Honda

Arbeitsbedingungen in der "new economy" unter
Branchen > Medien-IT

Arbeitsbedingungen in der Textilindustrie sowie der Sportartikelindustrie unter
Branchen > Sonstige > Textil- und Bekleidung

Kinderarbeit unter Diskussion > Arbeitsalltag und Arbeitsbedingungen allg.


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