| Eklat bei Betriebsversammlung führt zu Polizeieinsatz
„Die gestrige Betriebsversammlung bei der Metallverarbeitungsfirma Müller in Jahrdorf ist eskaliert: Nach Kritik und verbalen Angriffen durch Werner Kneuer von der IG Metall Passau ist dieser mit Vize-Geschäftsführerin Hildegard Müller jun. aneinander geraten. Um ein Hausverbot durchzusetzen, alarmierte sie die Polizei. Daraufhin verließ Kneuer mit den Beamten das Firmengelände. Mittlerweile haben sich die beiden gegenseitig angezeigt. Rund 100 der 130 Beschäftigten der Firma Müller waren der Einladung des Betriebsrats zu der Versammlung gefolgt. Bei Müller stehen Haustarifverhandlungen an. Auch die IG Metall war dabei, um den Forderungen nach mehr Lohn und der Übernahme des Flächentarifvertrages in der Branche Nachdruck zu verleihen. Konkret ging es auch darum, mehr Weihnachtsgeld durchzusetzen, insgesamt 35 000 Euro...“ Artikel von Stefan Dorner und Wolfgang Krinninger in der Passauer Neue Presse vom 08.11.2008 
Huwil: Betriebsrätin von Polizei abgeführt
„Der Streit zwischen dem Schlösser- und Beschlägehersteller Huwil und seinem Betriebsrat hat einen neuen Höhepunkt erreicht: Nach erbitterten Auseinandersetzungen um Massenentlassungen bei dem Traditionsunternehmen wurde nun die Vorsitzende des Betriebsrats, Gabi Knieper, mit Polizeigewalt ihres Arbeitsplatzes verwiesen. Zusätzlich erteilte Geschäftsführer Mathias Welteroth der Ruppichterotherin Hausverbot. Grund für den harschen Schritt der Geschäftsführung soll ein Schreiben gewesen sein, in dem Knieper den Betriebsleiter aufgefordert hatte, weitere Belastungen für die Belegschaft zu vermeiden. Vor allem der Fall eines Kollegen hatte für Aufsehen gesorgt, der nach Dienstschluss einen schweren Schlaganfall erlitten hatte und seitdem im Koma liegt. In dem Brief vermutet Knieper, Erkrankungen wie diese seien stressbedingt. Sie machte in ihrem Schreiben die verschärften Arbeitsbedingungen seit der Entlassungswelle dafür verantwortlich. Der Betriebsleiter soll sich durch den Brief derart diffamiert gefühlt, dass er sich bei der Geschäftsführung über Knieper beschwerte…“ Artikel von Julia Hohenadel im Kölner Stadtanzeiger vom 25.09.08 
Kaco Gerätetechnik: Demo für Betriebsratsgründung
„Wenn es sein muss, wollen sie wiederkommen. Denn es geht den Metallern ums Prinzip: Sie wollen erreichen, dass die Belegschaft des Neckarsulmer Wechselrichter-Herstellers Kaco Gerätetechnik „einen Betriebsrat wählen darf, ohne Einschüchterungen befürchten zu müssen”, sagte der erste Bevollmächtigte der Verwaltungsstelle Heilbronn-Neckarsulm, Rudolf Luz. Knapp 200 Gewerkschafter aus allen größeren Betrieben des Unterlands waren gestern zur Kundgebung vor dem Werk 3 des Unternehmens gekommen.Die Zeichen stehen aber offenbar weiter auf Konfrontation. „IG Metall go home” stand auf großen Blättern, die von innen an die Fenster des Gebäudes geklebt waren. „Wir brauchen euch nicht!!!!” war im Untergeschoss auch zu lesen… „ Artikel von Heiko Fritze im Onlineportal stimme.de 
Lafarge Roofing Components in Oestrich-Winkel
- Ärger bei Lafarge in Mittelheim
„Im Lafarge Roofing Werk in Mittelheim bahnt sich offenbar eine massive Auseinandersetzung zwischen Betriebsrat und Geschäftsleitung an, in die jetzt auch die Staatsanwaltschaft Wiesbaden eingeschaltet ist. Der Betriebsrat behauptet, von leitenden Mitarbeitern des Dachsystemherstellers Lafarge in Oestrich-Winkel massiv unter Druck gesetzt zu werden. Der Betriebsratsvorsitzende und fünf seiner Kollegen im Betriebsrat fühlen sich bei ihrer Arbeit behindert. Sie hätten ohne Grund Gehaltskürzungen hinnehmen müssen und einer habe sogar eine Kündigung erhalten. Zudem seien ihre Angehörigen, die ebenfalls im Werk in Oestrich-Winkel arbeiten, schikaniert und in einem Fall unberechtigt abgemahnt worden…“ Artikel im Wiesbadener Kurier vom 19.01.2007
- "Das Fass ist schon längst voll"
„Staatsanwaltschaft ermittelt gegen leitende Mitarbeiter von Lafarge Roofing Components. Beim Dachsystemhersteller Lafarge in Oestrich-Winkel ist die Stimmung äußerst angespannt. Seit Monaten sollen leitende Mitarbeiter des Dachsystemherstellers Lafarge in Oestrich-Winkel Betriebsräte massiv unter Druck gesetzt und schikaniert haben. Die IG Bauen-Agrar-Umwelt (IG Bau) hat bei der Staatsanwaltschaft Wiesbaden Anzeige erstattet. Ein Sprecher der Staatsanwaltschaft bestätigte lediglich den Eingang der Anzeige. Derzeit werde ermittelt, heißt es. Ob es zu einer Anklage kommen werde, sei noch offen…“ Artikel von Torsten Lauer im Wiesbadener Kurier vom 19.01.2007
Deutsches Unternehmen KOSTAL feuert Betriebsrat in Brasilien
Der seit 20 Jahren in dem Betrieb beschäftigte Ricardo Pereira de Oliveira wurde nach 10 Jahren Tätigkeit für den Betriebsrat von der Betriebsleitung entlassen. Die Kollege und ihn unterstützende Gruppen bitten darum, sich mit dem betroffenen Kollegen zu solidarisieren und Protestschreiben an die Unternehmensleitung zu senden. Die RedGlobe-Redaktion hat dankenswerter Weise das Schreiben des betroffenen Kollegen samt Adressen, an die Protestschreiben gerichtet werden können , redigiert und am 02.02.2006 dokumentiert
Proteststreik der ROTO-Frank-Belegschaft
Die Belegschaft der Frühschicht bei der ROTO Frank AG (Beschläge-Produktion) in Leinfelden bei Stuttgart führte am Freitag dem 23.09.00 einen Proteststreik durch. Der Protest richtet sich gegen die Verrechnung der sogenannten freiwilligen, übertariflichen Zulagen mit der 3%igen Tariferhöhung vom Frühjahr 2000. Auch für die zweite Stufe im Jahr 2001 (2,1%) hat der ROTO-Vorstand die Verrechnung angekündigt.
Am heutigen Freitag, dem 29.09 00, legt nach der Frühstückspause die Frühschicht in der Produktion bei der Roto-Frank-AG in Leinfelden erneut die Arbeit nieder. Nach einer kurzen Kundgebung auf dem Werkshof verließen die Kollegen unter Protest das Werk. Bereits am vergangenen Freitag hatte die Gegenschicht das selbe gemacht. Auslöser der heutigen Proteste war die Betriebsversammlung am Vortag, auf der der Vorstand lediglich laue Worte machte, ansonsten aber bei der Anrechnung bleibt. Die Anrechnung bedeutet faktisch, dass die Belegschaft um die tarifliche Lohnerhöhung geprellt wird. Gleichzeitig wünscht der ROTO-Vorstand aber weitgehende Flexibilisierung der Arbeitszeit mit zwischenzeitlicher Rückkehr zu einer faktischen 40-Stunden-Woche. Das wird von der Belegschaft abgelehnt.
- Hintergründe und Soliadresse des Betriebsrats
- Bericht und Kommentar zu ROTO Frank AG Leinfelden: Proteste in der Produktion. Der Vorstand schlägt zurück!
Bericht über den Kampf bei ROT-Frank in Stuttgart-Leinfelden über die Auseinandersetzung um die 40-Stunden-Woche vom 5.12.05 von und bei Arbeit-Zukunft, herausgegeben von der Organisation für den Aufbau einer kommunistischen Arbeiterpartei Deutschlands
SKF Gleitlager in Püttlingen Belegschaft kämpft gegen geplante Werksschließung
- Neue Informationen bei der IG Metall Völklingen:
- Am 08.10.03 wurden völlig überraschend der Betriebsrat und die Belegschaft der SKF Gleitlager GmbH über die beabsichtigte Schließung des Standortes in Püttlingen informiert. 318 Mitarbeiter würden dadurch in den nächsten 14 Monaten ihren Job verlieren. In einer außerordentlichen Betriebsversammlung hat sich die Belegschaft entschlossen, diese Entscheidung nicht hinzunehmen und gegen die geplante Standortschließung zu kämpfen. Zur Sonderseite der IG Metall Völklingen

Foxboro
Der Betriebsrat der Foxboro Eckardt GmbH und die IG-Metall Stuttgart riefen zur virtuellen Protestdemonstration am 22.2.2000 auf - und hatten Erfolg
- "Die Mühe hat sich gelohnt" - abschließende Presseerklärung des Betriebsrats vom 21.3.2000
- Virtuelle Protestdemo blockiert invensys Konzern für Stunden - Mehr als 1000 Unterstützer schicken Protest - Emails in die Konzernzentrale. Presseerklärung des Betriebsrats und Vertrauenkörpers
- Davids virtuelle Schleuder - Das Beispiel Foxboro Eckardt GmbH in Stuttgart. Hintergrundbericht des Foxboro-Betriebsrats zum Thema neue betriebliche Widerstandsstrategien in globalisiert agierenden Konzerne
"Phoenix muss in Harburg bleiben"
Bei Phoenix, einem Gummihersteller (Reifen, Bänder) in Hamburg-Harburg, sind durch die angekündigte Verlagerung der Bänderfertigung nach Ungarn 3.000 bis 3.400 Arbeitsplätze bedroht. Dagegen hat sich ein Solidaritätskomitee "Phoenix muss in Harburg bleiben" gegründet. Kurz vor Weihnachten 99 wurde ein Abschluss zwischen dem Betriebsrat und der Konzernspitze von Phoenix bekannt gegeben. "Standort Harburg gesichert" titelte die "Harburger Rundschau" vom 24.12.1999. Abbau von 125 Arbeitsplätzen und Kürzungen bei allen Jahresleistungen (13. Gehalt) in Höhe der kommenden Tarifanhebungen gegen Bestandsschutz seien nur die markantesten Punkte, die zu Lasten der Arbeiter und Angestellten vereinbart wurden.
Wir dokumentieren:
- Informationen über das Solidaritätskomitee (samt Kontaktadressen)
- eine entsprechende Pressemitteilung
- eine Solidaritätserklärung des Betriebsrats Klinikum Kassel an den Phoenix-Betriebsrat
- einen Aufruf des Solidaritätskomitees, aus dem Stadtteil heraus eine Solidaritätsinitiative für/mit den Phoenix-ArbeiterInnen zu gründen
- Bericht über die Bedrohung von Arbeitsplätzen bei der Phoenix AG-Hamburg mit Hintergründen und Soli-Adressen
- Betriebsrats-Info vom 23.11.99 : Der Konflikt verschärft sich !
- Neues über Phoenix: Infos aus der Belegschaft, Stand : 26.11.99
- Solidaritätsbrief der AG der GewerkschafterInnen der PDS/Hamburg an die Initiative "PHOENIX MUSS IN HARBURG BLEIBEN"
- Soli-Erklärung der AG der GewerkschafterInnen der PDS Hamburg an die Phoenix-Initiative, die zum Weiterkämpfen aufruft
GEA Luftkühler: "Kann man mit Menschen nicht machen" - Protestaktion vor dem Werk
Am 13.10.99 wurden die Mitarbeiter von GEA Luftkühler "offiziell" von der Geschäftsleitung über den bevorstehenden Exitus informiert. Punkt zwölf Uhr legte die Belegschaft die Arbeit nieder und protestierte vor den Toren des Werkes. Wir dokumentieren:
- Hintergrundbericht (Quelle waz Herne, 13.10.99)
- Bericht über den Streik (Quelle waz Herne 14.10.99)
- Kommentare aus Gewerkschaft und Kommunalpolitik in Herne (Quelle waz Herne 21.10.99)
- Solidarität für Mitarbeiter von GEA Luftkühler (Quelle waz Herne 21.10.99)
- Treffen des Solidaritätskreises mit dem Kampf der GEA-Kollegen am 4.11.99 und weitere Aktivitäten
- Der Bericht des Solidaritätskreises mit dem Kampf der GEA-Kollegen um jeden Arbeitsplatz vom 4. Treffen
- Am Donnerstag, den 16. Dezember 99 gehen mehrere vom Solidaritätskreis vors Tor bei GEA-Luftkühler. In einer Einladung heißt es: "Liebe GEA Kolleginnen und Kollegen, wir -mehrere Leute vom Herner Solidaritätskreis mit dem Kampf um die Arbeitsplätze bei GEA, - möchten Euch am Donnerstag, den 16. Dezember unsere Weihnachtsgrüße überbringen. Was wir mitbringen: eine Weihnachtsüberraschung, Kaffee, einen kleinen Imbiß und viel Solidarität . Wir kommen um 10 Uhr und es würde uns sehr freuen, wenn Ihr alle zum Tor kommt, damit wir uns dort treffen." Also, bis Donnerstag! Das Treffen am Donnerstag abend fällt dafür aus.
- Unter http://organisationen.freepage.de/solidaritaetskreis-gea
findet man die Homepage des Herner Solidaritätskreis mit dem Kampf der GEA-Kollegen.
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