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Updated: 22.02.2010 12:04

Bau allgemein und international

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IG-Bau-Chef: "Unser Handwerk wurde kaputtgemacht"new

Interview von Wolfgang Wagner mit Klaus Wiesehügel, Bundesvorsitzender der IG Bau-Steine-Erden, in der Frankfurter Rundschau vom 22.02.2010 externer Link. Aus dem Text: „...Die kriminelle Energie auf allen Baustellen hat stark zugenommen. Es hat begonnen mit der Verschieberei von Menschen. Und wenn die Verschieberei von Menschen zur Gewohnheit wird, dann kommt die Verschieberei des Materials als zweiter Schritt. Mich wundert das nicht wirklich...“

IG BAU gegen Grabsteine aus ausbeuterischer Kinderarbeit

„Ein großer Anteil von Grabsteinen auf deutschen Friedhöfen stammt aus Steinbrüchen, in denen ausbeuterische Kinderarbeit stattfindet. Die Grabmale wurden damit unter Verstoß gegen ein internationales Übereinkommen gegen Kinderarbeit - ILO-Konvention 182 - hergestellt. Die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) hat Ende dieser Woche die Ministerpräsidenten aller Bundesländer angeschrieben um zu erreichen, dass diese Grabsteine auf deutschen Friedhöfen nicht mehr aufgestellt werden dürfen…Pressemitteilung der IG BAU vom 15.01.2010 externer Link. Siehe dazu:

  • XertifiX
    Die IG BAU ist aktives Mitglied des Vereins XertifiX e.V., der es sich zur Aufgabe gemacht hat, ausbeuterische Kinderarbeit vor Ort zu verhindern und zu bekämpfen. Um das Anliegen in Deutschland zu unterstützen, sollen die Friedhofsatzungen der Gemeinden dahingehend geändert werden, dass „nur Grabmale aufgestellt werden, die nachweislich in der gesamten Wertschöpfungskette ohne ausbeuterische Kinderarbeit im Sinne der ILO-Konvention 182 hergestellt sind“. Voraussetzung hierfür ist es jedoch, dass die Landesregierungen gesetzliche Regelungen treffen, die es den Gemeinden ermöglichen, die Friedhofsatzungen entsprechend zu ändern. Siehe die Homepage des Vereins externer Link

Einheitlicher Mindestlohn im Maler- und Lackiererhandwerk: Hilfsarbeiter sollen mehr Geld erhalten

„Alle Beschäftigten im Maler- und Lackiererhandwerk sollen ab September mindestens 9,50 Euro pro Stunde verdienen. Diesen Mindestlohn haben die Industriegewerkschaft Bauen, Agrar, Umwelt (IG Bau) und der Arbeitgeberverband Farbe, Gestaltung, Bautenschutz vereinbart. Nach dem Willen der Tarifparteien soll die Untergrenze für die gesamte Branche mit ihren 140.000 Beschäftigten gelten. Deshalb werden sie beim Arbeitsministerium beantragen, den Lohn für allgemein verbindlich zu erklären…“ Artikel von Eva Roth in der Frankfurter Rundschau vom 17.07.2009 externer Link

Tarifverhandlungen Bauwirtschaft IG BAU 2009

  • Abgehängte Zone
    Das Schlichtungsergebnis im Bauhauptgewerbe bedeutet Lohnsenkungen für jene, die ohnehin am ­wenigsten hatten. Facharbeiter im Osten könnten die Verlierer sein. Artikel von Jörn Boewe in der jungenWelt vom 26.05.2009 externer Link. Aus dem Text: „...Zwar wird der Mindestlohn für Ungelernte in West und Ost über einen Zeitraum von 27 Monaten angehoben: Für Ungelernte steigt er in drei Schritten im Westen von 10,70 auf elf Euro, im Osten von neun auf 9,75 Euro. Gleichzeitig entfällt jedoch der Mindestlohn für Facharbeiter, der sogenannte Mindestlohn 2, im Osten ersatzlos. Der lag bislang bei 9,80 Euro. Wo individualvertraglich nichts anderes vereinbart ist, können die nichttarifgebundenen Bauunternehmer künftig die Entgelte auf das Niveau des »Mindestlohns 1« absenken...“

  • 4,6 Prozent mehr Lohn am Bau - Tarifkonflikt im Baugewerbe beigelegt
    ... Die Tarifentgelte am Bau werden im Westen zum 1. Juni 2009 um 2,3 Prozent erhöht, in einem weiteren Schritt zum 1. April 2010 noch einmal um 2,3 Prozent. Im Osten werden die Tarifentgelte um den gleichen Cent-Betrag wie im Westen erhöht. Für Mai 2009 gilt eine Einmalzahlung von 60 Euro. Der Mindestlohn 1 im Osten wird in drei Schritten von derzeit 9 Euro auf 9,75 Euro – das Niveau des derzeitigen Mindestlohns 2 beträgt 9,80 Euro - angehoben. Der Mindestlohn 1 im Westen wird im selben Zeitraum angehoben von 10,70 Euro auf 11 Euro, der Mindestlohn 2 von 12,85 auf 13 Euro. Der Schiedsspruch ist bindend, da er einstimmig gefällt wurde. Eine Frist zur Annahme oder Ablehnung entfällt...“ Presseerklärung der IG BAU vom 23. Mai 2009 externer Link. Dort auch der Schiedsspruch Bauhautgewerbe 2009 als pdf-Dokument

  • 3. Tarifrunde am Bau ohne Ergebnis: Keine Einigung beim Knackpunkt Mindestlohn
    „Die Tarifverhandlungen für die rund 700 000 Beschäftigten im Bauhauptgewerbe sind ohne Ergebnis beendet. „Wir beraten jetzt über die Anrufung der Schlichtung“, sagt der Verhandlungsführer der IG BAU, Klaus Wiesehügel. Schlichter ist Ex-Wirtschaftsminister Wolfgang Clement. Die Arbeitgeber haben auch in der dritten Verhandlung kein Angebot vorgelegt…“ Pressemitteilung der IG BAU vom 05.05.2009 externer Link

  • IG-Bau-Chef Wiesehügel: "Es gibt keinen Grund für Krisengeheul"
    Klaus Wiesehügel, der Vorsitzende der IG BAU über selbstbewusste Lohnforderungen in Zeiten der Wirtschaftskrise und die Konjunkturhilfen der Regierung. Lohnforderung von sechs Prozent findet Klaus Wiesehügel, Vorsitzender der Industriegewerkschaft Bauen, Agrar, Umwelt (IG BAU) moderat. Die Auftragsbücher der Firmen seien voll. Eine Krise am Bau gebe es nicht. Am 5. März beginnen die Tarifverhandlungen für die etwa 700.000 Beschäftigten der Bauwirtschaft. Interview von S. Haas in der Süddeutschen Zeitung vom 03.03.2009 externer Link. Aus dem Text: „…SZ: Welchen Stellenwert hat eine verlässliche Sozialpartnerschaft für Sie? Wiesehügel: Sie hat eine große Bedeutung. Deshalb bedauere ich es außerordentlich, dass bei einigen Arbeitgebern das eigene Interesse stärker wiegt als das Wohl der Branche. Ich habe noch Zeiten erlebt, in denen sich Arbeitgeber und Gewerkschaften gemeinsam verantwortlich fühlten für das wirtschaftliche Wohlergehen der Beschäftigten und der Unternehmen. Ziel der Tarifpartner war, dass man sich nicht überfordert. Diese Einstellung ist leider bei einigen Arbeitgebern verlorengegangen. Ich sage ganz ehrlich: Diejenigen, zu denen man auch als Gewerkschafter aufschauen konnte, sind äußerst selten geworden…“
  • Lohndruck trotz Konjunkturspritze
    „Die Baubranche profitiert stark von den staatlichen Konjunkturpaketen. Wer glaubt, dass deshalb wenigstens in dieser Branche Lohnabschläge keine Rolle spielen, irrt: Die Arbeitgeber fordern in der heute beginnenden Tarifrunde für einen Teil der Beschäftigten deutlich niedrigere Gehälter. Baubetriebe würden zunehmend mit anderen Handwerkern konkurrieren, sagte der Vize-Hauptgeschäftsführer des Zentralverbands des Deutschen Baugewerbes (ZDB), Harald Schroer, der Frankfurter Rundschau. So seien bei der energetischen Gebäudesanierung und der Wärmedämmung auch Maler und Lackierer aktiv. "Deren Löhne liegen zwölf Prozent unter unserem Niveau." Pflaster- und Bordsteinarbeiten würden mal von Baufirmen ausgeführt, mal von Betrieben aus dem Garten- und Landschaftsbau (Galabau). Deren Löhne lägen gar 20 Prozent unter dem Bau-Niveau...“ Artikel von Eva Roth in der Frankfurter Rundschau vom 05.03.2009 externer Link

Im Land der »Hilfsarbeiter«

„Die Lohnpolitik der deutschen Baubranche ist nur schwer zu verstehen und immer wieder etwas paradox. Das liegt in erster Linie an den gravierenden Unterschieden zwischen ost- und westdeutschen Baubetrieben. So ist es gerade mal ein Jahr her, dass es das nordwestdeutsche Bauhandwerk sogar auf einen Streik hat ankommen lassen, um letztlich eine schnellere Anhebung der Baumindestlöhne im Westen zu erreichen. Der Hintergrund damals: Die überwiegend Tarif- statt Mindestlöhne zahlenden West-Unternehmen wollten sich in den ehemals grenznahen Gebieten die Ost-Konkurrenz aus Sachsen-Anhalt oder Mecklenburg-Vorpommern vom Hals schaffen. Die nämlich zahlen meist nur Mindestlohn und waren von der Erhöhung des nach dem »Baustellenprinzips« für alle Aufträge im Westen verbindlichen Mindestlohns quasi alleine betroffen. Nun kommt die Retourkutsche: Die Ost-Verbände des Baugewerbes weigern sich, den ostdeutschen Facharbeitermindestlohn, wie eigentlich vereinbart, zu erhöhen. Sie drängen stattdessen darauf, diesen ersatzlos abzuschaffen. Für Bauleute im Osten gälte dann nur noch eine Lohngrenze: die um etwa achtzig Cent unter dem Facharbeitersatz liegende Untergrenze für »Hilfsarbeiter«…Artikel von Velten Schäfer im Neues Deutschland vom 20.06.2008 externer Link

Tarifstreit um Bau-Mindestlöhne gelöst

„In der Schlichtung im Tarifstreit um die Mindestlöhne im Bauhauptgewerbe hat die Zentralschlichtungsstelle gestern am späten Abend nach elfstündigen Verhandlungen einen Schiedsspruch gefällt. Die Mindestlöhne im Baugewerbe werden auf der Grundlage der am 20. August abgeschlossenen Tarifvereinbarung wie folgt festgesetzt: Der Mindestlohn für die Lohngruppe 1 (Bauhelfer) im Westen wird von 10,40 auf 10,70 Euro und für die Lohngruppe 2 (Angelernte) von 12,50 auf 12,85 Euro (Berlin 12,70) erhöht. In den ostdeutschen Bundesländern bleiben beide Mindestlöhne erhalten und gelten mit 9,00 Euro in der Lohngruppe 1 und 9,80 Euro in der Lohngruppe 2 fort. (…) Die IG BAU hat dem Schlichterspruch zugestimmt, weil rechtzeitig vor dem Beginn der Tarifverhandlungen 2009 durch eine Kommission der Tarifvertragsparteien u.a. Wege zur bundesweiten Vereinheitlichung der Entgelt- und Arbeitsbedingungen einschließlich der Mindestlöhne aufgezeigt werden…“ Presseerklärung der IG BAU vom 21.06.2008 externer Link

Lohndumping und Morddrohungen - Türkische Bauarbeiter in München wehren sich gegen Hungerlöhne

„…Die beiden Arbeiter wurden in Istanbul mit Werkverträgen angeworben. Als Vermittlungsgebühr mußten sie einen Betrag von 1000 Euro zahlen. Der vertraglich vereinbarte offizielle Stundenlohn betrug 12,40 Euro. Doch da die Arbeiter das Geld dringend brauchen, willigten sie von vornherein auf einen inoffiziellen Stundenlohn von fünf Euro ein. Gezahlt wurde dann aber nur ein Lohn zwischen 3,75 und 3,80 Euro pro Stunde. Als die beiden bei dem Unternehmer Einspruch erhoben, folgten Morddrohungen und Drohungen gegen ihre Familien in der Türkei, die die Arbeiter auf Tonband aufnehmen konnten. So drohte ihr Chef: »Ich bringe denjenigen um, der mir schadet.« Tatsächlich wurde Kayas Familie in der Türkei von der Firma aufgesucht und unter Druck gesetzt…Artikel von Julia Sergio in der jungen Welt vom 31.03.2008 externer Link

Ab 1. April höhere Mindestlöhne im Abbruch- und Abwrackgewerbe

„ Für die Beschäftigten des Abbruch- und Abwrackgewerbes gelten ab 1. April 2008 höhere Mindestlöhne. Für Facharbeiten gelten 11,96 Euro West und 10,16 Euro Ost. Hilfskräften stehen 9,79 Euro West bzw. 9,10 Euro Ost zu. Damit wurden die Helferlöhne nach 2 Jahren um 30 Cent, die der Fachwerker um 36 Cent angehoben…Presseerklärung der IB-Bau vom 28.03.2008 externer Link

Mehr Mindestlohn für Maler ab 1. April

„Zum 1. April gelten höhere Mindestlöhne im Maler- und Lackiererhandwerk. Der Tarifvertrag zwischen der Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) und dem Hauptverband Farbe Gestaltung Bautenschutz vom 9. September 2007 wurde heute per Rechtsverordnung des Arbeitsministers für allgemeinverbindlich erklärt. Für Facharbeiten erhöht sich der Mindestlohn West von 10,73 Euro auf 11,05 Euro, der Mindestlohn Ost von 9,37 Euro auf 9,65 Euro. Für einfachste Arbeiten steigt der Mindestlohn West von 7,85 Euro auf 8,05 Euro, der Mindestlohn Ost von 7,15 Euro auf 7,50 Euro. Mindestlöhne für das Maler- und Lackiererhandwerk gelten seit Dezember 2003…Presseerklärung der IB-Bau vom 28.03.2008 externer Link

Patroni wider Willen - Über migrantische Arbeitsverhältnisse und Formen der Akkumulation in der Baubranche

„Der folgende Beitrag geht den Arbeitsverhältnissen migrantischer Wanderarbeiter in der deutschen Baubranche nach. Als Aufhänger dient die letzte Aktion, an der der Europäische Verband der Wanderarbeiter (EVW) zusammen mit der IG BAU beteiligt war. Die Arbeitsverhältnisse werden anhand der fiktiven Geschichte des ebenso fiktiven rumänischen Zimmermannes Florin dargestellt. Dennoch ist diese Geschichte kein bloßes Hirngespinst, sondern stellt eine Verdichtung von Erfahrungen dar, die sich tagtäglich ereignen. Parallelen zu realen Personen und Unternehmen sind nicht beabsichtigt. Der Autor hat diesen Weg aus persönlichen wie aus rechtlichen Gründen gewählt. Des Weiteren informiert der Beitrag über die Arbeit des EVW sowie über dubiose Verflechtungen und Methoden der Akkumulation in der Bauwirtschaft…Artikel von Mihai Balan, erschienen im express, Zeitschrift für sozialistische Betriebs- und Gewerkschaftsarbeit, 1/08

Brachialkapitalismus vor Gericht

„Das Schenefelder Bauunternehmen Max Hoffmann soll Tarifrecht gebrochen und Betriebsräte rechtswidrig entlassen haben. Von "Brachialkapitalismus" spricht da sogar ein Anwalt. Es ist eines der bekanntesten Bauunternehmen im Hamburger Speckgürtel. Das 1908 gegründete Schenefelder Bauunternehmen Max Hoffmann hat allein in der Hansestadt in den vergangenen Jahren mehr als 50.000 Wohnungen errichtet, den Hamburger Fischmarkt bebaut und die Eppendorfer Falkenried-Terrassen modernisiert. Rechtzeitig zum 80-jährigen Firmenjubiläum steht dem Bauriesen, der etwa 165 Mitarbeiter beschäftigt, nun Ärger ins Haus. Wegen möglicherweise rechtswidriger Lohnsenkungen und dem Herauskanten zweier Betriebsräte ist das Unternehmen, dessen Jahresumsatz um 20 Millionen Euro pendelt, in zahlreiche Prozesse verstrickt…Artikel von Olaf Harning und Marco Carni in der Taz-Nord externer Link vom 08.02.2008

»Arbeiter werden belogen, betrogen und ausgebeutet«

Beschäftigte aus Rumänien streiken auf Baustelle in Ratingen, weil sie keinen Lohn bekommen haben. Ein Interview von Ralf Wurzbacher mit Matthias Kirchner externer Link, Generalsekretär des Europäischen Verbands der Wanderarbeiter (EVW) mit Sitz in München, in der jungen Welt vom 10.10.2007

Tarifabschluss im Baugewerbe

  • Bau-Tarifkonflikt endgültig beigelegt
    „Drei Monate nach dem Schlichtungsergebnis vom 19. Mai ist der Tarifkonflikt im Baugewerbe jetzt endgültig beigelegt. Der Vorstand der Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt stimmte am Montag dem neuen Tarifvertrag zu, der nach dem Nein der Arbeitgeber aus Niedersachsen und Schleswig-Holstein in beiden Bundesländern noch durch Sonderregelungen ergänzt wurde. (…) Die knapp 700.000 Beschäftigten am Bau erhalten nach dem Tarifvertrag eine dreistufige Einkommenserhöhung von 3,1 Prozent rückwirkend zum 1. Juni 2007, weitere 1,5 Prozent zum 1. April 2008 und 1,6 Prozent zum 1. September 2008. Zu der dauerhaften Erhöhung kommen Einmalzahlungen von 0,4 Prozent zum 1. Juni 2007 und weitere 0,5 Prozent zum 1.April 2008.AP-Meldung bei Yahoo-Nachrichten vom 20.08.2007 externer Link

  • Firmen zanken über Mindestlohn
    „Der Tarifkonflikt am Bau zieht sich hin - nicht etwa, weil Gewerkschafter und Arbeitgeber verbissen über Lohnprozente streiten, sondern weil sich die Unternehmer-Lobby uneins ist. Genauer gesagt: Der Zentralverband des Deutschen Baugewerbes (ZDB), in dem vor allem Handwerker organisiert sind, ist zerstritten…Artikel von Eva Roth in der Frankfurter Rundschau externer Link vom 17.07.2007

  • »Wir hoffen, es ist jetzt erledigt« - Einigung auf dem Bau: Der West-Mindestlohn steigt schneller – gegen die Ost-Konkurrenz
    „…Kurz vor Ende der dritten Streikwoche scheint der Arbeitskampf im Baugewerbe Niedersachsens und Schleswig-Holsteins beendet zu sein. Nach einem Verhandlungsmarathon präsentierten die beiden Baugewerbe-Landesverbände und die IG BAU am Mittwochabend einen Kompromiss. Wie bereits in der Schlichtung im Mai vereinbart, wird der Tariflohn für die 680 000 Tarifbeschäftigten von Juni 2007 bis 31. März 2008 um 3,1 Prozent erhöht; hinzu kommt ein monatlicher Festbetrag von 0,4 Prozent. Ab April 2008 kommen weitere 1,5 Prozent sowie ein monatlicher Festbetrag von 0,5 Prozent dazu. In einer dritten Stufe soll der Tariflohn ab September 2008 bis März 2009 um 1,6 Prozent plus einen monatlichen Festbetrag von 0,5 Prozent steigen…Artikel von Velten Schäfer im Neues Deutschland externer Link vom 06.07.2007

  • »Die Wut der Bauarbeiter ist groß«
    IG BAU kämpft um Erhalt des bundesweiten Tarifvertrags. Auch Mindestlohn steht auf dem Spiel. Ein Interview von Daniel Behruzi mit Klaus Wiesehügel externer Link, Vorsitzender der Industriegewerkschaft Bauen, Agrar, Umwelt (IG BAU), in der jungen Welt vom 22.06.2007

  • Arbeitskampf: Den streikenden Bauarbeitern ist mulmig zumute
    „Die Gewerkschaftsspitze ist mit großen Worten in den Arbeitskampf gezogen, an der Basis jedoch fallen die Töne der Streikenden leiser aus. Zwar sind sich alle zwölf Arbeiter auf der Baustelle in Bad Nenndorf bei Hannover einig, dass die besseren Argumente auf ihrer Seite sind und nur ein Ausstand die Arbeitgeber zum Einlenken bewegen kann. Doch trotz aller Überzeugung hätten sie den unbefristeten Streik, den sie gestern mit ihren Kollegen im niedersächsischen und schleswig-holsteinischen Baugewerbe begonnen haben, als letzten Ausweg gerne abgewendet…“ Artikel von Heiko Lossie/dpa in der Frankfurter Rundschau externer Link vom 19.06.2007

  • Erster Bau-Streik seit fünf Jahren
    „Erstmals sei fünf Jahren hat in der deutschen Baubranche wieder ein unbefristeter Streik begonnen. In Niedersachsen und Schleswig-Holstein legten nach Angaben der IG Bauen Agrar Umwelt (IG BAU) am Montagmorgen die Beschäftigten auf über 100 Baustellen die Arbeit nieder. Zum Teil hätten Delegationen der Gewerkschaft die Bauarbeiter vor Ort zur Einstellung der Arbeit aufgefordert, Beschäftigte anderer Baustellen seien von sich aus in den Streik getreten und hätten Streiklokale aufgesucht, sagte ein Gewerkschaftsprecher in Hannover…AP-Meldung auf yahoo-finanzen externer Link vom 18.06.2007

  • IG Bau kündigt unbefristeten Streik an
    Die Arbeitgeber in Niedersachen und Schleswig-Holstein haben der erzielten Schlichtung als einzige nicht zugestimmt. Die Gewerkschaft will nun am Samstag das Ergebnis der Urabstimmung bekannt geben. Gewerkschaftschef Wiesehügel rechnet mit einer breiten Zustimmung…Artikel in Die Welt-Online externer Link vom 15.06.2007

  • Vorwurf der Nötigung - Bau-Arbeitgeber beschimpfen sich
    „Im Arbeitgeberlager der Baubranche ist ein heftiger Streit entbrannt. Die Baugewerbeverbände Niedersachsen und Schleswig-Holstein müssen sich scharfe Kritik aus den eigenen Reihen anhören, weil sie den Schlichterspruch als einzige ablehnen. Der Bauindustrieverband, in dem vor allem große Unternehmen organisiert sind, wirft den widerspenstigen Norddeutschen Nötigung vor. Er hatte die Tarifeinigung, die ein Lohnplus von zunächst 3,1 Prozent vorsieht, genauso akzeptiert wie die anderen Landesorganisationen des Baugewerbes…Artikel von Jan Hildebrand und Eva Roth in der Frankfurter Rundschau externer Link vom 08.06.2007

  • Baugewerbe nun doch vor Arbeitskampf - Unternehmerverbände in Niedersachsen und Schleswig-Holstein lehnten Tarifkompromiß in letzter Minute ab
    „Der Tarifkompromiß in der Baubranche ist im letzten Moment gescheitert. Kurz vor Ablauf der Erklärungsfrist am Montag nachmittag gaben die Unternehmerverbände des Baugewerbes in Niedersachsen und Schleswig-Holstein bekannt, daß sie das am 19. Mai erzielte Schlichtungsergebnis nicht mittragen. Damit ist der bundesweit für knapp 700000 Beschäftigte geltende Tarifvertrag hinfällig. Die Gewerkschaft IG BAU kündigte daraufhin die Einleitung einer Urabstimmung über Streik an…Artikel von Daniel Behruzi in der jungen Welt externer Link vom 05.06.2007

  • Erfolgreiche Schlichtung
    „Die rund 700 000 Beschäftigten im deutschen Baugewerbe bekommen ab 1. Juni 3,5 Prozent mehr Geld. (…) Die Schlichtungsvereinbarung, der beide Seiten bis Anfang Juni zustimmen müssen, tritt nach Angaben der Arbeitgeber rückwirkend zum 1. April in Kraft, gilt für 24 Monate und sieht die Erhöhung der Löhne und Gehälter in drei Stufen vor. Nach zwei Nullmonaten erhalten die Beschäftigten demnach in einer ersten Stufe zum 1. Juni 3,1 Prozent mehr Lohn. Hinzu komme ein monatlicher Festbetrag von 0,4 Prozent, wenn betrieblich nicht etwas anderes vereinbart werde. In der zweiten Stufe von 1. April bis 31. August 2008 folge eine Erhöhung um 1,5 Prozent und der monatliche Festbetrag werde auf 0,5 Prozent erhöht. In der dritten Stufe vom 1. September 2008 bis 31. März 2009 folge eine Erhöhung um 1,6 Prozent, der monatliche Festbetrag von 0,5 Prozent soll weiter gezahlt werden. Für die Arbeitgeber betrage die Kostenbelastung für die ersten zwölf Monate 2,58 Prozent zuzüglich des Festbetrags. In den folgenden zwölf Monaten seien 2,43 Prozent tabellenwirksam…“ Agenturmeldung von ddp bei yahoo-news vom 19.05.2007 externer Link

  • Öffnungen im Flächentarif
    Lange Laufzeit sowie Möglichkeiten betrieblicher Abweichungen und regionaler Sonderregelungen machen Bauunternehmern erzieltes Schlichtungsergebnis schmackhaft. Kommentar von Daniel Behruzi in der jungen Welt externer Link vom 21.05.2007

  • Arbeitgeber kippen das Tarifergebnis im Baugewerbe
    „Die rund 680 000 Beschäftigten im Baugewerbe müssen auf die für Mai ausgehandelte Lohnerhöhung zunächst verzichten. Die Arbeitgeber, vertreten durch den Hauptverband der Deutschen Bauindustrie und den Zentralverband des Deutschen Baugewerbes, haben kurz vor Fristablauf erklärt, dass sie das Tarifergebnis von 3,5 Prozent mehr Lohn und Gehalt nicht annehmen wollen…“ Mitteilung bei der IG BAU vom 04.05.2007 externer Link

  • Berechnungen der Arbeitgeber: Mindestlohn verbilligt Bau-Tarifabschluss
    „Der jüngste Tarifkompromiss für die insgesamt 680 000 Beschäftigten der Baubranche wird für die Arbeitgeber unter dem Strich günstiger als bisher gedacht. Das ergibt sich aus Berechnungen der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) und des Baugewerbe-Zentralverbands ZDB, die dem Handelsblatt (Donnerstagsausgabe) vorliegen. Danach müssen sich die Baufirmen im Durchschnitt nur auf eine zusätzliche Kostenbelastung von knapp über zwei Prozent einstellen, obwohl sich das Tarifergebnis nominal auf 3,5 Prozent addiert. Dies erklärt sich dadurch, dass sich die am Wochenende vereinbarte Tariferhöhung nicht auf den Mindestlohn am Bau bezieht. Dieser gilt aber für etwa jeden vierten Bauarbeiter…“ Meldung im Handelsblatt externer Link vom 04.04.2007
  • Lohnerhöhung von 3,1 Prozent und monatliche Einmalzahlungen von 0,4 Prozent ab 1. Mai 2007
    „Die Lohn- und Gehaltsverhandlungen für das deutsche Baugewerbe sind nach vier Verhandlungen am 31. März 2007 abgeschlossen worden. Das Verhandlungsergebnis steht unter dem Vorbehalt der Zustimmung der Verbandsgremien (Erklärungsfrist: Freitag, 4. Mai 2007) und sieht im Wesentlichen Folgendes vor: 1. Die Löhne, Gehälter und Ausbildungsvergütungen werden ab 1. Mai 2007 um 3,1 % erhöht. Für den Monat April 2007 erfolgt keine Entgeltanhebung. Die Lohnerhöhung gilt aber nicht für die Lohngruppen 1 und 2 (Mindestlöhne)…Meldung beim Zentralverband Deutsches Baugewerbe e.V externer Link

Gestrandet und um Lohn betrogen. Neuer Bauskandal: Zehn polnische Arbeiter haben seit sechs Wochen kein Gehalt bekommen und wissen nicht mehr weiter

„Sechs Wochen lang schufteten zehn polnische Bauarbeiter in Stuttgart/Rohr und Bonlanden. Bisher haben sie dafür 400 Euro Vorschuss bekommen. Den versprochenen Lohn hat ihnen die Stuttgarter Baufirma allerdings nicht gezahlt. Jetzt sitzen die Männer völlig mittellos in Degerloch, sie haben nicht einmal mehr die Möglichkeit, nach Polen zurückzukehren…“ Artikel von Ulrich Stolte aus der Filder Zeitung externer Link vom 18.12.2006

Wanderarbeiterverband aktiv in Hamburg

Am 15. Oktober hat die Hamburger IG BAU gemeinsam mit dem Europäischen Verband der Wanderarbeiter eine Aktion vor einem Männerwohnheim in Hamburg-Hamm durchgeführt. Drei Stunden lang informierten sie die zur Zeit weit über 100 dort untergebrachten polnischen Entsendearbeiter über ihre Rechte und diskutierten mit ihnen gewerkschaftliche Organisierung…“ Bericht von Olaf vom 15.10.2005 bei indymedia externer Link. Siehe auch: Wanderarbeiter werden organisiert. Aktion vor Hamburger Männerwohnheim
"Am heutigen Samstag hat die Hamburger IG BAU gemeinsam mit dem Europäischen Verband der Wanderarbeiter eine Aktion vor einem Männerwohnheim in Hamburg-Hamm durchgeführt. Drei Stunden lang informierten sie die zur Zeit weit über 100 dort untergebrachten polnischen Entsendearbeiter über ihre Rechte und diskutierten mit ihnen gewerkschaftliche Organisierung..." Artikel und ein Foto zu einer Aktion, die IG BAU und Verband der Wanderarbeiter in Hamburg durchgeführt haben.

»Modernes Sklaventum« beim Gefängnis-Neubau - Vorläufig erfolgreich klagten Leiharbeiter gegen Lohndumping

"Auf einer Großbaustelle wurde an polnische Leiharbeiter nur ein Viertel des Tariflohns gezahlt. Jetzt wurde das beauftragte Bauunternehmen zur Nachzahlung von 140 000 Euro verdonnert. Das Unternehmen ist in Berufung gegangen..." Artikel von Volker Macke in Neues Deutschland externer Link vom 04.08.05

Tod auf der Baustelle. Toskana sah am Mittwoch einen Generalstreik

„In der italienischen Bauwirtschaft häufen sich die – mitunter tödlichen – Arbeitsunfälle vor dem Hintergrund von irregulärer Beschäftigung und mangelndem Arbeitsschutz. 33 Tote gab es allein in der Toskana im ersten Halbjahr 2005. Gewerkschaften laufen Sturm dagegen….“ Artikel von Wolf H. Wagner externer Link, Florenz, im ND vom 24.06.05

Gewerkschaft klagt über Nötigung

IG Bau wirft Firmenchefs vor, sie drohten mit Entlassung, um Mehrarbeit zu erreichen - und kündigt Strafanzeigen an. Die IG Bau will härter gegen rabiate Firmenchefs vorgehen. Die Gewerkschaft plant, Unternehmer anzuzeigen, die ihre Beschäftigten massiv unter Druck setzen und sie zwingen, länger zu arbeiten….“ Artikel von Eva Roth externer Link in Frankfurter Rundschau vom 21.01.2005

Bau: Der gefährlichste Arbeitsplatz

Bau-Beschäftigte leben gefährlich. Von allen Berufsgruppen sind die Bauberufe einem doppelt so hohen Unfallrisiko ausgesetzt. Traurige Realität: 162 tödliche Arbeitsunfälle im letzten Jahr, so berichtet der "Grundstein" in seiner November-Ausgabe 2004.

Lohndumping auf Landesbaustelle - IG BAU blockiert JVA Rosdorf - Finanzministerium will Fall prüfen

„Auf einer Baustelle des Landes sind polnische Bauarbeiter offensichtlich weit unter dem gesetzlichen Mindestlohn beschäftigt worden. Die Gewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) legte mit Bauarbeitern von mehreren Firmen um kurz vor 7.00 Uhr den Bau der neuen Justizvollzugsanstalt (JVA) in Rosdorf (Kreis Göttingen) für etwa eineinhalb Stunden lahm, wie IG-Bau-Geschäftsführer Ronald Schminke in Göttingen mitteilte. 15 der insgesamt 42 polnischen Mitarbeiter seien daraufhin zum Hauptzollamt gegangen und hätten berichtet, unter welch schlechten Bedingungen sie arbeiten müssten. Das Finanzministerium kündigte an, die Vorwürfe zu prüfen und gegebenenfalls Sanktionen zu verhängen. Nach Angaben des Gewerkschaftsfunktionärs hatten die polnischen Bauarbeiter seit mehreren Monaten an der JVA zu Löhnen zwischen 3,80 Euro und 4,25 Euro pro Stunde gearbeitet, während vier türkische Bauarbeiter den gesetzlichen Mindestlohn von 12,47 Euro pro Stunde erhalten hätten. Die Arbeitszeit der Polen habe teilweise mehr als 13 Stunden betragen, obwohl die Firma den Mindeststandard von 8 Stunden und den Mindestlohn zugesagt habe, betonte Schminke….“ ddp-nrd-Meldung vom Montag 26. Juli 2004 externer Link

Tod auf der Baustelle. Griechenland: Protest gegen Arbeitsbedingungen bei öffentlichen Bauvorhaben wächst

Artikel von Heike Schrader, Athen, in junge Welt vom 21.01.2004 externer Link. Siehe dazu auch: Olympischer Friedhof - ein Special unter Internationales: Griechenland

Baustreik 2002: "Wut macht Mut". Die Geschichte eines Arbeitskampfes

Sonderseite zum Streik externer Link

PDS-GewerkschafterInnen unterstützen IG-B.A.U.-Demonstration für ein Vergabegesetz am 08. September in Schwerin - Landesregierung muss Vorbehalte zurück nehmen

Die AG Betrieb und Gewerkschaft - Arbeitsgemeinschaft der Gewerkschafter in der PDS Mecklenburg-Vorpommern unterstützt den Aufruf der Industriegewerkschaft B.A.U. für den kommenden Sonnabend in Schwerin für ein Vergabegesetz bei öffentlichen Aufträgen. Mitarbeiter von Baubetrieben und Gewerkschafter aus dem ganzen Norden (Hamburg, Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern) werden für eine "gleiche Bezahlung bei gleicher Arbeit" demonstrieren um die sogenannte 'Arbeitgeber' und die Landesregierung zu entsprechendem Handeln zu veranlassen. Pressemeldung der PDS AG Betrieb und Gewerkschaft vom 06. Sept 2001.

Bauarbeiter in Italien

Zu ihrer Situation und den neuen Tarifverträgen siehe Internationales: Italien

 

Protest italienischer Bauarbeiter: Seit Wochen keinen Lohn bekommen. (Photo: Dave Gannon / junge Welt)

Lohndumping auf dem Bau

Es gibt hierzu eine gleichnamige und empfehlenswerte Veröffentlichung: Ergebnisse und Berichte des Projektes: "EU-Freizügigkeit und Aggressivität gegenüber Arbeitsmigranten am Beispiel ausländischer Bauarbeiter" in Berlin. Wir dokumentieren die Bezugsquelle, das Inhaltsverzeichnis sowie die Einleitung

Specials

Tarifabschluss 2005

Holzmann

siehe auch

„Vorwärts IG BAU“. Eine Gewerkschaft zum mitmachen ??? Unter Diskussion > Gewerkschafts - strategien > tarifpolitische Debatte > Differenzierung und Flexibilisierung der Tarifpolitik > Betrieb gegen Fläche?

Kampf gegen Lohnklau unter Diskussion / Wirtschaftspolitik / Arbeitsmigration: Arbeitsbedingungen

Europäischer Verband der Wanderarbeiter

Bergbau

Gartenbau / Landwirtschaft


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