Kahlschlag bei E.on
Ehemaliger »nationaler Champion« will sich auf Kosten seiner Beschäftigten sanieren. Während ver.di den Widerstand organisiert, kommt von der IG BCE wenig Konkretes. Artikel von Stephan Müller in der jungen Welt vom 29.12.2011 
- Einigung mit Gewerkschaften: Eon streicht 11.000 Stellen

Deutschlands größter Energiekonzern plant einen massiven Stellenabbau. Die Gewerkschaften ziehen mit. Ursache für die drastischen Maßnahmen sind die Folgen der Energiewende. Meldung in der TAZ vom 25.01.2012 . Aus dem Text: „…Die Gewerkschaften äußerten sich zufrieden über die Einigung. Nach hartem Ringen sei es gelungen, den vom Personalabbau Beschäftigten ein "hohes Maß an sozialer Sicherheit und Zukunftsperspektiven zu geben", sagte Verdi-Bundesvorstandsmitglied Erhard Ott laut Mitteilung. Für den IG BCE-Tarifvorstand Peter Hausmann zeigt die Einigung, "dass auch in einer schwierigen Situation ein akzeptables Ergebnis möglich ist". Eon-Arbeitsdirektorin Regine Stachelhaus sagte, der Tarifvertrag schaffe die Voraussetzung dafür "Beschäftigte von Arbeit in Arbeit zu bringen". Die Vereinbarung sieht Vorruhestandsregelungen, Abfindungen, die Gründung einer Beschäftigungs- und Qualifizierungsgesellschaft sowie die Einrichtung einer Transfergesellschaft vor. Ziel sei es vor allem, die Mitarbeiter zu qualifizieren und in neue Beschäftigung zu bringen. Der Tarifvertrag hat eine Laufzeit bis 2016…“
- Analyse zum Stellenabbau: Eon spart mit dem Segen der Gewerkschaften

6000 Jobs sollen beim Energieriesen wegfallen. Verdi vermisst eine Deutschland-Strategie. Artikel von Jakob Schlandt in der Frankfurter Rundschau vom 26.01.2012 . Aus dem Text: „(...) Der Sanierungstarifvertrag geht bis 2016 und wird ohne betriebsbedingte Kündigungen auskommen sowie Härtefälle vermeiden. Der Hauptteil des Personalabbaus soll in der Verwaltung stattfinden. Die Standorte München und die Eon-Zentrale in Düsseldorf müssen besonders viele Stellen abgeben. Wer freiwillig geht, bekommt eine erkleckliche Abfindung. Wer bleibt, aber nicht mehr gebraucht wird, soll in einer Beschäftigungs- und Qualifizierungsgesellschaft eine neue Perspektive finden, sei es außerhalb des Konzerns oder doch wieder bei Eon...“
Streik in der Asse abgewendet - Beschäftigte in Exbergwerk voller strahlender Abfälle erhalten 5,4 Prozent mehr Lohn „Im maroden Atommülllager Asse ist ein Streik der Beschäftigten in letzter Minute abgewendet worden. Am Mittwoch unterschrieben Vertreter der bundeseigenen Asse-GmbH und der Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie (IG BCE) einen am Vortag ausgehandelten Tarifvertrag. Er sieht im Kern vor, daß die rund 320 Asse-Beschäftigten in den nächsten drei Jahren jeweils 5,4 Prozent mehr Lohn erhalten. Das bedeutet eine Annäherung an die Entgelte, die an den anderen Endlagerstandorten Gorleben, Morsleben und Schacht Konrad gezahlt werden...“ Artikel von Reimar Paul in der jungen Welt vom 12.01.2012 
Stellenabbau bei RWE und Eon: Schwere Zeiten für Mitarbeiter der Energiebranche
Die großen Energiekonzerne planen den großen Stellenabbau: Bei RWE und Eon zusammen geht es um rund 14.000 Arbeitsplätze in Deutschland. Beim Düsseldorfer Konzern gibt es Medienberichten zufolge schon erste Überlegungen, in welcher Form die Stellen wegfallen sollen. Artikel in der Süddeutschen Zeitung vom 12.12.2011 
AKW sofort stilllegen! Der Kernschmelze keine Chance! Vorrang für Kraft-Wärme-Kopplung!
Die KLARtext-Anti-AKW-Broschüre von den Autoren: Rainer Roth, Jens Wernicke unter Mitarbeit von Peter Djordjevic, Irmgard Schaffrin, Su Schilling und Robert Schlosser, Karikaturen: Copyright Thomas Plassmann, Gestaltung: Reinhard Frankl, 1. Auflage, Oktober 2011. Die Broschüre kann beim Klartext-Verlag für 3€ zzgl. Porto bestellt werden. Siehe dazu die Homepage des Vereins Klartext e.V. . Siehe dazu auch:
- Inhaltsverzeichnis und Vorwort

- Sicher arbeiten im AKW?
Exklusiv im LabourNet Germany ein kurzer Auszug aus : „AKW sofort stilllegen! Der Kernschmelze keine Chance! Vorrang für Kraft-Wärme-Kopplung!“
Die Mafia schlägt zurück
Im März 2011, ein paar Tage nachdem in Japan die Erde bebte und in dessen Folge ein Tsunami die Menschen in der Region Fukushima brutalst traf, richteten wir in der Rubrik Internationales > Japan ein neues Special „2011: Erst das Erdbeben, dann der Tsunami und letztlich auch noch die Atommafia“ ein. Wir schrieben damals: „…Die Atommafia bereitet just in diesem Moment, wo ihnen ein Reaktor nach dem anderen um die Ohren fliegt, bereits die Lügen für das „danach“ vor...“ Und hier die Rache für den kleinen Scherz „Atomausstieg“ einmal seitens der Atomindustrie und einmal seitens eines multinationalen Chemie- und Gentechnikkonzerns.:
-
Eon streicht 11.000 Stellen
Ein tiefer Schnitt: Im Rahmen eines drastischen Spar-Programms streicht Eon weltweit 11.000 Stellen. 6.000 davon in Deutschland. Verdi hat bereits Widerstand angekündigt. Artikel von Jakob Schlandt in der Frankfurter Rundschau vom 23.11.2011 . Aus dem Text: „(...) Die Gewerkschaft Verdi will Widerstand gegen die Pläne leisten. „Der Stellenabbau ist nicht gerechtfertigt, wir werden ihn bekämpfen“, sagte eine Sprecherin. Der Konzern mache weiterhin hohe Gewinne. Tatsächlich hat Eon zwar im zweiten Quartal des Jahres einen hohen Verlust verbucht (siehe Grafik). Grund waren jedoch hauptsächlich einmalige Abschreibungen, zum Beispiel auf den Wert der beiden alten Atommeiler, die im März nach der Fukushima-Katastrophe in aller Eile vom Netz genommen wurden. Eon verlangt dafür Schadenersatz. Eine weitere Milliardenbelastung, die Brennelementesteuer, wird vermutlich von Gerichten wieder gekippt werden. Operativ schreibt Eon immer noch riesige Gewinne: In den ersten neun Monaten dieses Jahres führ Eon einen Betriebsgewinn von 6,5 Milliarden Euro ein – das sind allerdings knapp 40 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Zusätzlich hat Eon nun mit einer zum Teil demotivierten Belegschaft zu kämpfen. Auch darüber, dass der Personalabbau häppchenweise und ohne klare Ansagen bekanntgegeben wird, herrscht Unmut...“
-
Gewerkschaften fordern Tarifvertrag zum Ausschluss betriebsbedingter Kündigungen
"Die gemeinsame Verhandlungskommission der Gewerkschaften ver.di und IG BCE fordern den Konzernvorstand der E.ON AG sowie die Unternehmen der Tarifgemeinschaft zu Tarifverhandlungen zum Projekt EON 2.0 auf. Das Projekt 2.0 und seine Umsetzung soll zu einer radikalen Umstrukturierung des gesamten Konzerns führen. Das hätte erhebliche Auswirkungen auf die Arbeitsplätze und die soziale Sicherheit der Beschäftigten. Weltweit sollen bis zu 11.000 Arbeitsplätze abgebaut werden, davon alleine ca. 6.000 in Deutschland! (…) Wir fordern die sofortige Aufnahme von Tarifverhandlungen für die Beschäftigten der E.ON AG und sämtlicher Konzerngesellschaften, sowie für die Unternehmen der Tarifgemeinschaft Energie: Den Ausschluss betriebsbedingter Kündigungen, Arbeitsplatz- und Standortsicherung, Beschäftigungssicherung, Absicherung sozialer Leistungen. (…) Wir erwarten im Sinne einer sozialpartnerschaftlichen Kultur gemeinsame Lösungen!“ Flugblatt der IG BCE vom 04.11.2011 
-
ver.di ruft E.ON-Beschäftigte zu bundesweiter Aktionswoche auf
„Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) ruft die Beschäftigten des Energiekonzerns E.ON zu einer bundesweiten Aktionswoche in der Zeit vom 27. Oktober bis zum 7. November auf. In diesem Zeitraum wird es zu zahlreichen außerordentlichen Betriebsversammlungen, Demonstrationen und Kundgebungen kommen. Hintergrund sind die Planungen des E.ON-Vorstandes zu einem Konzernumbau, bei dem alle Standorte der E.ON in Deutschland und Europa zur Disposition gestellt werden sollen. Weltweit sollen bis zu 11.000 Arbeitsplätze bis 2015 gestrichen werden, allein in Deutschland sind 6.500 Arbeitsplätze betroffen. Dabei werden seitens des Vorstandes auch betriebsbedingte Kündigungen ausdrücklich als Möglichkeit zum Stellenabbau gesehen...“ Pressemeldung von ver.di vom 25.10.2011 
-
Rückstellungen für Kraftwerksabwicklungen: Laufzeitverlängerungskater bei Eon
Eon will tausende Stellen streichen – und sagt: der Atomausstieg ist schuld. Ein Blick in die Bilanz zeigt jedoch: Der Atomkonzern operiert da wohl mit Luftbuchungen. Artikel von Ingo Arzt in der TAZ vom 12.08.2011 . Aus dem Text: „(…) Tatsächlich dürfte zumindest ein Teil der vermeintlichen Belastung eine Luftbuchung sein. Ein Wirtschaftsprüfer sprach gegenüber der taz über mögliche Auswirkungen auf die Bilanz des Konzerns. Dort gebe es im Zusammenhang mit den Ausstiegskosten "erhebliche Zuführungen zu den Rückstellungen". Dahinter verbirgt sich Folgendes: Jeder Atomkonzern ist gesetzlich verpflichtet, Geld für den späteren Rückbau von Atomkraftwerken zur Seite zu legen. Zudem spart sich Eon einen zusätzlichen Puffer an. Zum 1. Januar 2010 waren es bei Eon insgesamt 13,5 Milliarden Euro. Wenn Atomkraftwerke länger laufen, können diese Rückstellungen über einen längeren Zeitraum angespart werden - und belasten die jährliche Bilanz weniger. Der Effekt bei Eon: Weil die AKW schneller vom Netz gehen, müssen die Rückstellungen schneller gebildet werden. Die Kosten würden aber ohnehin entstehen…“
- Reaktion auf Atomausstieg: Eon plant Job-Kahlschlag
„Der Energieriese Eon steht nach dem beschleunigten Atomausstieg in Deutschland offenbar vor einem drastischen Stellenabbau. Nach Information der Süddeutschen Zeitung erwägt das Unternehmen den Abbau von bis zu 10.000 Stellen weltweit - mehr als zehn Prozent der gesamten Belegschaft…“ Artikel von Markus Balser in der Süddeutschen Zeitung vom 06.08.2011 
- ver.di kritisiert betriebsbedingte Kündigungen bei E.ON
„Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) kritisiert scharf die von E.ON geplanten betriebsbedingten Kündigungen. In einer zweitätigen Sitzung ist der Aufsichtsrat der E.ON AG am 8. und 9. August in Düsseldorf über das weitreichende Konzept des Vorstandes zum Konzernumbau der E.ON AG informiert worden. Um bis 2015 insgesamt 1,5 Milliarden Euro sogenannter „beeinflussbarer Kosten“ einzusparen, sollen insgesamt bis zu 11.000 Arbeitsplätze, davon etwa 60 Prozent in Deutschland abgebaut werden. Dabei wurden auch betriebsbedingte Kündigungen seitens des Vorstandes ausdrücklich nicht ausgeschlossen. Bestehende Vereinbarungen und Tarifverträge zum Ausschluss betriebsbedingter Kündigungen sollen weiterhin akzeptiert werden, diese sind jedoch lediglich bis zum 31. Dezember 2012 befristet…“ Pressemitteilung von ver.di vom 10.08.2011 
- IG BCE: Die Karten müssen jetzt auf den Tisch
„Mit Verwunderung hat die IG BCE auf Meldungen reagiert, nach denen der E.ON-Konzern „Massenentlassungen“ plane. IG-BCE-Vorsitzender Michael Vassiliadis: „Davon ist der IG BCE nichts bekannt“. Stattdessen verweist die Gewerkschaft auf Vereinbarungen mit dem Unternehmen, die betriebliche Kündigungen bis zum 31.12.2012 ausschließen. Vassiliadis: „Die IG BCE hat immer gefordert, dass die Energiewende nicht zu Lasten der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer erfolgen darf. Es stellt sich aber die Frage, welche Gründe für die derzeitige Lage des Unternehmens verantwortlich sind.“ Die IG BCE erwarte jetzt, dass spätestens auf der E.ON-Aufsichtsratssitzung Anfang kommender Woche der Konzern seine Absichten auf den Tisch legt.“ Meldung bei IG BCE ohne Datum 
- E.on-Beschäftigte zahlen Verluste
„Energieriese nennt Atomausstieg und Gasgeschäfte als Gründe für Abbau von 11 000 Stellen.
Die Spekulationen um einen Abbau von bis zu 11 000 Stellen hat der Energiekonzern E.on gestern in Düsseldorf bestätigt. Grund seien Gewinneinbrüche durch den Atomausstieg und ein schlechtes Gasgeschäft…“ Artikel von Marcus Meier im Neues Deutschland vom 11.08.2011 
- Interview mit Eon-Betriebsrat: "Vom Vorstand verkohlt"
Den angekündgten Stellenabbau bei Eon will der Betriebsratsvorsitzende Hans Prüfer-Geier nicht hinnehmen. Die Energiewende weiter zu bekämpfen, hält er für falsch. Interview von Moritz Schröder in der TAZ vom 10.08.2011 
- sowie: Branchen > Chemische Industrie > Bayer > allgemein: Hohe Energiekosten: Bayer droht mit Produktionsverlagerung
Tarifergebnis für Beschäftigte der Tarifgemeinschaft Energie erzielt
„Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) und die Tarifgemeinschaft Energie, zu der maßgeblich die E.ON-Energie AG gehört, haben gestern am späten Dienstagabend ein Tarifergebnis für die rund 30.000 Beschäftigten erzielt. Danach erhöhen sich die Löhne und Gehälter ab 1. Juni 2011 um 3,2 Prozent, eine weitere Erhöhung um 1,7 Prozent erfolgt am 1. Juni 2012. Die Gesamtlaufzeit des Tarifvertrages beträgt 19 Monate. Die Erhöhungen gelten auch für Auszubildende.Darüber hinaus wurden die ergebnisabhängigen Vergütungen für das Geschäftsjahr 2012 abgesichert…“ Pressemitteilung von ver.di vom 08.06.2011 
Tarifabschluss Steinkohle: 3,3 Prozent mehr Geld plus 600 Euro Einmalzahlung
„Nach intensiven Verhandlungen ist am Montag ein Tarifergebnis für die rund 29.000 Beschäftigten im deutschen Steinkohlenbergbau erzielt worden: Danach werden die Löhne und Gehälter zum 01.04.2011 um 3,3 Prozent erhöht, die Ausbildungsvergütungen steigen um 20 Euro. Zudem gibt es eine Einmalzahlung von 600 Euro (Auszubildende 100 Euro)…“Meldung bei der IG BCE vom 21.02.2011 
Windkraftindustrie
- Ein sauberes Image gibt's nur mit Tarifvertrag
„Betriebsräte gibt es bereits in vielen Unternehmen der Windkraftindustrie. Aber die IG Metall fordert auch einen flächendeckend geltenden Tarifvertrag für die Beschäftigten. Nur dann seien faire Arbeitsbedingungen möglich, erklärte Detlef Wetzel, Zweiter Vorsitzender der IG Metall. Das sei in der Branche mit dem sauberen Image bisher ein Problem...“ Pressemitteilung von der IG Metall vom 22.11.2010 
- Ausbeutung mit hoher Energie: Die Windenergiebranche gibt sich modern und ökologisch – auf Kosten von Leiharbeitern
„Windkraft steht für umweltbewußte Energie und für eine Technologie der Zukunft. Übersehen wird dabei allerdings meist, daß der Anteil von Leiharbeitern in der Branche sehr hoch ist. In einigen Betrieben liegt die Quote über 50 Prozent. So etwa in der Firma Weserwind in Bremerhaven. Von den zur Zeit 300 Beschäftigten arbeiten lediglich 107 in einer Festanstellung. Das hindert den 1. Bevollmächtigten der IG-Metall-Verwaltungsstelle Bremerhaven, Karsten Behrenwald, nicht daran, zusammen mit dem Geschäftsführer Ole Hülsemeyer an die Öffentlichkeit zu treten und zu behaupten: »Das Unternehmen hält alle Standards ein, die uns wichtig sind.« Kurz zuvor wurde ein Kandidat zur Betriebsratswahl bei Weserwind fristlos gekündigt. Dabei hatte sich das Unternehmen bereit erklärt, das Entgeltrahmenabkommen zwischen IG Metall Küste und dem Unternehmerverband Nordverbund anzuerkennen...“ Artikel von Dietmar Buttler in der jungen Welt vom 23.11.2010 
Tarifflucht bei E.on: Ver.di protestiert gegen Kostensenkungspläne beim Energieriesen
Die geplanten Umstrukturierungen bei E.on sorgen für Unmut bei den Beschäftigten. Der Energieriese erzielt nach wie vor Milliardengewinne. Artikel von Lutz Debus im Neues Deutschland vom 20.06.2009 
Mitbestimmung unerwünscht: Gewerkschafter prangert auf Demo in Gorleben Arbeitgeber in der Wind- und Solarbranche an
„...Da war auch Hartmut Meine, Bezirksleiter der Industriegewerkschaft Metall für Niedersachsen und Sachsen-Anhalt. Nach einem Bericht der Internetplattform Wendland-Net bezeichnete er die Atomtechnik als veraltet und sprach sich für die Nutzung erneuerbarer Energiequellen aus. Die Gewerkschaften sieht er an der Seite der Umweltbewegung: "Ich rufe den Herren in den Chefetagen zu, zieht euch warm an. Wenn die Anti-Atomkraftbewegung und die Gewerkschaften gemeinsam handeln, dann, meine Herren, wird es verdammt ungemütlich für euch." (...) Gleichzeitig prangerte Meine aber auch das Verhalten mancher Unternehmer in den neuen Branchen an. Durch die intensivere Nutzung von Windkraft, Biomasse und Sonnenenergie könnten Milliarden eingespart, die Umwelt geschützt und zusätzliche Arbeitsplätze geschaffen werden. "Skandalös ist allerdings", so Meine, "dass in der Windkraft- und Solarenergiebranche Arbeitgeber demokratische Mitbestimmungsstrukturen mit rüden Methoden systematisch verhindern. Ingenieurinnen und Ingenieure, die Windkraftanlagen und Solaranlagen entwickeln, und Metallarbeiterinnen und Metallarbeiter, die sie herstellen, haben ein Recht auf gute Bezahlung, sichere Tarifverträge und Mitbestimmung." Konkret warf er der Firma Enercon, dem größten deutschen Hersteller von Windkraftanlagen vor, sie verhindere a den Standorten Aurich und Magdeburg die Bildung von Betriebsräten.“ Artikel von Wolfgang Pomrehnauf telepolis vom 10.11.2008 . Siehe dazu:
- Rede von Hartmut Meine auf der Kundgebung „Atomkraft ? - Nein Danke!“
Der Text der Rede vom 08. November 2008 in Gorleben . Meine ist Bezirksleiter der IG Metall Bezirk Niedersachsen und Sachsen-Anhalt
Energiekonzern Eon: Aufruf zu Warnstreiks
„Beim Energieversorger Eon stehen die ersten Warnstreiks der Konzerngeschichte bevor: Die Gewerkschaften Verdi und IG BCE haben für Mittwoch bundesweit zu Arbeitsniederlegungen aufgerufen. Verdi-Bundesvorstandsmitglied Erhard Ott erklärte, die Versorgungssicherheit werde nicht gefährdet. In einem nächsten Schritt seien aber unbefristete Streiks in den großen Kraftwerken nicht ausgeschlossen…“ Artikel in der Frankfurter Rundschau vom 19.05.2008 
Unbezahlte Mehrarbeit: Turbulenzen bei Eon
Der Energiekonzern Eon sorgt für Schlagzeilen - in Deutschland und Spanien. Das Management von Eon Energie verlange trotz hoher Gewinne unbezahlte Mehrarbeit sagen Gewerkschafter. In Spanien beginnt im Krimi über die Übernahme des dortigen Riesen Endesa ein neues Kapitel. Artikel von Thomas Magenheim und Martin Dahms in der Frankfurter Rundschau vom 24.03.2007
Teure Ruhrkohle: Börsengang auf Kosten des Steuerzahlers
„RAG-Chef Werner Müller hat ein großes Ziel: Er will den Essener Mischkonzern, die einstige Ruhrkohle AG, an die Börse bringen. Ein veritables Dax-notiertes Unternehmen soll entstehen - ohne den hochsubventionierten, verlustreichen Steinkohlebergbau. Mit dem Erlös aus dem Börsengang will Müller die Folgekosten der Kohleförderung, auch die künftigen, finanzieren. Doch Wirtschaftsexperten bezweifeln, dass der Börsengang genügend Geld bringen wird…“Beitrag von Andreas Halbach, Hans Koberstein und Iris Wohsmann für die ZDF-Sendung Frontal21 vom 12.12.2006. Daraus das folgende Zitat: „…Doch der ehrgeizige RAG-Chef Werner Müller hat für seine Pläne namhafte Politiker eng an sich gebunden - zum Beispiel Bundestagspräsident Norbert Lammert. Er sitzt im RAG-Aufsichtsrat. Ex-Bundeskanzler Gerhard Schröder berät die RAG beim Börsengang. Und schließlich Friedrich Merz. Der CDU-Politiker ist Anwalt der RAG für alle Börsenfragen. Selbst Gewerkschaftsboss Hubertus Schmoldt von der mächtigen Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie und Energie unterstützt Müllers Plan - nämlich die RAG, die mit Steuergeldern groß geworden ist, vor den Kosten des Kohleausstiegs in Sicherheit zu bringen.“
Konzerntarifvertrag bei Vattenfall Europe
- Tarifverhandlungen bei Vattenfall abgebrochen - Schwedische Gewerkschaft kündigt Solidaritätsstreik an
„Die Verhandlungen um einen Konzerntarifvertrag bei Vattenfall Europe in Deutschland sind nach zwei Jahren von Gewerkschaftsseite abgebrochen worden. Damit stehen die Zeichen jetzt auf Arbeitskampf. Zur Unterstützung kündigte die schwedische Gewerkschaft SEKO einen Generalstreik im Mutterkonzernland an…“ Artikel Von Haidy Damm in Neues Deutschland vom 11.03.06
- Verhandlungen stehen vor dem Scheitern
"Die Tarifauseinandersetzung bei Vattenfall Europe spitzt sich zu. Nach der ergebnislosen Verhandlungsrunde am 9. März wurden die Tarifverhandlungen für die etwa 20.000 Beschäftigten des Vattenfall-Konzerns in Deutschland ausgesetzt und keine weiteren Verhandlungstermine vereinbart. Nun werden die Verhandlungsführer der drei beteiligten Gewerkschaften IG BCE, ver.di und IG Metall der Tarifkommission bei ihrer Sitzung am 21. März empfehlen, das Scheitern der Verhandlungen zu erklären. Danach müsste über Arbeitskampfmaßnahmen entschieden werden..." Meldung auf der Seite der IG BCE 
- Konzerntarifverhandlungen abgebrochen - Arbeitgeber auf Konfrontationskurs!
Tarifmitteilung an die Mitglieder der Gewerkschaften im Konzern Vattenfall Europe vom 09.03.2006
Local Jobs
for local workers bei E.ON - in Kentucky wie in Deutschland
- Kampagne "E.ON, sei ein guter Nachbar!"
„In Amerika zeigt die "freie Marktwirtschaft" ihr Gesicht ungeschminkter als hierzulande. Aber auch in Amerika finden soziale Kämpfe dagegen statt. Jetzt brauchen Kolleginnen und Kollegen aus Kentucky unsere Unterstützung in ihrer Auseinandersetzung mit einem deutschen Unternehmen: E.ON. E.ON hat sich in Amerika schnell "zurechtgefunden". Und was wir dort vorgeführt bekommen, kann uns auch in Europa erwarten, wenn die EU-Dienstleistungsrichtlinie wie geplant umgesetzt wird. Im kontinentalen Binnenmarkt werden soziale Rechte und Standards geografisch umgangen. Und mit den Dienstleistungen soll auch gleich die Verantwortung dafür outgesourct werden. Ein Kollege der amerikanischen Gewerkschaft GLBCTC wird am Freitag bei E.ON eine Petition übergeben. Wir wollen ihn begleiten, das schöne Wort von der internationalen Solidarität konkret werden lassen.“ Weitere Informationen zur Protestwache vor der Münchener E.ON Energiehauptverwaltung, Brienner Strasse 40 am Freitag, 17. Juni 2005 um 16:00 Uhr finden sich im Flugblatt der Kampagne "E.ON, sei ein guter Nachbar!" 
- Über „Kirchliche Dienste in der Arbeitswelt“
(KDA) erreicht uns ein Aufruf zur Solidarität mit den KollegInnen
der Gewerkschaft „Greater Louisville Building& Construction
Trades Council“ (GLBCTC) aus Kentucky. Die Firma LG&E
baut dort ein Kraftwerk. LG&E ist eine Tochter von EON Deutschland.
Entgegen der sonst üblichen Gepflogenheiten sollen bei diesem
Kraftwerksbau auch Menschen angestellt werden, die keine (!) Gewerkschaftsmitglieder
sind. Die Äußerungen des LG&E Managements lassen
befürchten, dass Aufträge gezielt an "gewerkschaftsfreie"
auswärtige Unternehmen vergeben werden sollen. Dagegen wehrt
sich die Gewerkschaft und bittet um Unterstützung auch aus
Deutschland. Zu der Kampagne gibt es ein Faktenblatt
mit weitergehenden Informationen
und zwei Faxvordrucke an Dr. Wulf H. Bernotat
,
EON AG (Düsseldorf) bzw. Dr. Johannes Teyssen
,
EON-Energie (München). Bitte ebenfalls ein Belegexemplar faxen
oder eine kurze Nachricht per email an Ulrich Wohland (Fax 0621-416984)
bzw. kda.wohland@t-online.de
Zehn Jahre Tower Colliery. Sozialismus in
300 m Tiefe
Im ehemaligen Kohlerevier Südwales gibt es nur
noch eine Zeche. Sie wird von den Bergarbeitern verwaltet, die ihren
Job behielten, weil sie etwas riskierten. Artikel
von Pit Wuhrer in der WOZ vom 16.12.2004 
Bergbau: Gelsenkirchener
Erklärung vom 31.3.2000
"Der Aktionstag gegen Arbeitslosigkeit und Arbeitsplatzabbau
am 31. März in Gelsenkirchen mit 400 Teilnehmern ist ein deutliches
Signal für die Verteidigung und Schaffung neuer Arbeitsplätze. Wir
Kumpels, Metaller, Rentner, Frauen, Arbeitslose und Jugendliche
erklären stellvertretend für unsere Belegschaften, Initiativen oder
Gewerkschaftsorganisationen: Der Strukturwandel ist gescheitert
..."
VEBA / VIAG-Fusion
- Kritische Aktionäre beantragen
Job-Erhalt und Atom-Ausstieg. Zu den außerordentlichen Hauptversammlungen
der VEBA AG am 10. und der VIAG AG am 14. Februar 2000 stellt
der Dachverband der Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre gleichlautende
Gegenanträge - siehe die
Anträge

- Kritische Aktionäre fordern VEBA/VIAG-Fusion
ohne Stellenabbau. Eine Presseerklärung des
Dachverbandes der Kritischen Aktionaerinnen und Aktionaere
Miners Strike in Cape Breton Nova Scotia
Von einem Kohlebergwerk in Cape Breton
Nova Scotia, Kanada, wird uns mit Datum vom 13.1.2000 ein wilder
Streik gegen die Schließung gemeldet. 10 der Bergarbeiter haben
sich in der Mine eingeschlossen, um das Befluten zu verhindern.
Nach neuesten Angaben sollen sich einige hiervon im Hungerstreik
befinden. Der Bericht
ist englischsprachig und beinhaltet einen ebensolchen Liedtext für
die streikenden Bergarbeiter
Weiteres Zechensterben angekündigt
Eine Meldung aus Herne (20.10.1999)
Ruhrkohle globalisiert sich für 2 Mrd DM
In diesen Tagen hat die ehemalige Ruhrkohle AG, heute
RAG, aus Essen, ihren Jahresbericht vorgelegt. Dem Unternehmen geht
es sehr gut, es steigerte im vergangenen Jahr den Umsatz um zehn
Prozent. Der Konzernumbau trägt für das Unternehmen Früchte im sogenannten
weißen“ Bereich, also dort, wo keine heimische Steinkohle gefördert
wird ... Mehr dazu |