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Die Gewerkschaft tritt auf der Stelle
„In Österreich ist es etwas Außergewöhnliches, daß überhaupt gewerkschaftliche Kundgebungen im Freien stattfinden. Jahrelang war da tote Hose. Eine unabhängige Gewerkschaftsbewegung etwa in Form der Cobas, ist, so scheint es, noch lange nicht in Sicht. Ein Bericht über die letzte Kundgebung der Siemens-Angestellten in Österreich...“ Artikel von Aug und Ohr auf Indymedia vom 26.06.2009 
Vorschlag zur Reform des Österreichischen Gewerkschaftsbundes - ÖGB
„Tausende Mitglieder haben sich engagiert an einer ÖGB-Reform beteiligt. Was sind heute 2008 die Ergebnisse dieses Engagements? Der ÖGB hat Regionen zusammengelegt und die Fachgewerkschaften von 12 auf 9 Fachgewerkschaften fusioniert. Bringt das dem ÖGB mehr Mitglieder? Können wir dadurch bessere Kollektivvertragsabschlüsse erwarten? Steigt dadurch wieder das Vertrauen in den ÖGB? Leider fällt es mir schwer, eine zufrieden stellende Antwort darauf zu geben. Vor allem aber so Mitglieder zu werben!!! Wir wollten mehr Mitsprache, eine Basisorientierung und einen kämpferischeren ÖGB. Heute, nach dieser “Reform“ werden aber manche Kollektivvertragsverhandlungen innerhalb eines Tages abgeschlossen. Abschlüsse die unter der ohnehin falsch berechneten Inflation liegen…“ Ein Beitrag von Klaus Kotschnig, Betriebsratsvorsitzender der GPS-Kärnten GmbH vom Mai 2008
Österreich: Kampf um jeden Arbeitsplatz bei der österreichischen Bundespost
„Wie der Gewerkschaftliche Linksblock (GLB) mitteilt, drohen bei der österreichischen Bundespost Massenentlassung. (…) Der Gewerkschaftliche Linksblock (GLB) hat hiergegen Widerstand angekündigt - und tatsächlich könnte und sollte hier eine exemplarische Auseinandersetzung im Widerstand gegen den neoliberalen Sozialabbau geführt werden, der über die Grenzen Österreichs hinaus Beispielcharakter haben könnte. Gerade ist es auch für die sozialen Bewegungen in Deutschland wichtig, diese Entwicklung frühzeitig und genau zu beobachten und offensiv-solidarisch zu begleiten.“ Artikel von WorkingClass auf Indymedia vom 08.01.2008 mit weiteren Links
Vergesst den ÖGB! Plädoyer für eine radikale Neugründung des österreichischen Gewerkschaftsbunds
Artikel von Ljubomir Bratic aus Malmoe 36/Fasching 2007 
Thesen zur Gewerkschaftsbewegung - Der ÖGB und die österreichische Gewerkschaftsbewegung
Die Gewerkschaftsbewegung hatte lange Zeit eine wichtige Bedeutung für die politische Linke. Historisch betrachtet war die gewerkschaftliche Organisierung neben der politischen ein wesentlicher Bestandteil der Arbeiterbewegung. Dabei waren die Gewerkschaften immer auch entscheidend an der Durchsetzung wichtiger, demokratischer Rechte beteiligt. Diese gesellschaftliche Rolle der Gewerkschaftsbewegung ist aber durchaus zu historisieren. Die beginnende Industrialisierung hatte Dynamiken bewirkt, die der Arbeiterbewegung einen revolutionären Schub versetzten. Die Arbeiterbewegung und mit ihr die Gewerkschaftsbewegung hatte eine gesellschaftliche Vorreiterrolle inne. Paradoxer Weise hatten gerade die politischen Ausschlussmechanismen bewirkt, dass die Arbeiterbewegung diese gesellschaftliche Vorreiterrolle einnehmen konnte. 8 Thesen von Sebastian Baryli in Bruchlinien - Zeitschrift für eine neue revolutionäre Orientierung vom Februar 2007 
Der 16. ÖGB-Bundeskongress hat keine Veränderung mit sich gebracht
„Liebe ArbeitskollegInnen. Der ÖGB „Neu“ macht dort weiter, wo der „Alte“ aufgehört hat. So hatte die Verschmelzung der Gewerkschaften mit den Interessen des Unternehmertums auch am 16. ÖGB- Bundeskongress höchste Priorität. Die Bürokratie hält schon seit 62 Jahren an der Erhaltung des Lohnsystems fest. Seit ihrem Bestehen missbraucht die Bürokratie die Arbeiterbewegung, indem sie die Gewerkschaften, als Instrument zur Disziplinierung und Kontrolle der Arbeiterklasse einsetzt. In diesem Sinn ging der ÖGB Kongress über die Bühne…“ Artikel von Gilbert Karasek , Wien 01/2007. Siehe dazu auch:
- »Dieser Kongreß ist ein weiterer Schritt in die Krise«
Beim österreichischen Gewerkschaftsbund scheint der Reformwille wenig ausgeprägt. Ein Interview von Werner Pirker mit Oliver Jonischkeit , Sekretär des Gewerkschaftlichen Linksblocks im Österreichischen Gewerkschaftsbund in der jungen Welt vom 26.01.2007
Das Wesen der Sozialpartnerschaft
Die Sozialpartner sind in vielen Bereichen an den Interessen ihrer Partner gebunden. Was zur Folge hat, dass die Interessen der Lohnabhängigen auf der Strecke bleiben. Artikel von Gilbert Karasek, Wien 2007 
Durch die Verschmelzung der Gewerkschaften mit dem Unternehmertum, verlieren wir den Gewerkschaftsschutz.
“Angesichts der Ohnmacht gegenüber der Entsozialisierung unserer Lebensräume, sollte man den Sinn von Partnerschaften untersuchen. Beginnen wir mit der Zeit, in der die Idee der Sozialpartnerschaft aufkam…“ Ein Diskussionsbeitrag von Gilbert Karasek, Personalvertreter bei Wienstrom, nicht nur an österreichische GewerkschaftskollegInnen
Die ÖGB- Reform lässt auf sich warten
„Liebe ArbeitskollegInnen! Um uns der weilen die Zeit zu vertreiben, schauen wir uns die Auswirkungen an, die das bürgerliche Vereinsgesetz, zwischen den ÖGB Vorsitzenden und seinen Mitgliedern schafft. Prüfen wir in wie weit das Vereinsgesetz als demokratisches Instrument für die Arbeiterbewegung tauglich ist. Denn die ÖGB Funktionärsspitze bedient sich der bürgerlichen Vereinsgesetze…“ Artikel von Gilbert Karasek vom Oktober 2006
Initiative: Zeichen setzen und mitreden
Eine gewerkschaftliche Initiative zum politischen und organisatorischen Neustart gibt es in Österreich. Sie schreiben: „Globalisierung, Arbeitslosigkeit, Abbau des Sozialstaates, Pensionskürzungen und Angriffe auf ArbeitnehmerInnenrechte machen deutlich: Wir brauchen eine starke, kampfbereite Gewerkschaft! Nur eine schlagkräftige Interessenvertretung ist in der Lage, die ArbeitnehmerInnen gegenüber Arbeitgebern, aber auch gegenüber Regierungen und der EU, zu vertreten. Der Kollektivvertrag, Lohn- und Gehaltsabschlüsse, Urlaubsrecht, 13. und 14. Monatsgehalt sowie Arbeitszeitregelungen müssen ständig neu geregelt und erkämpft werden. Was müssen wir tun, um unter den geänderten finanziellen und organisatorischen Bedingungen so rasch wie möglich eine durchsetzungsfähige Gewerkschaftsorganisation zu bauen? Eine Gewerkschaft ist nur stark, wenn sich die Mitglieder mit ihr identifizieren. Alle, die an einer starken Gewerkschaft interessiert sind, sollen aktiv mitdiskutieren! Die Diskussionsplattform „Zeichen setzen und mitreden“ wurde initiiert von den Vorsitzenden und Landessekretären aus dem Burgenland, Oberösterreich und Vorarlberg…“ Siehe dazu die Seite der Initiative 
Frauen in Österreich fordern »ganze Löhne« „Gewerkschafterinnen des ÖGB starten Kampagne für Gleichberechtigung in der Arbeitswelt.
Arbeiterinnen haben in den vergangenen vier Jahren in Österreich ein Minus beim Nettoeinkommen von 11,1 Prozent (Männer: minus 5, 9 Prozent) hinnehmen müssen. Die Einkommen der Beamtinnen stagnieren; weibliche Angestellte haben seit 2000 etwa zwei Prozent ihres Nettoeinkommens verloren. Die Steuerreform 2005 wird die Einkommensunterschiede weiter verschärfen…“ Artikel von Lisl Rizy in junge Welt vom 22.04.2005.
Österreichische G5 zerstritten. Fusion der Einzelgewerkschaften ins Stocken geraten
“Innerhalb des Österreichischen Gewerkschaftsbundes (ÖGB) stehen Mega-Fusionen mehrerer Einzelgewerkschaften an. Doch in letzter Minute droht dieses Projekt zu scheitern. Dahinter stecken Konkurrenzinteressen der Spitzen der großen Gewerkschaften der Privatangestellten und der Metaller…“ Artikel von Michael Pröbsting in ND vom 06.08.04 
Gewerkschaft historisch: "Rote" und "gelbe" Arbeitervereine
"Unter Linken und besonders unter Linken oder kritischen Gewerkschaftern, die die Politik des ÖGB im Grunde genommen ablehnen, existiert einerseits eine charakteristische Art von Kritikverbot gegenüber dem ÖGB, wonach maximal eine kritische Unterstützung dieses Vereins zulässig sei. Denn der ÖGB sei nun einmal eine bzw. sogar die Organisation der Arbeiter hierzulande, und insofern müsse man sie zumindest schon dafür würdigen oder sogar "verteidigen". Diese Position ist ziemlich unvernünftig, weil sie allein schon die bloße Existenz der Gewerkschaft zu einem positiven Argument für die Gewerkschaft macht, und die naheliegende und entscheidende Frage, was der ÖGB denn so treibt und was die Mitglieder davon haben, ausklammert oder zumindest als nachrangig behandelt...." Skript der Sendung von Gegenargumente-Analyse bei Radio Orange, Wien 
Gewerkschaftskongreß in Österreich: Wo blieb der Kampfgeist?
Oliver Jolischkeit ist vom Gewerkschaftlichen Linksblock gestellter Sekretär des Österreichischen Gewerkschaftsbundes (ÖGB). jW sprach mit ihm.Interview von Werner Pirker in junge Welt vom 21.10.2003 
Kämpferischer ÖGB?
Einschätzung beim LabourNet Austria 
Neuer Spirit für den ÖGB? Managementphilosophien, ArbeitskraftunternehmerInnen und der Change-Prozess des ÖGB
"Lange Zeit waren Frauen, MigrantInnen, ... wie auch ein Gutteil ihrer Beschäftigungsverhältnisse für die Gewerkschaft als Agentin des inländischen Normal-, also Vollzeit-Arbeiters nichts anderes als eine Randerscheinung. Erst jetzt, da Prekarität den Bereich des "exotischen", den Bereich der KünstlerInnen, TherapeutInnen und den Bereich des eher marginalisierten, den Bereich der Reinigungskräfte, PflegerInnen oder anderer
DienstleisterInnen verlässt, erwacht der schlafende Riese langsam...." Artikel von Melina Klaus in Kulturrisse 0302 
Neoliberale Attacke auf Österreich: Gewerkschaften am Scheideweg?
jW sprach mit Manfred Groß, Vorsitzender des Gewerkschaftlichen Linksblocks und Mitglied des Bundesvorstandes des Österreichischen Gewerkschaftsbundes (ÖGB). Interview von Werner Pirker in junge Welt vom 17.01.2003  |