| Lech-Stahlwerke: Unternehmer fordert: 48 Stunden in der Hitze
„48 Stunden in der Woche sollen die 730 Beschäftigten der Lech-Stahlwerke (LSW) in Meitingen künftig arbeiten - das wären 8,5 Stunden mehr ohne Lohnausgleich. So lautet die Forderung von Unternehmer Max Aicher, der zusammen mit zwei seiner Töchter das Werk im Landkreis Augsburg besitzt. Eine bundesweit wohl einmalige Forderung, meint die IG Metall in Augsburg und spricht von einer „Unverschämtheit“..." Artikel in der Augsburger Allgemeinen vom 04.09.2009 
Ergebnis Stahl Ost: Paket mit Beschäftigungssicherung und Einkommensplus
„Die Tarifrunde für die ostdeutsche Stahlindustrie 2009 ist am Dienstagnachmittag in Berlin mit einem Verhandlungsergebnis beendet worden. Darauf einigten sich die IG Metall und die ostdeutschen Stahlarbeitgeber: Die Ausgebildeten werden künftig für 24 Monate statt bisher für 12 Monate übernommen, bei einer Mindestarbeitszeit von 28 Stunden pro Woche. Der Altersteilzeittarifvertrag wurde fortgeschrieben. Älteren Beschäftigten wird auch über den 31. Dezember 2009 hinaus der vorzeitige Ausstieg ermöglicht. Der Beschäftigungssicherungstarifvertrag (TV Besch) ist bis Ende 2011 verlängert worden. Das heißt: Zur Vermeidung betriebsbedingter Kündigungen kann die Arbeitszeit per Betriebsvereinbarung um bis zu sieben Stunden pro Woche auf bis zu 28 Stunden verkürzt werden. Bei Arbeitszeitabsenkung gibt es gestaffelte Zuzahlungen bis zur Höhe des 1,75-fachen des Stundenlohns. Alle Beschäftigten erhalten für April bis Dezember 2009 eine Einmalzahlung von 350 Euro, Auszubildende bekommen 50 Euro. Am 1. Januar 2010 steigen die Löhne, Gehälter und Ausbildungsvergütungen tabellenwirksam um zwei Prozent. Der Tarifvertrag hat eine Laufzeit von 17 Monaten. Er gilt vom 1. April 2009 bis zum 31. August 2010...“ Meldung bei der IG Metall Bezirk Berlin-Brandenburg-Sachsen vom 08.04.2009 
Tarifrunde Eisen- und Stahlindustrie in Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und Bremen 2009
- Verhandlungskompromiss in zweiter Tarifrunde Stahl: Einkommen gesichert - Erfolg für Beschäftigung
„Ein Paket aus mehreren Elementen für Beschäftigungs- und Einkommenssicherheit ist das Ergebnis der zweiten Tarifverhandlung für die 85 000 Beschäftigten in der Eisen- und Stahlindustrie in Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und Bremen. Die Ausgebildeten werden künftig für 24 Monate statt bisher 12 Monate übernommen, bei einer Mindestbeschäftigung von 28 Stunden pro Woche. Älteren Beschäftigten wird auch über den 31. Dezember 2009 hinaus ermöglicht, Vereinbarungen zum vorzeitigen Ausscheiden durch Altersteilzeit abzuschließen. Für die Beschäftigten gibt es eine Einmalzahlung von 350 Euro für die Monate April bis Dezember 2009. Ab dem 1. Januar 2010 werden die Löhne und Gehälter um 2 Prozent erhöht. Die Auszubildenden erhalten eine Pauschale von 50 Euro für das Jahr 2009. Ab Januar 2010 folgen Erhöhungen um 2 Prozent. Eine Verkürzung der Arbeitszeit von bisher 35 Stunden pro Woche auf bis zu 28 Stunden kann zur Vermeidung betriebsbedingter Kündigungen vereinbart werden. Dabei erfolgen gestaffelte Zuzahlungen bis zur Höhe des 1,75-fachen eines Stundenlohns.Der Tarifvertrag hat eine Laufzeit von 17 Monaten. Er gilt vom 1. April 2009 bis zum 31. August 2010…” Pressemitteilung der IG Metall vom 01.044.2009 
- Strategisches Dilemma: Tarifabschluß in der Stahlindustrie
„Der kurze Frühling der deutschen Gewerkschaftsbewegung ist vorbei. Nichts zeigt das klarer als der Mittwoch früh in Gelsenkirchen vereinbarte Tarifkompromiß für die rund 85 000 Beschäftigten der nordwestdeutschen Stahlindustrie. Vor einem Jahr hatte die IG Metall in dieser Branche mit Lohnerhöhungen von 5,2 Prozent noch ihr bestes Ergebnis seit 15 Jahren eingefahren. Das war vor dem Hintergrund des Stahlbooms und nährte zusammen mit dem erfolgreichen Arbeitskampf der Lokführergewerkschaft GDL seinerzeit Befürchtungen der Unternehmer, die jahrelange Umverteilung von unten nach oben könne tatsächlich umgekehrt werden. Doch schon die Ende vergangenen Jahres in der Metall- und Elektroindustrie erzielte magere Lohnerhöhung von 4,2 Prozent in 18 Monaten machte deutlich, daß dieser Trend angesichts der Wirtschaftskrise nicht anhalten würde...“ Kommentar von Herbert Wulff in der jungen Welt vom 02.04.2009 
»Rückgrat gezeigt«
Tarifkommission der IG Metall stimmt Vertrag für Stahlindustrie zu. Auch betriebliche Aktivisten bewerten Abschluß positiv und sehen Vorbild für andere Branchen. Artikel von Daniel Behruzi in der jungen Welt vom 26.02.2008. Aus dem Text: „…Den ohne einen Arbeitskampf zustandegekommenen Tarifvertrag bezeichnete Thielecke als akzeptabel. »Selbst mit einem Streik hätten wir nicht viel mehr rausgeholt«, glaubt er. Unter den Vertrauensleuten in Eisenhüttenstadt, dem größten Stahlwerk Ostdeutschlands, sei der Vertrag »mit breiter Einmütigkeit« unterstützt worden. Gleiches berichtete Horst Keller aus dem Westen. »Das Ergebnis wird mit Freude aufgenommen und als ausgesprochen positiv bewertet«, so der stellvertretende Vertrauenskörperleiter bei der Salzgitter Flachstahl GmbH auf jW-Nachfrage. Zufrieden ist er auch damit, daß die Verhandlungskommission die ausgegebene Strategie, nach vier Gesprächsrunden entweder ein Ergebnis zu präsentieren oder in den Streik zu gehen, auch durchgehalten habe. »Das war in der Vergangenheit nicht immer so.«...“ Siehe dazu:
- 5,2 % für 13 Monate; 200 Euro für 1 Monat; 70 Euro für Azubis
Das Verhandlungsergebnis in Stahlnachrichten - Informationen für die Beschäftigten der Stahlindustrie - Nr. 6 vom 21.02.2008 von der IG-Metall NRW
Das Wunder von Meck-Pomm
Im Nordosten Mecklenburg-Vorpommerns ist innerhalb von drei Jahren die modernste Eisengießerei der Welt entstanden. Seit der Übernahme durch einen österreichischen Investor ist der Umsatz enorm gestiegen, aus 60 Mitarbeitern wurden fast 600. Ohne Dumpinglöhne und Zeitarbeit wäre das »neue deutsche Wirtschaftswunder« jedoch undenkbar. Artikel von Martin Behrens in der Jungle-World 47 vom 22.11.2007
Stahl und Diebstahl - Ein Dokumentarfilm über die „Kooperation“ von Betriebsrat und Arbeitgeber zur Vernichtung von Arbeitsplätzen - dargestellt am Beispiel der Stahlwerke Bremen
„Stahl und Diebstahl“ stellt die Problematik der Vernichtung von Arbeitsplätzen bei riesigen Dividenden im Arcelor-Konzern dar. Um das Renditeziel von 15% zu erreichen, mussten viele tausend Beschäftigte ihren Arbeitsplatz „sozial-verträglich“ verlieren. Der Jugend fehlen nun wieder weitere Arbeitsplätze. Standorte wurden gegeneinander ausgespielt. Den Bremer Stahlwerken wurde die Schließung angedroht. Auf dem Hintergrund lang anhaltender Massenarbeitslosigkeit konnte die Konzernleitung so IGM und Betriebsrat mit der FIT-Vereinbarung ins Boot ziehen. Entsolidarisierung in der Belegschaft ist die Folge…“ Die Kollegen der Stahlwerke Bremen bitten diesen Film zu bestellen und als Grundlage und Anregung für Diskussionen zu benutzen. Nach kritischer Diskussion über den Film entstand die folgende Einleitung . Siehe dazu:
- Der Flyer zum Film
Weitere Informationen zum Film , die Bestellmöglichkeiten und die verfügbaren Formate finden sich auf dem Flyer. Der Film kostet übrigens 10,00 Euro plus 1,55 Euro Versand
Tödlicher Arbeitsunfall bei Arcelor Luttich
Am Mittwoch, 19. Mai 2004 wurde D.PIRON, ein junger
Elektriker von 27 Jahren am Hochofen B von Arcelor Lüttich
durch elektrischen Strom getötet . Sein Tod steigert die Anzahl
der tödlichen Unfälle seit der Katastrophe in der Kokerei
(vor 16 Monaten) auf 9. Wir fordern von Arcelor Maßnahmen
- mit Ergebnisverpflichtung!
Tödlicher Arbeitsunfall bei der SIDMAR
in Gent!
Am Montag den 22.09.03 um 09:20 Uhr hat sich bei der
SIDMAR in Gent ein tödlicher Arbeitsunfall ereignet. Im Kaltwalzwerk
an der Tandemstraße 2 wurde ein Arbeitswalzenpaar mit einem
funkgesteuerten Kran angehoben. Die Walzen bewegten sich in Richtung
des Betroffenen und quetschten ihn zwischen den Arbeitswalzen und
Stützwalzen, die hinter ihm standen, ein. Er verstarb unmittelbar.
Siehe den Bericht belgischer
Gewerkschafter 
Flexi in der Stahlindustrie - eine Anfrage
"...In der deutschen Stahlindustrie befinden
wir uns gegenwärtig in Tarifverhandlungen. Wir müssen
dabei diese aktuelle Unternehmenstrategie berücksichtigen und
eine Position einnehmen, die einen EU-weiten gewerkschaftlichen
Abwehrkampf unterstützt." ... " in den beigefügten
Dokumenten stellen wir dringliche Fragen bezüglich einer Gegenstrategie
zu aktuellen Personalkonzepten in der EU-Stahlindustrie.... Bitte
beantwortet diese Fragen soweit als möglich oder verbreitet
die Dokumente weiter an Personen, die diese Fragen vielleicht beantworten
können, vor allem KollegInnen aus den betroffenen Gewerkschaften."
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