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Der Kampf um den Lohnschutz in der Schweiz geht weiter: Auch gegen süddeutsche Arbeitgeber

ja zum Lohnschutz ,indestlohn„… In der Schweiz ist Lohndumping ein immer grösseres Problem. Gleichzeitig wird der Lohnschutz politisch angegriffen; insbesondere die süddeutschen Arbeitgeber der Baubranchen betreiben ein intensives Lobbying in Brüssel. Eine Unia-Studie geht den Hintergründen nach. Einer der grössten Differenzpunkte beim institutionellen Rahmenabkommen zwischen der EU und der Schweiz ist der Schweizer Lohnschutz. Dieser soll nach dem Willen der EU-Kommission abgebaut werden. Nach Ansicht der Brüsseler Kommission greift der Lohnschutz bei Entsendungen in unverhältnismässiger Art in die Dienstleistungsfreiheit der Arbeitgeber ein. Hinter dem Angriff auf den Schweizer Lohnschutz stehen handfeste Interessen, insbesondere der süddeutschen Arbeitgeber. Seit 2016 werden jährlich gegen 40’000 Arbeitnehmende aus Deutschland in die Schweiz entsandt. Allein aus Baden-Württemberg handelt es sich um Umsätze von weit über einer Milliarde Euro. Offensichtlich war und ist der Schweizer Markt mit seinem hohen Preisniveau äusserst lukrativ. Von Anfang an bekämpfen deshalb insbesondere süddeutsche Patrons alle Hindernisse, welche sich ihnen auf dem Weg in der Schweiz entgegenstellen – unter anderem mit einem intensiven Lobbying in Brüssel. In einer neuen Studie gehen Joël Bühler, Andreas Rieger und Michael Stötzel den Hintergründen dieses Angriffs der ausländischen Arbeitgeber auf den Schweizer Lohnschutz nach; und setzten insbesondere den Lohnschutz in Perspektive zu den administrativen Hürden, die Schweizer Unternehmen bei Aufträgen in Deutschland zu erfüllen haben. Nicht umsonst werden heute rund 25 mal mehr Arbeitnehmende aus Deutschland in die Schweiz entsandt als umgekehrt…“ – aus der Ankündigung „Der Angriff der Süddeutschen Arbeitgeber auf den Schweizer Lohnschutz“ am 22. Oktober 2019 bei der Unia externer Link zu eben dieser neuen Broschüre über die Rolle der süddeutschen (Bau)Unternehmen in der Auseinandersetzung um den Lohnschutz. Siehe dazu auch den Link zur Broschüre und den Hinweis auf unseren ersten Beitrag (dem noch weitere folgten) zum Kampf um die Verteidigung des Lohnschutzes:

  • «Der Angriff der Süddeutschen Arbeitgeber auf den Schweizer Lohnschutz» externer Link ist im Oktober 2019 die Unia-Studie von Joël Bühler, Andreas Rieger und Michael Stötzel zur Rolle der süddeutschen Unternehmen in dieser Auseinandersetzung, worin es unter anderem zum Argument, die Schweiz betreibe „Protektionismus“ heißt: „… Gemäss den uns vorliegenden Zahlen werden im Bauhaupt- und Ausbaugewerbe schätzungsweise fünfundzwanzigmal so viele Personen aus Deutschland in die Schweiz entsandt wie in die Gegenrichtung. Von allen ausländischen Unternehmen machen Deutsche am meisten Gebrauch vom geöffneten Arbeitsmarkt für Entsendungen und HandwerkerInnen aus Baden-Württemberg dürften einen grösseren Teil davon stellen. Sie erzielen einen MilliardenUmsatz in der Schweiz. Die Behauptung, die Schweiz betreibe mit den flankierenden Massnahmen Protektionismus, ist offensichtlich haltlos. Die FlaM gewährleisten fairen Marktzugang für ausländische Firmen, indem Löhne und Arbeitsbedingungen verbindlich festgeschrieben und kontrolliert sowie Verstösse sanktioniert werden können. Weil gerade in grenznahen Kantonen und bestimmten Branchen bis zu einem Viertel des Arbeitsvolumens von Entsandten und Selbständigen aus dem Ausland geleistet wird, ist die Durchsetzung der FlaM von höchster Bedeutung…“
Kurzlink: https://www.labournet.de/?p=156844
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