„Unfreihandel“: Freie Sicht im Gestrüpp der Argumente

Gemeinwohl vor Wirtschaftsinteressen: Handelsabkommen TTIP und CETA stoppen!Petra Pinzler benennt in ihrem neuen Buch „Unfreihandel“ klar und fundiert die Gefahren, die TTIP, Tisa und Ceta mit sich bringen. (…) In „Der Unfreihandel“ analysiert die „Zeit“-Redakteurin die Risiken der Freihandelsabkommen und bringt Licht in die dunklen Hinterzimmer der Vertragsverhandlungen. Das Buch ist ein ernstzunehmender, kritischer und auch wissenschaftlich fundierter Blick auf die europäische Handelspolitik. Es erscheint, da die Vertragsverhandlungen in ihre entscheidende Phase münden, zur richtigen Zeit…” Besprechung von Andreas Fischer-Lescano vom 09. Oktober 2015 bei der FR online externer Link, siehe den Kommentar von Volker Bahl:

  • Dazu Volker Bahl: “Und Fischer-Lescano führt aus : “Wenn man – wie der Bundeswirtschaftsminister Gabriel, die Kritik an dieser Art Freihandel als “hysterisch” diffamiert, dann macht er es sich einfach zu leicht… Das Abkommen ist das Sinnbild eine entfesselten Marktwirtschaft auf der globalen Ebene, in deren ökonomischen Verwertungsketten die Menschen auf der Stecke bleiben. Um darauf zu reagieren , darf man nicht falsche Alternativen beschwören : Bei Ceta und TTIP geht es nicht um ja oder nein zum Freihandel, sondern um die Frage nach welchen Prinzipien wir den Freihandel ausgestalten wollen.
    Dass selbst ein Bundeswirtschaftsminister, der noch dazu Vorsitzender der deutschen Sozialdemokratie ist, die Gründe für diese Herausforderung nicht zur Kenntnis nimmt, lässt Schlimmes erahnen…
    Gerade deshalb ist dem Buch zu wünschen, dass auch das eine oder andere Mitglied der SPD sich einmal in diesem Buch kundig macht, wie es um den Kampf um eine gerechte Weltwirtschaftsordung steht, meint der Rechts-“Profi” Fischer Lescano. Es ist, als ob der Bundeswirtschaftsminister diese Kritik doch noch aufgenommen hat, denn just zum Tag der Demonstration am 10. Oktober lässt er in allen wichtigen Tageszeitungen eine Erklärung veröffentlichen “TTIP – Eine Absenkung der erreichten Standards wird es nicht geben”
    Nun damit werden die schon bisher – im neoliberalen Wahn – seit einigen Jahrzehnten vorgenommen Absenkungen schon gar nicht mehr erfasst. Der Kampf um eine gerechte Weltwirtschaftsordnung ist also mit dieser Erklärung noch keineswegs zu Ende – wenn er doch erst einmal geöffnet wurde. Und den wesentlichen Punkt der bisherigen Kritik, dass diese Abkommen in dem gesamten Text für jeden Bürger zugänglich sein müssen, lässt er auch wieder unerwähnt
    .”