IG Metall-Kampagne: Mein Leben. Meine Zeit. Arbeit neu denken.Wir leben in Zeiten des Wandels. Die Triebkräfte der Transformation werden tief greifende Veränderungen in Ökonomie, Politik, Gesellschaft und den Betrieben auslösen. Auf dem Transformationskongress, der heute und morgen in Bonn stattfindet, diskutieren mehr als 600 Betriebsrätinnen und Betriebsräte sowie IG Metallerinnen und IG Metaller darüber, wie der Wandel gerecht gestaltet werden kann. Klar ist: Solidarität ist und bleibt die Quelle der Gestaltungsmacht. (…) Die IG Metall will die Fragen, die sich in Zeiten großer Umwälzungen und Unsicherheiten stellen, in einem breit angelegten Debattenprozess beantworten. Dabei ist klar: Wir können die Transformation nur dann mitgestalten, wenn wir uns auf das besinnen, was uns stark macht – für einander einstehen und solidarisch handeln. Für die IG Metall reicht es nicht, den Wandel mit Sozialtarifverträgen abzufedern. Sie will eine Geschichte des Gelingens schreiben, für eine Arbeitswelt, die sicher, gerecht und selbstbestimmt ist. Was Metallerinnen und Metaller dafür brauchen, wie gute Arbeit in der Digitalisierung gestaltet werden kann und wie die Folgen des Wandels gerecht verteilt werden können, will die IG Metall in den kommenden Wochen und Monaten diskutieren. Um aber etwas gestalten zu können, muss man erst wissen, was sich verändert. Das wird, schlaglichtartig, im Folgenden veranschaulicht und skizziert, welche Herausforderungen gemeinsam zu lösen und zu gestalten sind: Digitalisierung und Industrie 4.0, Globalisierung und Finanzen, Klimapolitik und Mobilität, Demografie und Lebenswelt…IG Metall-Meldung vom 30.10.2018 externer Link: “Transformation. Wie sich Leben und Arbeiten weiter verändern werden” Siehe dazu auch die Pressemitteilung der IG Metall und einen Artikel darüber:

  • IG Metall: Transformation muss sozialen Fortschritt für alle bringen
    Arbeitgeber werden aufgefordert, ihre Strategie offenzulegen / Ökologie, soziale Gerechtigkeit und Beschäftigung sind vereinbarte Zielgrößen / Forderung nach Recht auf Bildung und Weiterbildung –  mehr Mitbestimmung für Betriebsräte / Digitale Infrastruktur muss öffentliches Gut werden
    Die technische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Transformation dürfe nicht zu einer Spaltung der Gesellschaft führen. “Aus technischem Fortschritt muss auch sozialer Fortschritt werden. Dazu braucht es eine Balance zwischen Ökologie, Innovation und Beschäftigung”, sagte Jörg Hofmann, Erster Vorsitzender der IG Metall, auf dem Transformationskongress seiner Gewerkschaft am 30. Oktober in Bonn. An der zweitägigen Veranstaltung nehmen über 600 Betriebsräte und Vertrauensleute der IG Metall teil. (…) Auf dem Kongress werden Beispiele und Projekte aus Betrieben vorgestellt, an denen deutlich wird, wie der Wandel schon heute gestaltet wird, zum Beispiel bei den Themen Qualifizierung oder Schutz von Beschäftigtendaten. (…) Die Transformation stellt auch die Tarifpolitik vor neue Aufgaben. Hofmann regte an, Regelungen zum Schutz vor den Folgen der Digitalisierung zu vereinbaren. Das könnten tarifliche Regelungen zur Personalentwicklung sein oder eine vom Arbeit-geber finanzierte  berufliche Neuorientierung, wenn eine Weiterbeschäftigung im Betrieb nicht möglich ist…” Pressemitteilung vom 30.10.2018 externer Link, darin auch das Statement von Jörg Hofmann
  • Solidarität herstellen. Vorbereitung des Gewerkschaftstags 2019. IG Metall diskutiert Selbstverständnis
    Am heutigen Dienstag beginnt der »Transformationskongress« der Gewerkschaft IG Metall in Bonn. Erwartet werden 600 Teilnehmer aus den Geschäftsstellen, Bezirksleitungen, Bildungszentren, betrieblichen Vertrauensstrukturen sowie Betriebsratsvorsitzende. Mit der Veranstaltung sowie Diskussionen in den verschiedenen Gliederungen will die IG Metall ihren nächsten Gewerkschaftstag im Oktober 2019 vorbereiten. Inhaltlich geht es um das Selbstverständnis der Beschäftigtenorganisation vor dem Hintergrund von »Nationalismus und wachsenden Ressentiments« auf der einen Seite und den Herausforderungen durch »Digitalisierung«, »demographischen Wandel« oder »Migration« auf der anderen. Dem Kongress vorausgegangen war eine wissenschaftliche Konferenz am 19. Juni in Berlin. Im Sinne einer Handreichung für die heute beginnende Tagung wurden hier von 250 Mitgliedern, Wissenschaftlern und externen Referenten »mögliche Zukunftsszenarien« für die Gewerkschaftsarbeit entwickelt. Im Zentrum des »Zukunftsforums« stand die Frage, wie es gelingen kann, die betriebliche und gesellschaftliche Solidarität in der aktuellen Transformation der Arbeitswelt zu aktivieren und zu stärken. (…) Eine der anstehenden Aufgaben, um Solidarität zu stärken oder erst einmal herzustellen, sei zum Beispiel der ernsthafte Kampf um die Arbeitszeitverkürzung. Ebenso wichtig sei es, die Bedürfnisse jenseits der betrieblichen Arbeit nicht aus dem Blick zu verlieren. Das betreffe zum Beispiel das Interesse von Beschäftigten an gutem Nahverkehr, am Bau bezahlbaren Wohnraums, an ganzheitlicher Pflege der pflegebedürftigen Eltern sowie an verlässlichen Kindertagesstätten und guten Schulen. Die IG Metall, als stärkste unter den DGB-Gewerkschaften, spiele für die Durchsetzung vernünftiger Arbeitsbedingungen auch für Branchen außerhalb der Metall- und Elektroindustrie eine wichtige Rolle. Durch gemeinsame Kämpfe mit anderen Einzelgewerkschaften könnten schließlich die Lebensbedingungen aller Lohnabhängigen verbessert werden. Deppe regte sogar an, die Industriegewerkschaft solle Alternativen zum Kapitalismus in den gesellschaftlichen Diskurs einbringen…” Artikel von Susanne Knütter in der jungen Welt vom 30.10.2018 externer Link