10 Jahre ver.di-Linke NRW

10 Jahre ver.di-Linke NRW„Es hat viel Spaß gemacht, obwohl es nichts zu lachen gab!“ ver.di-Linke NRW feiert sich und ihr 10jähriges Bestehen. Die Arbeit geht aktiv weiter. Bericht mit Fotos von Jürgen Senge sowie die kleine Dokumentation zu „10 Jahre ver.di-Linke NRW“ (ohne Anspruch auf Vollständigkeit!) vom Dezember 2013

Von links nach rechts: Gabi Schmidt, Helmut Born, Gregor Falkenhain.Helmut Born eröffnet die Feierstunde "10 Jahre ver.di-Linke NRW, neben ihm Gabi Schmidt (ver.di-Landesleiterin) und Gregor Falkenhain (Gründungsmitglied und ehemaliger Landesfachbereichsleiter Bund/Länder)
Von links nach rechts: Gabi Schmidt, Helmut Born, Gregor Falkenhain.Helmut Born eröffnet die Feierstunde “10 Jahre ver.di-Linke NRW, neben ihm Gabi Schmidt (ver.di-Landesleiterin) und Gregor Falkenhain (Gründungsmitglied und ehemaliger Landesfachbereichsleiter Bund/Länder)
von links nach rechts: Inge Höger, Gabi Schmidt, Helmut Born und Gregor Falkenhain  Mögliche Bildunterschrift: Der Spruch "Es hat viel Spaß gemacht, auch wenn es nicht immer etwas zu lachen gab" beherrschte nicht nur das 10jährige Wirken der ver.di-Linke NRW. Es freuen sich über das Jubiläum Inge Höger (MdB), Gabi Schmidt (ver.di-Landesleiterin NRW), Helmut Born und Gregor Falkenhain (beide Gründungsmitglieder der ver.di-Linke NRW)
von links nach rechts: Inge Höger, Gabi Schmidt, Helmut Born und Gregor Falkenhain
Der Spruch “Es hat viel Spaß gemacht, auch wenn es nicht immer etwas zu lachen gab” beherrschte nicht nur das 10jährige Wirken der ver.di-Linke NRW. Es freuen sich über das Jubiläum Inge Höger (MdB), Gabi Schmidt (ver.di-Landesleiterin NRW), Helmut Born und Gregor Falkenhain (beide Gründungsmitglieder der ver.di-Linke NRW)

In einer kleinen Feierstunde zum 10jährigen Jubiläum konnte Helmut Born als Mitglied des Koordinierungskreises der ver.di-Linke NRW viele Kolleginnen und Kollegen im vollbesetzten Raum des ver.di-Landesbezirks NRW willkommen heißen. Insbesondere begrüßte er mit Gregor Falkenhain und Wolfgang Zimmermann zwei Gründungsmitglieder der ver.di-Linke, die diese in den vergangenen Jahren mitgeprägt haben. Auch die ver.di-Landesleiterin Gabi Schmidt sowie die Bundestagsabgeordnete Inge Höger sind der Einladung gefolgt.

Gregor Falkenhain erinnerte, dass es die ver.di-Linke NRW schon gab als noch niemand an eine Partei ähnlichen Namens dachte. Er betonte, dass die ver.di-Linke NRW sich als unabhängiges Sammelbecken links denkender
und handelnder Kolleginnen und Kollegen versteht. Gregor Falkenhain erinnerte an zahlreiche Diskussionen, Initiativen und Aktivitäten der ver.di-Linke NRW u.a. zur Leiharbeit, zur Tarifeinheit, dem Tariftreuegesetz, diversen Tarifrunden, dem Ladenschlussgesetz und zum Mindestlohn. Zu vielen verschiedenen Themen wurden Veranstaltungen mit beachtlichen Referenten durchgeführt wie z. B. „Arbeitszeitverkürzung“ mit Udo Achten bzw. Bernd Riexinger, „Krise des Kapitalismus“ mit Heinz J. Bontrup, „bedingungsloses Grundeinkommen“ mit Daniel Kreutz, „Neofaschismus mit Angelo Lucifero, „Herausforderungen an linke Politik“ mit Sahra Wagenknecht und „ver.di-Tarifpolitik“ mit Franz Kersjes.
Es sei festzustellen, dass der Kapitalismus krisenanfälliger geworden sei, aber dennoch überlebensfähiger als
viele erhofften. So sei es der ver.di-Linke NRW nicht gelungen, „den Kapitalismus zu zerschlagen“, aber man „arbeite weiter“ daran.

In ihrer Grußbotschaft betonte Gabi Schmidt, dass die ver.di-Linke NRW in einer bunten und vielfältigen Gewerkschaft ver.di verankert sei. Sie habe die ver.di-Linke NRW immer als Austauschforum wahrgenommen.
Zu ihrem Verständnis innergewerkschaftlicher Demokratie gehöre es unterschiedlichen politischen Richtungen in ver.di Raum zu geben. Die ver.di-Linke NRW habe viele politische Impulse in die landes- und bundesweite Gewerkschaftspolitik gegeben betonte sie. Mit Blick auf die vor den Gewerkschaften liegenden Herausforderungen der nächsten Jahre erwarte sie weiterhin „starkes linkes Einbringen“.

 

 

Gut gefüllt war der Raum anlässlich des 10jährigen Jubiläums der ver.di-Linke NRW von links nach rechts: Inge Höger, Gabi Schmidt, Helmut Born und Gregor Falkenhain  Mögliche Bildunterschrift: Freuen sich über das 10jährigen bestehen der ver.di-Linke NRW: Inge Höger (MdB), Gabi Schmidt (ver.di-Landesleiterin NRW), Helmut Born (Mitglied des ver.di-Landesbezirksvorstands NRW) und Gregor Falkenhain (ehemaliger Landesfachbereichsleiter Bund/Länder NRW)
Gut gefüllt war der Raum anlässlich des 10jährigen Jubiläums der ver.di-Linke NRW

 

 

Von links nach rechts: Helmut Born und Gregor Falkenhain. Gregor Falkenhain erinnert als Gründungsmitglied an die Initativen der ver.di-Linke in den letzten 10 Jahren

von links nach rechts: Inge Höger, Gabi Schmidt, Helmut Born und Gregor Falkenhain
Freuen sich über das 10jährigen bestehen der ver.di-Linke NRW: Inge Höger (MdB), Gabi Schmidt (ver.di-Landesleiterin NRW), Helmut Born (Mitglied des ver.di-Landesbezirksvorstands NRW) und Gregor Falkenhain (ehemaliger Landesfachbereichsleiter Bund/Länder NRW)
 
 
 
Von links nach rechts: Helmut Born und Gregor Falkenhain. Gregor Falkenhain erinnert als Gründungsmitglied an die Initativen der ver.di-Linke in den letzten 10 Jahren
Inge Höger (MdB) berichtet von den versteckten Einzelheiten des Koalitionsvertrages der großen Koalition
Inge Höger (MdB) berichtet von den versteckten Einzelheiten des Koalitionsvertrages der großen Koalition

Inge Höger (MdB) referierte zum Koalitionsvertrag von CDU/CSU und SPD. Sie bezeichnete diesen in weiten Teilen als „rückwärtsgewandt und reaktionär“. Zur Frage der Steuergerechtigkeit und einer stärkeren Belastung höherer Einkommen finde sich darin genauso wenig
wie zu einem gerechten Umgang mit Entwicklungsländern. Alles im Koalitionsvertrag müsse der Wirtschaft und dem Freihandel dienen. Die Austeritätspolitik werde fortgesetzt. Während die Mittel für den Verteidigungshaushalt unangetastet blieben, seien weitere Kürzungen im Bereich Arbeits- und Sozialpolitik absehbar. Dass es keinerlei Rücknahme der Hartz-Gesetze gäbe sei bezeichnend. Die Vereinbarungen zum Mindestlohn seien „ein Witz“, ebenso die getroffenen Verabredungen zur Leiharbeit. Sie vermisse zudem ein Bekenntnis zur Bürgerversicherung.

Raja Bernard berichtete von der DGB-Bezirkskonferenz NRW in Neuss. Der Vorsitzende und seine Stellvertreterin seien wieder gewählt worden. Besondere Diskussionen lösten Anträge zur Arbeitszeitverkürzung, der Forderung nach der 35 Stunden-Woche, dem 10 Euro-Bruttomindestlohn und 500 Euro-Eckregelsatz
aus. Auch die Forderung nach Vergesellschaftung der Energieversorgung und
dem politischen Streik, Gewalt gegen Demonstrationsteilnehmende waren heiß
umstritten. Mitglieder der ver.di-Linke NRW hätten sich engagiert in die Beratungen eingebracht.

Helmut Born berichtete von der erfolgreichen Tarifrunde im Einzelhandel (Nähere dazu auch im Labournet).

Martin Körbel-Landwehr gab abschließend als Mitglieder der Bundestarifkommission für den öffentlichen Dienst einen Ausblick auf die bevorstehende Tarifrunde für den Bund und die Kommunen.

Fotos von Jürgen Senge