"Leihkeule" - Unabhängige Zeitung für LeiharbeiterDie Pest der Leiharbeit hat sich rund um den Globus ausgebreitet. Ein guter Grund sich die unterschiedliche Situation im weltweiten Verleih von Arbeitskräften genauer anzusehen. Den internationalen Vergleich beginnen wir mit einem Blick auf die unterschiedliche rechtliche Situation, die die Leiharbeit genießt (…) Kämpfe in der Leihbranche weltweit (…) Löhne und Mindestlöhne international im Vergleich (…) Solidarische Kollegen der Stammbelegschaften… und: Leiharbeit verbieten! Geht das überhaupt?…” (siehe ausführliches Zitat hieraus unten) – siehe die Leihkeule Nr.6 vom Februar 2019 bei chefduzen als Leseversion externer Link (0,7 MB) und als Druckversion zum Verteilen externer Link (11 MB)

  • Leiharbeit verbieten! Geht das überhaupt?
    Wir sind das schon mehrfach gefragt worden, als wir die LEIHKEULE verteilt haben. Leute, die nichts anderes als Leiharbeit kennen, fürchten, wir wollten ihnen die Möglichkeit nehmen ihr Geld zu verdienen. Nein, wir wollen niemandem den Job wegnehmen. Die Unternehmen brauchen unsere Arbeit! Wir wollen uns nicht spalten lassen in Beschäftigte 1 . und 2. Klasse. Wir wollen bessere Arbeitsbedingungen, wir wollen nicht herumgeschickt werden von Betrieb zu Betrieb. Wir wollen ein Ende von Leiharbeit und Fremdvergabe! Ob das überhaupt geht? Na klar! Bis 1 967 war die Leiharbeit verboten und es funktionierte wunderbar. Leiharbeit wurde nur deshalb eingeführt, damit die Unternehmen mit den Arbeitskräften umspringen können wie sie wollen. Man kann sich Arbeiter schnell besorgen wenn man welche braucht und man kann sie ebenso schnell wieder loswerden. Auch die Stammbeschäftigten stehen dadurch unter einem größeren Arbeitsdruck. An der Leiharbeit kann man nichts “fair gestalten”, wie die Gewerkschaften behaupten, sie muß weg! Leiharbeit und Werkverträge spalten die Belegschaften und gespaltene Belegschaften können sich schlechter wehren. Deshalb gab es bereits zahlreiche Kämpfe in Betrieben, in denen auch die Stammbeschäftigten das Ende der Fremdvergabe und eine Festanstellung aller Leiharbeiter gefordert haben…”