kleidermachenLeute„Wer für die Firma adidas in leuchtendem Trikot über den Fußballplatz läuft, kriegt dafür viel Geld. Doch Mitarbeiter in Niedersachsen werden behandelt wie Untertanen (…) Roma Korytkowska und viele ihrer Kollegen möchten sich diese Unterdrückung nicht länger gefallen lassen. Ihre Versuche, intern etwas zu bewegen, sind gescheitert. Jetzt wollen sie adidas öffentlich auffordern, etwas zu verändern. Vier von ihnen nennen deswegen ihren Namen und zeigen ihr Gesicht in der ZEIT. Sie wollen den adidas-Managern gegenübertreten…“ Artikel von Anne Kunze auf Zeit Online vom 24.05.2015 externer Link

  • Aus dem Text: „Es ist nicht so, dass adidas selbst die Arbeiter in Rieste so behandelt. Das Unternehmen nutzt eine Möglichkeit, viele andere Unternehmen kennen sie auch. Die Möglichkeit heißt Leiharbeit. Nur 281 eigene Mitarbeiter hat adidas beschäftigt, der überwiegende Teil, 583 Menschen, sind Leiharbeiter. “Ein enorm hoher Anteil”, sagt Michael Denecke von der zuständigen Gewerkschaft IG BCE. Die Arbeiter, die hier zu Wort kommen, sind nicht bei adidas angestellt, obwohl sie alle im adidas-Logistikzentrum arbeiten. Sie sind bei den Leiharbeitsfirmen Manpower und Olympia Personaldienstleistungen beschäftigt, Olympia ist Teil der europaweiten Otto Work Force. Adidas ist als entleihendes Unternehmen dafür zuständig, wie die Arbeiter eingesetzt werden, was sie tun müssen, auch dafür, dass ihre Arbeitszeiten und -pausen eingehalten werden. So eng verbandelt sind adidas und die beiden Personaldienstleister, dass adidas, mit den Vorwürfen konfrontiert, nicht nur für sich selbst, sondern auch für seine Dienstleister antwortet…“